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"Precob": Polizei will Einbrüche per Software vorhersagen
DPA

Per Software will die Polizei in Bayern zukünftige Einbrüche vorhersehen und verhindern. Die Technik erinnert an den Science-Fiction Roman "Minority Report". Datenschützer sind alarmiert.

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spon-1280943165745 08.11.2014, 18:01
20.

Wenn es so ist wie im Artikel beschrieben dürfte von Seiten des Datenschutzes kein Problem bestehen. Es werden doch nur bestehende Daten elektronisch erfasst und mit den Mitteln der EDV verstärkt ausgewertet. Ich erwarte sogar von der Polizeit das sie in diesen Fällen besonders wachsam ist. Es ist doch jetzt schon so das in Vierteln mit sozialen Brenpunkten mehr kontrolliert wird. Wenn es dann auch in anderen Vierteln einen neuen Schwerpunkt gibt so ist es die Pflicht der Polizei dagegen etwas zu unternehmen, solange es dabei nur Kontrollen geht und nicht um vorsorgliche Festnahmen. Und diese zu unterstellen ist doch weitab von jeder Realität, wie leben nicht in Nord-Korea oder anderen Überwachungsstaaten. Auf der anderen Seiten soll das natürlich von Datenschützern überprüft werden und vor allen Dingen sollte überwacht werden, das das nicht später "aufgebohrt" wird. Eine nützliche Innovation sollte man nicht ablehnen nur weil man es evtl. auch missbrauchen könnte.

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silverhair 08.11.2014, 18:01
21. Nein, nicht das einzelereignis , sondern die unzähligen zusammenwirkenden Ereignisse sind da gefragt

Zitat von Msc
Also im Prinzip klingt das so, als ob jemand die alte Landkarte mit den farbigen Pinnadeln von der Wand genommen und eingescannt hätte. Das Täter wieder in der Nähe zuschlagen, scheint ja schon bekannt zu sein. Ob man das jetzt analog verfolgt wie bisher oder digital mit etwas mehr Daten... welche Rolle spielt das?
#7 Heute, 17:22 von Msc

Nein. Es geht darum das Handlungen niemals ein "Individuelles" Ereignis sind, und so auch das was wir "kriminell" nennen nicht aus zufälligen Einzelergebnissen sich zusammensetzt, sondern aus dem Zusammenwirken von vielen Faktoren sich ergeben!

Man bricht da ein wo die Leute gerne die Haustüre mal so öffnen oder einsam wohnen, wo keiner anwesend ist - oder bei Villen einfach Einzelpersonen wohnen, wo die An/Abfahrtswege gut sind (Autobahn) - der nächste Hehler oder das versteck erreichbar ist, Treffpunkte und Helfer zu finden sind .. usw.

Kein Menschliches Ereignis ist letztlich ein Indiviual Ereignis ..ansonsten hätten wir nicht Gruppen und Städte gegründet , aber wir "beobachten" immer nur den Einzelfall .. ein Ereignis das sich irgendwie Unabhänig präsentiert!

Sammelt man alle Daten, dann bekommen sie Karten und Möglichkeiten, die wie aus einem Interferenzmuster aller Möglichkeiten eben heraussuchen wo die Zentren dieser Ereignisse liegen!

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silverhair 08.11.2014, 18:06
22. Na die Warner sind nicht die Verbrecher, das sind die Bürger schon selber

Zitat von postorgel
kommen die Datenschützer a s ihren Löchern gekrochen und staenkern gegenan. so fuhren sie sich allmählich selbst ad absurdum. solche Datenschützer brauchen wir nicht. sie sind nicht nur Überfluesig, sondern schaden uns allen, ausser den Verbrechern. oder haben sie etwa selbst etwas zu verbergen?
#9 Heute, 17:29 von postorgel

Schmunzel, na die Bürger begehen die Verbrechen .. nicht die Datenschützer, die weisen nur hin auf die Gefahren solcher Systeme, in dennen sich auch ganz leicht der eigentlich sich überheblich als "Ich mach doch nix" Bürger widerfinden kann , und oft genug auch wiederfindet!

Sie finden für jedes Verhalten ein Gesetz wogegen sie verstoßen haben .. aber weil einfach nie alle verfolgt werden konnten wähnt man sich als "ehrlich" - ist dummerweise aber nicht so .. und dann ist man eben auch dran!

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Narn 08.11.2014, 18:11
23.

Zitat von kalim.karemi
...wenn ich das schon höre, erstmal alarmiert sein und dann den Kopf einschalten. Leute es geht um Verhinderung von Einbrüchen, nicht um die Grundlage für eine neue Kommunistische Diktatur.
Nee, mit dem Kommunismus hat die CSU wahrlich nix am Hut...

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al3x4nd3r 08.11.2014, 18:13
24.

