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Psychische Erkrankungen: Diese Apps haben uns geholfen, wenn die Gefühle kamen

Depressionen und Ängste können einem die Kontrolle nehmen. Manchen Menschen helfen - unter anderem - bestimmte Apps, um wieder in den Alltag zu finden. Vier Betroffene berichten.

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hörtauf 10.08.2019, 10:25
1. Was ein Blödsinn..

..wenn jemand wirklich psychisch krank ist, dann hilft da keine App dieser Welt.
Vielleicht übernebelt sie kurzzeitig Stimmungen, aber helfen wird keine App.
Liebes SPON-Team - löscht diesen Artikel, er spiegelt völlig falsche Informationen wieder und kann dadurch tatsächlich labile Personen - nämlich die, welche die Aussagen der Betroffenen in diesem Artikel nicht eindeutig zuordnen können - zu falschen Ansätzen verleiten.

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matteo51 10.08.2019, 11:01
2. Wenn die Gefühle kommen

Den Ansatz halte ich für eher kontraproduktiv und wenig zieführrend. Wenn man in einer Depresseion ist, braucht man Therapie - mit/bei einem lebenden Menschen. Es gibt ja bereits Verhaltenstherapeutin, die per Netz Therapie anbieten - das Medium ist zwar dann virtuell, aber der Kontakt ist mit einem Menschen.
Apps zu verwenden verstärt m.E. eher den sozialen Rückzug und DER ist fatal. Für die Menschen mit Depression ist sozialer Kontakt mit Menschen (die ihm gut tun) unabdingbar, um da raus zu kommen.

Kleiner Nachsatz: die HL "wenn die Gefühle kommen..." - Gott sei Dank kommen sie (auch wenn sie vehement und massiv sind - zunächst) - es geht darum, dass die Betroffen lernen mit ihnen umzugehen und entpsrechend regulieren können, ohne Angst davor haben zu müssen. Hört sich krass an, ist aber so.

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lockederboss31 10.08.2019, 12:04
3. neee....

bei psychischen problemen rate ich zur therapie. im gegensatz zu den apps wird die nämlich von der krankenkasse bezahlt und hilft wirklich. mensch spon, lass das mit der als artikel getarnter werbung

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7eggert 10.08.2019, 12:22
4.

Zitat von matteo51
Den Ansatz halte ich für eher kontraproduktiv und wenig zieführrend. Wenn man in einer Depresseion ist, braucht man Therapie - mit/bei einem lebenden Menschen. Es gibt ja bereits Verhaltenstherapeutin, die per Netz Therapie anbieten - das Medium ist zwar dann virtuell, aber der Kontakt ist mit einem Menschen. Apps zu verwenden verstärt m.E. eher den sozialen Rückzug und DER ist fatal. Für die Menschen mit Depression ist sozialer Kontakt mit Menschen (die ihm gut tun) unabdingbar, um da raus zu kommen. Kleiner Nachsatz: die HL "wenn die Gefühle kommen..." - Gott sei Dank kommen sie (auch wenn sie vehement und massiv sind - zunächst) - es geht darum, dass die Betroffen lernen mit ihnen umzugehen und entpsrechend regulieren können, ohne Angst davor haben zu müssen. Hört sich krass an, ist aber so.
Ach Gott sei Dank fühlt sich der Betroffene depressiv? Na dann muß er halt lernen, damit umzugehen, daß er eben von Sozialhilfe zu leben hat, ihm das Amt jedes halbe Jahr die Gelder falsch berechnet und kürzt und daß er eben nicht die Energie hat, sich zu wehren.

Immer diese Experten hier, die aus totalem Nichtwissen messerscharf folgern können, was den Betroffenen hilft!

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dasfred 10.08.2019, 13:07
5. Alles, was eine Therapie unterstützt, ist gut

Kern einer Therapie ist schließlich nicht, dass dort ein Psychologe sitzt, der sagt, was man tun und lassen soll, sondern er führt auf den Weg zur Selbstbeobachtung und später zur Selbsterkenntnis. Dafür können einige Apps durchaus hilfreich sein. Es geht ja auch darum Strukturen zu erkennen, zu bewerten und gegebenenfalls zu durchbrechen. Apps ersetzen keine Therapie, aber wie ich beim lesen feststellen konnte, sie halten dazu an, Tagebuch zu führen oder sich der Gefühle klar zu werden. Das ist oft auch Bestandteil klassischer Behandlung, nur mit einem Medium, zu dem viele heute mehr Zugang haben als zu Zettel und Stift.

