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Protest gegen Liveberichte aus San Bernardino: Amerikas Muslime twittern Bilder ihrer
Twitter/ Victor Blackwell

Auf der Jagd nach Bildern stürmen TV-Reporter das Apartment der Attentäter von San Bernardino. Kollegen sind schockiert, Muslime verärgert. Als Protest schicken sie nun Bilder ihrer eigenen Wohnungen an die Sender.

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r.kon 05.12.2015, 15:19
1. Neugier,

gepaart mit Sensationslust, also die präzise Fortsetzung des allgemeinen Internetverhaltens,Konsum täglicher "Dokusoaps", genau das wird hier bedient und damit wird verdient. Kann man´s den Medien verübeln.

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windpillow 05.12.2015, 15:24
2. Kurt Tucholsky:

Der Zustand der gesamten menschlichen Moral läßt sich in einem Satz zusammen fassen - "Wir sollten, aber wir tun nicht."

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egoneiermann 05.12.2015, 15:28
3.

Klar kann man solche Excesse nun genüsslich kritisieren. Ich hoffe aber auch, dass beim beim Spiegel nach den Ereignissen in Paris und dem folgenden medialen Durchfall, wo kein Thema zu unsinnig war, dass es nicht einen Beitrag bekam, im Nachhinein eine Überlegung einsetzt, wie man zukünftig journalistischer mit solchen Ereignissen umgehen kann. Klar kann man sagen, der Focus und die Bild waren noch viel schlimmer und natürlich wollen die Leser sowas auch haben, aber irgendwie muss man sich doch - wenn man noch einen gewissen Anspruch auf Qualitäts-Jornalismus hat - auch einer Selbstbeschränkung unterwerfen. Kann natürlich sein, dass man als Leser des Spiegels von SPON da zuviel verlangt, da im Internet eben jeder Klick zählt, egal was für ein Mist auch dahinter steckt.

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dgs 05.12.2015, 15:28
4. Falsche Proteste

Mit Verlaub, hier gibt es deutliche Entgleisungen der Presse - das ist zu kritisieren und wird auch zu Recht kritisiert.
Es darf aber nicht vergessen werden, dass hier ein vielfacher Mord, ein Abschlachten von unschuldigen Menschen geschehen ist. Dafür sollte der Aufschrei deutlich stärker erfolgen. Das kann ich leider nicht erkennen...

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rkinfo 05.12.2015, 15:32
5. Massenmörder und Normalbürger

Die Hitler Tagebücher fanden mehr mediales Echo als jene der Anne Frank.
Es ist schlimm wenn eine große religiöse Gemeinschaft am Pranger steht wegen einzelnen Extremisten. Aber die Zuschauer interessiert das Monster nicht die Normalität.
Die Nichtmuslime der Welt verdächtigen auch nicht muslimische Nachbarn. Aber sie wundern sich dass kein Aktionsplan zur friedlichen Reformation problematischer Teile im Islam entsteht. Ein kommentierter Koran mit Zeitbezügen und somit Entschärfung zum Schutz vor Mißinterpretation ist überfällig. Der Islam hat keine zentrale Führung und letztlich kann jeder unwidersprochen den eigenen Mohammed formulieren. Nicht gerade eine sicher friedensorientierte Struktur.

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kyon 05.12.2015, 15:35
6. Fragwürdige religionsbezogene Verärgerung

Da ist sie wieder erkennbar, die besondere Kränkbarkeit und der besondere Solidarisierungseffekt der Muslime. Statt sich mit der Gewaltfrage in ihrer Religion, die ihren Ursprung in der Person und dem Verhalten des Religionsstifters selbst hat, kritisch auseinaderzusetzen, wird hier ein religiös-solidarisch begründeter Täterschutz betrieben, nicht ein generelle Journalismuskritik an sich geübt. Ich bezweifle, dass sich Amerikas Muslime so verhalten hätten, wenn die Journalisten beispielsweise die Wohnung eines beliebigen, nicht-muslimischen Serienmörders gestürmt hätten, was zweifelsohne auch der Fall wäre, wenn sie dazu Gelegenheit bekämen. Das Verhalten der Muslime in den USA hat einen üblen Beigeschmack.

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arawnblackheart 05.12.2015, 15:46
7. Amerika reagiert seit 9/11 sehr empfindlich auf

gewalltbereite Islamisten. Die muslimische Gemeinschaft hat sich hier einen Bärendienst aufgebaut indem Sie trotzig auf diese Reaktion der Reporter reagiert. Es war zwar nicht richtig aber nun heist es "jetzt erst recht die stinken doch alle". Und das werden die Demagogne wie Trump in den USA jetzt richtig ausnützen.

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secret.007 05.12.2015, 15:55
8. Wieso sind hier ...

... Muslime schockiert? Entweder verstösst so etwas gegen Gesetze, Normen in den USA, dann bitteschön soll es geahndet und verurteilt werden. Aber wieso kritisieren es Muslime? Hier sind Menschen ermordet worden, da kann und muss man hinterfragen, warum. Und zwar müssen das alle in Amerika hinterfragen, ausnahmslos!

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Kajaal 05.12.2015, 15:58
9. Wie heuchlerisch!

Als wenn die Medien hierzulande auch nur einen Deut anders wären! Kaum ist alle oaar Wochen ein neues Aufregerthema gefunden, wird hyperventiliert, geschubst und gedrängelt, was das Zeug hält. Da bekommt man täglich die gleichen Bilder und Texte, die in Dauerschleife den letzten Nerv rauben. Um Informationen, noch dazu sachliche, geht es nucht. Es geht um Geld, um Quote, darum der Erste zu sein, zu schocken, immer neue Tabus zu brechen. Wie primitiv! Diese Art des "Journalismus" haben wir aus den USA übernommen, wie auch die Ancormen und Latenighttalks und blöde Serien mit Gelächter aus der Retorte.

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