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Reform des Urheberrechts: EU einigt sich auf Leistungsschutzrecht für Presseverleger
REUTERS

Nachrichten-Suchmaschinen wie Google News sollen Presseverlagen in der EU in Zukunft Geld für das Anzeigen von Artikel-Ausschnitten zahlen. Die Einigung muss allerdings noch bestätigt werden.

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nospam 13.02.2019, 22:01
10. die ganze konservative Bewegung...

..., Parteien und Politik zeichnen sich eigentlich schon seit Jahrzehnten durch konzentrierte Dummheit aus. Weitblick, Visionen für die Zukunft, alles Fehlanzeige. Nur Politiker die ausschließlich an sich selbst und ihre Anschlußverwendung nach einem Amt denken. Egoisten, Realitätsverweigerer und rückwärts bewegtes NICHT handeln beherrscht seit Jahrzehnten die konservative Szene. Das es trotz allem immer noch mehr als genug konservative Wähler gibt, ist das eigentlich erschütternde.

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trex#1 13.02.2019, 22:03
11. Die haben den Knall noch nicht gehört

Wenn in Zukunft wenig auf die Angebote von Presseverlagen verlinkt wird, werden diese an Marktmacht verlieren. Gerne können sie sich auch ganz aus dem Internet verabschieden und ihre Angebote nur noch Abonnenten zugänglich machen. Tschüss!

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ctrader62 13.02.2019, 22:21
12. 1984 wird in 2019 endlich Wirklichkeit

Danke liebe EU, dass du alles für die Totalüberwachung durch Staat und Monopolisten getan hast. Die Lobby aus Industrie und Geheimdiensten hat gesiegt, die Grundlagen jeder Zensur unter dem Deckmantel des Urheberrechts, verwaltet durch private Unternehmen ohne richterliche Kontrolle, sind jetzt perfekt verankert. Das NetzDG hat dich inspiriert.
Dass die Bevölkerung sich von Adenauers und de Gaulles Friedenswerk abwendet, scheint niemanden deiner gut bezahlten Funktionäre zu interessieren. Auch der Hass, der jetzt gegen China geschürt wird wegen unbewiesener Spionage, ist kein Friedenswerk. Vielleicht aber ein willkommener Schutz für die rückständige eigene Telekom-Branche. Ich hatte eine junge Chinesin im Haus zum Schüleraustausch und wir werden den Kontakt weiter pflegen. Nein liebe EU, mich bringst du nicht dazu China zu hassen, trotz aller Propaganda. Liebe EU, auch die Italiener und Griechen und Ungaren werde ich, trotz deiner ständigen Schelte und trotz der angeblich ungemachten Hausaufgaben respektieren und ihnen nicht das Recht auf ihre Geschichte und Mentalität absprechen. Sie müssen auch nicht am deutschen Wesen genesen.
Liebe EU, du wirst mit allen Psychotricks versuchen, mit geschicktem Framing das dem Bürger als Errungenschaft zu verkaufen. Du machst es genauso erfolgreich wie die Kirche, nach Kommunion oder Konfirmation kommen die meisten nie mehr.
Und das bedeutet, dass die Völker wieder gegeneinander arbeiten und aufeinander losgehen. Der Brexit und der erbitterte Konflikt zwischen Italien und Frankreich sind ganz kleine Anzeichen des Sturms, der kommen wird.
Liebe EU, du warst vor 20 Jahren wirklich ziemlich alternativlos für mich. Ich habe dich geschätzt, auch weil ich so viel aus erster Hand über den Krieg erfahren habe. Heute bist du für mich und den inneren und äußeren Frieden eher eine Bedrohung und das ist eine ganz bittere und enttäuschende Erkenntnis, dass ich nur inständig hoffe, dass das alles nur ein Alptraum ist.

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draco2007 13.02.2019, 22:23
13.

Zitat von Solid
Dann wird es eben kein Google News mehr geben und damit auch weniger Fake News...
Google News kann gar nicht das Ziel von Artikel 11 sein.
Denn für Google News müssen sie sich als Verleger AKTIV anmelden. Da landen sie nicht einfach ohne weiteres zutun.

Bedeutet sie unterschreiben FREIWILLIG einen Vertrag, der besagt Google darf gewisse Textausschnitte anzeigen und verlinkt auf die Artikel. FREIWILLIG und UNENTGELTLICH.

Früher hieß das mal Win-Win...

Wie war das, als Google Bild komplett aus dem Index geworfen hat, brachen die Userzahlen um 40% ein. Nette Menge für KOSTENLOSE Werbung.

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LariFariMogelzahn 13.02.2019, 22:25
14. Nicht nur in Deutschland sind die Verleger blöd...

