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Offenes Betriebssystem Linux: München schmeißt den Pinguin raus
DPA

Zehn Jahre hat die Umstellung gedauert, nur drei Jahre lang hat die Münchner Verwaltung mit Linux gearbeitet. Jetzt steht das Vorzeigeprojekt der Stadt vor dem Aus.

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mattu 15.02.2017, 17:11
70.

Zitat von cptlars
Warum hier (fast) alle über Linux herfallen. Wenn man bedenkt das wahrscheinlich 95 % oder mehr tagtäglich ein Linux / Unix nutzen und damit in aller Regel doch scheinbar zufrieden sind... Von wegen Linux ist nur was für nerds...
Das wird jetzt bei einigen Verwirrung auslösen :)

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tostro 15.02.2017, 17:44
71. Nicht nur das.

Zitat von vor_dem_spiegel
Eine Empfehlung: Sie sollten niemals nie mit einem Flugzeug in den Urlaub fliegen. Sämtliche IT-Systeme sind Linux-Systeme. Vom Buchungssystem bis zum Catering. Von der Gepäckbeförderung bis zur Flugsicherung. Achso. Mit der Bahn zu fahren ... auch keine Alternative.
Nicht nur das. Linux ist mit Abstand das meistverbreiteste Betriebssystem. Linux ist die Basis von Android.

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peets 15.02.2017, 17:46
72. Effizient arbeiten mit Unix basierten Systemen

Wir arbeiten seit 2002 ausschließlich mit Open/Libre-Office wie zahlreiche unserer Kollegen aus kleineren und mittelständischen Betrieben auch. Seit 2006 haben wir komplett auf Unix basierte Systeme umgestellt (Linux, Mac). Wir haben keine Probleme auch beim Datenaustausch mit Kunden und Lieferanten (Ausnahme: Finanzamt mit Elster). Die Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit und Verfügbarkeit der Computer ist unvergleichlich besser was einen gelegentlichen Einsatz von MS-Produkten schnell wieder beendet. Auch der Zeitaufwand für Wartung ist in der Summe geringer. Das Problem sitzt offenbar vor dem Computer. Wie allgemein bekannt ist haben zahlreiche Behörden immer noch Probleme von WinXP auf ein neueres System umzustellen - aus Personalgründen. Ein mir bekanntes, größeres Softwareunternehmen verwendet ca. 60% seiner Programmierkapazität auf die Anpassung bestehender Programme auf Änderungen, denen man in der Win-Welt ständig ausgesetzt ist. Unsere Programme aus den 90er Jahren laufen dagegen problemlos und kaum verändert.

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GoaSkin 15.02.2017, 18:03
73. der Kostenfaktor

Ich kenne das Leid der IT-Abteilungen in so manchen größeren Unternehmen. Es passiert, dass sich Mitarbeiter einfach einmal weigern, mit einer Software zu arbeiten, weil sie nach Updates leicht anders erscheint. Die Admins dürfen sich dann vom Betriebsrat beschimpfen lassen, weil im Anwendungsfenster ein Symbol 2mm aussieht oder ein Detail jetzt rot ist, das gestern noch grün war. Es stellt sich zwar nicht jeder Mitarbeiter so an, aber es besteht eine Weigerungshaltung, die viel Arbeit macht und viel Geld kostet. Wenn es um Computer geht, fangen die Leute an zu glauben, dass es ein Recht auf Dummheit gibt. Nur aus diesem Grunde brauchen Unternehmen einen derartig aufgeblähten Support-Apparat. Und einzig, was die Bedienung von Computern betrifft, steht man den Leuten diese Bequemlichkeitsdummheit auch noch zu. Schließlich gibt es auch keinen Grammatik-Support, Mathematik-Support, Telefongesprächs-Aushalte-Support oder Werkzeugnutzungs-Support.

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bbkingbaby 15.02.2017, 18:06
74. Lernen war noch nie eine Stärke des deutschen Verwaltungsangestellten

Und da die Kohle ja sowieso auf den Bäumen wächst und nur hin und her geschoben werden muss finanzieren wir doch gerne die Programmierer aus Redwood anstatt in der Heimat IT-Strukturen ohne direkten Anschluss nach Washington aufzubauen.

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StefanXX 15.02.2017, 18:07
75.

