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Privatsphäre in Deutschland: Schleichend zum Überwachungsstaat
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BND-Gesetz, Vorratsdatenspeicherung, verschlüsselte Dienste wie WhatsApp knacken: In den vergangenen Monaten wurden in Deutschland teils drastische Überwachungsmaßnahmen auf den Weg gebracht.

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SPONtisprüche 27.11.2016, 20:57
120. Wenn zwei das gleiche tun...

Im Prinzip Stasi 2 - aber wie war das mit dem Splitter im Auge des anderen und dem Balken im eigenen?

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politikus_ii 27.11.2016, 20:58
121.

Zitat von Stadtguerilla
Quark. Der Forist hat recht. Kamera-Überwachung VERHINDERT keine Verbrechen, das ist Wissenschaftlich belegt. Das einzige was es tut ist die AUFKLÄRUNGSquote zu erhöhen, wer Sie abstechen will tut dies mit Kameras genaus wie ohne. Nur bekommt man den Täter eher als ohne Kameras, was ihnen sicherlich viel nützt wenn sie verblutet sind... Die selben Statistiken gibt es übrigens zur Todesstrafe, die KEINE signifikante senkung der Verbrechensraten ergeben. Die meisten Verbrechen sind wahlweise Trieb oder Affekt/Reflex gesteuert, da helfen weder Todesstrafe noch Kameras diese zu VERHINDERN.
Es gibt statistisch nicht den geringsten Zweifel das Überwachungskameras (sogar Dummys) eine massive Abschreckungswirkung haben und Straftaten verhindern.
Optisch lässt sich das z.B. in London bei einem Spaziergang gut beobachten. In der City wird Ihnen sofort auffallen, dass Sie keine Graffitis sehen und gleichzeitig sehen sie eine Unmenge CCTVs. Dann gehen sie in beliebige andere Stadtteile ohne CCTVs. Da sieht es sofort erheblich anders aus.

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xlabuda 27.11.2016, 21:05
122. dann liefern sie doch mal Statistiken, wo mit/ohne Voratsdatenspeicherung

Zitat von cknier
Allein die manipulative Schreiberei hier ... Whats App "knacken" Das Thema Vorratsdatenspeicherung als Übewachung zu thematisieren, zeugt von Inkompetenz. Aber warum soll der Spiegel nicht das Niveau sicherheitspoltischer Inkompetenz der FDP bedienen?! Es geht darum, die Nieschen für Kriminelle nicht ins uferlose wachsen zu lassen. Spiegel ist doch der erste Kläger, wenn es um angebliche Ermittlungspannen geht. Leute, ihr müss den Ermittlern ihr Handwerkzeug lassen. Ihr nehmt dem Zimmermann den Hammer weg und klagt, dass er den Nagel nicht eingeschlagen bekommt. Erbärmliche Meinungshascherei und -macherei.
gearbeitet wird.
Ein schönes Beispiel für MIT Vorratsdatenspeicherung ist die Türkei momentan.
raten sie mal, wie man von jetzt auf gleich 100.000 Putschisten hat feuern können.
Nur dass das keine Putschisten waren.

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Markmann 27.11.2016, 21:06
123. Überwachungsstaat - schön wär's!

Die BRD ist in der IT-Branche ein Entwicklungsland, die Behörden hinken der freien Wirtschaft mit ihren Standards immer ein Jahrzehnt hinterher. Die Gesellschaft wandelt sich und die Politik muss dem Rechnung tragen, und mit der Gesellschaft wandelt sich auch die Kriminalität. Natürlich muss ein Staat auch diesbezüglich seine Gesetzgebung anpassen.
Der gläserne Bürger ist ein Ammenmärchen, die Hürden, die einer Ermittlungsbehörde durch den Datenschutz gesetzt werden, sind immens. Die Hinweise auf Anschlagsziele in Deutschland kamen bezeichnender Weise nicht vom Verfassungsschutz oder dem BND, sondern von befreundeten ausländischen Diensten.
Eine Anpassung der Rechtslage ist zwingend, das StGB stammt in seiner Urform aus den 50er Jahren, in den von Rechnern und weltweiter Vernetzung noch gar keine Rede war.
Es wird der Sache nicht gerecht, Ängste vor Terroristen zu schüren, um EIngriffsmöglichkeiten zu schaffen. Das Dunkelfeld der WIrtschaftskriminalität sollte alarmieren. Anonymisiert Erpresserschreiben an Unternehmen zu senden ist heute ein sprichwörtliches Kinderspiel, Daten auszuspähen ebenso, Falschgeld, Drogen, Waffen oder kriminelle Dienstleistungen anzubieten oder zu kaufen, ist Realität. Hier existiert ein großer Spalt zwischen der Aufklärungsqoute und den notwendigen Eingriffsmöglichkeiten. Die Rechtslage der BRD bedarf dingend einer Modernisierung.

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errare_humanum_est 27.11.2016, 21:07
124. Weg der Erkenntnis...

