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Neuer Google-Coup: Navi-Mammuts sind vom Aussterben bedroht

Sie haben 2500 Euro für das Navi-System in ihrem Auto ausgegeben? Kann man machen, muss man aber nicht. Denn der Markt für die Orientierungshelfer gerät ins Rutschen. Newcomer werden brutal unter Druck gesetzt - und der Gigant Google könnte am Ende als Sieger dastehen.

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waldschrat 20.11.2009, 10:13
10. reines Prestige-Denken!

Zitat von Ekkehart
What else is new? Ich habe ein Festeinbaugerät in einer Oberklassenlimousine und ein TOM-TOM für diverse andere Fahrzeuge. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Ein etwas mehr als briefmarkengrosses an der Windschutzscheibe schlecht zu bedienendes Display, oft lässt sich nicht einmal die Software updaten, mit einem inegrierten System mit Fluxgate, evtl. Faserkreisel, Wegstreckengeber über die Fahrzeugsensoren etc. die auch im Tunnel funktionieren. ...
Sie sind nicht zufällig der BMW-Fahrer, der vor Jahren sein Auto in froher Erwartung einer Brücke und im vollen Vertrauen auf sein Navi im Fluss versenkt hat? ;-) Die Tatsache, dass ein Navi aufgrund von im Fahrzeug integrierten Sensoren auch im Tunnel exakt die Position anzeigen kann, rangiert das Ding im Auto verdächtig nahe in die Spielzeugecke. Oder sind ist Ihnen schon einmal jemand untergekommen, der sich im Tunnel verfahren hat?
Nehmen Sie das Ding als das, was es sein sollte: ein nützliches Utensil für den gelegentlichen Gebrauch und nicht als Prestigeobjekt. Ich habe von Autokäufern gehört, die so eine Rückenflosse, in der die GPS-Antenne integriert ist, als Dummy ordern wollten, weil's Geld nicht für die Komplettlösung reichte (Sind dieselben, die vor 15 Jahren mit Handy-Imitat rumgelaufen sind).

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gunman 20.11.2009, 10:23
11. Pro extern

Zitat von rrbbkim
Wer ein höherklassiges Auto (schon ab ~Audi A4 oder größere Passats) fährt, _muss_ zur Zeit dennoch ein Einbaunavi kaufen. Ansonsten rächt sich das brutal beim Wiederverkaufswert. Darauf sollte ernsthaft hingewiesen werden.
Sehe ich nicht so. Einbaunavis, so die höhere Erkenntnis nicht erst seit gestern, sind Schwachsinn. Zumeist CD oder DVD basiert für 1.000 EURO aufwärts in totaler Abhängigkeit vom Autohersteller wegen Updates für 200 EURO aufwärts, selten richtig fähig - Anzeige von festen Radarfallen Fehlanzeige, TMC pro was ist mit Stauumfahrung, was ist denn das ? - haben lediglich den Charme, im Armaturenbrett zu sitzen.

Mein Navi 205 von Becker, für 250,00 EURO, sitzt indes im Aschenbecher vor dem Schalthebel, paßt bestens dort hin und erzählt mir alles, was ich wissen muß, umfährt Staus automatisch, plant Routen neu oder alternativ, ohne das man es dazu auffordern muß und kennt europaweite Radarfallen, was angeblich in Deutschland nicht sein darf … but who cares? Zum aktualisieren geht es zumeist umsonst oder für kleines Geld an den Computer, mit dem es sich bestens über USB versteht. Der Spiegelartikel, der das Thema in Bezug nimmt, ist dannach sehr zutreffend. Ein Einbaunavi würde ich allenfalls als Teil der einer Grundausstattung ohne Aufpreis akzeptieren und auch dann mein Becker, das vermutlich überlegen bleibt, weiter einsetzen.

