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Neue Brillen: Jetzt wird Virtual Reality bezahlbar
Acer

Bisher ist der Einstieg in Virtual-Reality-Welten teuer. High-End-Brillen für den PC kosten viele Hundert Euro, außerdem braucht man einen leistungsstarken Rechner. Zu Weihnachten soll sich das ändern.

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vitalik 12.05.2017, 18:36
10.

Zitat von Big_Jim
Ich dachte, es ist ein ähnlicher Hype wie 3D am Fernseher oder gebogene Monitore. Aber nachdem ich bei einem Freund eine Oculus Rift vor den Augen hatte und einmal mit Google Earth VR "durch" München ging war ich total von den Socken. Als ich dann noch Auge in Auge mit einem T-Rex stand und mein Herz anfing zu klopfen -obwohl mein Kopf immer wieder beruhigen wollte, dass dies ja nur virtuell wäre- war mir klar was folgen würde: Am in den Webstore und bestellt. Nun bin ich seit 2 Wochen stolzer Besitzer einer solchen Brille und noch immer begeistert wie am ersten Tag. Jeder Freund / Verwandte der bisher die Brille testweise auf der Nase hatte zeigte sich schwer beeindruckt. Selbst Leute die mit PC und Spielen nix am Hut haben nahmen die Brille mit leuchtenden Augen ab und waren total fasziniert. Kurz: Diese Technologie wird ihren Weg machen und wenn sie noch bezahlbarer wird um so schneller.
Was glauben Sie, wie lange der Hype bei Ihnen noch anhält. Google Earth VR ist nett, genauso die anderen Demos. Die Erfahrung es Mal ausprobiert zu haben, sollte jeder machen, aber man kauft sich doch nicht ein Gerät für mehrere hundert Euro, um dann 2 Anwendungen auszuprobieren. Spätestens nach weiteren 2 Wochen hat man sich sattgesehen und dann?

Zum Artikel: In dem Teaser steht, dass die neue Brille billiger ist und keinen starken Rechner voraussetzt. Die erste Aussage wird im Artikel bestätigt, aber zu der zweiten Aussage wird kein einziges Wort verloren.
Übrigens, die Auflösung ist pro Auge und sollte auch so vermerkt werden. Bei 2 Mal 1440x1440 Pixel braucht man mehr als ein 500 Euro PC um VR-Spiele in hohen Detailstufe flüssig darzustellen. Wobei die flüssige Darstellung für VR essentiell ist, da Motion-Sikness durch das Nachziehen (Bewegung und Bild asynchron) sehr schnell auftritt.

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NewYork76 12.05.2017, 18:51
11. Gesundheitsproblem?

Zitat von Phönix aus der Asche
Das Problem ist dass die natürliche Scharfstellung des Auges anders funktioniert und somit kaputt gemacht wird. Das Auge fokusiert nach Erfahrungswerten über die angenommene Entfernung. Bei Computer-3D müsste die Fokusierung des Auges auf eine vorgegebene fixe Entfernung erfolgen. In 3D Filmen wird versucht, die 3D Handlung entsprechend in einen möglichst kleinen darauf abgestimmten Entfernungsbereich zu legen. Der Hintergrund bleibt oft 2D. Wer sich sein Sehvermögen ruinieren will, nur zu. Das ganze Gesundheitswesen kuscht diesbezüglich vor der Industrie. Einer der Vorreiter bei 3D Brillen war übrigens eine deutsche Firma namens Elsa mit ihrer Revelator mit einem 120 Hertz Röhren-Monitor so ca. 1999, programmierbar mit OpenGL !
Es gibt kein Gesundheitsproblem (ausser vielleicht Motion Sickness fuer einige Nutzer). Fuer das Auge macht es keinen Unterschied, ob es eine Flaeche mit 2D Inhalt oder 3D Inhalt betrachtet. Jeder Film zeigt 2D Bilder, die vom Gehirn 3-Dimensional interpretiert werden.

