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Neue Regeln: Bezahlte Wikipedia-Autoren sollen sich outen
DPA

Wer Geld dafür bekommt, Wikipedia-Texte zu ändern, muss das künftig offenlegen. Die Regeländerung beim Online-Lexikon soll im Firmenauftrag geschönte Einträge verhindern. Im vergangenen Jahr hatte es Ärger wegen solcher Manipulationen gegeben.

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PeterStraffrei 17.06.2014, 17:42
1. Sehr gute Idee!

ich stell zu oft fest, dass ein Unternehmen ueberdimensional positiv dargestellt wird, obwohl das Image nicht so rosig ist. Ein weiteres Problem, die Wikipedia ungedingt loesen sollte ist, dass bei zwei untereinander verlinkten Seiten zum Teil voellig unterschiedliche Informationen stehen. Welche ist dann richtig?

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kritischerleser50 17.06.2014, 18:48
2. Gute Idee, aber...

Ich frage mich natürlich, wer das wie kontrollieren will, ob diese "Vorschrift" eingehalten wird. Oder habe ich im Artikel was übersehen ?

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Susi Sorglos 17.06.2014, 18:57
3. Ich zweifle an der Wirksamkeit

Dieser Aufruf ist doch wie der berühmte "Ja, ich bin schon über 18" - Button.
Und dass denen viele Autoren laufen gehen ist verständlich - lest euch mal das teils hirnlose Hickhack in den Kommentaren zur Diskussion durch.
Das liest sich als wollte jemand als Ersthelfer dem Prof. Sauerbruch erklären, wie man Pflaster klebt.

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jizzyb 17.06.2014, 19:29
4. Warum nur für Firmen?

Ich kenne einen Wikipedia-User, welcher von morgens bis spät in die Nacht arbeitet - allerdings nicht im Bereich von Unternehmen sondern im politischen Bereich (Gender/Feminismus).

Dieser User setzt gnadenlos seine Meinung durch, bewegt sich ständig am Rande von Beleidigung und Diskreditierung und überzieht jeden, der einen Millimeter weiter geht, sofort mit einer Vandalismus-Meldung. Geht der User selbst einmal zu weit, hat er Admin-Rückendeckung.

Auch solche Leute gehören geoutet! Niemand kann mir Erzählen, dass jemand der 1.500 bis 2.000 Einträge, Änderungen und Diskussionsbeiträge pro Monat erstellt, nicht dafür bezahlt wird.

Solange solche Leute Wikipedia beherrschen, bleibt Wikipedia eine für mich unglaubwürdige Quelle.

JEDER Wiki-Profi, der dafür bezahlt wird, muss sich outen, nicht nur die, welche für Firmen arbeiten.

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KaroXXL 17.06.2014, 20:00
5. Richtig!

Zitat von jizzyb
Ich kenne einen Wikipedia-User, welcher von morgens bis spät in die Nacht arbeitet - allerdings nicht im Bereich von Unternehmen sondern im politischen Bereich (Gender/Feminismus). Dieser User setzt gnadenlos seine Meinung durch, bewegt sich ständig am Rande von Beleidigung und Diskreditierung und überzieht jeden, der einen Millimeter weiter geht, sofort mit einer Vandalismus-Meldung. Geht der User selbst einmal zu weit, hat er Admin-Rückendeckung. Auch solche Leute gehören geoutet! Niemand kann mir Erzählen, dass jemand der 1.500 bis 2.000 Einträge, Änderungen und Diskussionsbeiträge pro Monat erstellt, nicht dafür bezahlt wird. Solange solche Leute Wikipedia beherrschen, bleibt Wikipedia eine für mich unglaubwürdige Quelle. JEDER Wiki-Profi, der dafür bezahlt wird, muss sich outen, nicht nur die, welche für Firmen arbeiten.
Die die aus irgendwelchen ideologischen und politischen Gründen da lobbyistisch tätig sind, sind meist die schlimmsten. Das sind oft regelrechte Meinungs-Fanatiker (wie beschrieben) die ihr Weltbild durchsetzen wollen.
Solche Leute haben auch immer besonders viel Zeit in ihrem Kontrollwahn und Drang.

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gazettenberg 17.06.2014, 20:02
6.

Zitat von PeterStraffrei
ich stell zu oft fest, dass ein Unternehmen ueberdimensional positiv dargestellt wird, obwohl das Image nicht so rosig ist.
Umgekehrt darf ein nicht "so rosiges Image" aber auch nicht dazu führen, dass über ein Unternehmen schlecht geschrieben wird. Die Wikipedia sollte überhaupt nicht wertend sein.

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bissig 17.06.2014, 21:14
7.