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wrzlbrnft 20.11.2009, 10:27
12. Google besser als TomTom und Konsorten

Eingebaute Navi-Systeme bieten höchstens in Tunnel einen Vorteil. Weitere Vorteile werden kaum genutzt - etwa Einschalten Fahrlicht in Ländern in denen dies erforderlich ist. Bei den externen Navi-Systemen ist eine Routenplanung mit Google, etwa auf dem iPhone, schon heute den Systemen von TomTom, Navigon u.a. überlegen (schnellere Routenplanung, bessere Darstellung und außerhalb Deutschland -etwa in der Schweiz und Österreich - auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich). Wenn nun noch eine echte, beim Fahren mitlaufende Routennavigation hinzukommt, können die anderen einpacken. Noch dazu bei all den Macken, den diese Systeme heute besitzen (mit Navigon ist z.B. keine Navigation ins Ausland über die Adressen der Kontakte möglich). Karten sind bei all diesen Systemen auch veraltet.

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tofinz 20.11.2009, 10:30
13. ...

echte männer kommen ohne navi ans ziel. da wird mal kurz vor abfahrt in den atlas geschaut und los gehts. navis sind viel zu tuckig.

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PeteLustig 20.11.2009, 10:32
14. .

Zitat von waldschrat
Die Tatsache, dass ein Navi aufgrund von im Fahrzeug integrierten Sensoren auch im Tunnel exakt die Position anzeigen kann, rangiert das Ding im Auto verdächtig nahe in die Spielzeugecke. Oder sind ist Ihnen schon einmal jemand untergekommen, der sich im Tunnel verfahren hat?
Sie sind mit dem Auto nicht häufig unterwegs, oder?
Mittlerweile existieren u.a. Autobahntunnel mit Ausfahrten.

z.B der größte Autobahntunnel Deutschlands. Wenden oder Rückwärtsfahren nach verpasster Abfahrt durch abgebrochene GPS-Verbindung scheint auf der Autobahn nicht ratsam...

Allerdings verfügen selbst mobile Navis mittlerweile über eine simulierte Tunnelfahrt, so dass annähernd zum korrekten Zeitpunkt die Abfahrt bekanntgegeben wird.

Zitat von Sleeper_in_Metropolis
gebrauchtes TomTom habe ich vor Jahren bei Ebay für um die 70 EUR gekauft...Da müßte es also schon verdammt gute Argumente geben, um das nun gegen ein Internetfähiges Handy nebst Flatrate und Navigationssoftware von wem auch immer zu tauschen.
So eben bestellte ich mir eine GPS-Maus, um mit meinem (leider GPS-losen) Handy das angesprochene Ö-Navi testen zu können. Der für mich ausschlaggebende Grund: Kostenlose Karten-Aktualisierung der Handy-Navis.
Mein letztes Jahr nagelneu gekauftes Mobil-Navi (deutscher Hersteller) versagte bereits mehrere Male, da neu eröffnete Autobahnabschnitte nicht bekannt waren.

Einmal pro Jahr ein neues Navi bzw. Kartenupdate zu kaufen sehe ich nicht ein. Mobile Navis mit Karten-Update-Vertrag sind mir ehrlich gesagt zu teuer...

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nyo 20.11.2009, 10:34
15. Hut ab, Google

Ich hab mich schon die ganze Zeit gefragt, ob sich der Aufwand für Streetview lohnt. Aber die Verwendung für eine Navigationssoftware, die dann Umgebungssezifische Werbung macht... Genial. Nicht umsonst wird Google in Vorlesungen zu Unternehmensstragien gern als positives Beispiel angeführt.
Dass das alles eine Kehrseite hat (etablierten Navi-Herstellern brechen die Umsätze weg, u.a.), versteht sich von selbst. Allerdings WOLLEN wir doch im Kapitalismus leben, weil es noch keine besseren Alternativen gibt. Und dann müssen wir auch damit klar kommen.

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kaba06 20.11.2009, 10:39
16. Google hat alle seine Karten selbst erstellt.??

...na da bin ich aber mal gespannt, bis da der erste klagt oder sich vergleicht :-).

