Forum: Netzwelt
Princeton gegen Facebook: Datenexperte nimmt Prognose der Elite-Forscher auseinander
REUTERS

Wissenschaftler der Universität Princeton haben den Tod von Facebook vorausgesagt. Ein Mitarbeiter des sozialen Netzwerks reagiert nun mit Humor: Er prophezeit umgekehrt den Untergang der Elite-Uni - und kommt zu einem schockierenden Ergebnis für die Menschheit.

Seite 5 von 6
zila 24.01.2014, 19:14
40. Schoenfaerberei

Facebook verliert in der werberelevanten Altersklasse massiv an Einfluss. Wichtiger als die Zahl der Mitglieder sind doch, wieviel Werbung wird geclickt und was kann FB dafuer verlangen. Wenn ich mal ohne Werbefilter in mein Profil gehe ist das alles noch immer extrem viel ungerichtete Werbung, d.h. die Kunden merken doch irgendwann, dass keiner kauft. Und ich habe schon sehr oft die Feedback-Funktion in der Werbung genutzt.
Facebook scheint zumindest mit dem Kauf von Instagram ein grosser Wurf gelungen, ansonsten sind junge Leute bei Twitter (Celebrities) oder benutzen spezielle Apps als billigen und besseren Ersatz fuer die teuren und veralteten SMS/MMS.
Wachstum ist bei FB in Nordamerika ist noch bei der Boomer-Generation, die ist aber nicht eher werberesistent. FB wird gross bleiben, aber die Aktivitaet wird zurueckgehen. Teenager wollen halt nicht mit der Elterngeneration alles teilen, und andere Services sind zum Austausch von Bookmarks/Webfundstellen eh besser und ein Blog ist allein optisch ansprechender als das Wiederaufkauen auf einer FB-Fanseite.
Ein echter FB Killer wird diejenige App, die dem User erlaubt, die wenigen interessanten Daten ganz simpel auszulesen und den Schrott und die Werbung richtig gut zu filtern. Am besten selbstlernend wie das heute bei Radio-Streams und in GMail schon moeglich ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zila 24.01.2014, 19:24
41. Find's nicht so toll

Zitat von nudelmaschine
Als MySpace groß war, gab es noch keine Smartphone-Apps und auch die Auto-Vervollständigung im Browser war noch nicht so weit gediehen wie jetzt. Zudem verfügt Facebook über einen Chat und über einen Nachrichtenstream, wobei neue Nachrichten direkt an den Nutzer gemeldet werden. Viele Nutzer lassen den Browser daher die ganze Zeit geöffnet. Außerdem verschickt Facebook E-Mails beim Eingang neuer Nachrichten.
Ich wuerd was geben, wenn die neue Trending Funktion abgestellt werden koennte, oder ein genereller Justin Beiber/Lindsay Lohan Filter (& Co.), von mir aus auf Browserebene wie ein Ad-washer. Dafuer wuerd ich sogar Geld bezahlen.
Zurueck zum Chat: der ist doch ziemlich rudimentaer. Ich kenne Leute, die kriegen es tatsaechlich nicht hin, auf Chatbenachrichtigungen in FB zu antworten, daher haelt sich meine Begeisterung in Grenzen, da ist Telefon vielleicht manchmal die bessere Alternative.
Und die Emailweiterleitung ist doch eher Overload? Wobei, in GMail guck ich eh nie in die "Social"-Inbox.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thawn 25.01.2014, 00:43
42. Einer der schwächsten Artikel bei SPON seit langem

Was in diesem Artikel völlig unter geht, ist dass die Forschungsarbeiten in einem Forschungsjournal mit entsprechender Qualitätskontrolle erschienen sind, während der "Datenexperte" einfach nur bei Facebook postet. Noch dazu ist der "Datenexperte" ein Angestellter von Facebook und ist so weit entfernt von unabhängig. Jetzt die Anfeindungen dieses "Datenexperten" unkritisch wiederzugeben empfinde ich als schlechten Journalismus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hjm 25.01.2014, 11:17
43.

In deutschen Regierungskreisen würde man den Artikel wie folgt zusammenfassen: Der „Datenexperte“ sagt, Facebook habe sein vollstes Vertrauen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
trolleyhog 25.01.2014, 11:53
44. eigene erfahrung

ich und mein bekanntenkreis sind sich nicht repräsentativ, aber wenn ich die letzten 12 monate betrachte ist hier die nutzung von facebook massiv gesunken. während noch vor einem jahr mehrere postings täglich normal war, wird jetzt vielleicht noch einmal pro woche etwas geschrieben. die äusserung "hab schon tage nicht mehr in facebook reingeguckt" ist schon standard. facebook war ein hype und dieser wird wie es mit hypes üblich ist, früher oder später verschwinden. an stelle von facebook, twitter und co. werden andere sachen kommen. das ist der lauf der dinge

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hans-hartmut 25.01.2014, 12:14
45. 99 % = facebook 4 ever optimiert slowly !

