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Panne bei British Airways: Und dann stellte er einfach den Strom ab...
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Tausende Menschen saßen fest, der Schaden belief sich auf 100 Millionen Euro: Ein Fehler im Rechenzentrum hatte die Fluggesellschaft British Airways tagelang lahmgelegt. Nun scheint der Schuldige gefunden.

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Newspeak 02.06.2017, 14:28
1. ...

"Die Anlage habe vollkommen fehlerfrei gearbeitet, bis der Mitarbeiter einer externen Wartungsfirma auf den Ausschaltknopf drückte. Die Fluggesellschaft selbst hat die Darstellung der "Times" bisher nicht bestätigt.

Sollte die Darstellung zutreffend sein, dürften auf den fraglichen Techniker und dessen Firma gewaltige Schadenersatzforderungen zukommen."

Klar, den Wartungstechniker trifft alle Schuld. Ist ja auch das schwaechste Glied in der Kette. Warum man aber so kritische Infrastruktur von externen Firmen betreuen lassen muss, ob es gut ist, dass man so ein System mit einem Knopfdruck ausschalten kann (herrje, jeder Desktop PC fragt einen vorher nochmal), und wie die genaue Situation gewesen ist, ob der Techniker z.B. frei oder auf Anweisung gehandelt hat, ob eine Anweisung, wenn es sie gab, vielleicht missverstaendlich gewesen sein koennte...all das wird nicht gefragt, Es ist ja so einfach, wenn man erst mal den Schuldigen gefunden hat.

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uzsjgb 02.06.2017, 14:28
2. Guardian

Wenn schon der Guardian zitiert wird, dann sollte man auch folgendes zitieren:
"British Airways said its investigation was ongoing and the cause had not been determined."
Oder folgendes:
"The contractors who manage the data centre where a power shutdown caused chaos for British Airways passengers over the bank holiday weekend have denied that any human error has been identified."

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Susi64 02.06.2017, 14:31
3. Nehmen wir mal an es stimmt,

dann ist es mal ein Beispiel dafür wozu outsourcing führt.
Die Frage ist nicht, dass der Techniker keine Ahnung hatte sondern warum er dann überhaupt eingesetzt wurde.
Geiz ist eben nur dann geil, wenn die anderen zahlen. Zahlen sollte deshalb British Airways, die haben bestellt!

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fatfrank 02.06.2017, 14:35
4. Hoffentlich hat er vorher...

...noch ein paar Optionen gekauft, um auf einen sinkenden Kurs der Aktie der Airline zu wetten. ;-)

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uk2011 02.06.2017, 14:41
5.

Zitat von Newspeak
"Die Anlage habe vollkommen fehlerfrei gearbeitet, bis der Mitarbeiter einer externen Wartungsfirma auf den Ausschaltknopf drückte. Die Fluggesellschaft selbst hat die Darstellung der "Times" bisher nicht bestätigt. Sollte die Darstellung zutreffend sein, dürften auf den fraglichen Techniker und dessen Firma gewaltige Schadenersatzforderungen zukommen." Klar, den Wartungstechniker trifft alle Schuld. Ist ja auch das schwaechste Glied in der Kette. Warum man aber so kritische Infrastruktur von externen Firmen betreuen lassen muss, ob es gut ist, dass man so ein System mit einem Knopfdruck ausschalten kann (herrje, jeder Desktop PC fragt einen vorher nochmal), und wie die genaue Situation gewesen ist, ob der Techniker z.B. frei oder auf Anweisung gehandelt hat, ob eine Anweisung, wenn es sie gab, vielleicht missverstaendlich gewesen sein koennte...all das wird nicht gefragt, Es ist ja so einfach, wenn man erst mal den Schuldigen gefunden hat.
Klar ist der Techniker schuld, er hat auf den Knopf gedrückt. An dieser Aussage ist nichts zu rütteln. Aber die Firma haftet für ihn, außer die Firma kann nachweisen, dass der Techniker das absichtlich gemacht hat.

Für so was gibt es eine Firmenhaftpflichtversicherung, die muss dann zahlen. Kann sein, dass die sich weigern, wenn die nachweisen können, dass die Firma bei der Ausbildung geschlampt hat, aber auf den Techniker wird das nicht zurückfallen, da brauchen Sie keine Sorge zu haben.
Ich habe auch schonmal eine Scheibe für 11000 Euro zerlegt, war auch meine Schuld, hat trotzdem die Firma gezahlt.

