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"Precob": Polizei will Einbrüche per Software vorhersagen
DPA

Per Software will die Polizei in Bayern zukünftige Einbrüche vorhersehen und verhindern. Die Technik erinnert an den Science-Fiction Roman "Minority Report". Datenschützer sind alarmiert.

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kalim.karemi 08.11.2014, 16:57
1. Datenschützer sind alarmiert...

...wenn ich das schon höre, erstmal alarmiert sein und dann den Kopf einschalten. Leute es geht um Verhinderung von Einbrüchen, nicht um die Grundlage für eine neue Kommunistische Diktatur.

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metbaer 08.11.2014, 17:08
2. Da muss

man aber schon sehr naiv sein, wenn man hier tatsächlich Vater Staat vertraut, dass dieser solche Technik NICHT zur Überwachung einsetzen wird.

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tutnet 08.11.2014, 17:10
3. Datenschutz als Selbstzweck

Von mir aus sollte das System auch möglichst viele Täterdaten speichern, damit es wirklich Sinn macht.

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catcargerry 08.11.2014, 17:11
4. Gut, dass wir solche Datenschützer haben

"Ich halte es für problematisch, wenn Software zur Verbrechensbekämpfung eingesetzt wird. Denn wie bei einem Suchergebnis von Google hält der Anwender das Ergebnis für wahr." Die Polizei kontrolliere Menschen, "weil eine Software das bestimmt". Skepsis sei bei neuen digitalen Ermittlungswerkzeugen immer angebracht: "Die Erfahrung hat gezeigt, dass sie immer aufgebohrt und erweitert werden, wenn es sie erst einmal gibt."

Angesicht dieser extremen Gefahren ist es natürlich besser, wir lassen weiter einbrechen und beschäftigen die Polizei mit Verkehrskontrollen. Gut, dass Software bisher nicht für die Polizeiarbeit benutzt wird (Abfrage Flensburg mit Buschtrommel). Es kennt auch kein Polizist den Unterschied zwischen Indiz und Beweis und es ist viel besser, die Kontrollen erfolgen nach Nasenfaktor und Geschmack des Polizisten, als nach faktischen Auffälligkeiten. Was für Interessen verfolgen Leute, die so ein Zeug verzapfen, wessen Lobbyisten sind sie? Oder merken sie nur nichts?

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Tom Joad 08.11.2014, 17:18
5. Randbemerkung

"Minority Report" ist kein Roman, sondern eine Kurzgeschichte von dem großartigen Philip K. Dick.

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silverhair 08.11.2014, 17:18
6. Unvollständiger Bericht

Na die Infos von Fr. Cathérine Simon sind nicht ganz vollständig!
Dieses Software geht prinzell auf Analysen von allg. Statistischen Verhaltensweisen zurück .. präzise sogar auf die Analyse wie Vulkane oder Erdbeben sich ankündigen.

Prinziell geht es auch nicht nur um Einbrüche, das ganze Funktioniert auch durchaus bei Gelegenheitsdiebstahl oder anderen Aktionen!

Grundlage des ganzen sind das Distanzen und Handlungen selber in einem gewissen Automatismus immer ablaufen - und das "Verbrechen" keineswegs eine individuelle Entscheidung ist , sondern von vielen Gruppenfaktoren beeinflußt werden!

Der Erfolg ist sicherlich gegeben , das zeigen inzwischen schon unzählige Erfahrungen in den USA , aber die Gefahr liegt ebenfalls in der Datensammelwut die solche Systeme erzeugen, und der Gefahr das auch immer mehr Ergeignisse plötzlich eine Scheinbare Kriminalität darstellen, die jedermann und jeden betreffen kann , das man eben automatisch verdächtig und kriminell ist , obwohl ja überhaupt noch nichts passiert ist , sondern einfach ein "mögliches Verhalten" aus der Zukunft auf die Gegenwart projeziert wird, und das.... das kann jedermann jederzeit passieren eben!

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Msc 08.11.2014, 17:22
7.

Also im Prinzip klingt das so, als ob jemand die alte Landkarte mit den farbigen Pinnadeln von der Wand genommen und eingescannt hätte. Das Täter wieder in der Nähe zuschlagen, scheint ja schon bekannt zu sein. Ob man das jetzt analog verfolgt wie bisher oder digital mit etwas mehr Daten... welche Rolle spielt das?

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t dog 08.11.2014, 17:25
8. Systematisch arbeiten

ist doch auch gut für die Polizei. Die Daten liegen der Polizei doch eh vor. Jetzt arbeiten sie auch damit.

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postorgel 08.11.2014, 17:29
9. immer, wenn es um den schutz der buerger geht

kommen die Datenschützer a s ihren Löchern gekrochen und staenkern gegenan. so fuhren sie sich allmählich selbst ad absurdum. solche Datenschützer brauchen wir nicht. sie sind nicht nur Überfluesig, sondern schaden uns allen, ausser den Verbrechern. oder haben sie etwa selbst etwas zu verbergen?

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