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Reaktionen auf Umbau: "Facebook macht den Like-Button überflüssig"

Das neue Facebook will ein minutiöses Protokoll vom Leben seiner Nutzer anfertigen. Für die neuen Funktionen gibt es Anerkennung von Experten*- aber auch Kritik.*Ein deutscher Datenschützer fürchtet den "gläsernen Bürger".

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frau trallala 25.09.2011, 16:18
10. ...

Zitat von mynona3
ist - ausser für Exhibitonisten - Facebook überhaupt. Mithin auch der LIKE-Button. Ansonsten ists natürlich eine gute Geschäftsidee, da die Zahl der Exhibitionisten und derer, die nicht überblicken, was sie sich mit Facebook antue, immens ist.
Man muss also entweder Exhibitionist sein oder den IQ einer Tomate haben um FB zu nutzen?

Sie haben da eine wirklich einfach gestrickte Sicht, ein paar Klischees, ein paar Vorurteile, ein paar Beleidigungen, und dazu eine gute Portion Überheblichkeit... Ist das etwa ein untrügliches Zeichen von Intelligenz? Sehr sympathisch jedenfalls...

...Aber haben Sie FB überhaupt schon jemals benutzt??

Klar gibt es den ein oder anderen Exhibitionisten, das sind dann die gleichen, die auch in der Realität permanent mit ihrem Auto, ihrem Urlaub, ihrem Haus prahlen und einem persönliche Dinge erzählen, die man niemals wissen wollte.
Klar gibt es auch ein paar Intelligenzallergiker, die nicht merken, dass man nicht über den schönen krank gefeierten Tag schreiben sollte, wenn Cheffe in der Freundesliste steht.

Aber die überwiegende Mehrheit verhält sich dort nicht mehr und nicht weniger mitteilsam oder exhibitionistisch als im echten Leben. Das wüssten Sie auch, wenn Ihre Meinung nicht nur auf Vorurteilen beruhen würde und Sie FB wenigstens einmal ausprobiert hätten. Ansonsten weiß ich nicht was für Freunde Sie haben...

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Moewi 25.09.2011, 16:30
11. Keine Macht den Titeln

Zitat von frau trallala
Trauen Sie Ihren Mitmenschen ruhig etwas Eigenverantwortung zu.
Würde ich liebend gerne, aber warum sitzen überall "like"-Buttons und übermitteln meine Nichtmitgliederdaten automatisiert an Facebook, OHNE dass der Knopf gedrückt wird, und er einfach nur vorhanden ist?
Eigenverantwortung ist gut, aber es nun wirklich an der Zeit den Spiess umzudrehen: Weiterleitung MEINER Daten nur mit MEINER ausdrücklichen Zustimmung. Ich lasse mich gerne auch zum zweiten oder dritten Bestätigungsklick nötigen (wobei ich ganz sicher ablehne), aber komischerweise traut man mir diese Eigenverantwortung nicht zu.
Entscheidungsfreiheit der User ist Gift für's Geschäft. Deswegen wehrt sich Facebook schon heute mit Händen und Füssen gegen den doppelten Button. Facebook hat NULL Interesse an einer bewussten Entscheidungsfindung.

Jetzt kommt sicher wieder:"Aber Facebook sagt doch, dass nichts von Nichtmitgliedern gespeichert wird."

Na sicher. Osterhase/Weihnachtsmann lassen grüssen.

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Pitlord 25.09.2011, 16:30
12. Einfach mal Lügen

Einfach etwas kreativ beim Lebenslauf sein und schon hat sich die Sache mit der Timeline erledigt. Ich verstehe eh nicht, wie man sich da mit Klarnamen anmelden kann.

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LJA 25.09.2011, 16:53
13. Natürlich nicht

Zitat von frau trallala
Das unterstellen Sie einfach mal. Wer bei FB mitmacht ist in der Regel dumm und rennt blind ins Datenschutz-Desaster. Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Arrog... äääh Intelligenz, weil Sie 700 Millionen Facebook-Nutzern locker überlegen sind! ...
Aber man muss schon bedenken, dass die FB-Nutzer im Schnitt doch noch jung sind. Sehr jung sogar, auch wenn viele schon wählen und Auto fahren dürfen.
Aber in diesem Alter ist die Bereitschaft sich Gruppendruck und Modezwängen anzupassen doch noch wesentlich größer. Viele denken vermutlich nicht daran, dass alles, was sie dort eingeben, irgendwo gespeichert bleiben kann, auch wenn sie es für sich selbst schon längst wieder gelöscht haben.

