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Reform des Urheberrechts: EU einigt sich auf Leistungsschutzrecht für Presseverleger
REUTERS

Nachrichten-Suchmaschinen wie Google News sollen Presseverlagen in der EU in Zukunft Geld für das Anzeigen von Artikel-Ausschnitten zahlen. Die Einigung muss allerdings noch bestätigt werden.

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oldman2016 13.02.2019, 22:56
20. Geld regiert die Welt

So ist das eben, Geld regiert die Welt. Die Medien werden bei einigen Artikeln die Leser , die bisher über Suchmaschinen einen interessanten Artikel überhaupt erst gefunden und gelesen worden sind,dann verlieren und auch die schöne Werbung neben dem Artikel nicht sehen. Die Frage wird ja sein, wie Google reagiert. Denkbar ist ja, dass Google einen eigenen überparteilichten und nicht von Lobbyisten kontrollierten eigenen Nachrichtendienst aufbaut. Also mit eigenen Redaktionen, Journalisten und Reportern.

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biesi61 13.02.2019, 23:24
21. So ein Unsinn!

Die Verlags-Lobbyisten, die diesen Quatsch verzapft haben, werden achtkantig rausfliegen, wenn ihre Auftraggeber mangels Anwesenheit in den Suchmaschinen, Nachrichtenübersichten usw. im Netz noch sehr viel weniger Traffic bekommen. Und die Politiker wollen mit aller Macht die Internetindustrie in der EU tot bekommen

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egojen 13.02.2019, 23:24
22. Zeitungen haben es nicht verstanden...

Klar, jeder möchte mehr Geld. Besonders Zeitungsverlage. Aber eigentlich sind die kurzen Textausschnitte, die Google News bringt, nichts anderes als Gratiswerbung für die entsprechenden Medien. Wer mehr als nur ein paar Zeilen lesen will, wird mit einem Klick auf die entsprechende Seite der Zeitungen geleitet. Darüber sollten sich die Zeitungsverlage eigentlich freuen.

Besonders dreist: Da auf Google News meist aktuelle Meldungen stehen, handelt es sich bei den meisten Texten eh nur um Einheitsmeldungen, die auf den gängigen Websites identisch wiedergegeben werden. Irgendwelche journalistische Originalität ist da keinesfalls auch nur annähernd berührt.

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Sucher der Wahrheit 13.02.2019, 23:45
23. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht

denn erstens bietet gerade das Internet jede Menge Möglichkeiten, sich zu informieren. Online-Auftritte von Verlagen kann man selbst aufsuchen, auch ohne Google und co.
Zweitens, werden die Verlage einen Teufel tun und sich selbst von der Werbequelle Google und co. rauskicken.
Die vielen Youtuber werden schon Wege finden, ihren Content Urheberrechtskonform an den Menschen zu bringen.
Und dann hat jeder, die Möglichkeit, bei der nächsten Wahl sein Kreuzchen dort zu machen, wo er glaubt, dass es besser wäre. So lange aber die Mehrheit der europäischen Bevölkerung dies so will, müssen die anderen das eben akzeptieren, nennt sich Demokratie... nur Narren tun immer das Gleiche und glauben, dass sich dadurch etwas ändert. Und dabei gibt es so viele Alternativen... und damit meine ich nicht diesen skurrilen blauen Verein, dessen Programm nur den Abklatsch der Mainstreamparteien mit ein wenig brauner Farbe kaschiert.

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foobar99 13.02.2019, 23:52
24. Immer den richtigen Schuldigen suchen

Zitat von Thorkh@n
... hat sich die EU als politische und gesetzgeberische Institution für mich endgültig disqualifiziert.
Die EU ist doch nicht das Problem, sondern die gewählten Vertreter. Ganz voran "unser" Herr Voss von "unserer" CDU.

Da Deutschland hier treibende Kraft ist, hätten wir den Salat offensichtlich auch ohne EU.

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tecmic 13.02.2019, 23:52
25. Ein Horseman der Apokalypse wackelt im Sattel.

Google ist nicht die Bibel und schon gar keine Enzyklopädie. Das schlimme ist, daß in dubio so viele pro Google denken, obwohl intellektuell oder rationell entscheidende Kriterien sowie jeglicher Anspruch außerhalb des Geldes schlicht nicht existieren, außer es wird gesetzlich vorgeschrieben.
Für alle die immer noch glauben, es wäre egal, ob Google die eigenen Daten sammelt: sobald ich irgendein Medium verwende, nimmt der Konzern Einfluss und niemand ist dagegen auf Dauer immun.
Daher muss die EU gerade solche Instrumentarien nutzen, das ist schon lange überfällig und google ist nicht der einzige Informationsweg.