Zitat von cptlars
Warum hier (fast) alle über Linux herfallen. Wenn man bedenkt das wahrscheinlich 95 % oder mehr tagtäglich ein Linux / Unix nutzen und damit in aller Regel doch scheinbar zufrieden sind... Von wegen Linux ist nur was für nerds...
Erstens fallen hier nicht alle über Linux her, ich denke den Beiträgen nach fallen die meisten eher über MS her. Zweitens ist es nun mal Fakt dass die Verwendung von Linux in diesem Praxisfall schiefgegangen ist und sich im Vergleich zu MS nicht bewährt hat und diejenigen die daran gearbeitet haben waren ganz sicher auch nicht alles nur Doofis. Das sollten auch die Linux-Fans einfach mal zur Kenntnis nehmen. Und drittens gelten die 95% wahrscheinlich ebenso für MS mit denen Leute tagtäglich zu tun haben wenn ich mich mal so in den Firmen umgucke.

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blueberryhh 15.02.2017, 18:08
76. Linux

ist halt ne echte Zumutung for normale Computer User, vor allem, wenn es denn auch noch unfreiwillig im Beruf geschieht ... und die Hardcore Linux - User und Admins sind es leider sehr oft auch ...

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bssh 15.02.2017, 18:12
77. Schönes Beispiel für Korruption und Inkompetenz der dortigen

Der Oberbürgermeister ebenso wie schon immer die CSU waren von Anfang an gegen die dortige Lösung und wurden auch nie müde zu erklären wie große Fans sie von Microsoft sind. Kaum war der neue OB im Amt erklärte er, dass viele Angestellte Probleme mit Limux hätten, was sich dann als falsch herausstellte. Ständig wurde auf das Limux eingeschlagen, da half es auch nicht, wenn die IT-Administration die Dinge widerlegte.
Dass es nicht an der Software, sondern am politischen Willen liegt zeigen andere Beispiele wie auch im Artikel genannt.
Nun also alles für zig Millionen rückwärts, der Bürger wird es schon zahlen und Microsoft wird sich freuen, die Lobby-Arbeit hat sich gelohnt!
Und die ominöse Cloud als Lösung oder Alternative zu nennen: das ist auch nur eine andere Server-basierte Software. Auf welchen Rechnern läuft die Cloud-Software und wo? Auf welchen Rechnern sind dann die Daten der Verwaltung? Bei Amazon, MS, in Deutschland oder den USA?

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Liberalitärer 15.02.2017, 18:14
78. Kann ich so (fast) bestätigen

Zitat von peets
Wir arbeiten seit 2002 ausschließlich mit Open/Libre-Office wie zahlreiche unserer Kollegen aus kleineren und mittelständischen Betrieben auch. Seit 2006 haben wir komplett auf Unix basierte Systeme umgestellt (Linux, Mac). Wir haben keine Probleme auch beim Datenaustausch mit Kunden und Lieferanten (Ausnahme: Finanzamt mit Elster). Die Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit und Verfügbarkeit der Computer ist unvergleichlich besser was einen gelegentlichen Einsatz von MS-Produkten schnell wieder beendet. Auch der Zeitaufwand für Wartung ist in der Summe geringer. Das Problem sitzt offenbar vor dem Computer.
Nicht nur, die Infrastruktur ist wohl gruselig. Die meisten Firmen setzen auf einheitliche Hardware, die regelmäßig (auch abschreibungsbedingt) getauscht wird. Dann funktioniert Linux ausgezeichnet. Und natürlich setzen private Firmen auf eine Standard Distribution wie Redhat oder Debian. In München war es wohl auch Debian, aber es musste viel geändert werden. Sicherlich sind die meisten öffentlich Bediensteten nicht eben flexibel. Ansonsten haben wohl die meisten Unternehmen eben doch ein Windows in einer VM für das Elsterärgernis. Aber nicht nur, gute kaufmännische Software ist leider rar. Office Kompatibilität ist heute eigentlich kein echtes Problem mehr. Ansonsten wird sich wohl Cloud basiertes Zeug immer mehr durchsetzen. Da spielt der Client keine Rolle mehr.

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Gerdd 15.02.2017, 18:20
79. wenn man den internen admins bei IBM glaubt, dann bleibt man nicht be Windows, sondern vereinfacht gleich zu MacOS.

Viel weniger Probleme, und dank Tablets und Smartphones läuft heute sowieso alles im Browser.

Statt eine komplett veraltete Infrastruktur wieder einzuführen, sollte man die Gelegenheit nutzen, gleich platformunabhängig vorauszuplanen. Das ginge wohl notfalls auch mit Microsoft, aber es gibt auch etliche Alternativen, die viele für wesentlich besser halten.

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