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kuestenvogel 10.08.2019, 13:27
6. Werkzeuge können hilfreich sein

Der Text sagt nicht aus, das diese eine fachliche Behandlung ersetzen.

In Therapien, Foren, Selbsthilfegruppen kann man vieles (an Übungen) lernen, aber Betroffene müssen die Dinge auch anwenden, wozu erst mal eine gewisse Selbstreflektion gehört: Erkennen, dass die Gefühle überschwappen.

Wenn Apps einzelne Betroffene unterstützen und diese sie anwenden mögen, weshalb nicht? Andere nutzen dafür Zettel oder Karteikarten, abgesehen vom Datenschutz sehe ich keinen Unterschied.

Alle Erkrankten, erst recht chronische/"austherapierte" Betroffenen, müssen ihren noch so kleinen Alltag (möglichst wohltuend) gestalten, zumal sogenannte kleine Verbesserungen einen großen Gewinn an Lebensqualitität bedeuten können.

Erlaubt ist, in diesem Zusammenhang, was hilft ;).

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ein_wanderer 10.08.2019, 13:34
7. Schilddrüse

Bei einer (latenten) Depression unbedingt darauf achten, dass die Schilddrüse fundiert untersucht wurde. Die “einfachen“ Parameter die beim Hausarzt genommen werden reichen nicht aus. Unbedingt abklären lassen. Es gibt da draußen so viele unentdeckte Unterfunktionen oder schlecht eingestellte Schilddrüsen. Auch wenn Werte im Referenzvereich liegen, können bereits viele Symptome einer Depression vorliegen und mit den Jahren sich verstärken. Es ist erschreckend wie viele Fälle es gibt, die nach einer guten Hormoneinstellung feststellen, dass sie gar keine Depression hatten sondern einen Hormondefizit und sich jahrelang mit AD und Therapien quälten.
Ich will damit nicht sagen, dass alle Depressiven einen Hormonmangel haben. Es gibt aber leider einige, wo es versäumt wurde sauber auf die Schilddrüse zu schauen.
Ebenso gehört da bei Frauen auch die Kontrolle auf die Sexualhormone, denn was viele nicht wissen, auch manche Ärzte nicht, dass eine Östrogendominanz eine Schilddrüsenunterfunktion erzeugen kann, mit all den Wirkungen eines depressiven Zustands, bei normalen Werten, da dann das Östrogen das SD-Hormon blockt.
Wenn man sich da etwas einliest, schlau macht, beharrlich bleibt, kann man da viel für sich tun.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, der Unterschied ist so extrem, unvorstellbar, wegen ein paar “Krümel“ Hormone.

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matteo51 10.08.2019, 14:37
8. Umdraht

Zitat von 7eggert
Ach Gott sei Dank fühlt sich der Betroffene depressiv? Na dann muß er halt lernen, damit umzugehen, daß er eben von Sozialhilfe zu leben hat, ihm das Amt jedes halbe Jahr die Gelder falsch berechnet und kürzt und daß er eben nicht die Energie hat, sich zu wehren. Immer diese Experten hier, die aus totalem Nichtwissen messerscharf folgern können, was den Betroffenen hilft!
Also, bitte nicht umdrehen - und: ja, ich kenne mich aus.
Nicht Gott sei Dank fühlt sich der Betroffene depressiv, sondern Gott sei Dank fängt er wieder an zu fühlen. Darum geht's.

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blubberquark 10.08.2019, 15:21
9. Vorsicht!

Wie die Fachzeitschrift c't aktuell berichtet (https://www.heise.de/ct/artikel/Warum-Sie-bei-Medizin-Apps-unbedingt-das-Kleingedruckte-lesen-sollten-4483550.html), geben viele Apps die Anzahl und Häufigkeit der Nutzung durch den Smartphone-Besitzer an diverse andere Unternehmen weiter. Viele App-Entwickler nutzen außerdem kostenlose Software-Bausteine von Google und Facebook und achten nicht darauf, dass als Gegenleistung jede Nutzung an diese Firmen gemeldet wird. Das in fremden Datenbanken gespeicherte Wissen über Depressionserkrankungen kann den Betroffenen schaden, sogar den Verwandten, die die App gar nicht benutzen, weil unterstellt wird, dass verwandte Gene zu ähnlichen Erkrankungen führen.

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