Forum: Netzwelt
Pranger im Internet: Feuert die Idioten nicht!
Screenshot Facebook Freiwillige Feuerwehr Feldkirchen

In den sozialen Medien regiert die sofortige Empörung - da kann ein einziger dummer Satz schnell den Job kosten. Dabei sollten Arbeitgeber mit Augenmaß strafen und gelassen abwarten, bis der Shitstorm vorüberzieht.

Seite 19 von 21
no_title 07.08.2015, 17:05
180.

In der Regel lässt es sich nicht vermeiden, mit einem Kollegen, mit dem man zusammenarbeitet, auch zu reden.
Aber was das Ganze jetzt mit der Geschichte des Azubi zu tun hat, weiß ich nicht.

Beitrag melden
info121 07.08.2015, 17:22
181.

Zitat von hger
Wenn ich mich für einen Weg entscheide, entscheide ich mich auf für die Konsequenzen die daraus entstehen. Das ist Freiheit. Ich muss nicht zwingend mit so einem Menschen sprechen. Vielleicht hat er sich geändert und mir entgeht dann eventuell etwas, aber auch das ist Freiheit. Aber ich kann selber entscheiden was ich will und was ich nicht will.
Ja das ist sicher Ihr gutes Recht, aber gleichzeitig auch ziemlich engstirnig.
Wenn jeder so denken würde wie Sie welchen Anreiz hätten dann Rechtsradikale Ihre menschenfeindlichen Meinungen zu ändern?
Warum sollte ein Einbrecher aufhören weiter einzubrechen, oder ein Schläger versuchen seine Wut zu kontrollieren wenn sie trotzdem immer wieder auf ihr früheres Verhalten reduziert werden?

Wenn Sie anderen keine zweite Chance zusprechen wollen bitte. Aber ich hoffe doch sehr, dass Sie dann selbst auch keine erwarten wenn Sie je einen Fehler begehen.

Beitrag melden
patrick.hannes 07.08.2015, 17:23
182.

Ich finde nicht, dass man die Meinung von Menschen respektieren muss, die fordern oder den Vorschlag machen, man solle Flüchtlinge mit einem Flammenwerfer traktieren, sie in ein Flüchtlingsheim einzusperren und dieses dann anzuzünden, oder sie gar nach Auschwitz zu deportieren, um sie dort zu vergasen. Meiner Meinung nach kann man sich darüber gar nicht genug empören.
Deshalb finde ich es auch gut, dass es Menschen gibt, die die Verfasser derartiger wiederwertiger Kommentare aus dem Schutz der Anonymität zerren.

Beitrag melden
ka117 07.08.2015, 17:29
183.

Zitat von no_title
In der Regel lässt es sich nicht vermeiden, mit einem Kollegen, mit dem man zusammenarbeitet, auch zu reden. Aber was das Ganze jetzt mit der Geschichte des Azubi zu tun hat, weiß ich nicht.
Vielleicht das, dass die Entscheider bei Porsche ihren Mitarbeitern - zurecht - nicht zumuten wollten, mit solchen Kollegen zusammenarbeiten zu müssen.

Beitrag melden
Vorlan 07.08.2015, 17:39
184.

Ich finde es ollte aber einfach Grenzen geben. Wegen "Ich mag keine Asylanten" jemanden zu feuern...ok wäre wirklich hart. Er hatte aber indirekt aufgefordert sie zu verbrennen. Das hat absolut nichts mehr mit Meinungsfreiheit zutun.
Das steht für mich um einige Stufen über dem Ersteren und da halte ich eine Kündigung schon für angebracht.

Beitrag melden
info121 07.08.2015, 17:44
185.

