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Neue Gesundheits-App Vivy: "Ich kann von einer Nutzung nur abraten"
picture alliance/ Michael Kappe

16 Krankenkassen bieten Millionen Versicherten neuerdings eine App an, in der ihre Gesundheitsdaten gespeichert werden sollen. Ein IT-Sicherheitsexperte schätzt die App als "Datenschutz-Bruchlandung" ein.

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gladwyne 19.09.2018, 21:44
30. ich frag mich

ob solche gesundheitsakten eigentlich wirklich flächendecken nötig sind. ich geh mal davon aus, dass 95% aller menschen lange zeit beim gleichen arzt sind. schickt er oder sie den patienten zum facharzt kommt in den allermeisten fällen die diagnose vor dem nächsten termin. ausnahmen gibt es. bis hierher brauchen wir eigentlich keine digitale krankenakte. problematisch wirds in einem notfall. herzinfarkt, unfall, irgendetwas unerwartetes. in einer solchen situation gehts darum sofortmassnahmen zu ergreifen um leben zu retten. ist da die digitale krankenakte hilfreich? die laboreerte von drei jahren, röntgen vom fuss, wahrscheinlich eine unvollständige liste von medikamenten? ist da nicht ein notfallarmband mit allergieen und anderen informationen nicht hilfreicher. alles andere kann doch später erfahren werden. notfallpatienten werden gegenwärtig doch auch ohne digitale krankenakten erfolgreich behandelt. was ueberseh ich da?

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kuddemuddel 19.09.2018, 21:50
31. Auf Heise gab

es heute einen Bericht über eine Steuer-App, die die Daten (Einkommen, Belege, u.s.w.) ihrer Kunden offen einsehbar in einer Cloud gespeichert hat. Soviel zum Thema Sicherheit.

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transatco 19.09.2018, 21:59
32. Lieber Angsthase als gläserner Idiot!

Zitat von beemef
Wo Spinner und ewige Angsthasen den Ton angeben da ist Deutschland. Kein wunder wenn es IT mäßig in unserem Land immer weiter nach hinten geht.
Es ist unglaublich welche Verhaltensweisen uns vom Fortschritt aufoktroyiert werden sollen!
Dummheit scheint der Motor des Wirtschaftswachstums zu sein!
Nein! Dann lieber den Anschluss verlieren aber seine Würde bewahren! Unsere Daten sind keine Informationen liebe Fortschrittsgläubige! Nein diese Daten sind wir selbst, unsere ureigenste Persönlichkeit! Völlig verrückt diese für ein paar Euro Krankenkassenbeitrag zu verscherbeln!

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anonguest 19.09.2018, 22:02
33. Gesundheitsexpertenprofessorin auf DLF Nova so

"ach wissen sie, im krankenhaus wird auch mit whatsapp kommuniziert, weil man das eben hat. da ist es viel gefährlicher, wenn man zu viel datenschutz hat". wirklich. ernsthaft. m

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/gesundheits-app-vivy-kennt-alle-eure-gesundheitsdaten

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closedshop 19.09.2018, 22:38
34. Was macht ePrivacy?

ePrivacy hat in öffentlichen Auftritten die Datenschutzrechtliche Unbedenklichkeit von vivy verkündet und das System als datenschutzrechtlich vorbildlich dargestellt. Wurde ePrivacy gekauft? Warum setzt ePrivacy so seinen Ruf aufs Spiel? Herr Prof. Dr. Bauer von ePrivacy sollte sich nun nachträglich von vivy distanzieren, wie auch die Vorstände Güttler und Hippler von der Bahn BKK und der IKK Classic zum Schutz ihrer Kunden.

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babblebrox 19.09.2018, 23:19
35. Warum verteufeln,

wenn der reale Nutzen da ist. Was aber die Sache konterkariert, und nicht nur diese, ist das ganze Beiwerk das munter die persönlichen Metadaten an den Meistbietenden verscherbelt.
Warum um alles in der Welt muß mit unseren Daten im Datamining exorbitant Geld verdient werden mit dem vordergründige Argument der Qualitätsverbesserung? Viele Nebelkerzen die bei jeder eigentlich sinnvollen App geworfen werden.
Wie wäre es wenn ich meine Daten die ja wohl mein Eigentum sind (oder?) gegen Lizenzgebühr pro Datenpaket zur Verfügung stellen, und nur die ich will?
Und nur zur Qualitätsverbesserung..., wer sich in der Branche auskennt, weiß das man es simulieren kann aus generierten Metadaten.
Das sind meine Fragen und die daraus begründete Ablehnung weil sie nicht transparent sind.
Ein abendlicher Gruß

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eichenbohle 20.09.2018, 00:28
36. Nicht die Technik ist das Problem.

