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Neue Fototechnik: So funktionieren Multi-Objektiv-Kameras
Light

Gute Fotos gelingen nicht nur mit großen Fotoapparaten. Moderne Smartphones und eine neuartiges Kamerasystem kombinieren stattdessen viele kleine Kameramodule, um hochwertige Bilder zu schießen.

Gerdd 27.05.2018, 12:29
1. Ein Prototyp - eine Feasibility Study

zunächst einmal. Aber derart fundamental hat sich Fotografie seit der Camera Obscura noch nicht in einem Schritt verändert. Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, daß diese Entwicklung spurlos an unserer täglichen Fotografie vorbeigleiten soll. Und das heißt, daß sich die Fotografie, wie wir sie kennen, dramatisch verändern wird.

Na denn mal los!

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redneck 27.05.2018, 15:49
2.

Phonecams im gegenwaertigen Entwicklungstand sind Dokumentationsgeraete. Diesen Verwendungszweck erfuellen sie herrvorragend.

Linsen sind ansich schon ein Notbehelf. mit Spiegelaufbau verlieren Sie noch mehr an Schaerfe und Licht. Materialphysik setzt da enge Grenzen. Schlimmer noch, kleine Linsen sind kaum zu bearbeiten, die Wellenlaenge des sichtbaren Lichts ist kleiner als die Beschichtungsdicke, Streuphotonen beschraenken die praktisch moegliche Schaerfe. Die kleine Sensorgroesse und die vergleichsweise grosse Waermebildung in den Chips und das Teilchenzittern setzen Grenzen in der Bildschaerfe. R und G und B sind im Chip aufeinandergestapelt. G und B kriegen weniger Licht ab. Das muss verstaerkt werden und das ist dem IQ abtraeglich. Obendrauf gibts noch einen AA Filter um Moiree zu vermeiden. Nun wird noch mit DSP Filtern ein zweiter und dritter Chip output ins Bild gemischt. Die sind auch nicht besser. Parallaxenunterschiede der Linesen verschechtern das Resultat. Im Labor und im Idealfall kann so ein zwar ein richtig gutes Bild zusammengefrickelt werden...in der Realitaet aber eben nicht. In den Dxo Tests wird das auch immer wieder gezeigt. 5% mehr IQ mit Riesenaufwand...
Einziger Weg ist ein riesiger, einschichtiger, gut gekuehlter BW Sensorchip der CMYK und ein Infrarot Wert gleichzeitig erfassen kann. Die Phone Rueckseite koennte komplett aus Linse und Chip bestehen. Nach der Aufnahme koennte dann entschieden werden welche Linsentyp simuliert werden soll. An der Tiefenschaerfe sollte nicht geschraubt werden.

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Profdoc1 27.05.2018, 18:13
3. Ich stimme Ihnen....

Zitat von redneck
Phonecams im gegenwaertigen Entwicklungstand sind Dokumentationsgeraete. Diesen Verwendungszweck erfuellen sie herrvorragend. Linsen sind ansich schon ein Notbehelf. mit Spiegelaufbau verlieren Sie noch mehr an Schaerfe und Licht. Materialphysik setzt da enge Grenzen. Schlimmer noch, kleine Linsen sind kaum zu bearbeiten, die Wellenlaenge des sichtbaren Lichts ist kleiner als die Beschichtungsdicke, Streuphotonen beschraenken die praktisch moegliche Schaerfe. Die kleine Sensorgroesse und die vergleichsweise grosse Waermebildung in den Chips und das Teilchenzittern setzen Grenzen in der Bildschaerfe. R und G und B sind im Chip aufeinandergestapelt. G und B kriegen weniger Licht ab. Das muss verstaerkt werden und das ist dem IQ abtraeglich. Obendrauf gibts noch einen AA Filter um Moiree zu vermeiden. Nun wird noch mit DSP Filtern ein zweiter und dritter Chip output ins Bild gemischt. Die sind auch nicht besser. Parallaxenunterschiede der Linesen verschechtern das Resultat. Im Labor und im Idealfall kann so ein zwar ein richtig gutes Bild zusammengefrickelt werden...in der Realitaet aber eben nicht. In den Dxo Tests wird das auch immer wieder gezeigt. 5% mehr IQ mit Riesenaufwand... Einziger Weg ist ein riesiger, einschichtiger, gut gekuehlter BW Sensorchip der CMYK und ein Infrarot Wert gleichzeitig erfassen kann. Die Phone Rueckseite koennte komplett aus Linse und Chip bestehen. Nach der Aufnahme koennte dann entschieden werden welche Linsentyp simuliert werden soll. An der Tiefenschaerfe sollte nicht geschraubt werden.
umfänglich zu. Ihr am Schluss gemachter Vorschlag hat nur einen Nachteil. Er ist kommerziell nicht durchsetzbar. Die heute verwendeten Chips werden mit einem Bedarf von mehr als einer Mrd. Stück sehr günstig hergestellt. Des Weiteren gibt es nur wenige Werke, die diese Chips produzieren. Ein Chip, der notwendigerweise eine große Fläche besitzen müsste (wesentliche Erhöhung der Pixelfläche), ist technologisch herausfordernd und teuer im Vergleich zur jetzigen Lösung. Da Verbraucher es gewähnt sind so etwas für 'nen 'Appel und 'nen Ei' zu bekommen, wird sich saubere Technologisch, physikalisch begründet, nicht durchsetzen.

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KaroXXL 27.05.2018, 18:52
4.

Wenn ich mir überlege was das kostet und kosten wird - vor allem wo mit meiner (im Vergleich spottbilligen aber auch sehr kompakten) Fuji X-A1 eine bedeutend bessere Bildqualität habe. Und da auch aussuchen kann was ich draufschraube, ob flaches Pancake, teure Teile von Fuji, Zeiss oder Leica oder komplett manuelle Fremdobjektive mit Adaptern.
Aber es gilt eben einen draufzusetzen und für irgendwelche Innovationen zu sorgen dass neuere Smartphones auch brav gekauft werden. Für Dokumentationszwecke reicht das was momentan aktuell da ist ja bei Weitem locker aus.

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Maverick Maven 28.05.2018, 06:52
5. Brennweite und Lichtmenge

Zitat: "...und die Objektive brauchen lange Brennweiten und einen großen Linsendurchmesser, damit auch genügend Licht zum Sensor gelangt."
Das ist natuerlich Unsinn. Laengere Brennweite bei gleichem Linsendurchmesser bedeutet dass weniger Licht auf den Sensor faellt, da der erfasste Raumwinkel kleiner ist. Brennweite dividiert durch effektiven Linsendurchmesser (Pupillenweite) ist gleich Blende. Je groesser dieser Wert ist, umso *weniger* Licht gelangt zum Sensor.

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