Zitat von patrick.hannes
Ich finde nicht, dass man die Meinung von Menschen respektieren muss, die fordern oder den Vorschlag machen, man solle Flüchtlinge mit einem Flammenwerfer traktieren, sie in ein Flüchtlingsheim einzusperren und dieses dann anzuzünden, oder sie gar nach Auschwitz zu deportieren, um sie dort zu vergasen. Meiner Meinung nach kann man sich darüber gar nicht genug empören. Deshalb finde ich es auch gut, dass es Menschen gibt, die die Verfasser derartiger wiederwertiger Kommentare aus dem Schutz der Anonymität zerren.
Dabei selbst aber schön im Schutz der Anonymität bleiben. könnte ja rauskommen, dass man selbst auch Leichen im Keller hat.

Klar sollte man keinen Respekt vor menschenverachtenden Meinungen haben.
Das heißt aber NICHT das man komplett den Respekt vor einem anderen Menschen verlieren muss. Ein Mensch ist mehr als eine einzelne Meinung und Menschenrechte sind unverwirkbar.

Beitrag melden
no_title 07.08.2015, 18:02
186.

Zitat von ka117
Vielleicht das, dass die Entscheider bei Porsche ihren Mitarbeitern - zurecht - nicht zumuten wollten, mit solchen Kollegen zusammenarbeiten zu müssen.
Diese Einstellung teile ich.
Aber in dem Beitrag, auf den ich geantwortet habe, wurde pauschal danach gefragt, ob ich noch mit 'meinen besten Kollegen' reden würde, nachdem ich erfahren habe, dass er vorbestraft ist.
Das sind für mich zunächst mal zwei Paar völlig verschiedene Schuh.

Beitrag melden
no_title 07.08.2015, 18:06
187.

Zitat von info121
Dabei selbst aber schön im Schutz der Anonymität bleiben. könnte ja rauskommen, dass man selbst auch Leichen im Keller hat. Klar sollte man keinen Respekt vor menschenverachtenden Meinungen haben. Das heißt aber NICHT das man komplett den Respekt vor einem anderen Menschen verlieren muss. Ein Mensch ist mehr als eine einzelne Meinung und Menschenrechte sind unverwirkbar.
Ach ja. Es ist mir nicht bekannt, dass es inzwischen ein "Menschenrecht" gibt, das regelt, dass man seinen Ausbildungsplatz auch bei inakzeptablem Fehlverhalten behält.

Beitrag melden
nobbes49 07.08.2015, 18:19
188. Jetzt mal gaaanz langsam,

wer ÖFFENTLICH dazu aufruft, andere Menschen oder Menschengruppen zu lynchen (vergasen, verbrennen, ersäufen etc. pp., alles nachzulesen in den "sozialen" Medien), kann sich nicht auf Meinungsfreiheit berufen, sondern begeht eine Straftat, ganz abgesehen von der moralischen Bewertung solcher Äußerungen. Volksverhetzung ist ein Offizialdelikt, d..h. jeder Polizist oder Staatsanwalt, der von solchen Postings Kenntnis erhält, MUSS ermitteln. Und es ist natürlich Sache des Arbeitgebers, ob er solche Mitarbeiter weiter beschäftigen will. Im Fall ddes von Porsche entlassenen Azubis darf man vielleicht drauf hinweisen, dass er angesichts eines fröhlichen Flüchtlingskindes sich gewünscht hat, man möge es nicht nassspritzen, sondern einen Flammenwerfer einsetzen. Ich finde seine Entlassung nicht unverhältnismäßig.

Beitrag melden
info121 07.08.2015, 18:26
189.

Zitat von no_title
Ach ja. Es ist mir nicht bekannt, dass es inzwischen ein "Menschenrecht" gibt, das regelt, dass man seinen Ausbildungsplatz auch bei inakzeptablem Fehlverhalten behält.
Darum ging es doch in meinem Post gar nicht.
Die Kündigung ist das eine und Rechtens.
Die Hetze im Internet gegen den jungen Mann verstößt aber sehr wohl gegen die Menschenrechte.

Beitrag melden
Seite 19 von 21
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!