Gut, anschließend geht die Prämie hoch, und der Techniker ist u.U. nicht mehr der beliebteste und muss gehen, aber er wird nicht die 100 Millionen zahlen müssen.
Wobei ich allerdings nachschieben muss, dass das für Deutschland gilt!

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xvxxx 02.06.2017, 14:43
6.

Zitat von Susi64
dann ist es mal ein Beispiel dafür wozu outsourcing führt. Die Frage ist nicht, dass der Techniker keine Ahnung hatte sondern warum er dann überhaupt eingesetzt wurde. Geiz ist eben nur dann geil, wenn die anderen zahlen. Zahlen sollte deshalb British Airways, die haben bestellt!
Quatsch. Der Beschäftigungsstatus hat nichts mit der Möglichkeit eines Irrtums zu tun.
Er hat nicht mal mit dem Thema "extern" "intern" zu tun.
ich hab schon mindestens soviele "inkompetente" Interne erlebt wie externe.

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GrinderFX 02.06.2017, 14:43
7.

Zitat von Newspeak
"Die Anlage habe vollkommen fehlerfrei gearbeitet, bis der Mitarbeiter einer externen Wartungsfirma auf den Ausschaltknopf drückte. Die Fluggesellschaft selbst hat die Darstellung der "Times" bisher nicht bestätigt. Sollte die Darstellung zutreffend sein, dürften auf den fraglichen Techniker und dessen Firma gewaltige Schadenersatzforderungen zukommen." Klar, den Wartungstechniker trifft alle Schuld. Ist ja auch das schwaechste Glied in der Kette. Warum man aber so kritische Infrastruktur von externen Firmen betreuen lassen muss, ob es gut ist, dass man so ein System mit einem Knopfdruck ausschalten kann (herrje, jeder Desktop PC fragt einen vorher nochmal), und wie die genaue Situation gewesen ist, ob der Techniker z.B. frei oder auf Anweisung gehandelt hat, ob eine Anweisung, wenn es sie gab, vielleicht missverstaendlich gewesen sein koennte...all das wird nicht gefragt, Es ist ja so einfach, wenn man erst mal den Schuldigen gefunden hat.
War klar, dass wieder jemand mit einem total dämlichen Vergleich um die Ecke kommt.
Auch ihr Desktop PC hat so einen Ausschaltknopf und zwar befindet der sich in ihrem Haus an einem zentralen Kasten. Wenn der Techniker, auch hier von einer externen Firma betreut, diesen abschaltet, ist ihr PC aus, ganz ohne Warnhinweis!
Den MUSS es geben, da es sich hier um Strom handelt und in dem Fall der Fluggesellschaft mit Sicherheit um Starkstrom. Da gibt es immer eine Abschaltmöglichkeit, rein aus Sicherheitsgründen schon!
Und natürlich kümmert sich darum eine externe Firma, nämlich eine die sich NUR um sowas kümmert, weil es eben eine gefährliche Sache ist und nicht jede Firma für alles einen Fachbereich hat.
Auch nicht jede IT Firma hat extra einen Klempner fest angestellt, weil vielleicht mal das Klo kaputt gehen könnte.

Und wenn der Techniker fälschlicherweise hart den Strom abgestellt hat, dann ist das durchaus seine Schuld.

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Ein kleiner Idiot 02.06.2017, 14:46
8. Um den Schadensersatz...

Zitat von fatfrank
...noch ein paar Optionen gekauft, um auf einen sinkenden Kurs der Aktie der Airline zu wetten. ;-)
...bezahlen zu können, hätte er schon tief in die Tasche greifen müssen. Der Techniker wird wohl Konkurs auf Lebenszeit anmelden müssen, wenn dass das britische Recht hergibt.

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doctoronsen 02.06.2017, 14:48
9. Alle Räder stehen still, wenn ein kleiner Knopf es will?

Was ist denn das für ein IT-Sicherheitskonzept? Oder anders herum: Sollen wir wirklich glauben, dass BA ein Sicherheitskonzept mit solch scheunentorgroßen Löchern hat?

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