Forum: Netzwelt
Neues Netzwerk WT.Social: Als hätten Facebook und Wikipedia ein Baby
WT.Social

Im neuen sozialen Netzwerk von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales können Mitglieder die Beiträge von anderen Nutzern bearbeiten. Nach einem ersten Blick in WT.Social bleibt die Frage: Wozu soll das mal gut sein?

mori1982 24.11.2019, 19:26
1. Wikipedia

Dass einer aus der Wikipedia das Ding betreibt macht mich skeptisch, nachdem was wikihausen alles über Manipulation und Propaganda herausgefunden hat. Ausserdem befürchte ich, dass sich dort einige große Filterblasen aufbauen lassen. Interessant finde ich die Diskussionsmöglichkeiten mit vielen Usern über ein Thema aber sehr. Ich werde die Entwicklung verfolgen. Wenn es gut wird, werde ich dort einige Artikel aus dem Spon zerreissen und würde mich über Gegenargument zu meiner Sichtweise freuen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sandnetzwerk 24.11.2019, 19:45
2. Die allgemeine Skepsis

der Facebook und Instagram Gemeinde schlägt schon wieder zu. Die Filterblase .... bla bla bla. Ich finde den Gedanken gut. Aus einem simplen Grund. Die Meinungsmache bei Facebook & Co. funktioniert ganz einfach. Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, dann wird sie in diesen Medien, die eine einzige große Filterblase sind, zur Wahrheit. Ich finden den Ansatz von WT sehr gut. Natürlich nicht zum Posten der heutigen Essenfotos und weichgezeichneten Selfies fürs eigene Ego. Diese Klientel braucht keine Nachrichten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
at.engel 24.11.2019, 20:36
3.

Zieht man mal die USA, den Brexit und vielleicht noch den Nahen Osten ab, ist eine halbwegs vernünftige Information über das Ausland in der deutschen Presse praktisch nicht zu bekommen. Über westeuropäische Länder ist sie meist oberflächlich und schlecht, osteuropäische Länder existieren kaum, und den Rest kann man gleich vergessen.... Afrika ist rein wirtschaftlich und gesellschaftlich inexistent...
Mag sein, dass das alles in Deutschland keinen Menschen interessiert und sich das entsprechend schlecht verkaufen lässt. Aber genau da könnte WT.Social z.B. ansetzen: Bei Themen, die in den professionnellen Medien sowie kaum einen Platz haben. Man könnte sich auch Debatten über Nischenthemen vorstellen: wissenschaftliche, technische, oder berufliche usw.
Einziges Problem ist die Sprache: Um an wirkliche Informationen zu kommen, reicht Englisch einfach nicht! Damit kommt nicht weit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
.freedom. 25.11.2019, 23:12
4. Das sieht interessant aus.

Wichtig wäre zu wissen ob damit die Überflutungen der Presse-Foren durch China-Trolle und Russland-Trolle gestoppt werden kann.
Persönlich bin ich nicht bei den Sozial-Medien zu finden, aber das WT.Social kann man sich ja einmal anschauen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ach 25.11.2019, 00:09
5.

Wenn das Impressum nach deutschem Recht fehlt, kann es natürlich nichts solides sein...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aequitas12 25.11.2019, 01:05
6.

Das liegt womöglich daran, dass du nur Onlinenachrichten konsumierst. Das Geschäftsmodell ist hier ja nicht guter Journalismus sondern Werbung verkaufen. Und das macht man nicht mit ausführlichen und detaillierten Artikeln, sondern mit kurzen oberflächlichen Artikelchen. Ich kann jedem, der an qualitativ hochwertigem Journalismus interessiert ist nur ans Herz legen, sich ein Abo zum Beispiel einer Wochenzeitung wie dem Spiegel oder der Zeit zuzulegen. Ich habe letztes Jahr eins geschenkt bekommen und war wirklich überrascht wie gut Journalismus sein kann. Und wer es sich nicht leisten kann: Man bekommt die größten deutschen Wochenzeitungen in fast jeder Bibliothek in Deutschland. Wir sollten uns wieder angewöhnen, für Journalismus zu bezahlen. Kostenlose Dinge sind nähmlich oft im besten Sinne des Wortes umsonst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sprite_Zero 25.11.2019, 03:30
7. @mori1982: Wikihausen

Wikihausen stammt aus der Truther-und Verschwörungstheoretikerecke und ist nicht seriös. Google nach Markus Fiedler, gibt gute Infoseiten über ihn

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kommentatorer 27.11.2019, 00:49
8. Feeds nicht durch Algorithmen personalisiert

Ein auf mich sehr relevant wirkender Aspekt, der im Artikel nur nebenbei erwähnt wird, ist, dass die Feeds nicht durch Machine-Learning-basierte Empfehlungen, wie bei mittlerweile allen anderen sozialen Netzwerken personalisiert werden sollen, sondern chronologisch und mit voller Nutzerkontrolle entstehen. Dieser Fakt widerlegt meiner Meinung nach auch Bedenken von wegen Filterblasen (als Argument gegen die Benutzung der Seite statt anderen Social Media): schlimmer als AI-Filterblasen auf Youtube und co. kann es eigentlich nicht werden. Das, in Kombination damit, dass die Plattform werbefrei ist, klingt sehr vielversprechend. Viele haben Smartphones und Social Media zunehmend satt ? ich glaube, dass WT.Social gute Erfolgschancen hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren