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Politiker-Fans: Warum selbst Deutsche Trump lieben
AFP

Auch in Deutschland gibt es Menschen, die Donald Trump glühend verteidigen. Wer ihre Argumentation in den sozialen Netzwerken analysiert, erkennt schnell Parallelen zu einer hiesigen Bewegung.

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Johannes60 12.10.2016, 16:19
50. heilfroh

Ich bin heilfroh, dass wir in Deutschland den Regierungschef (Kanzler(in)) nicht nach US-amerikanischem Vorgehen wählen. Offenbar versuchen dort ja beide Parteien den anderen Kandidaten möglicht stark zu beschädigen und herabzuwürdigen. Das ist nun wirklich keine gute Ausgangsbasis, auch nicht für den am Ende erfolgreichen Kandidaten

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alsterherr 12.10.2016, 16:19
51.

Sie lieben nicht Trump an sich, sondern seine ehrliche, ungeschmückte, nicht nach den Maßstäben einer landläufigen Politischen Korrektheit ausgerichtette Rethorik ... daß dann doch nur Stuß herauskommt und dieser Mann eine Gefahr für die USA und die Welt ist, ist ein andere Problem.

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Nachdenker123 12.10.2016, 16:19
52. Super Typ

Ich finde Trump auch super, aber nicht weil ich mir von ihm tolle politische Lösungen erwarte.

1. Korrupt und verlogen unter dem Deckmantel der Seriosität sind alle Politiker. Dafür lassen sich unzählige Beispiele nennen.

2. Bei Trump mag das auch der Fall sein. Aber der Mann ist ein Clown und hat wenigstens Unterhaltungswert.

Wenn Trump Präsident wird, kann ich mich die nächsten Jahre wenigstens amüsieren......

Die anderen Politiker ärgern mich nur mit ihrer Scheinheiligkeit

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RalfHenrichs 12.10.2016, 16:20
53. Warum beschäftigt sich niemand mit den Podesta-Mails?

Darin schreibt Podesta, einer der engsten Vertrauten von Clinton, dass Clinton nur dann eine Chance hat, wenn auf Seiten der Reps ein Extremist antritt. Podesta nennt Ted Cruz und Donald Trump (sic!). Das ist keine Verschwörungstheorie sondern nachlesbar. Die Podesta-Mail stammt von Juli 2015(!). Mag ja Zufall sein, dass es so gekommen ist. Oder eben nicht...

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FrankH 12.10.2016, 16:20
54. Demokratie =

Zitat von unzensierbar
In einem demokratischen Diskurs haben Branchen, Unternehmen und Reiche nichts zu suchen. Demokratie ist nach Bedeutung die Herrschaft des Volkes. Egal wie man das jetzt auslegen will, riesige Unternehmen und Reiche sind nicht das Volk.
...One Man, One Vote. Egal ob reich oder arm - interessant, dass Sie "Reiche", wie auch immer definiert, vom "Volk" ausschließen wollen. Und für Unternehmen gibts keine Stimme natürlich - aber auch Unternehmer können wir alle anderen Interessengruppen, Rentner, Fussballspieler, Hartzer etc. ihre Meinung in den demokratischen Diskurs einbringen. Und dann wählt eben jeder aus dem Volk (wirklich jeder!) eine Regierung. Punkt.

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jungletiger9 12.10.2016, 16:21
55. Trollbrigaden

Ich hege die Vermutung, dass ein Teil der Trump-freundlichen Kommentare in den deutschsprachigen Medien von den Trollbrigaden in Sankt Petersburg oder Moskau stammt. Da werden meist Grundsatzstatements ueber die Verblendung der westlichen Massenmedien abgegeben und oft, ohne dass im Artikel mit auch nur einem Wort Russland erwaehnt worden waere, Lobeshymnen auf den angeblich vollkommen verkannten Putin gesungen. Mit diesen Grundsatzstatements ist es dann oft getan, Dialog und Antworten auf Einwaende fehlen meistens.
Es gibt natuerlich dazu noch genuegend Personen, die sich nach dem grossen Durchgreifer sehnen und dabei immer genau auf denjenigen hereinfallen, der den kleinen Leuten das Blaue vom Himmel verspricht und dann aber tatsaechlich sein gesamtes politisches Programm darauf hin ausrichtet, was ihm und seinen Privatfinanzen am meisten hilft. Und der nebenbei noch eine typische psychopathische Persoenlichkeitsstruktur besitzt, indem er jedem, der ihn zu kritisieren wagt, die Hoelle androht und ihn offentlich zum Feind erklaert. Und heute mal genau das Gegenteil von dem tut und sagt, was er gestern gepredigt hat.