Sondern der mögliche Missbrauch der/aller persönlicher Daten.
Was, wenn so ein Datensammler die Inhalte der Krankenakte an zahlende Unternehmen weitergibt? Und ein Bewerber keinen ordentlichen Job mehr bekommt? Blackbox eines Versicherers im Auto?

Einfach mal youtuben: ich weiß wer du bist -arte- Dokumentation

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schlaumi125 20.09.2018, 00:53
37. Wo bleibt die differenzierte Betrachtung Spiegel online?

Dieser Artikel ist ein gutes Beispiel dafür wie Tracker missbraucht werden können. Je reißerischer der Titel, je simpler der Sachverhalt reduziert desto mehr Klicks. IT-Sicherheitsexperte, was ist das? Wie wird man das? Hier erhebt jemand absolute Sicherheit zur absoluten Wahrheit und Spiegel online berichtet unreflektiert, weil das Lesevolk gern die simple Datenkrakengeschichte lesen will. Die einfachen Wahrheiten sind die falschen. Das gilt auch hier. Weil Applikationstracking und Crashlogging eingesetzt werden ist keine App unsicher, noch zieht sie persönliche Daten ab. Die Idee einer App für eine persönliche jederzeit verfügbare Krankenakte hat unbestreitbar viele Vorteile. Sie ist im Notfall für jeden Arzt direkt verfügbar und das ist relevant und kann Therapien optimieren und somit das Behandlungsergebnis positiv beeinflussen. Kommunikation unter Spezialisten wird vereinfacht, wenn Daten zentral zugänglich sind und nicht zu jeder Konsultation von Hand alle Informationen zusammengebastelt werden müssen (was zusätzlich fehleranfällig ist). Individualisierte Medizin wird in Zukunft neue Therapien ermöglichen, die ohne das Erheben von Daten nicht möglich sein wird. All das ist unabdingbar um in einer Gesellschaft in der die Menschen immer älter werden das Gesundheitssystem finanzierbar zu halten und eine gute Lebensqualität bis ins hohe Alter zu ermöglichen. Das sich dieses Land manchmal wie ein ewig gestriges anfühlt hat viel mit der Darstellung von Sachverhalten zu tun. Der Job von Journalisten ist zu differenziert zu informieren und nicht die populärste These dauernd zu wiederholen. Was der "Experte" hier anprangert ist heute gängiger Standard in der Softwareentwicklung und sorgt dafür, dass Applikationen nutzbarer, vielfältiger und stabiler sind als in der Vergangenheit. So zu tun als würden hier irgendwelche Unternehmen Informationen abziehen, damit wir nicht versichert werden können, ist schlichter Populismus, der schwer zu ertragen ist. Es ist gut Vivy auf die Finger zu schauen und genau zu beobachten, was dort gemacht wird, denn es handelt sich um sensible Daten, die hier verwaltet werden. Die wenigsten Menschen haben einen Abschluss in Informatik und können sich selbst im Detail daher kaum ein Bild machen. Für "Experten" wäre angesagt aufzuklären und nicht enthemmt Ängste zu schüren. Und von Spiegel online erwarte ich, dass sie nicht "Expertengeplapper" nachplappern, sondern recherchieren und ein vollständiges Bild abliefern. Dann könnte man hier im Forum vielleicht sogar eine differenzierte Diskussion zum Thema führen.

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Grummelchen321 20.09.2018, 02:58
38. Die

Skepsis zu dieser App bestätigt.Die Gesundheitdaten von Millionen Versicherten sind ein Schatz die viele Geschäftemacher liebend gerne in die Finger kriegen wollen.

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roflem 20.09.2018, 05:41
39. Wetten?

Wer so merkbefreit ist, seine Fussfessel (auch Schmartföhn genannt) mit derart sensiblen Daten zu stopfen, hat auch gewiss einen account bei Bratzenfluch, Zwitscher und Finstergram, rasiert sich überall, ist Meister im Selfieknipsen und macht onlinebanking mit dem Gerät. Aber hinterher wegen mangeldem Verbraucherschutz hoilen :-)

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