Forum: Netzwelt
Radikalisierung im Internet: Uns fehlen die Worte
Jan Woitas / DPA

Wenn über Radikalisierung gesprochen wird, die etwa zum Anschlag in Halle geführt hat, stößt die Debatte schnell an eine Sprachbarriere. Das Vokabular der Mechanismen von Extremismus im Netz ist vielen fremd. Das muss sich ändern.

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rivka 22.10.2019, 14:50
1.

Pepe (der Cartoonfrosch) ist nicht nur im Extremismus bekannt, sondern ein bekanntes Gesicht der Meme-Kultur. muss letzten Endes nichts heißen.

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sunshinebob 22.10.2019, 14:51
2. Codes erkennen

Die Autorin hat recht. Nur wenn man die Codes erkennt, kann man die Aussagen richtig deuten. Wie z.B. wenn eine Autorin auf der einen Seite von Zuschauer*innen und Lehrer*innen schreibt, auf der anderen aber von Rechtsextremisten und Kriminalbeamten, dann steckt auch dahinter ein Code.

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archangel357 22.10.2019, 14:54
3. 100% einverstanden.

Deutschland ist halt, was Internet angeht, ein Entwicklungsland - zumindest, was die Generation 40+ angeht. In den USA schreiben The Atlantic und die NYT längst Artikel über Pepes und Incels und Honkler - bei uns, wo man am liebsten immer noch Spotify zugunsten der Deutschen Grammophon wieder abschaffen möchte, sind diese Begriffe nicht nur buchstäblich, sondern auch faktisch Fremdwörter.

Der Gedanke, daß ein Horst Seehofer sich ernsthaft mit der Bedrohung, die von /pol/ ausgeht, beschäftigen würde, ist leider absurd.

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januario 22.10.2019, 14:54
4. Posten nur möglich nach Registrierung mit Klarnamen und Perso

Das ungehemmte Hetzen, Beleidigen und Hassreden würde sofort weitgehend aufhören, wenn alle Betreiber von Foren sowie Twitter und Facebook verpflichtet würden, von allen, die online was posten, zu verlangen, dass sie sich vorher beim Betreiber anmelden, und zwar mit ihrem richtigen Namen und unter Vorlage des Personalausweises, so wie es Banken heutzutage mit Neukunden online machen.

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Leser161 22.10.2019, 14:56
5. Leider korrekt

Eigentlich sagt Frau Weissband nicht mehr als das man man über die sozialen Mechanismen im Internet sprechen muss, statt sich mit Denkabkürzungen zu behelfen.

Warum leider? Weil das schonb längst selbstverständlich sein sollte. Begriffe wie Dogpiling zu kennen löst nämlich noch kein Radikalisierungsproblem bzw. wie wir zwischen guten und schlechten Vorgängen unterscheiden.

Es gibt nämlich auch gute Sachen die aus den sozialen Mechanismen des Internet entspringen. Greta Thunberg wäre z.B. ohne das Internet nicht möglich gewesen.

Doch wie unterscheiden wir zwischen guten und schlechten Dingen? Ich finde Greta Thunberg gut, doch schon in meinem Freundeskreis gibt es Menschen die sie nicht gut finden. Wo werden wir die Grenze ziehen?

Was ist denn jetzt mit Gamern, denn auch wenn Seehofer über die Stränge schlägt, es ist nicht von der Hand zu weissen das in der Gamerszene mehr radikale Aussagen kursieren als zum Beispiel an anderen Orten (war zumindest früher so, da hätte man die Hälfte der Spieler direkt hopps nehmen können, wegen Hassverbrechen)

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dark_schneider 22.10.2019, 15:08
6. Sternchen für alle!

Frau Weisband, wenn Sie sich schon die Mühe machen und Ihren Text korrekt gendern, dann seien Sie bitte auch konsequent. Es heißt Extremist*innen!

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mein-windows 22.10.2019, 15:10
7.

Bemerkenswerter Artikel. Ich habe schlagartig erkannt, dass sich etwas an mir vorbei entwickelt hat, von dem ich nichts mitbekommen habe. Hab mir diesen PewDiePie mal angesehen, also etwa 30 Sekunden lang. Da geht sie hin, die Hoffnung auf die Welt, das ist alles zu spät. Unglaublicher oberflächlicher Schwachsinn.

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danielc. 22.10.2019, 15:12
8.

Mir ist bewusst, dass ich viele bemerken im Internet nicht verstehe. Wenn mich jemand darauf aufmerksam macht ist das nett, aber nutzlos, so lange ich nicht erfahre, was die z Bedeutung ist. Das "Ministerium für Wahrheit" bräuchte zahllose Mitarbeiter, um die Sprache zu "vereinfachen". Das Internet hat unzählige Freiwillige, die eifrig dabei helfen. Wenn ich heute bsw. einen Text von Goethe nehme, muss ich zunächst die Bedeutung einzelner Worte erklären. Zum eigentlichen Hintergrund komme ich überhaupt nicht mehr, weil die Sprache fehlt. Mit geht es so mit Memes. Woher soll ich die Bedeutung ableiten, wenn ich die "Worte" nicht kenne?
Ich glaube nicht, dass das am grundsätzlich mangelnden Englischkenntnissen liegt.

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remedias.cortes 22.10.2019, 15:14
9. Meine Güte....

immer das Gejammere , dass Politiker und Verantwortliche das Vokabular und Konzepte des Internets nicht verstehen. Wenn mich eine Materie interessiert, arbeite ich mich ein und lerne die Vokabeln auswendig ( mit Beispielen). Diese ganzen Leute sind hochbezahlt und hoffentlich auf der Höhe ihrer geistigen Fähigkeiten - dann sollten sie sich dahinter klemmen ! Ich weiß auch erst seit einem halben Jahr, was ein Meme ist

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