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loquimur 12.10.2016, 16:22
56. Trumps Erfolg lässt sich nur so erklären:

Bei etwa der Hälfte der Amerikaner muss es irgendein wirklich dringendes Bedürfnis geben, von dem sie annehmen, dass nur Trump es angemessen aufgreift. Deswegen nehmen sie dessen extreme Rüpeleien bzw. Clownerien sozusagen unwillig inkauf. Keine Ahnung was es sein könnte, kümmert mich auch nicht wirklich, denn ich habe als Deutscher kein Mitspracherecht zur amerikanischen Regierung. Leider hat Clinton anscheinend aber auch keine Ahnung oder Lust herauszufinden, was es ist und wie man es angemessen auffängt. Sonst hätte sie Trump bis jetzt nämlich schon dreimal in der Luft zerrissen und alle hinter sich geschart.

Den Amerikanern fehlt zurzeit eine Führungsfigur, der es gelingt, die tatsächlichen Bedürfnisse, so wie sie tatsächlich sind, des _gesamten_ Volks unter einen Hut zu bringen, und die nicht versucht, vertarnt durch verkleisternde Rhetorik vorsätzlich die Hälfte hinten vor zu lassen.

_Wenn_ es zu einem Wahlsieg Trumps kommt, dann hätten die Democrats es redlich verdient aufgrund ihrer Unfähigkeit, etwa die Hälfte ihres Volks zu integrieren. Das gleiche gilt umgekehrt für die Republicans.

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spon-facebook-10000107609 12.10.2016, 16:23
57.

Zitat von muellerthomas
Seltsamerweise sind in der Zeit als die Imperialistin Hillary Clinton Außenministerin war die Rüstungsausgaben der USA gefallen, während die Russland seit Jahren um durchschnittlich 15% pro Jahr steigen. Diesen Umstand der sinkenden US-Militärausgaben hat Trump mehrfach aufgegriffen und Clinton vorgeworfen. Er möchte diesen Trend dringend umgekehren, die Rüstungsausgaben deutlich erhöhen und das US-Militär "endlich wieder schalgkräftig" machen. Zudem erwägt er offenbar den Einsatz von Atomwaffen - u.a. in Syrien. Hört sich für mich nicht so an, als wäre Trump so friedlich und der Einsatz von Atomwaffen in Syrien würde nun auch nicht direkt die Beziehungen zu Russland verbessern.
Ja, sehr gute Analyse...die Außenministerin entscheidet ja auch darüber wie viel fürs Militär ausgeben wird...und selbst wenn Russland noch in den nächsten 10 Jahren seine Ausgaben fürs Militär um 15% steigern, stehen sie unterhalb der Ausgaben von den USA...zumal das Sondereffekte waren: nach den Kriegen im Irak und Afghanistan (für die Hillary ganz nebenbei war) konnten die gefährlich hohen Ausgaben endlich runtergefahren werden...merkwürdig das ihnen das nicht aufgefallen ist wenn sie die Zahlen kennen.

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muellerthomas 12.10.2016, 16:23
58.

Zitat von Taurus123
Hillary kann so lange schwätzen wie sie will, aber sie hat bislang noch nichts bahnbrechendes auf die Beine gestellt. Trump können noch so viele Lügen vorgeworfen werden aber er hat Milliardengeschäfte auf die Beine gestellt und tausende von Arbeitsplätze geschaffen. Es zählt halt nicht das was linke einem vorwerfen sondern dass was man nachweislich geschafft hat.
Hm, also lustigerweise wird Hillary der Erfolg der Clinton-Stiftung und die Tatsache, dass sie viel Geld für Vorträge bekommt vorgeworfen, während bei Trump völlig unklar ist, was er nun wirklich "auf die Beine gestellt" hat. Er hat viel Geld geerbt und wieviel daraus geworden ist, weiß keiner so genau. Fakt ist lediglich, dass ine ganze Reihe seiner Projekte nicht sehr erfolgreich verliefen.

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HeisseLuft 12.10.2016, 16:23
59. Trump-Phänomen

Da ist mir in dem Zusammenhang gerade das hier vor die Linse gekommen:
https://twitter.com/Joyce_Karam/stat...25862925492225

In der Tat, das ist präsidial.

Aber für Trump/Putin/Orban-Fans selbstverständlich nur ein weiteres Beispiel für Verstellungskünste der "da oben". Es entspricht nun einmal der gefühlten Wahrheit im selbstgewählten postfaktischen und entrückten Nam. Kann gar nicht anders sein.

Und wenn die angeblichen Kämpfer gegen "die da oben" selbst lügen, dass sich die Balken biegen? Das müssen die tun, sonst hätten sie ja gegen die versammelten Lügenmedien und deren Hintermänner keine Chance!

So kann man absolut alles begründen und jedem Argument begegnen. Man muss nur tiefgläubig sein.

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