Virtual Reality ist also in etwa so schaedlich fuer das Auge, wie das Betrachten eines Photos der Golden Gate Bridge.

Die Elsa-Brille hatte ich uebrigens zu Hause. Wobei die Active-Shutter Technologie zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht ausgereift war und mit den heutigen VR-Headsets soviel gemeinsam hat wie ein C-64 mit einer PS4.

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spon-facebook-1293013983 12.05.2017, 19:16
12. @NewYork76

Das Problem ist nicht, wie das Auge das Bild interpretiert, sondern dass die Pupillen sich kaum noch bewegen. Weder bewegt sich das Auge selbst, noch muss die Pupille ihre Brennweite anpassen, um zwischen Nah- und Fernsicht hin und her zu schalten. Längerfristig führt das zu Kurzsichtigkeit, da das Training fehlt und sich das Auge dran gewöhnt, bei Entfernungen die Brennweite eben nicht mehr verstellen zu müssen. Bei Smartphones gibt es den Effekt schon, insbesondere weil man da nicht nur oft drauf guckt, sondern auch aus geringer Entfernung, bei VR mit noch längeren Nutzungszeiten könnte es noch stärker zuschlagen, zumindest, solange nicht Systeme mit dynamischen Brennweiten auf den Markt kommen. Machbar, sofern man mit Eyetracking überwacht, wo der Anwender gerade hinguckt, allerdings auch nicht ganz unkompliziert.

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NewYork76 12.05.2017, 20:54
13. Genau

Zitat von spon-facebook-1293013983
Das Problem ist nicht, wie das Auge das Bild interpretiert, sondern dass die Pupillen sich kaum noch bewegen. Weder bewegt sich das Auge selbst, noch muss die Pupille ihre Brennweite anpassen, um zwischen Nah- und Fernsicht hin und her zu schalten. Längerfristig führt das zu Kurzsichtigkeit, da das Training fehlt und sich das Auge dran gewöhnt, bei Entfernungen die Brennweite eben nicht mehr verstellen zu müssen. Bei Smartphones gibt es den Effekt schon, insbesondere weil man da nicht nur oft drauf guckt, sondern auch aus geringer Entfernung, bei VR mit noch längeren Nutzungszeiten könnte es noch stärker zuschlagen, zumindest, solange nicht Systeme mit dynamischen Brennweiten auf den Markt kommen. Machbar, sofern man mit Eyetracking überwacht, wo der Anwender gerade hinguckt, allerdings auch nicht ganz unkompliziert.
Genau wie ich schon schrieb: Ein Photo anschauen oder ein Buch lesen ist vergleichbar schaedlich. Ich kann hier beim besten Willen keine Gesundheitsgefaehrdung erkennen.

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Newspeak 12.05.2017, 23:32
14. ...

Zitat von vitalik
Was glauben Sie, wie lange der Hype bei Ihnen noch anhält. Google Earth VR ist nett, genauso die anderen Demos. Die Erfahrung es Mal ausprobiert zu haben, sollte jeder machen, aber man kauft sich doch nicht ein Gerät für mehrere hundert Euro, um dann 2 Anwendungen auszuprobieren. Spätestens nach weiteren 2 Wochen hat man sich sattgesehen und dann? Zum Artikel: In dem Teaser steht, dass die neue Brille billiger ist und keinen starken Rechner voraussetzt. Die erste Aussage wird im Artikel bestätigt, aber zu der zweiten Aussage wird kein einziges Wort verloren. Übrigens, die Auflösung ist pro Auge und sollte auch so vermerkt werden. Bei 2 Mal 1440x1440 Pixel braucht man mehr als ein 500 Euro PC um VR-Spiele in hohen Detailstufe flüssig darzustellen. Wobei die flüssige Darstellung für VR essentiell ist, da Motion-Sikness durch das Nachziehen (Bewegung und Bild asynchron) sehr schnell auftritt.
Natuerlich ist es ein Hype, der irgendwann verfliegt. Aber es gibt genug Leute, die kaufen sich staendig Zeug, das sie nach paar Mal Gebrauch nicht mehr nutzen. Sehr beliebt z.B. Fitnessgeraete, durchaus fuer ein paar hundert oder tausend Euro, die dann dem Schweinehund zum Opfer fallen. Nichts, was eine Industrie, die das verkauft, beunruhigen muesste :).