25,1.2 014 Thank,s "modern"it,s german Friends..no english Humor... greeting,s ALL erdenbürger (Homo Sapiens "Errectus")
haha a puffing billy

Beitrag melden Antworten / Zitieren
divb0 25.01.2014, 15:04
46.

Das Modell der Princetonforscher muss nicht richtig sein, basiert aber auf durchaus vertretbaren Annahmen, deren Gültigkeit für ein analoges Problem zumindest einmal empirisch gezeigt werden konnte. Der Facebookmitarbeiter scheint sich nicht ganz so viele Gedanken über die Randbedingungen gemacht zu haben und antwortet stattdessen mit trotzigem Zynismus - sehr unsympatisch. Der einzige Grund dafür, dass ich noch einen Facebookaccount habe ist übrigens der Mangel an Alternativen zum Austausch mit meinen Studiengangskommilitonen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Biegel 26.01.2014, 09:12
47. Äpfel- und Birnenvergelich

Ich glaube ja auch, das Princeton es länger schafft als Facebook.
Princeton ist nicht auf das Internet angewiesen und ein real existierender Ort, an dem sich persönlich viele Menschen aufhalten, um ein bestimmtes existenzsicherndes Ziel zu erreichen, ganz im Gegensatz zu Facebook. Das ist just for fun. Princetons Studenten wollen etwas Lebensbestimmendes von Princeton. Mir fällt jetzt nichts ein, was man Elementares von Facebook haben wollte, außer Freizeitbeschäftigung. Und die ändert sich laufend.
Das scheint der Datenexperte zu übersehen. Princeton braucht das Internet nicht, im Gegensatz zu Facebook. Das ist bei der Luft und beim Himalaya genauso.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Forismatiker 26.01.2014, 09:13
48. Zukunft

Ich glaube auch, dass Facebook nur eine Art Modetrend ist/war. Meine wertvollsten sozialen Kontakte und vor allem Beziehungen finden jedenfalls trotz FB nicht im Internet statt. Diese basieren auf Vertraulichkeit, Exklusivität und Teilnahme an meinem physischen Leben. Auch eine hübsche Frau will ich letztlich berühren und nicht nur auf einem Bild anschauen.Und nur als Kommunikationsmittel ist die gute alte Mail besser geeignet und große Datenmengen kann man auch besser in der Cloud zentrale bereitstellen. Grundsätzlich ist eine Art Bildfläche "für jeden"(und vielleicht in Zukunft "für alles") im Netz schon sinnvoll, aber diese wird in Zukunft weniger eine soziale Bedeutung haben und damit wird FB seine Bedeutung verlieren und (wie ich glaube) G+ an Bedeutung gewinnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bernd.Brincken 26.01.2014, 11:05
49. Dilemma

Zitat von OliverKönig
sobald es eine unabhängige Alternative zu FB und G+ gibt, die zu 100% von den Nutzern getragen wird, anstatt von einem Unternehmen, wird es eine Austrittswelle geben, die sich gewaschen hat. Die Alternative müsste/könnte/sollte so aussehen: P2P-basierte dezentrale Datenspeicherung in der "User-Cloud", stark verschlüsselt und anonymisiert, vollständige Kontrolle über die eigene Privatsphäre und die eigenen Daten. Das wird die Zukunft!
Tja, aber es bleibt doch ein grundlegendes Dilemma.
Auf der einen Seite sind da (junge) Leute die sagen:
"Seht her, ich ein interessanter Mensch, hier kann jeder sehen was ich alles mache und denke, lass uns "Freund" werden!"
Auf der anderen Seite ist der erfahrene Mensch (und mit ihm der Datenschutz), der sagt:
"Mach dich nicht öffentlich, das schränkt dich später in der Entfaltung einer (neuen, anderen) Persönlichkeit ein!"
Beides gleichzeitig kann man nicht kriegen.
Es ist an der Stelle -leider- nicht nur eine Frage der Software, Verschlüsselung usw. (während andere Fragen im NSA-Kontext durchaus solche Antworten verlangen).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 6