Da kann sich dann so mancher tatsächlich schnell das Berufsleben versauen, dadurch das zukünftige potentielle Arbeitgeber sehr genau sehen können, was der einzelne früher einmal getan und gemocht und gedacht hat. Oder eben auch nicht gemocht oder getan hat.

Was kriminelle Organisationen oder autoritäre Regime daraus irgendwann einmal für einen Nutzen ziehen könnten, mag man sich gar nicht ausmalen.

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klowasser 25.09.2011, 17:28
14. gegen titelzwang!

Zitat von LJA
Da kann sich dann so mancher tatsächlich schnell das Berufsleben versauen, dadurch das zukünftige potentielle Arbeitgeber sehr genau sehen können, was der einzelne früher einmal getan und gemocht und gedacht hat. Oder eben auch nicht gemocht oder getan hat.
Ein erfolgreiches Berufsleben ist nicht alles im Leben. Ich hatte zudem in meinen bisherigen fb-Jahren noch nie Probleme, kein Arbeitgeber hat mich je darauf angesprochen. Lag vielleicht an der Qualifikation, die ja doch angeblich wichtiger sein soll, als was man mal im Internet angegeben hat.

Bzgl. autoritärer Regime: Würde man facebook von heute auf morgen verbieten, dann sehe ich 1. noch mehr Missbrauchsmöglichkeiten und 2. halte ich dieses Netz am ehesten für nützlich, um eben genau diese zu unterbinden.

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chinataxi 25.09.2011, 17:37
15. dieses netzwerk gehört geschlossen

kein einziger hat noch mehr kontrolle über seine daten.

mir ist es prinzipiell wurscht was die leute da von sich geben, allerdings zieht facebook immer mehr unbeteiligte in sein datensilo, sei es durch cookies, adressbücher von stupiden iphone usern, fotos von freunden etc.

man kann facebook nicht mehr entkommen. und das sollte besser heute statt morgen gestoppt werden.

außerdem muss facebook endlich gezwungen werden immer anzuzeigen was wann genau mit dem datensatz des users passiert und an wen er verkauft wird.

kein glühender facebook verehre würde wohl bereitwillig beim bäcker angeben was er denn so für einen film ausgeliehen hat und was er zu abend essen wird und er würde wohl auch kaum dem bäcker fotos von seiner party gestern abend anvertrauen.

komischerweise gibt es immer noch leute die bei facebook eine gruppe gegen die voratsdatenspeicherung gründen.

es gibt nur einen klitzekleinen unterschied;

vds kann mit neuer regierung und grundgesetz gestoppt werden, facebook wird man nicht aufhalten.

also ihr dummen (ja leider muss man das so beim wort nennen) facebook user macht was ihr wollt, aber lasst die wenigigen denkenden bitte mit diesem müll in ruhe.

schönen sonntag noch.

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Demokrator2007 25.09.2011, 17:38
16. Jugend will Grenzen ausloten und fällt dabei besonders oft rein

Zitat von Asharon
Wenn ich das schon lese "Es dauert nicht mehr lange, dann wird unser Leben für alle unsere Freunde ausgestellt, und dann werden wir sehen, was Facebook angerichtet hat." Was FACEBOOK angerichtet hat? Facebook hat keine Daten die da nicht irgendeiner reingetippt hat. Ergo richtet genau diese Person etwas an. Wer Angst um seine Privatsphäre hat soll halt keine sensiblen Daten eintragen und gut ist. Sind doch nicht mehr im Kindergarten sondern selbst für unsere Handlungen verantwortlich. Facebook die Schuld zu geben, weil man seine Geheimnisse im Internet verbreitet ist schlichtweg dämlich. Wer die Funktion so nicht nutzen will, nutzt sie halt nicht. Zwingt ja niemand jemanden dazu.
Junge Menschen denken offenbar nicht so kompliziert. Das ist einerseits ganz gut, wenn man Horizonte entdecken will, andererseits ist es gerade die Jugend die besonders leicht verführbar ist. Damit haben meines Wissens nach alle Diktatoren gespielt.

Doch wir sind in einem Kindergarten und ich schmunzle jeden Tag wenn mir die vielen weißen Schnüre die den Leuten aus den Ohren hängen begegnen.

