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Neue Verteidigungsstrategie: Bundeswehr bereitet Cyberattacken vor
DPA

Die deutschen Streitkräfte hat den Cyberspace als Kriegsschauplatz entdeckt. Jetzt werden nach SPIEGEL-Informationen auch offensive Operationen zum Schutz eigener Systeme geplant.

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foxtrottangohamburg 16.01.2016, 11:30
10. Süß.

Generation Commodore C-64 hat entschieden, wow. Ich schätze, der große Wurf besteht darin, alles beim Alten zu lassen und weiter zu nutzen, bis sich der Gegner totlacht. Die Entscheidung musste natürlich erstmal durch alle Instanzen, damit möglichst jeder seinen Senf dazu geben konnte, bis nur noch ein fauler Kompromiss übrig geblieben ist. Der wird dann von höchster Ebene der Öffentlichkeit präsentiert als DER große Wurf. Als Folge wird "die Opposition" Schnappatmung bekommen, Teenie-Nerds lachend Familypizza bestellen und alle anderen höchstens á la Spock eine Augenbrauhe hochziehen und gelangweilt dreinschauen. Ach ja, wenn ich eines im Laufe der Zeit begriffen habe, dann dass die politischen Entscheider unseres Landes es einfach nicht können - Entscheidungen mit Hand und Fuß zu treffen, meine ich. Jetzt fahre ich lieber meine virtuelle Verteidigung hoch und ziehe einfach den Stecker...

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Thorkh@n 16.01.2016, 11:46
11. Hurrah!

Das Neuland wird mit Cyberbomben gepflastert! Okay, mit ganz kleinen aus der Jugend-forscht-für-die-Bundeswehr-Ecke. Aber immerhin!

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gersois 16.01.2016, 12:33
12. Cyberwaffen

Bleibt nur zu hoffen, dass die Cyberwaffen besser treffen als das G36 und einsatzfähiger als der Tornado sind.

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schumbitrus 16.01.2016, 15:11
13. Augenblick ..

Wenn die Bundeswehr nun IT-Infrastruktur im Ausland sabotieren, lahmlegen oder zerstören soll - wie weit ist dabei ausgeschlossen, dass Kollateralschäden nicht das eigene Land treffen.

Ein wenig befürchte ich, dass die politische Ebene hier naiv entscheidet: Eine Bombe kann man in der Ferne lokal zünden, die schlägt höchstens asymmetrsich-sozial zurück. In Form von Terroristen oder Flüchtlingen.

Schon eine Atombombe erzeugt einen Fallout, dem Landesgrenze ziemlich Wurscht sind - außerdem darf man mit direkter Antwort rechnen.

Bei einem digitalen (Angriffs-)Krieg muss man doch damit rechnen, dass das globale Netz bei einem Angriff einer Nation wie Deutschland oder Frankreich in Mitleidenschaft gezogen wird - und je nach dem, wen "wir" angreifen kann das (zzgl. einer vielleicht cleveren IT-Gegenschlags-Armee) unserer Wirtschaft schwersten Schaden zufügen.

Müsste dann nicht auch das Militär bei der Auslegung zentraler Internet-Infrastruktur-Komponenten beteiligt (DE-CIX ..) werden, um mindestens die zu erwartenden Schäden durch das Friendly Fire bei uns abfangen zu können? Ist das Militär dann nicht schon im Inland tätig?

Angesichts der zu erwartenden Kollateralschäden sollte das Militär offen legen müssen, was sie genau vorhaben, damit die Zivilgesellschaft darüber urteilen kann, ob ein solcher digitaler Krieg überhaupt geführt werden darf?!

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cum infamia 16.01.2016, 15:50
14. Ja,ja, @schumbitrus

Zitat von schumbitrus
Wenn die Bundeswehr nun IT-Infrastruktur im Ausland sabotieren, lahmlegen oder zerstören soll - wie weit ist dabei ausgeschlossen, dass Kollateralschäden nicht das eigene Land treffen. Ein wenig befürchte ich, dass die politische Ebene hier naiv entscheidet: Eine Bombe kann man in der Ferne lokal zünden, die schlägt höchstens asymmetrsich-sozial zurück. In Form von Terroristen oder Flüchtlingen. Schon eine Atombombe erzeugt einen Fallout, dem Landesgrenze ziemlich Wurscht sind - außerdem darf man mit direkter Antwort rechnen. Bei einem digitalen (Angriffs-)Krieg muss man doch damit rechnen, dass das globale Netz bei einem Angriff einer Nation wie Deutschland oder Frankreich in Mitleidenschaft gezogen wird - und je nach dem, wen "wir" angreifen kann das (zzgl. einer vielleicht cleveren IT-Gegenschlags-Armee) unserer Wirtschaft schwersten Schaden zufügen. Müsste dann nicht auch das Militär bei der Auslegung zentraler Internet-Infrastruktur-Komponenten beteiligt (DE-CIX ..) werden, um mindestens die zu erwartenden Schäden durch das Friendly Fire bei uns abfangen zu können? Ist das Militär dann nicht schon im Inland tätig? Angesichts der zu erwartenden Kollateralschäden sollte das Militär offen legen müssen, was sie genau vorhaben, damit die Zivilgesellschaft darüber urteilen kann, ob ein solcher digitaler Krieg überhaupt geführt werden darf?!
..jetzt wissen auch Sie, warum Deutschland den Breitbandausbau so zögerlich durchführt. Damit sind unsere Angriffsflächen natürlich auch geringer ! Merke: Keine IT- Infrastruktur , -- kein Gegenschlag . Ich sehe, die Bundeswehr unter Frau v.d.L denkt mit ! Danke !

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max-holzdorf 16.01.2016, 17:17
15. Eichhörnchen gegen Hacker 623 : 1

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/usa-eichhoernchen-sind-gefaehrlicher-fuer-stromnetze-als-hacker-a-1071832.html

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StefanZ. 16.01.2016, 18:13
16. Abwehr durch Gewalt im Ausland

Klar, höchste Zeit, dass wir wirklich jede mögliche Angriffswaffenkategorie fürs Internet schnellstens beschaffen. Einen großen Teil davon nutzen ja die Offensivmaßnahmen-Kollegen fürs heimliche Kriminelle vom BND, NSA sowieso schon. Es fehlen halt noch die groben Werkzeuge, die sichtbar kaputtmachen. Natürlich geht es dann um die Zerstörung von Elektronik, Industrieeinrichtungen, Kommunikationsanlagen, Stromversorgungen mit den üblichen Kollateralschäden.

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StefanZ. 16.01.2016, 18:24
17. Gute Politik geht anders

Wie wäre es denn, wenn sich unsere nationale Politik mit der internationalen Ächtung und Bannung von Cyberwaffen beschäftigen würde? So wie das für Chemie und Biologiewaffen schon möglich war. Danach wird das Ganze nur noch ein Problem von nationalen Polizeien, denn Regierungschefs sind sich in der Regel zu schade dafür, sich vor einem internationalen Gericht für Kriegsverbrechen anklagen zu lassen. Eine Riesenmenge von Geld und Elend könnte uns so in den kommenden Jahrzehnten erspart bleiben.

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