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Reform des Urheberrechts: EU einigt sich auf Leistungsschutzrecht für Presseverleger
REUTERS

Nachrichten-Suchmaschinen wie Google News sollen Presseverlagen in der EU in Zukunft Geld für das Anzeigen von Artikel-Ausschnitten zahlen. Die Einigung muss allerdings noch bestätigt werden.

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uweuweuwe 13.02.2019, 21:27
1. UND, nicht ODER

Die 3 Bedingungen dafür, NICHT unter den Artikel 13 zu fallen, sind mit logischem UND verknüpft, nicht ODER.

Somit fällt auch SPIEGEL ONLINE z. B. hier im Kommentarbereich unter diese Regelung und muss alle hier eingestellten Kommentare durch einen Uploadfilter zur Prüfung senden.

Enjoy!

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patocki 13.02.2019, 21:28
2. dazu sagt twitter das einzig richtige

#niemehrcdu sonst sag ich nichts

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opar 13.02.2019, 21:41
3. Krumme Juristen-Logik, mal wieder.

Wenn Google Werbung für die es bezahlt wird schön vorn plaziert, haben die EU Juristen etwas zu meckern.
Wenn Google kostenlos Werbung für Zeitungen und ihre Artikel macht, denn wenn jemand nach Nachrichten sucht, geht er dann ja zu dem Artikel, und die Zeitung hat auf diese Weise kostenlos Werbung machen können, ist das auch wieder nicht richtig.

Genau genommen wollen die Zeitungen jetzt Geld von Google haben für die Arbeit, die Google sich macht.
Also ohne eine eigene Leistung zu erbringen.

Ich hätte Verständnis, wenn Google die Verlage, die hier Theater machen, aus den Suchergebnissen streichen würde.

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clausde 13.02.2019, 21:55
4. Widerstand

Wer es noch nicht getan hat und gegen den Paragraph 13 ist, sollte jetzt die EU-Parlamentarier anschreiben und mit Hinblick auf die Europawahl seinen Unmut kundtun.
Unzählige kleine Foren die seit Jahren aktiv sind, werden von unbekannten Kosten und Risiken durch Uploadfilter bedroht. Das Internet in Deutschland/EU wird nicht mehr so sein können wie heute.

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Thorkh@n 13.02.2019, 21:55
5. Damit ...

... hat sich die EU als politische und gesetzgeberische Institution für mich endgültig disqualifiziert.

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Solid 13.02.2019, 21:57
6.

Der Witz dabei ist, dass Google verpflichtet wird, Inhalte anzuzeigen, für die es mehr zahlen muss, als es einnimmt. Denn sonst würde Google alle kostenpflichtigen Medien einfach auslisten und die wörden verdorren ohne Leser. Richtig lustig wird sein, wie die Rechtskonformität dieser Pflicht zur Pleite begründet werden wird.
Dann wird es eben kein Google News mehr geben und damit auch weniger Fake News...

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Niteftef 13.02.2019, 21:58
7. So ein Unsinn

Wie kann es sein, dass so etwas immernoch Zustimmung kriegt? Klar, wenn man keine Ahnung hat, dann klingt das erstmal sinnvoll, aber mittlerweile hätte auch der letzte Abgeordnete mitbekommen sollen, was für ein Quatsch das ist.
Aber ordentliche Regeln zu Steuern kriegen sie nicht hin.

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stefan.martens.75 13.02.2019, 21:59
8. Es war unsinniger Lobby Schwachsinn

Es bleibt unsinniger Lobby Schwachsinn.

Wenn man das Gesetz beurteilen will muss man sich nur die Konsequenzen des LSR für Deutschland anschauen.
Ausser der kurzfristigen Beschäftigung von Anwälten hatte es 0,0 finanzielle Konsequenz für Google und Co.

Alle wesentlichen Medienhäuser haben praktisch direkt nach diesem Lobbygesetz praktische Verzichtserklärungen unterschrieben. Sonst hätte Google schlicht aufgehört sie zu verlinken.
Uploadfilter gibt es seit langem.
Die taugen nur nichts.
Muss man mal drauf achten wenn auf YouTube plötzlich die Lieblingsserie Spiegelverkehrt läuft. :-)

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Hörbört 13.02.2019, 21:59
9. Google ist stärker

Wenn Google als Konsequenz auf die Einblendung verzichtet, schauen die Verlage blöd aus der Wäsche. Mal sehen, wie lange es dann dauert, bis angekrochen kommen oder gar ihr vermeintliches Recht auf Listung in der Suchmaschine einklagen wollen.

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