Forum: Netzwelt
Piratinnen-Buch "Klick mich": Verlag geht gegen illegalen Download vor
DPA

Die Piraten-Politikerin Julia Schramm findet geistiges Eigentum "ekelhaft", ihre Partei plädiert für freien Datentausch. Für ihr Buch "Klick mich" hat sie sich ein bekanntes Verlagshaus gesucht und viel Geld bekommen. Nun wehrt sich der Verlag gegen eine Raubkopie im Netz.

Seite 1 von 43
shokaku 18.09.2012, 08:51
1. Hier könnte ein Titel stehen

Zitat von sysop
Nun wehrt sich der Verlag gegen eine Raubkopie im Netz.
Das habe ich kommen sehen. Auch wenn das Buch inhaltlich wohl nicht so viel zu bieten hat, für einen richtig fetten shitstorm wird es reichen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spargel_tarzan 18.09.2012, 08:59
2. hahaha...

Zitat von sysop
Die Piraten-Politikerin Julia Schramm findet geistiges Eigentum "ekelhaft", ihre Partei plädiert für freien Datentausch. Für ihr Buch "Klick mich" hat sie sich ein bekanntes Verlagshaus gesucht und viel Geld bekommen. Nun wehrt sich der Verlag gegen eine Raubkopie im Netz.
willkommen im richtigen leben und wie man sich selbst als politikerin einer partei mit eben solchem parteiprogramm demaskieren kann, hut ab. aber piraten sind ja bekannt für ihre raubzüge, es gehört ja auch zum wesen eines piraten, nur wenn man selbst beklaut wird ist wohl schluß mit lustig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
SasX 18.09.2012, 08:59
3.

Zitat von sysop
Die Piraten-Politikerin Julia Schramm findet geistiges Eigentum "ekelhaft", ihre Partei plädiert für freien Datentausch. Für ihr Buch "Klick mich" hat sie sich ein bekanntes Verlagshaus gesucht und viel Geld bekommen. Nun wehrt sich der Verlag gegen eine Raubkopie im Netz.
Vermischt der Spiegel hier einfach zwei Dinge, um negative Presse gegen dir Piraten zu machen oder sind die Informationen im Artikel bewusst vage gehalten?

Wer ist denn der Initiator für das Einschalten der Rechtsabteilung? Hat die Autorin den Verlag aufgefordert, gegen den illegalen Download vorzugehen oder wurde der Verlag von sich aus tätig?

Bei Letzterem kann man das schlecht der Autorin ankreiden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thorkhan 18.09.2012, 09:03
4. optional

Tja, die Aussicht auf Geld und Reputation kann schon mal politische Werte über den Haufen werfen. Darf unter dem Gesichtspunkt der Realpolitik man wohl nicht einmal übel nehmen. Utopien scheitern halt immer wieder mit Lichtgeschwindigkeit an den Gesetzen der Geldbörse.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
watermark71 18.09.2012, 09:04
5. Bitte nur bei den anderen klauen!

Ja - so sind sie die Piraten: Freier Download ist nur dann gewünscht, solange es sich um die Produkte der Anderen handelt.

Sobald man mal selbst etwas erzeugt hat und damit Geld verdienen möchte, ist das nicht mehr opportun. Wilde Piraten halt = wilde Kinder, die Politik spielen. (Stellt sich schlussendlich nur die Frage, ob sie damit mehr Schaden anrichten, als die Altgedienten, die ahnungslos und meinungslos dem Fraktionszwang hinterher dackeln.)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dubbel 18.09.2012, 09:07
6.

Ganz unabhängig davon, wie sinnvoll der Inhalt des Buches ist:

Im Piratenparteiprogramm steht nichts davon, dass mit nicht lizenzierten Downloads Geschäfte gemacht werden sollen.
Solange der Verlag nur die Löschung von Dateien von den Inhabern der Server fordert, die mit der geschalteten Werbung Geld verdienen, ist alles okay.
Würde der Verlag mit Abmahnungen gegen die Downloader vorgehen, wäre die Situation anders...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
OneTwoThree 18.09.2012, 09:08
7. Doch man kann....

Zitat von SasX
Vermischt der Spiegel hier einfach zwei Dinge, um negative Presse gegen dir Piraten zu machen oder sind die Informationen im Artikel bewusst vage gehalten? Wer ist denn der Initiator für das Einschalten der Rechtsabteilung? Hat die Autorin den Verlag aufgefordert, gegen den illegalen Download vorzugehen oder wurde der Verlag von sich aus tätig? Bei Letzterem kann man das schlecht der Autorin ankreiden.
Wenn man mit genau den Leuten Geschäfte macht, die man, mehr oder weniger direkt, als Profiteure auf Kosten von Künstlern bezeichnet, dann hat man selber Schuld.
Nicht mehr, nicht weniger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
parodontose 18.09.2012, 09:09
8.

Zitat von SasX
Vermischt der Spiegel hier einfach zwei Dinge, um negative Presse gegen dir Piraten zu machen oder sind die Informationen im Artikel bewusst vage gehalten? Wer ist denn der Initiator für das Einschalten der Rechtsabteilung? Hat die Autorin den Verlag aufgefordert, gegen den illegalen Download vorzugehen oder wurde der Verlag von sich aus tätig? Bei Letzterem kann man das schlecht der Autorin ankreiden.
Dann hätte sie das PDF eben selbst veröffentlichen sollen, ohne Verlag. So naiv ist die gute Frau sicher nicht, dass sie glaubt Verlage arbeiten wohltätig.
Ich kann mir eine grosse Portion Häme nicht verkneifen, gerade nach dem erbärmlich arroganten Auftritt von Herrn Lauer im heutigen Morgenmagazin.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nachtigaller2012 18.09.2012, 09:10
9. Demaskierung! Bitte weiter so!

Ja, hervorragend, das.
Dachte ich am Anfang noch, es entstünde eventuell mal eine alternative politische Formation,
ist das alles nur noch Kasperletheater bei denen.
Die Piraten - eine Ansammlung von realitätsfernen Mitmenschen demaskiert sich selbst.

"Ekelhaft" erscheint mir hier allein der Umstand,
nur zum eigenen Vorteil die vorgegauklelten parteipolitischischen Ideale über Bord zu werfen, nur um sich dann selbst bei der erstebesten Gelegenheit "fett " zu machen.
Solche "Entscheidungsträger" braucht das Land sicher nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 43