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m82arcel 13.05.2017, 00:18
15.

Das ist mir zwar noch immer etwas zu teuer, aber die Tendenz geht in die richtige Richtung. Ich bin allerdings noch gespannt auf die Anforderungen an die Hardware.
P.S. Zu möglichen Risiken und Nebenwirkungen gibt es auf SPON ein Interview vom 27.05.2016 - klingt nicht so dramatisch (kann ich aus der App leider nicht verlinken, aber die Suchfunktion hilft: "VR Augen").

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ahoiiiiiiii 13.05.2017, 09:26
16. Informierte Autoren nennen es Mixed Reality

Da hat der Autor wohl etwas Grundlegendes nicht verstanden. Hat er sich überhaupt die Mühe gemacht hinzuhören? Virtual Reality ist lediglich ein kleiner Anteil dieser Technologie von Microsoft, die Augmented Reality - mit Virtual Reality - Erfahrungen mischt, eben Mixed Reality. Der Benutzer taucht nicht ab in eine virtuelle Welt, sondern holt sich Objekte seiner Fantasie in die von ihm ansonsten umgestaltete oder auch so naturbelassene reale Welt.

Mit der HoloLens hat Microsoft selbst einen holografischen Computer in Form einer Brille auf dem Markt, der nicht ganz billig, schon an Universitäten zu Forschungszwecken und in Unternehmen bei der Unterstützung von Vorgängen im Einsatz ist. Thyssen Krupp hilft es bei der Konstruktion von Aufzügen und Treppenliften, VW bei der Konstruktion von Fahrzeugen, Chirurgen bei der Vorbereitung von OPs, Monteure beim komplizierten Auswechseln eines Ersatzteils u.s.w., die Einsatzmöglichkeiten sind unendlich, nur für den privaten Gebrauch zu teuer. Um diese Zielgruppe zu erreichen, hat Microsoft in Windows 10 die Windows Holografic Platform integriert. Diese ermöglicht es, den OEMs preisgünstige Mixed Reality Brillen auf den Markt zu bringen, die mit einem Windows 10 Gerät verbunden sind.

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RalfWenzel 13.05.2017, 09:31
17. Kurzsichtigkeit

Dass viel Lesen zur Kurzsichtigkeit führt, ist ja bekannt - aber das macht man üblicherweise nicht oft stundenlang ohne Unterbrechung. Und Augenärzte raten schon lange, den Augen beim Lesen Pausen zu gönnen und das Lesen zu unterbrechen.

Insofern finde ich das gar nicht so abwegig....

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Dark Agenda 13.05.2017, 11:48
18. Weniger Leistung

Zum einen handelt es sich eben um billigere Modelle wie schon bei dem Sony-Gerät für die PS4.
Zum anderen ist nicht der Preis das Problem bei VR sondern die schlechte Verfügbarkeit von Spielen. Wer kauft eine Oculus für ein paar zweistündige Techdemos? Ich will Elder Scrolls in VR.

Andererseits wenn genügend Kiddies nun günstigere Systeme einkaufen passt sich vielleicht auch der Spielemarkt an also win-win.

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Airkraft 13.05.2017, 12:27
19. Die...

Zitat von vitalik
Was glauben Sie, wie lange der Hype bei Ihnen noch anhält. Google Earth VR ist nett, genauso die anderen Demos. Die Erfahrung es Mal ausprobiert zu haben, sollte jeder machen, aber man kauft sich doch nicht ein Gerät für mehrere hundert Euro, um dann 2 Anwendungen auszuprobieren. Spätestens nach weiteren 2 Wochen hat man sich sattgesehen und dann?
Die Pornoindustrie wird's wohl wieder richten müssen ;-)

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