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Privat-Rechner fürs Büro: Kauf Dir Deinen PC doch selbst

Über kaum ein Arbeitsmittel wird so viel geschimpft wie über den Rechner im Büro. In den USA erproben Firmen ein Modell, das mehr Zufriedenheit bringen soll: Mitarbeiter bekommen keinen PC, sondern einen Etat - und sollen sich damit selbst ausrüsten.

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mime 06.10.2008, 10:26
1. Super!

Na huch, da wird wohl die Mac-Nutzung weiter zunehmen! ;)
Halte ich für eine sehr gute Idee, ich kenne wirklich viele, die
ihren Arbeitsrechner alles andere als mögen. Und schließlich
soll man sich bei der Arbeit so wohl wie möglich fühlen und da
ist so ein selbstgewählter Rechner schon mal ein nicht zu unter-
schätzender Faktor.

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DanielaMund 06.10.2008, 10:29
2. Interessante Idee..

Zitat von sysop
Über kaum ein Arbeitsmittel wird so viel geschimpft wie über den Rechner im Büro. In den USA erproben Firmen ein Modell, das mehr Zufriedenheit bringen soll: Mitarbeiter bekommen keinen PC, sondern einen Etat - und sollen sich damit selbst ausrüsten.
Das stelle ich mir gerade bei jemandem vor, der von Computern nur weiss, wo sie angeschaltet werden - bei vernetztem Arbeiten kann das ganze mit nicht aktuellem Virenscanner, inkompatiblen Firewalls etc. richtig spaßig werden - und kein Sysad, der die Probleme behebt. Bei Citrix oder SAP mag das ja funktionieren, aber zB bei Opel?

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Matzescd 06.10.2008, 10:40
3. Kosten/Nutzen?

na toll...

Prinzipiell eine nette Idee, die den Benutzer zufrieden stellt.

Aber wie sieht es mit den Verwaltungskosten aus?

Große Firmen nutzen so etwas wie Standardimages. Das wäre dann nicht mehr möglich und somit wäre der Verwaltungsaufwand ungleich höher.

Das Beispiel "Citrix" ist, denke ich, schlecht gewählt, da wohl gerde diese Firma wenig "lokal" arbeitet und eher auf den eigenen Terminalserver zugreift.
Gerade bei Terminalserversitzungen bringt die lokale Rechenleistung kaum Vorteile...

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TOPCTEH 06.10.2008, 10:59
4. Viel Freude für Admins

Zitat von sysop
Über kaum ein Arbeitsmittel wird so viel geschimpft wie über den Rechner im Büro. In den USA erproben Firmen ein Modell, das mehr Zufriedenheit bringen soll: Mitarbeiter bekommen keinen PC, sondern einen Etat - und sollen sich damit selbst ausrüsten.
Was für Rechner das sein werden, kann man sich wohl denken: Die neueste DAU-"Multimedia"-Daddelkiste von Feinkost Albrecht oder dem Blöd- oder Geizmarkt, die nur sehr bedingt in die Bürolandschaft passen wird. Wer sich "mit Computern auskennt" und so etwas schon mal machen musste, kann sich ungefähr vorstellen, was für Nerven ihn der private Support derartiger absichtlich oder unabsichtlich mit Schadsoftware verseuchter DAU-Rechner kostet. Und das Ganze dann mit dem Faktor Tausend; da wird der Admin sich aber sehr freuen...

meint
Torsten

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iLady 06.10.2008, 11:05
5. habe auch so schon genung zu tun....

Klar das funktioniert nur in Firmen / Abteilungen wo die Leute auch wissen was sie tun (Ahnung von Computern haben)…
Auch klappt es nur da, wo die Etat Endscheider wissen was ein anständiger Arbeitsrechner kosten muss (Minium).. wenn der Etat zu klein ist, hilft es auch nicht wenn ich ihn selber kaufe (muss)…

Es würde aber auch in vielen Fällen schon eine Verbesserung eintreten, wenn die Leute, die die Hardware kaufen, vorher mal mit den Leuten sprechen würden, was sie den so tun mit den Computern… Dann kämme es auch nicht vor, das jemand der Bilder bearbeiten muss ständig Probleme hat, weil zu wenig RAM im Rechner ist und die Billig Grafikkarte das nicht packt.
Bzw. beim täglichen arbeiten der Rechner lahm ist und abstürzt weil die Hardware außer Billig nix ist…

Klar ist man mit so einem Computer unzufrieden.. aber das Problem liegt nur beim 1. Blick beim Computer (der hat sich nicht von alleine in den Büroraum gestellt...)
;-)

Wenn Arbeitsmaterial den Mitarbeiter unzufrieden macht, liegt das an denen die planen und anschaffen (und den Etat dafür festlegen) ..
Es ist natürlich einfach die Verantwortung dem Mitarbeiter dann in die Hand zu legen.. aber ich denke den gleichen Zufriedenheitsgrad könnte man auch erreichen, in dem man vor Anschaffung von Arbeitsmitteln ermitteln, was der jeweilige Mitarbeiter benötigt… statt die Verantwortung einfach auf den Angestellten zu schieben…

Ich will mir meinen Computer gar nicht selber kaufen müssen, ich will einfach nur gefragt werden was ich benötige. Ich kann gut darauf verzichten mich auch noch selber um Support und Anschaffung zu kümmern! Und soll ich auch noch verantwortlich sein ob und wie „mein“ Computer dann mit dem Firmennetz funktioniert oder was?