Ich habe mich von Wikipedia verabschiedet - es mag ja eine gute Idee gewesen sein, aber irgendwie ist es zu einem Selbstdarstellungsmedium verkommen. Sei es nun der Artikel über den 4. stellvertretenden Bürgermeister von Doof-Trotteldorf, die Spiele der 3. Schach-Kreisliga Süd-Süd-Ost von 1968 oder einfach nur aus der IMDB übernommene Filmbeschreibungen sind. Wikipedia: Masse statt Klasse - es gibt auch sehr gute Artikel, aber leider viel zu wenige.

Am Besten ist ja immer noch, wenn man an einem 'toten' Link arbeitet (Link ist da, Text fehlt), und der Artikel dann von den Admins gelöscht wird (Zitat: gehört nicht in die Wikipedia - der Link aus einem anderen Artikel ist aber trotz Hinweis auch Wochen später noch da).

Ich bin nicht der einzige im Bekanntenkreis, der sich aufgrund der Willkür bzw. Ignoranz mancher Admins aus der Wikipedia verabschiedet hat. Wenn ich Diskussionen wie im Kindergarten führen will, dann gehe ich lieber in den Kindergarten.

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FocusTurnier 17.06.2014, 21:18
8. @jizzyb Sie meinen doch nicht etwa....

Zitat von jizzyb
Ich kenne einen Wikipedia-User, welcher von morgens bis spät in die Nacht arbeitet - allerdings nicht im Bereich von Unternehmen sondern im politischen Bereich (Gender/Feminismus).
....den User "Fiona Baine"?
Die Massnahmen, die die Aufdeckung dieser Wiki-Manipulation zum Ziel haben, beschreibt einer der führenden feministischen Soziologen, Andreas Kemper, wutschnaubend als "antifeministisch".

http://andreaskemper.wordpress.com/2012/08/16/1265/

Vielleicht wird Baine und sein/ihr Treiben ja auch aus Spendengeldern bezahlt. Diese Art der genderideologischen Beeinflussung trieb ein Gründungsmitglied der Wikimedia Deutschland, Ulrich Fuchs, aus seiner Position. Seine Rücktrittserklärung begründet er folgendermaßen:

"Ziel von uns Gründungsmitgliedern der Wikimedia Deutschland war die Förderung freien Wissens, mit besonderem Focus auf die Enzyklopädie Wikipedia. Unser Ziel war es keinesfalls, Pseudowissenschaften wie die sogenannten Gender-Studies mit fünfstelligen Beträgen zu finanzieren, um Vorschläge zu erarbeiten wie innerhalb der Wikipedia-Community Probleme gelöst werden sollten, die keine sind."

http://ef-magazin.de/2013/10/09/4561...tion-wikipedia

Wikipedia ist schon lange keine ideologiefrei Zone mehr. Ähnliche Manipulationsversuche gibt es auch in den USA mit Hilfe des Projektes "Storming Wikipedia".

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Andr.e 17.06.2014, 21:24
9.

Zitat von bissig
Ich habe mich von Wikipedia verabschiedet - es mag ja eine gute Idee gewesen sein, aber irgendwie ist es zu einem Selbstdarstellungsmedium verkommen. Sei es nun der Artikel über den 4. stellvertretenden Bürgermeister von Doof-Trotteldorf, die Spiele der 3. Schach-Kreisliga Süd-Süd-Ost von 1968 oder einfach nur aus der IMDB übernommene Filmbeschreibungen sind. Wikipedia: Masse statt Klasse - es gibt auch sehr gute Artikel, aber leider viel zu wenige. Am Besten ist ja immer noch, wenn man an einem 'toten' Link arbeitet (Link ist da, Text fehlt), und der Artikel dann von den Admins gelöscht wird (Zitat: gehört nicht in die Wikipedia - der Link aus einem anderen Artikel ist aber trotz Hinweis auch Wochen später noch da). Ich bin nicht der einzige im Bekanntenkreis, der sich aufgrund der Willkür bzw. Ignoranz mancher Admins aus der Wikipedia verabschiedet hat. Wenn ich Diskussionen wie im Kindergarten führen will, dann gehe ich lieber in den Kindergarten.
Sie beschreiben keine Neuheiten, aber man kann es nicht oft genug wiederholen. Im Gockel-Becken Wikipedia würde ich mich nie einbringen, aber zur persönlichen Erheiterung lese ich ab und an die Beiträge der "Diksussionen". Erinnert mich dann wahlweise an den von Ihnen ins Spiel gebrachten Kindergarten oder an den letzten Stuhlkreis irgend eines studentischen Gremiums mit "100% Demokratie"-Anspruch :-)

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