Ciao
DerDemokrator

P.S. Der blöde "Like-Button" ist ein klares Signal, das Facebook seine User manipuliert, anders wäre es wenn es auch ein "Dislike" gäbe, das wäre basisdemokratisch, ist aber gar nicht gewollt.

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frau trallala 25.09.2011, 17:41
17. ....

Zitat von LJA
Aber man muss schon bedenken, dass die FB-Nutzer im Schnitt doch noch jung sind. Sehr jung sogar, auch wenn viele schon wählen und Auto fahren dürfen.
Kommt drauf an wie Sie jung definieren. Zumindest in meinem Umfeld ist es eher so, dass sich die jüngeren bei Studi/SchülerVZ, Lokalisten etc. tummeln und diese Erfahrung scheint auch die Nutzerstatistik von Facebook zu bestätigen, nach der ich mal schnell gegooglet habe.
Ein Wechsel von den deutschen Netzwerken zu Facebook lohnt sich (meine ich) ja oft erst dann, wenn der Freundeskreis internationaler wird, z.B. wenn er sich nach dem Studium plötzlich über den halben Erdball verteilt. War zumindest bei mir so.


Zitat von
Aber in diesem Alter ist die Bereitschaft sich Gruppendruck und Modezwängen anzupassen doch noch wesentlich größer.
Jein. Ohne eine Gruppe von Freunden/Bekannten würde Facebook ja auch keinen Sinn machen. Von "Gruppendruck" oder "Modezwängen" würde ich trotzdem nicht sprechen. Ich finde es einfach praktisch.
Zitat von
Da kann sich dann so mancher tatsächlich schnell das Berufsleben versauen, dadurch das zukünftige potentielle Arbeitgeber sehr genau sehen können, was der einzelne früher einmal getan und gemocht und gedacht hat. Oder eben auch nicht gemocht oder getan hat.
Das stimmt. Andererseits schadet es wohl nicht, früh genug zu lernen, dass das eigene Handeln -im Internet wie auch im "Real live"- Konsequenzen hat und es ist ja auch wirklich nicht so, dass es in der Prä-Facebook-Ära noch keine Möglichkeiten gab, sich in jungen Jahren die Zukunft zu versauen.
Selbstverständlich können Kinder ihr Handeln mit sämtlichen Konsequenzen noch nicht überblicken, aber dafür gibt es heute wie damals Eltern, die auf ihren Nachwuchs aufpassen müssen. Auch wenn die heutigen Gefahren vielleicht andere sind. ändert das ja nichts an der Verantwortung der Eltern.

Und das Internet wird ja auch nicht irgendwann einfach wieder weggehen wie eine vorübergehende Modeerscheinung. Besser man lernt früh genug damit umzugehen, keine Daten anzugeben die man nicht auch in der Zeitung gedruckt sehen will, und dass es meistens nichts geschenkt gibt.


Zitat von
Was kriminelle Organisationen oder autoritäre Regime daraus irgendwann einmal für einen Nutzen ziehen könnten, mag man sich gar nicht ausmalen.
Sicher richtig, allerdings kommt dieses Argument zu beinahe jedem Thema. Sehen Sie sich hier nur mal in den "Wissenschafts"-Foren um.

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frau trallala 25.09.2011, 17:46
18. ...

Zitat von LJA
Was kriminelle Organisationen oder autoritäre Regime daraus irgendwann einmal für einen Nutzen ziehen könnten, mag man sich gar nicht ausmalen.
Und noch etwas dazu, weil diese Sicht schon wieder so einseitig negativ ist.

Facebook kann auch das genaue Gegenteil bewirken und dabei helfen, autoritäre Systeme zu stürzen, wie die jüngste Vergangenheit beweist. Wie beinahe jede Erfindung/Technologie/Neuerung kann Facebook schaden oder nutzen, je nachdem wem sie in die Finger fällt.

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frau trallala 25.09.2011, 17:51
19. ...

Zitat von Demokrator2007
P.S. Der blöde "Like-Button" ist ein klares Signal, das Facebook seine User manipuliert, anders wäre es wenn es auch ein "Dislike" gäbe, das wäre basisdemokratisch, ist aber gar nicht gewollt.
Zu viele Dislikes bei Anzeigen für bestimmte Produkte und Facebook wäre schnell einen Haufen Werbekunden los. Es zahlt ja keiner Geld um seinen Ruf ruinieren zu lassen.
Aber immerhin hat man noch die Möglichkeit, seine gefällt-mir-nicht-Meinung in den Kommentaren loszuwerden. Immerhin besser als nichts.

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