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Projekt Lovepicking: Liebesschlösser knacken für die Kunst
DPA

Name drauf, Bügel zu, Schlüssel weg: Liebesschlösser werden für die Ewigkeit angebracht. Eine Künstlerin und ihre Mitstreiter aber öffnen die fremden Schlösser wieder. Sie wollen das symbolische "Wegschließen" einer Beziehung in Frage stellen - und verstehen sich als Vertreter des "Urban Hacking".

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fatherted98 12.10.2012, 08:00
10. hmmm....

...muss man denn den Leuten jeden Spaß nehmen. Laßt die Päärchen doch ihre Schlösser anbringen..ich finds zwar affig...aber was solls denn..deshalb muss man doch nicht mit rumspielen und damit die Leute vielleicht verletzen, weil ihr Schloss weg ist oder woanders...das sind schließlich Symboliken für eine Beziehung...sowas kann Menschen wichtig sein (ähnlich wie das eingeritzte Herz in der Eiche)...

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Stefan Wenzel 12.10.2012, 08:03
11. Feige und verschlagen.

Leider enthält der Artikel zwar 10 Bilder, aber keines der 'Künstlerin'. Man muss wohl kein Tiefenpsychologe sein, um zu ergründen, warum da jemamd ein Problem damit haben könnte, dass in der Beziehung Liebende "weggesperrt" würden. Erinnert an Alice Schwarzer, die vor 50 Jahren ihre große Emanzipation-vom-Manne-Nummer propagierte, um sich nach weiteren 10 Jahren dann als lesbisch zu outen. Feige und falsch.

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amidelis 12.10.2012, 08:17
12. naja

Zitat von uschikoslowsky
Früher hätte man sowas als "Streich" bezeichnet, oder schlimmstenfalls "Sachbeschädigung".
Früher hätte man etwas als Einbruch, Diebstahl und Betrug bezeichnet, heute nennt man es Hacken, Sicherheitslücken entdecken und Aktionskunst. Ich finde diese Type aus Berlin genauso abartig wie diesen Typen der aus seiner Katze einen Multikopter gemacht hat - und ich hoffe, die sogenannte Künstlerin aus Berlin liest das - ich finde Ihre Attitüde asozial und ekelerregend. Und ich hoffe, dass Sie von den Leuten erwischt werden deren Schlösser sie so kunstvoll öffnen und ebenso kunstvoll verdroschen werden!

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bürgerbürger 12.10.2012, 08:18
13. Unglaublich brotlos..

wenn ich mich als "Künstler" mit so etwas durchs Leben schlagen muss. Noch nicht mal einfallsreich, ausser der Knack-Kurs kostet die Teilnehmer etwas, dann wärs wenigstens halbwegs vernünftiges Marketing. Ansonsten keinen Bericht wert, denn Kunst kommt von können...

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perello 12.10.2012, 08:20
14. ...

Die Schlösser hängen mittlerweile an jedem Bauzaun.

ABER: Vollidioten, die anderen ihr selektives Bild von Liebe ("sowieso vergänglich") und Schlössern ("Unterdrückung, Ketten") oktroyieren wollen, sind in meinen Augen noch peinlicher. Getoppt wird das Ganze durch den psychopathologisch untersuchungswürdigen Versuch, derartiges asoziales Verhalten als Kunst zu bezeichnen und es auch noch mit einem schicken englischen Pseudowort zu versehen.

In Zeiten des Überflusses gedeiht eben jeder Scheiß!

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kanone3 12.10.2012, 08:21
15.

Zitat von canUCme
aber auch nichts heilig!Frau Kronemann mag diese Symbolik ja anders sehen oder in Frage stellen: Die vielen Paare, die die Schlösser gemäß diesem Brauch anbringen, verbinden damit aber ein Treueversprechen - selbst wenn es sich nach einiger Zeit als Illusion herausstellen sollte. Man kann nicht einfach als Aussenstehender hingehen und dieses Versprechen knacken. Wenn ich jemanden erwische, der unser Schloss an der Hohenzollernbrücke aufmacht, gibts Ärger.
Dieser "Brauch" ist übrigens gar nicht mal so alt (zumindest in Deutschland), vlt. maximal zehn Jahre (im Ausland gibs das schon etwas länger).

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spon-facebook-10000065168 12.10.2012, 08:24
16. Dümmlich

Naja der Frau ist wohl einfach langweilig. Wie wäre es denn, wenn man arbeiten ginge anstatt anderen Leuten ihre Liebessymbole in stundenlangen Akten des Schlossknackens madig zu machen?
Ich habe schon gehört, dass Leute, die diese Schlösser gestohlen haben bestraft wurden. Wieso sollten dann nicht auch Leute, die die Sache "beschädigen" oder verschleppen nicht auch bestraft werden?

Mal ganz davon zu schweigen, dass das niemandem einen Mehrwert bietet und einfach nur kindisch ist.

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schakese 12.10.2012, 08:25
17. Tja, was soll man dazu noch sagen ?

Alle vorherigen Äußerungen haben in der Richtung Recht, dass man die Symbole, die Menschen miteinander in Beziehung bringen, in Ruhe lässt. Kunst- und Meinungsfreiheit haben auch ihre Grenzen. Und jeden Mist kann auch nicht als Kunst deklariert werden.

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loeweneule 12.10.2012, 08:26
18.

Zitat von ReneMeinhardt
Sie zu knacken, ist auch ein Vernunftsakt, denn Liebe (so, wie die meisten sie verstehen) ist nun mal vergänglich.
Liebe hat aber nichts mit Vernunft zu tun. Ich verschenke auch nicht unbedingt an ein Braupaar das Buch "150 gute Scheidungstipps".

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micha2012 12.10.2012, 08:26
19. Liebe in der Gesellschaft

Mancher mag sich über Schlösser an Brücken oder Herzen auf Parkbänken stoßen.
Es sind und bleiben jedoch offene Liebesbekundungen an denen es in unserer Gesellschaft immer mehr mangelt. Und sie zeigen: "Liebe kennt keine Grenzen." Liebe ist jedoch , solange man sie nicht mit Sex gleichsetzt, fast schon ein Tabu-Thema. Es gibt Leute, die schauen beschämt weg, wenn ein Paar sich küsst, andererseits haben wir offenbar kaum ein Problem damit, täglich massenhaft Gewalt im Fernsehen zu betrachten.

In Minden/Westfalen hat man man sämtliche Schlösser an einer Brücke entfernt.

Man muss ein solches Handeln nicht Gut-oder-Schlecht bewerten, ebenso wie das "künstlerische" Umhängen. Es zeigt allerdings ganz klar symbolisch, wie in der Gesellschaft mit Liebe und Liebesbeziehungen umgegangen wird. Sie wird respektloser Weise mehr und mehr als etwas betrachtet, in das man - wie in die Familie - nach Belieben eingreifen kann und welches man notfalls auch gewaltsam unterbinden darf, wenn es in den Kram passt. - Weil man selbst keine wirkliche Liebe kennt.

Früher hat man seine Bekundung noch in Bäume geritzt. Dagegen sind doch Schlösser richtig schonend. Der Rost, der sich nach ein paar Jahren ansetzt zeigt: "Äußerlich mag unsere Liebe nicht mehr glänzen, aber dadurch wird sie nur verfestigt."

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