Ne Ne… Systemadministrator möchte ich in so einer Firma nicht sein wo es den hunderte an verschiedenen technischen Geräten gibt die aber alle kompatibel miteinander laufen sollen..

Wichtiger währe wirklich die Frage woran es liegt das die Leute ihre Firmencomputer nicht Leiden können. Das liegt ganz sicher nicht daran, dass jemand anderes sie angeschafft hat!

Das erinnert ich an das Prinzip:
Arbeit auf den Kunden verlagern und das als Service und Tolle Neuerung verkaufen…

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Serenity 06.10.2008, 11:12
6. Quatsch

Ich halte das Ganze für einen ausgemachten Blödsinn. Wenn ich mir anschaue, was es für eine Arbeit für die Systemadministration ist eine funktionierende Arbeitsumgebung (Vernetzung, Laufwerke, etc.) bereit zu stellen, dann will ich mir gar nicht vorstellen, wie groß dieser Aufwand dann wird, wenn da auch noch vollständig heterogene Systeme eingebunden werden sollen. Dazu kommen dann noch die Probleme, von Dokumentenaustausch, Softwarelizenzen, etc. hinzu. Und im Übrigen: das Letzte, was ich auf meinem privaten Rechner haben möchte, ist Arbeit!
Alles in allem, ein nicht wirklich funktionsfähiges Modell.

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triplchen 06.10.2008, 12:01
7. Super

Finde die Idee wegweisend. Endlich das passende Eingabegerät zur Hand. Zum Beispiel.

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Michael Giertz 06.10.2008, 12:04
8. Das funktioniert nicht wirklich

Zitat von sysop
Über kaum ein Arbeitsmittel wird so viel geschimpft wie über den Rechner im Büro. In den USA erproben Firmen ein Modell, das mehr Zufriedenheit bringen soll: Mitarbeiter bekommen keinen PC, sondern einen Etat - und sollen sich damit selbst ausrüsten.
Das wird aber vor allen Dingen die Systemadministratoren ärgern. Wenn nämlich jeder mit seiner eigenen Konfiguration da rumopert, ist die Pflege entsprechend aufwendig. Es hat seine Gründe, warum gerade in größeren Firmen wenigstens Abteilungsweise identische Rechner herumstehen: die sind einfacher zu warten und wenns einen zerrammelt, reicht eine CD mit gespiegeltem Grundinhalt raus, das Dingens wieder zum Laufen zu bringen. Das geht bei unterschiedlichsten Konfigurationen von Semi-Privatrechnern nicht unbedingt.

Abgesehen davon wird das Grundübel bei Firmenrechnern nicht bekämpft: das ist der stellenweise unzureichend ausgebildete Nutzer. Der macht die Kiste an und freut sich, wenn das Officepaket funktioniert und man ins WWW rauskommt. Soll eben dieser Nutzer nun auch bestimmen, welche Konfiguration er bekommt?

Was auch immer; prinzipiell ist die Idee an sich nicht schlecht, administrativ aber kaum zu verwalten und auf Dauer auch eher gefährlich, speziell wenn der Nutzer auf seinem System auch selbst administrieren darf. In Programmierfirmen mag das ja sogar noch funktionieren, der/dem Bürotippse/r aber traue ich nicht zu, dass sie oder er das vernünftig hinbekommen.

Abgesehen davon sind es auch teilweise Arbeitsstationen, die ganz anders als normale Privat-PCs konfiguriert werden müssen. Das kann man keinem Ottonormalpampel anvertrauen.

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blue0711 06.10.2008, 12:57
9. Äpfel mit Birnen verglichen

Da wird mal wieder alles in einen Topf geschmissen.
Ein solches Konzept ist dann vernünftig, wenn mit Standardanwendungen und Terminalgeeigneten Diensten gearbeitet wird. Auch Sicherheit lässt sich so gewährleisten und die Image-Software kann auch zur grundausstattung der PCs gehören.
Der typische office-PC ist so eine Spezies, mit der man das machen kann.
Sinnvoll dazu ein Angebot des Arbeitgebers, bestimmte Konfigurationen beim Stamm-Lieferanten zu beziehen.
Ich würde wetten, dass dann nachher wieder eine weitestgehend homogene Ausstattung da steht, weil es so einfach billiger und effizienter zu machen ist.

Bei Leistungsrechnern kann man das Ganze aber knicken, denn hier verarbeiten die programme grosse Datenmengen in kurzer Zeit. Die Resourcen, die ein Terminal-Server dafür bieten müsste, sind unwirtschaftlich.

Ebenso nicht umsetzbar ist so etwas in einer Umgebung, die Projektorientiert unter Hinzuziehen von externen Mitarbeitern abläuft. Man kann dann zwar durch die "Privat"-PCs Fluktuationen in der Hardware beser auffangen, aber erkauft sich das durch nicht beherrschbare Sicherheit und nicht absehbare Kompatibilitätsprobleme.
Bei anspruchsvollen Anwendungen können zB. bereits ein paar nebenher installierte Tools zu unvorhersehbarem Verhalten führen, was dann die Ausfallzeiten des einzelnen Rechners und mangels Erfahrung die Arbeitszeit des Admins in die Höhe treibt.

Es ist ein Modell, dass unter genau definierten Bedingungen durchaus Sinn macht, aber kein Generalbeispiel für alle Anwendungsfälle.

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