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Offenes Betriebssystem Linux: München schmeißt den Pinguin raus
DPA

Zehn Jahre hat die Umstellung gedauert, nur drei Jahre lang hat die Münchner Verwaltung mit Linux gearbeitet. Jetzt steht das Vorzeigeprojekt der Stadt vor dem Aus.

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chaps 15.02.2017, 21:42
120. Chancen für freie Software

Leider hat freie Software keine Lobby, zumindest keine die es mit der Microsoft oder Apple Lobby aufnehmen kann. Insofern ist der Schwenk in München schon ein Resultat der Lobbyarbeit von MS, denn man darf nicht vergessen, dass es keine wirkliche Notwendigkeit für einen Wechsel gibt. Das Geld das man in den Wechsel investieren würde, kann man auch zur Pflege des Limux Clients verwenden. Der Client ist hier sowieso kaum ein Problem, die Fachverfahren laufen auf Servern, unabhängig vom Desktop. Freie Software gerade in Behörden und Kommunen ist aus meiner Sicht eine Notwendigkeit! Wir sollten das nicht ausschließlich den Closed Source Anbietern überlassen. München sollte froh sein, den Abhängigkeiten weitestgehend entkommen zu sein und selbst Know-How und Entwicklerkapazitäten aufgebaut zu haben. So etwas gibt man nicht leichtfertig wieder auf.

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aweil 15.02.2017, 21:50
121.

Zitat von zefixnochamoi
Ich arbeite seit 20 Jahren fast ausschliesslich mit Linux, und zwar produktiv als Anwender, ohne ein Nerd zu sein. Jedesmal, wenn ich zwangsweise irgendwo mit Windows arbeiten muss, bekomme ich jedesmal das Ko...., weil es schlichtweg unendlich unkomfortabel und unpraktisch ist. Unsere Mitarbeiterinnen in unserer Praxis waren bei der Ankündigung des Umstiegs auf Linux zunächst gespannt und dann überrascht, weil das Wechselfeeling komplett entfiel. Der praktische Unterschied für den Anwender ist nahezu Null, vielleicht mit Ausnahme der etwas anderen Optik der Icons. Wechseln will keine mehr; inzwischen benutzen alle Teammitglieder auch privat Linux. Sogar meine 80-jährige Mutter kommt problemlos mit dem Linux-Notebook zurecht, das ich ihr vor ein paar Jahren hingestellt habe. Und die ist alles andere als ein Nerd .... Der Münchner Umstieg ist schlichtweg politisch gewollt, aber keinesfalls durch praktische Gründe bedingt.
Sie sagen es ja selbst und widersprechen sich gleichzeitig: Der Unterschied für den User in der Bedienung ist im Prinzip marginal. Der Knackpunkt in München waren die Fachanwendungen. Davon gibt es in der öffentlichen Verwaltung Müchens Hunderte und alle mussten für Limux neu erfunden werden. Das konnte nur schiefgehen.

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flexscan 15.02.2017, 21:54
122.

Zitat von wauz
Spiele gibt es auch für Linux-Systeme. Und je nachdem, welche Oberfläche man wählt, ist es schwerer oder einfacher, die se Spiele zu finden. erstaunlicherweise finden die Spielratzen die Spiele auch auf "fremden" OS und lernen so den Umgang mit der Oberfläche. 8Windows-User haben idR auch keinen blassen Schimmer vom Betriebssystem).
Sicherlich. Kenne mich in der Spieleszene nicht aus, aber die FIFA-Serie, GTA oder was weiß ich was gibt es doch nicht oder lässt sich nur umständlich installieren (z.B. über Wine).

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ovi100 15.02.2017, 22:18
123. das Geld sitzt locker..

macht nichts eben mal Millionen Auszugeben für BS und Software..der Steuerzahler hats..;-)

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paddyman 15.02.2017, 22:53
124. Fenstergucker

Schande über München. Ihr hättet Berge versetzen können. Jetzt sitzt Ihr wieder hinter dem Fenster.

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Augustusrex 15.02.2017, 23:04
125. Ist nicht so einfach

Zitat von Elaiza
Viele Foristen glauben, Microsoft sei "Der Standard", aber das nicht ganz korrekt. Standards lassen sich nachlesen und jeder kann diese Standards verwenden. Eine DIN 5x30mm Schraube mit 10mm Sechskant ist genau definiert und jeder Hersteller von Schrauben, darf solche Schrauben herstellen.
Eine Maschinenschraube M5 hat Schlüsselweite 8 und nicht 10. Vorausgesetzt es ist eine Normschraube. Falls Ihr offener Standard 10 mm vorsieht, dann ist der die Abweichung.

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mrerenoth 15.02.2017, 23:13
126.

Selbstverständlich kann man eine öffentliche Verwaltung mit freier Software ausrüsten und dann effizient betreiben, zumindest wenn man es auch wirklich will. Das Hauptproblem wird sein, dass der Durchschnittsnutzer eben an Microsoftprodukte gewöhnt ist und nichts Neues lernen möchte. In Deutschland macht es aber eh keinen Sinn freie Software zu verwenden, da offensichtlich genug Geld für Lizenzgebühren da ist und IT-Sicherheit sowieso keine Rolle spielt, die NSA sieht ja eh alles. Lach. In ärmeren Ländern kann es schon Sinn machen kein Geld für Produkte auszugeben, die es auch kostenfrei gibt. Lustig.

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AlaafHelau 15.02.2017, 23:21
127. Marktübliche Standardprodukte

Man kann mit Linux sicherlich alles erledigen, was Verwaltungen so einfordern. Vielleicht haben die Hersteller von marktüblichen Standardprodukten einige Politiker mal zum Kaffee eingeladen.

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egge1984 15.02.2017, 23:50
128. Zufall oder Absicht?

Der Umzug von Microsoft ins Stadtgebiet München hat natürlich nichts damit zu tun. Beide Seiten profitieren davon. Das war eine abgemachte Sache zwischen Politik und MS. Die Kosten für den Umstieg auf Linux und nun zurück zu MS zahlt wer?

Jetzt kann München endlich noch ein große Unternehmen vorweisen und MS Kasse machen.

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outsider69 16.02.2017, 00:12
129. noch eine Münchner Stimme

noch ein Beispiel: KFZ-Zulassungsstelle München Stadt: Ich will meinen internationalen Führerschein neu machen, Urlaubsreise steht unmittelbar zuvor. Drei Stunden warten, Systemkomplettausfall, keiner kommt dran, die Bediensteten dort bedröpelt, " ja schon das dritte Mal die Woche, kommt in letzter Zeit sehr häufig vor, kommen Sie morgen wieder, da läuft's vielleicht wieder". Kurz vor 12 haben sie es dann wieder hinbekommen. Hab mich schon ohne Auto, aber bezahltem Mietwagen in Fernost gesehen; ja, ohne Internationalen gibt's keinen Wagen, aber das Geld ist weg. Ich habe heute einen Freudensprung gemacht, das München dem Pinguin gekündigt hat. Habe einmal Linux privat getestet, einige Hardware nicht erkannt, tschüss und nie wieder diesen Hobbybastlersch.... .

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