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Nachteuie 14.02.2019, 01:04
26. Wird man doch wohl endlich schaffen......

Mit dieser "Reform" wird man es doch wohl endlich schaffen, dieses "elende Selbermach-Internet" mit seinem gratis und un-beeinflussten "User-generated-Content" tot zu kriegen! Irgendwie muss doch "Otto-Normal-User" wieder zum brav-bezahlenden (und bitte stillem!) Konsumenten (und somit Dauerkunden) der europäischen Medienkonzerne werden! Und Dank eifriger Tätigkeit der wohl-finanzierten Lobbyisten dieser Medienkonzerne hat man ja jetzt bei der EU (unter maßgeblichem Einfluss der deutschen Regierung) auch ein entsprechenden Gesetzentwurf zurechtgebastelt und durchgesetzt. Die Reform zielt offiziell natürlich NUR auf die bösen "Internetkaraken" wie Google und Co. - aber genau diese Großkonzerne haben genug Geld und Macht um sich über ihre großen Rechtsabteilungen und ihre Marktmacht Nutzungslizenzen zu erhandeln/erstreiten oder notfalls auch gegen ein paar Cent zu erkaufen. Für den kleinen You-Tube-Filmer der Life-Hacks oder Filme über sein Hobby, seinen Verein, seine Schule etc. erstellt sieht das schon ganz anders aus: Habe ich eine Lizenz für die Musik, sind irgendwelche Produkte im Bild - wenn ja, habe ich eine Lizenz die zu zeigen, habe ich eine Zustimmung zur Abbildung von ALLEN im Clip zu sehenden Personen, eine Zustimmung von allen Besitzern eventuell zu sehender Immobilien..... Kurz: Das können (und wollen) sich wohl all die kleinen "Selber-Macher" nicht antun - und damit wird das Internet einen Riesen-Schritt vom "Mit-mach-Medieum" hin in Richtung "Just-an-other-kind-of-TV" machen.....

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IanCormac 14.02.2019, 01:21
27. Auch ihr.

Lieber Spiegel, auch ihr seid betroffen. Selbst wenn die Nutzerzahlen nicht ausreichen sollten, ist spiegel.de älter als 3 Jahre und somit Upload-Filter-pflichtig.

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jolux 14.02.2019, 01:39
28. Wählen gehen!

Man sollte die korrupten Verursacher ruhig beim Namen nennen.

Bedankt euch bei der CDU und CSU, allen voran Axel Voss von der CDU, die mit Verlagslobbyisten (angeführt von Axel-Springer-Lobbyisten etc) alles durchgeboxt haben. Ihr habt sie gewählt.

„Es ist die Geschichte, wie sich die deutschen CDU- und CSU-Abgeordneten im Europaparlament zum politischen Arm von Axel Springer haben machen lassen“, schrieb Sascha Lobo hier in seiner Kolumne.

Das Problem ist nicht „die EU“, sondern Lobby-gesteuerte Politiker BESTIMMTER PARTEIEN, allen voran die CDU/CSU, die die Fraktion der christdemokratisch-konservativen EVP im Europaparlament dominiert.

Da hilft kein unpolitisches Jammern und abstraktes Meckern auf „die EU“. Sondern schreibt eure Abgeordneten an, was ihr davon haltet und von ihnen erwartet. Und geht WÄHLEN!

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urmedanwalt 14.02.2019, 02:12
29. Wie blöd kann man sein?

In vorderster Front hat der Springer Verlach Druck gemacht auf die europäischen Institutionen. Springer baut derzeit neu und braucht Geld, das man wegen des wegbrechenden Printgeschäfts anderweitig holen möchte. Ob das aber eine schlaue Idee ist, gerade von einer Suchmaschine Geld zu verlangen, mit der die Inhalte gefunden werden, ist zweifelhaft. Darunter leiden werden nur die Kleinen, trotz der Ausnahmeregelung. Das als Leistungsschutzrecht schön nett bezeichnete Verbot ist der Anfang vom Ende eines freien Internet, ebenso wie die unsinnigen uploadfilter. Wie gesagt: wie blöd kann man sein, um so was für effektiv zu halten?

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