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Pegida: Nichts sehen, nichts hören, viel sagen

Auf Facebook hat Pegida Zehntausende Anhänger. Sind die alle dumm? Sicher nicht. Aber genau das ist Teil des Problems.

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schutzpatron 18.12.2014, 19:44
230. Falsche Platte

Zitat von Celestine
@ Bhur Yam "Weil ein strenges Einwanderungsgesetz nach Vorbild von CDN oder AUS aber automatisch das Ende der ersehnten Multi-Kultisierung Deutschlands bedeuten würde, zieht die Pegida den ganzen Haß des Systems auf sich." Ach ja, und das glauben Sie. Die USA ist ein multi-kulti Land, wo die Bürger die Kultur der Ursprungsländer noch viele Generationen lang pflegen. Dass dort jemand nicht gut oder nur wenig Englisch spricht, stört dort keinen offenbar so sehr wie das in Deutschland der Fall zu sein scheint. Es gibt das China-Town und andere Stadtteile, in welchen gewisse Ethnien leben und zwar weitgehend so leben, wie in ihrem Ursprungsland auch. Die Bürgermeisterin von Sydney betonte eben erst angesichts des Geisel-Dramas auf CNN, wie stolz sie auf ihre tolerante, wörtlich: "multikulturelle" Stadt sei, in welcher Menschen aus 200 Ländern friedlich miteinander leben. Sie sei darüber glücklich, dass die Bürger von Sydney darüber einig seien, dass die Tragödie nichts daran ändern darf und auch nicht ändern wird. Pegida schreibt: Wir sind nicht politisch korrekt, wir sind keine Gutmenschen. Die Bürgermeisterin von Sidney ist offenbar beides, und das finde ich fabelhaft!
Dann fragen Sie mal die Indianer, die Aborigines
was die von Multi-Kulti, pc und Gutmenschen halten.
Falls die Zensur es zuläßt

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halbstark 18.12.2014, 19:58
231. Die Gefahren liegen ganz woanders

Ungewohnt intelligenter Artikel auch deshalb, weil er die öffentliche Diffamierung der PEGIDA Demonstranten wesentlich subtiler betreibt.

Weniger subtil liest man heute bei Focus Online "Tipps", wie man PEGIDA-Sympathisanten bei Facebook "erkennen" und dann aus seiner Facebook-Freundesliste - ich zitiere: "AUSMISTEN" (!) könne. Man stelle sich das vor:

Anstiftung zum Denunziantentum gepaart mit dem eindeutig diskriminierenden und dehumanisierenden Begriff des "Ausmistens" in öffentlichen Medien! Hier bei SPON werden die Foren bereits nach 2-3 Seiten geschlossen, während bei anderen Themen 20 und mehr Seiten keine Seltenheit sind. Kritische Kommentare werden gar nicht erst veröffentlicht. Man nennt das "Zensur" und "Selektion".
Dazu kommt die öffentliche, übrigens immer argumentationslose Beschimpfung der Personen mit "abweichender" Meinung sowie die Stigmatisierung als "Rassistisch", "Fremdenhasser" und "Islamfeinde". Reichlich martialisch, diese Begriffe, und inhaltlich wohl kaum auf 15000 Spaziergänger in Dresden zutreffend. Leute wie Sarazzin oder Eva Hermann verlieren ihren Beruf (!), weil sie nicht die "richtige" Meinung vertreten.

Was JEDEN hier beunruhigen sollte, - unabhängig davon, wie er zu der Debatte um PEGIDA steht, - ist die Tatsache, dass Politik und Medien sich genau derjenigen Methoden bedienen, die sie den "Rechtspopulisten" vorwerfen.

Schlimmer noch: es sind dies die Methoden solcher Diktaturen wie dem Dritten Reich, der Sowjetunion und der DDR.

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-denker- 18.12.2014, 20:49
232.

Exzellenter Artikel der sehr zum Denken anregt! Ich glaube dieser Artikel hat mehr in der Debatte geholfen als alles sonst bisher.

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stefan taschkent 18.12.2014, 21:23
233. Sind wir nicht alle

ein bisschen Pegida, ist man geneigt zu glauben. Problematisch wird es immer dann, wenn bestimmte Strömungen mit Keulen abgewürgt werden sollen. Derer gibt es viele und geholfen haben die letztendlich immer nur kurzfristig. Wie war das noch? „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ (Evelyn Beatrice Hall). Ich teile die Meinung von Pegida nicht, aber welche von deren Forderungen qualifiziert sie jetzt noch mal genau zur "Schande für Deutschland"?