Langsam hat wohl auch der Letzte begriffen, dass die liebgewonnen Anbieter diverse Sozialer Plattformen, Messenger und Email Provider zum Wohle wirtschaftlicher Interessen so ziemlich alles an Daten abgreifen, was es so gibt. Dort sind die Hürden schon seit langem gefallen. Und wir machen alle FREIWILLIG mit und verschicken was uns lieb und teuer ist nämlich unsere Privatsphäre rund um die Uhr in die Cloud. Inklusive Ortsangabe und Statusreport ... "schlafe gerade", "bin beim Sport", "bei der Arbeit" usw. Und über was wird diskutiert? Darüber, dass der Staat Metadaten abgreifen darf. Das ist wohl ein Witz.
Ich glaube man muss am Ende begreifen, das in einer Welt in der zunehmend mehr mittels digitaler Endgeräte als von Person zu Person geredet wird auch dieser virtuelle Raum kein rechtsfreier Raum sein kann und sein sollte. Vielleicht glaubte man noch daran, dass sich das Chaos und die ungeregelte Freiheit im Netz tatsächlich selbst reguliert. Es ist ja schließlich gut so. So der Glaube. Tatsächlich werden Menschen öffentlich auf Facebook et.al. an den Pranger gestellt. Einer mittelalterlichen Hexenjagd gleich. Der angefeindete steht einem ja auch nicht mit Tränen in den Augen gegenüber. Gauner die vielleicht früher eine Bank ausgeraubt hätten greifen heute tausende Kreditkartendaten ab. In einer Sekunde. Terroristen kaufen ungehindert Waffen und die Verabredung zum Angriff läuft über Snapchat oder What App mit anonymer SIM Karte. Jetzt werden natürlich alle dagegenhalten und sagen, dass es doch viel mehr unbescholtene Nutzer als schwarze Schafe gibt. Richtig, aber ein einzelner Attentäter richtet im Zweifel auch einen größeren Schaden an, als tausende unbescholtene Bürger. Und dann ist die reflexartige Reaktion der Bevölkerung, dass die Ermittlungsbehörden versagt haben. Toll. Ich würde lieber jetzt eine seriöse Diskussion darüber sehen, welche Mittel den Behörden an die Hand gegeben werden. Orientiert an dem technisch Möglichen und nicht an Glaubensbekenntnissen.

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Referendumm 27.11.2016, 21:09
125. #6 kam schon

Zitat von GustavHornemann
wenn wir uns das gefallen lassen? Es fehlt jetzt nur noch der Spruch "Wer nix zu verbergen hat..."
Tja, Sie sind leider ein bissl spät dran, kam nämlich schon:

waswoasi Heute, 18:11
#6. Ich habe nichts zu verbergen...

Es ist wirklich unfassbar, was manche Leute unüberlegt heraus hauen. Und wenn die eigene identität mal geklaut wurde, sofort nach dem Staat schreien.

Und zum Pkt: "Abwehr von Terror" wäre noch zu sagen, dass
1.) bis dato noch keine einzige Tat aufgedeckt wurde, weil es eine flächendeckende Überwachung gab.
2.) Und erst den Terrorismus durch Angriffskriege säen und sich dann über Terroranschläge wundern und sofort nach der Totalüberwachung rufen ... ein leider altbekanntes Spiel.

Ach ja, weil es gerade groß gefeiert wurde wg. des 25. Jahrestags:
Auch Mielke hat uns ja angeblich "alle geliebt". Nichts Neues unter der Sonne also.

Einen netten Kommentar von Jakob Augstein gabs mal am 10.07.2014:

Spionageaffäre: Der deutsche Dackel
Die USA demütigen Deutschland. Aber wir lieben die Unterwerfung. Jetzt wird sich zeigen, ob wir mehr vom Leben wollen.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/usa-spionage-durch-cia-und-bnd-kolumne-von-jakob-augstein-a-980252.html

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xlabuda 27.11.2016, 21:13
126. ich setze auch noch einen drauf - die staatlich verordneten Brandmelder in jeder

Zitat von bissig
Bin mal gespannt, wann dem ersten eine Risiko-LV versagt wid, weil die Versicherung festgestelt hat, dass er regelmässig zu schnell auf der Autobahn und der Landstrasse unterwegs ist. Die Daten wurden im Rahmen von Refinanzierungsmöglichkeiten natürlich legal von Staat an die Versicherungswirtschaft verkauft. Vorhandene Daten wecken Begehrlichkeiten - ob sie legal oder illegal gesammelt wurden, oder ursprünglich nicht weitergegeben werden durften, ist egal. Statt noch mehr Überwachung wäre mehr Personal auf den Strassen meiner Meinung nach hilfreich, um die 'normalen' Verbrechen einzudämmen. Wenn unserem Staat wirklich was an dem Leben Einzelner liegen würde, dann hätten wir schon längst vernünftige und wirksame Mechanismen, um die weitere Ausbreitung von multiresistenen Keimen in Krankenhäusern zu verhindern, sowie die Möglichkeit, Fahrzeugführer, die durch ihr Verhalten das Leben anderer gefährden, ein für alle Mal von der Teilnahme am Strassenverkehr auszuschliessen. Es sterben in Deutschland immer noch wesentlich mehr Leute durch Unfälle im Strassenverkehr und Infektionen, die man sich im Krankenhaus eingefangen hat, als es Opfer durch Terror in ganz Europa gibt.
Wohnung - mindestens 3. Auch eine Art staatlich erzwungener Überwachung.
Die wurden verordnet, weil ca. 400 Brandtote pro Jahr möglicherweise hätten gerettet werden können - ich schätze mal die Anzahl der "hätten-gerettet-werden-können" auf 50 höchstens.
Bei geschätzten 30.000.000 Wohnungen in Deutschland und einem Preis pro Brandmelder von mindestens 11,00 € pro Stück (mindestens - eher bis 60,00 € pro Stück) kann man sich an 300 Fingern abzählen, was da wieder der Bürger zu seinem "eigenen Schutz" hat bezahlen dürfen (mindetens 1 Milliarde OHNE Montage und Wartungskosten).