Immerhin stellt sogar die Kartenansicht von San Francisco ja Grundstücksgrenzen da, die ohne Luftbilder oder Verwendung von Katastermaterial gar nicht zu erkennen sind, Wege in Parks, die selbst mit Luftbildern nicht zu erkennen sein dürften usw. Von den Abbildungen ganzer Gebäudeumrisse mal ganz zu schweigen.

Abgesehen davon finde ich Navigationssysteme sind in der breiten Masse absurd überschätzt. Als Gelegenheitsautofahrer reicht mir immer noch ein Blick auf die Karte. Und die meisten Leute fahren ja eh nur die gleichen Strecken ab, was hilft da das Navi? Eine nette Spielerei ist das natürlich trotzdem.

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u_s 20.11.2009, 10:54
17. Google-Bashing ist in!

Google verhält sich wie ein Wirtschaftsunternehmen verhalten sollte. Effektiv halt. Das die nicht nur hübsche Bilder machen beim herumfahren, sollte jeden Profi klar sein, die sind ja nicht blöd. Und heimlich haben die das schon gar nicht gemacht. Vielleicht machen sie sich mal kundig, bevor sie hirnlose Google-Bashing-Artikel ins Netz stellen. Aber was erwartet man denn schon von einem Käseblatt...

Ich arbeite im übrigen weder bei Google noch finde ich deren Gebaren gut.

CU Daytona

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fjr 20.11.2009, 11:02
18. Bitte mehr Sachlichkeit

Zitat von waldschrat
Sie sind nicht zufällig der BMW-Fahrer, der vor Jahren sein Auto in froher Erwartung einer Brücke und im vollen Vertrauen auf sein Navi im Fluss versenkt hat? ;-) Die Tatsache, dass ein Navi aufgrund von im Fahrzeug integrierten Sensoren auch im Tunnel exakt die Position anzeigen kann, rangiert das Ding im Auto verdächtig nahe in die Spielzeugecke. Oder sind ist Ihnen schon einmal jemand untergekommen, der sich im Tunnel verfahren hat? Nehmen Sie das Ding als das, was es sein sollte: ein nützliches Utensil für den gelegentlichen Gebrauch und nicht als Prestigeobjekt. ....
Naja, wenn Sie als Ortsfremder durch die Münchner Mittlerer-Ring-Tunnel fahren, in denen es oft mehrere Ausfahrten gibt, dann wird's schon interessant. Und dann ist es auch nützlich.

Seien Sie doch etwas sachlicher.

Abgesehen davon, dass eine vernünftige Planung zu jeder Fahrt in unbekannte Gegenden gehört - und dem Navi vorzuziehen ist. Fragen Sie mal Piloten oder Kapitäne, wie die ihre Routen vorherplanen. Das sollten Autofahrer schon auch mal machen, dann gäb's vielleicht weniger Unfälle durch den Versuch, auf vierspurigen Innerortsstraßen mit zwei Rechts- und zwei Linksabbiegerspuren auf den letzten hundert Metern von ganz links nach ganz rechts zu kommen.

Und wie oft will Google eigentlich vermessen. Einbahnstraßen ändern sich oft sehr schnell, Geschwindigkeits- und Durchfahrtsbeschränkungen auch. Nicht zu vergessen sind oft plötzliche Sperrungen.

Da denke ich sind Lösungen wie von TOMTOM, bei denen zu Beginn der Berechnung erst mal die neuesten Informationen der Straßenverkehrsämter etc heruntergeladen werden schon besser.

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mschomm 20.11.2009, 11:04
19. Navigieren mit Handy? Manchmal durchaus!

Zitat von Ekkehart
Navigieren mit meinem iPhone oder E65? Never ever.
In Spezialfällen ist die Navigation mit dem GPS-fähigen Handy durchaus interessant. Beispiel: Urlaub in Neuseeland. Kartenmaterial z.B. von Garmin kostet hier ca. 150€. Mit einem Nokia-Handy und Ovi-Maps kann man sich die Karten kostenlos vor Reisebeginn per PC auf das Handy spielen, die Navigationsfunktion für 7€ für 30 Tage dazukaufen. So habe ich es Ende 2009 mit einem E66 gemacht und war sehr zufrieden.

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