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Friedrich2 18.12.2014, 21:29
234. Pegida ist NICHT typisch deutsch

Aehnliche Ressentiments kann ich in Nordamerika beobachten. Was doert herrscht, ist Rassismus und flaechendeckend sehr rechtes Gedankengut. Was Deutschland unterscheidet, ist dass Menschen verschiedener Couleur auf die Strasse gehen anstatt in Passivitaet zu verharren - eigentlich echt demokratisch und eine klare Aufforderung an die Parteien, sich einem unbequemen Diskurs zustellen. In meiner Erinnerung ist noch die "Wir sind die 99%" Demos und viele Inhalte aehneln sich mit Pegida Demos. Es ist sehr vielsagend, wie hilflos die politische Klasse in Deutschland reagiert, wenn ihre Politik in Frage gestellt wird. Man ist darauf trainiert, Konflikte professionell zu managen ohne alternative Zukunftsentwuerfe fuer das Land zu entwerfen. Das ist meiner Meinung nach mehr demokratiegefaehrdent als diese Demos. Es ist ein Warnschuss fuer uns alle.
Mit geschaetzten 5 Milliarden Menschen in Armut und ueber 200 Millionen oder so heimatlos sollte eine Perspektive entwickelt werden, wie die Zukunft aussehen sollte. Ohne eine klares Modell, wie man weltweiten Wanderungen begegnet, unternimmt unser deutsches System Selbstmord auf Raten.

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Celestine 18.12.2014, 21:53
235.

Zitat von schutzpatron
Dann fragen Sie mal die Indianer, die Aborigines was die von Multi-Kulti, pc und Gutmenschen halten. Falls die Zensur es zuläßt
Ja, aber bei den Deutschen muss man längst nicht so weit zurück in die Geschichte gehen, gelle. Da hatte man ja auch Opfer, die dazu etwas sagen könnten. Und den Begriff Gutmensch haben die Täter auch noch geschaffen.

Sorry, aber SIE haben mit den Vergleichen angefangen!

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w.bartz 18.12.2014, 21:56
236. Mit Nazis diskutieren...

Beim Thema diskutieren mit Nazis habe ich eigene, mglw. lebensrettende Weisheiten gesammelt...
Ich kann diese mglw. an die Wand oder in die Gosse diskutieren...was nutzt mir jedoch alle meine schöne Rhetorik und all mein Wissen, wenn ich ein Messer im Rücken habe...
Und dieses Messer muß nicht aus Stahl sein, das kann auch eine falsche Anklage mit mehreren Zeugen sein...

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wohin 18.12.2014, 22:03
237. Diese Themen....

Zitat von sappelkopp
...dass diese Demonstranten nie auf die Idee kommen würden, gegen die unsägliche Maut, für bessere Bildung, für mehr Kindergärten, für den Mindestlohn und für 100 andere wichtige Themen zu demonstrieren. Der Grund dafür ist, dass die Solidarität in diesem Land systematisch kaputt gemacht wurde. Aber gemeinsam gegen Schwächere, dafür reicht es. Erschreckend und geradezu ekelhaft diese Demos.
....sind den Demonstranten nicht spektakulär genug - damit können sie ihre Ressentiments nicht ausgiebig bedienen. Außerdem habe ich den Verdacht, dass die Dresdener 25 Jahre nach der friedlichen Revolution (die ja von den Leipzigern ausging) dem Rest der Welt beweisen wollen, dass von ihrer Stadt auch Veränderung ausgehen kann. Wie fatal!

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snoop74 18.12.2014, 22:15
238. Eigenlob...

Liest man die Beiträge hier, so könnte man meinen, Herr Lobo selbst entscheidet was gezeigt wird.
Mein Beitrag, andere Meinung und begründet geschrieben, hat hier keinen Platz bekommen, wie hier auch andere schon festgestellt haben.
Wenn ich jetzt Herrn Lobo ganz großen Dank für den Artikel schreibe, hab ich vielleicht eine Chance.
Mach ich aber nicht.
Was nützt die Zensur, das fragt sich niemand...

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freiheitsglocke 18.12.2014, 22:22
239.

Die PEGIDA-Demonstranten glauben sicher auch an Märchen! Überall wo Muslime die Mehrheit der Bevölkerung stellen, geht es vorbildlich zu. Nennen Sie mir nur EIN islamisches Land, in dem Frauen unterdrückt und Homosexuelle verfolgt und getötet werden! Na?

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