Das wird so laufen, wie es auch hier gelaufen ist: Google listet alle Webseiten aus, wenn keine kostenfreie Lizenz erteilt wird. Dann eilen die Nachrichtenseiten dienstbeflissen herbei und überreichen die kostenfreie Lizenz, so dass alles beim Alten bleibt (zumindest was Google angeht). Die Politiker aus CDU/CSU (und alle die mit ihnen abgestimmt haben) sind absolute Neuländer...

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Actionscript 13.02.2019, 22:26
15. Kommentare von Forumsteilnehmern....

...dürfen dann auch nicht mehr ohne Gebühr oder License in Podcasts vorgelesen werden oder irgendwo zitiert werden. Wo kann ich SPON die Rechnung hinschicken?

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mystyhax 13.02.2019, 22:32
16. Analog

Die Gesetzgebung muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Übertragen wir das mal in die analoge Welt. Der TG Telefonbuch Verlag (das Telefonbuch, das Örtliche) der einen Index führt und dies kostenlos den Haushalten zur Verfügung stellt müsste per Gesetz Firmen bezahlen die er indiziert. Ohne die Aggregatoren wie zb. Google würde ich manche Artikel und damit die Website des Verlages gar nicht besuchen. Wenn ich einen Artikel interessant finde dann klick ich drauf und lande auf der Seite des Verlages. Ohne diesen Apetizer würd ich die Seite wohlmöglich gar nicht besuchen. Analog zum Telefonbuch. Früher hat man aufgeschlagen im Örtlichen die Handwerkerbetriebe gesucht und angerufen. Wenn ich Google wäre würd ich in Europa keine Snippets mehr anbieten. Diese Gesetzte sind der endgültige Tod der Internetindustrie in Europa. Künftig können wir nach China und die USA schauen. #Neuland Wenn es nicht so traurig wäre. Wir haben hier mit digitalen Vollamateuren zu tun. Der Oettinger ist eine komplette Fehlbesetzung.

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schmuella 13.02.2019, 22:33
17. Html

Hypertext Markup Language - kurz HTML - ist die Auszeichnungssprache, aus der alle Webseiten gemacht sind und die Ursprünge des Internets mit begründen. Das markanteste Merkmal dieser Auszeichnungssprache ist die Eigenschaft, mittels Hyperlinks Sprungmarken auf andere Textstellen bzw. Webseiten zur Verfügung zu stellen.

Im wesentlichen macht Google genau das auf ihren Sucherergebnisseiten. Wenn das nun verboten wird, ist das Internet am Ende.

RIP

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wiseacre 13.02.2019, 22:36
18. Verlinkung

Google entscheidet, welche Seiten es verlinkt und wie weit oben die bei der Suche erscheinen. Wenn die Presserzeugnisse nur moch unter ferner liefrn zu finden sein werden und auf Artikel nur noch mit Stichworten hingewiesen wird, dürfte der Aufschrei der Verleger noch größer sein. Alles eine Frsgr des Algorithmus. Ich bezweifele, dass Google oder Bing per Gesetz verpflichtet werden können, welche Seiten sie anzeigen und an welcher Stelle. Aber wer hindert sie daran, eine eigene Suchmaschine ins Netz zu stellen? Und was die Upload Filter angeht: In Polen und Ungsrn wird man sie sicherlich sehr begrüßen. Und wie leicht sich solche Filter umgehen lassen, weiss man ja spätestens seit Kinox.to. Die technische Naivität unserer Politiker und Parlamentarier ist schon bemerkenswert.

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theos001 13.02.2019, 22:49
19.

Wenn das in Kraft tritt, muss man unserer Regierung schon irgendwie Respekt zollen. Entgegen dem Koalitionsvertrag (keine uploadfilter), entschieden sie sich den Lobbygruppen zu geben was diese wollen (wobei zuletzt sogar die Bertelsmann-Gruppe die reform abgelehnt hat) und um ihrer alternden (oder sollte ich sagen aussterbenden?) Wählergruppe nochmal entgegen zu kommen.
Dafür opfern unsere Regierungsparteien ihre mageren Wahlprozente, vergraulen die jüngeren Generationen und setzen ALLEN Startups, im wichtigen Wirtschaftszweig digitale Industrie, ein festes Existenzlimit. Kein Unternehmer der die Chance dazu hat, wird seine Firma den Risiken aussetzen die da auf ihn zukommen (" jünger als drei Jahre alt sind, einen Jahresumsatz von weniger als zehn Millionen Euro und unter fünf Millionen Nutzer im Monat haben") - vorher wird das Unternehmen eher in andere Länder abwandern....wenn denn überhaupt noch welche bei uns entstehen.
Noch ein Tipp, werte Regierung: JEDES Unternehmen das mit dem Internet und Nutzerinhalten arbeitet, hat potenziell Milliarden von Nutzern - denn jeder mit Internetzugang kann potenziell diesen Dienst benutzen.

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