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Stadtguerilla 27.11.2016, 21:14
127. ...

Zitat von go-west
in Anbetracht der heutigen Bedrohungslage und der steigenden Kriminalität eine möglichst durchgängige Überwachung aufzubauen. Fanatische Terroristen werden immer perfider, kriminelle Banden immer professioneller. Wenn man nicht in Fatalismus verfallen will, muß man sich darauf einstellen und die Gegenmaßnahmen entsprechend anpassen. Und ja, mein Gesicht darf gerne gefilmt und meine Emails, SMS und Telefonate dürfen gerne überprüft werden. Bezeichnend ist, daß die meisten Hinweise auf aktuelle Bedrohungslagen aus dem Ausland kommen, wo man über alle Parteigrenzen hinweg einen Ausbau der Überwachung ausdrücklich befürwortet hat.
Ach gottchen immer der selbe, sorry, scheißdreck.

Die Kriminalitäts-Statistiken sinken seit Jahren, die der ewig hervorgekramten Jugend-Kriminalität seit Jahrzehnten.

Was die Statistik hergibt ist das wir mehr "Intensiv-Täter" haben, also wir haben nicht 1000 Kriminelle mehr, sondern einen Täter mit 1000 Straftaten - gerne(nicht nur! aber häufiger) sind dies aber Ausländern.
Was man ja nicht sagen darf...
Man kann also darüber nachdenken ob man Täter nicht früh und nicht hart genug "anpackt".

Und es gibt sowas wie eine "allgemeines Lebensrisiko" das liegt bei, lassen sie mich nicht lügen 2,4 oder 1,4%, das sie den heutigen Tag nicht überleben, also von einem Baum oder Blitz erschlagen werden... son Kram halt.

Der Prozentsatz bei einem Terroranschlag umzukommen liegt unter dem allg. Lebensrisiko(also von einemBlitz erschlagen zu werden).
Demnach steht jegliche Maßnahme in keinem, aber wirklich keinem Verhältniss zu dem was wir dafür aufgeben oder hergeben müssen(imFall der Fälle kostet es uns unsere Freiheit und Demokratie...).

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FBFB 27.11.2016, 21:23
128. Richtig!!!

Zitat von Putin-Troll
Will man für mehr Sicherheit sorgen, sollte man mehr Polisten einstellen und diese besser Ausbilden und Ausrüsten. Wegen abgerundet Null Terroropfern im Jahr einen riesigen Überwachungsapparat aufzubauen ist schlicht unlogisch, es muss also eine andere Absicht dahinterstecken (sprich: Unterdrückung).
Genau der Meinung bin ich eben auch. Aber das kostet ja noch mehr Geld und außerdem hat man sonst nichts davon außer Scherereien. Ist doch viel besser Daten zu sammeln und wenn was passiert hinterher auszuwerten. Ist doch viel ungefährlicher. Silvester kommt bald wieder. Dann gibt es wohl wieder unzählige Belästigungen, aber dafür viel mehr hochauflösende Video Aufnahmen von vermummten Gestalten.

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freekmason 27.11.2016, 21:25
129.

Zitat von irobot
Mag sein, aber vor Gericht spielt das eine Rolle. Bei den Privaten wird zügellos alles abgegriffen, was möglich ist. Da gibt es null Kontrolle. Haben Sie mal eine FB-Seite aufgerufen und z.B. per Firebug beobachtet, was das im Hintergund abläuft? Die NSA greift vor allem auf Metadaten zu, Fratzenbuch zieht alles.
das ist aber eher ein argument dafür, dass das auch bei firmen vor gericht, bzw. erstmal vor für die legislative, eine rolle spielen sollte. stattdessen darf aber der datenschutz in der marktkonformen demokratie nicht die monetarisierung der privatssphäre stören und meldebehörden verkaufen daten. und zu allem überfluss blitzt immer wieder diese seltsame relativierung auf, man gebe ja seine daten freiwillig an die supermarktkette preis, dann kan man sich ja nicht beschweren, wenn totale transparenz gesetz wird. das ist so als müsste man ein gesetz beschließen, das jedem erlaubt, jeden auszupeitschen, weil es ja masochisten gibt.
hey! du hast die eine kröte schon freiwillig geschluckt, dann kannst du zu den 20 hier nicht nein sagen!

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