Bloß blöd, dass man rausposaunt, dass es die Software gibt. Denn auch Einbrecher können lesen und werden an anderen Orten zuschlagen, zumal die Einsatzkräfte gebunden sind. Klar ist auch, dass erst einmal die Rate zurückgeht, da mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden muss und ein größerer Zeitraum vor dem erneuten Einbruch liegen muss.

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silverhair 08.11.2014, 18:13
25. Na dann mal anschauen

Zitat von Stäffelesrutscher
Also erstens habe ich den Film »Minority Report« anders in Erinnerung, nämlich als weniger primitiv. Zweitens werden sich die Profis dafür bedanken, jetzt zu wissen, nach welchem Schema die Polizei arbeitet. Ein Ablenkungseinbruch im Stadtteil X reicht also, um eine Woche lang im Stadtteil Y ungestört auf Tour gehen zu können ...
#12 Heute, 17:33 von Stäffelesrutscher

Nein, das wird nicht reichen , weil solche Systeme keine direkten -Schein-Ursache - Wirkungen untersuchen, sondern statististische Daten die sich aus vielen verschienen Faktoren zusammensetzen!

Und sie können in Systemen die auf der Vernetzung von Daten zurückgehen einfach keine Ursache -Wirkung mehr direkt manipulieren - darauf fallen solche Systeme nicht herein!

Ach, und es ist schon sehr ähnlich mit Minority Report , man hat nur die "Hellseher" eben praktisch durch Big Data ersetzt!

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wortfeil25 08.11.2014, 18:14
26. Warum die Verbrecher warnen?

Warum sollte bei derartigen Erkenntnissen die Präsenz erhöht werden um die Verbrecher abzuschrecken?

Dadurch werden diese Burschen gewarnt und sie werden die Orte und die Taktik anpassen und ändern.

Es muss dort verdeckt ermittelt werden und die Täter auf frischer Tat erwischt werden. So werden die Täter weniger und die Kriminalität wird nachhaltig reduziert.

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räbbi 08.11.2014, 18:16
27.

Mal Butter bei die Fische...was macht dieses Programm wirklich?
Was im Artikel beschrieben wird, geht kaum über "roter Pin auf Stadtplan" hinaus.

Handyüberwachung, Kennzeichenüberwachung, Kameras, Metadaten der lokalen Kommunikation?
Erzählt mal...

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silverhair 08.11.2014, 18:16
28. Die folgen nicht individuellen Personen , sondern den Fussspuren der Personen

Zitat von trickolausi
Wenn ich als Einbrecher weiß, dass bestimmte Gebiete überwacht werden, dann geh ich halt in ein anderes unüberwachtes Gebiet. Alles was damit erreicht wird ist eine Verlagerung der Einbrüche in einbrecherfreundlichere Gebiete. Oder scannen die dann ganz Bayern?
#20 Heute, 18:00 von trickolausi

Nein, die beobachten keine festen gebiete, sie folgen einfach den Daten wohin die Entwicklung geht!

Streichen sie mal "Ursache und Direkte Wirkung" ..

Stellen sie sich Sand vor- wo Leute drin gehen. An den Fusspuren sehen sie schon irgendwie wohin bestimmte Gruppen gehen , aber wenn die anderswohin gehen , dann sehen sie das eben auch!

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silverhair 08.11.2014, 18:22
29. Big Data ist was anderes

Zitat von trickolausi
Ich würde sagen, dass Stichwort lautet Big Data. Hier lassen sich sicherlich nicht nur Verhaltensvorhersagen bezüglich Einbruch treffen...Soweit ich das verstanden habe, ist ein Kriterium, ausländische Kennzeichen und erhöhte Handyaktivitäten. Ob diese Assoziation auf Dauer so gastf(eind)reundschaftlich ist...Na, ich weiß nicht...
#18 Heute, 17:49 von trickolausi

Ähm , nein , diese Systeme haben kein "ausländisches Kennzeichen, oder Erhöhte Handyaktivitäten , sie messen zwangsweise alles und jedes unvoreingenommen, aber analisieren die Häufigkeiten und das zusammentreffen unterschiedlicher Kombinationen!

Die Vorstellung das es "bestimmte" Leute/Handlungen sind die zu Ereignissen führen ist längst obsolete .. es ist immer das zusammenwirken von vielen , manchmal nebensächlich erscheinenden Ereignissen die nicht an Personen oder gruppen festzumachen sind!

Wenn in ihrer nachbarschaft die Leute gerne die Haustür ohne nachschauen öffnen, wenn sie in einer einsamen Gegend wohnen, wenn eine Autobahn in der Nähe ist , all das verändert die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs gewaltiger als ob jemand ein Ausländische Kennzeichen hat!

Bigdata heißt nicht einfach "alte Vorurteile neu aufwärmen" sondern ohne Vorurteile einfach allen wahrscheinlichen Wegen zu folgen!

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