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Regeln für Pseudo-Gratisspiele: Die Möwe darf nicht hungern!
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Wie dürfen vermeintlich kostenlose Smartphone-Spiele Kinder zum bezahlen drängen? Apple hat wegen umstrittener In-App-Käufe in den USA bereits Millionen zurückgezahlt. Britische Verbraucherschützer formulieren klare Regeln für das boomende, unübersichtliche Geschäft.

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bulettenbert 03.02.2014, 13:22
1. Deaktivieren

Verstehe diese ganze Aufregung nicht. Es ist doch in den Einstellungen bei iPhone und iPad problemlos möglich, In-App-Käufe zu deaktivieren! Wer Kinder hat und es nicht schafft, diese Option zu deaktivieren, sollte weder Smartphone noch Kinder haben...

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seduro34 03.02.2014, 13:56
2. optional

Es ist richtig, das es aufwändige Spiele gibt, deren Preis gerechtfertigt ist. Daneben gibt es Spiele, die so grottenschlecht sind, das man dafür kein Geld ausgeben sollte. Da beide Sorten Spiele praktisch nebeneinander in den Store angeboten werden, ist der Verbraucher natürlich verunsichert und probiert erstmal das kostenlose Spiel aus.
Ich wäre bei guten Spielen für eine Probephase, wie z.B. bei Computersoftware. Dann kann man sich entscheiden. Diese Unsitte, Spiele "kostenlos" anzubieten und dann im Spiel abzukassieren muss transparent gemacht werden.
Ansonsten gibt es für das Smartphone auch noch die Fremdanbietersperre (eigentlich mal gedacht für Klingeltonanbieter - funktioniert aber auch bei Spielen) und sonst eine Bezahlung auf Guthabenbasis. Und natürlich die Deaktivierung der In-App-Käufe.

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tropfstein 03.02.2014, 13:59
3. Das weiß nicht jeder!

"problemlos möglich, In-App-Käufe zu deaktivieren!" - zumindest ich (hoffentlich kein Trottel, Abitur, Studium, iPhone-Besitzer aber iPhone-Gelegenheitsnutzer, kein Nerd) wusste das nicht. Solchen wie mir (ich glaube ich bin nicht allein) sollte geholfen werden.

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humpensack 03.02.2014, 14:10
4. ...

Warum deaktivieren die Apple Programmierer bei bekannten Problemen und massenhaften Klagen nicht diese Funktionen per Standard? Naja Hauptsache Apfel....

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wandfarbe 03.02.2014, 14:20
5.

Ich habe schlicht bei Google (da Android-Gerät) keine Zahlungsdaten hinterlegt. Der Download kostenpflichtiger Inhalte ist damit per se nicht möglich.

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CobCom 03.02.2014, 14:47
6.

Zitat von wandfarbe
Ich habe schlicht bei Google (da Android-Gerät) keine Zahlungsdaten hinterlegt. Der Download kostenpflichtiger Inhalte ist damit per se nicht möglich.
Macht auf Kinderphones Sinn... nur dumm, wenn man die eine oder andere App tatsächlich kaufen will. Es gibt ja durchaus sinnvolle (ohne meinen Visitenkartenscanner wären neue Kontakte z.B. erheblich unbequemer).
Aber da bietet es sich einfach an, die PW-Abfrage vor jedem Kauf zu aktivieren. Fertig.

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humpensack 03.02.2014, 15:03
7. ...

Zitat von CobCom
Macht auf Kinderphones Sinn... nur dumm, wenn man die eine oder andere App tatsächlich kaufen will. Es gibt ja durchaus sinnvolle (ohne meinen Visitenkartenscanner wären neue Kontakte z.B. erheblich unbequemer). Aber da bietet es sich einfach an, die PW-Abfrage vor jedem Kauf zu aktivieren. Fertig.
Oder man spart sich die ganze Appserei und tippt einfach ein. Viele mögens kaum glauben, aber man kann die Mobiltelefone tatsächlich nur zum Telefonieren nutzen und hat trotzdem die gleiche Lebensqualität. Sich hinterher über ein leeres Konto, NSA und Co wundern...

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diavid 03.02.2014, 17:17
8.

Ich stell mir immer vor wie diese "Entwickler", irgendwelche Wirtschaftsmenschen ohne Ahnung vom Fach, sich in einem dunklen, verqualmten Keller treffen und sich fragen, wie man wohl am besten Geld verdienen kann:
"Ommas und Oppas auf einer Kaffeefahrt Zauber-Matratzen verkaufen?" - "Nee, das hat sich schon rumgesprochen..." - "Hmm, wie wärs dann mit diesen Computa-Apple-Handy-Tablett-Spielen?" - "Hey, super Idee!"
Es geht bei denen nicht darum ein gutes Produkt abzuliefern oder eine tolle Geschichte mit ihren Spielen zu erzählen, sondern die Spiele existieren nur allein des Geldes wegen.

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Loosa 03.02.2014, 20:33
9.

Bei den Rückzahlungen in den USA ging es auch um Fälle in denen vor den In-App-Käufen zwar ein Passwort verlangt wurde, den Eltern aber nicht klar war, dass der Store danach noch eine Zeitlang offen steht. In einem Fall schaffte es ein Mädchen in diesen 15 Minuten über $2.500 auszugeben.

Ich kann nur hoffen, dass sich diese UK-Richtlinie auch in der restlichen EU verbreitet und damit gewisse Mindeststandards gesetzt werden. In-App-Käufe sind nicht per se schlecht aber es wird höchste Zeit, dass sie klar geregelt werden.


@seduro34: wobei man Demoversionen für PC-Spiele mittlerweile auch mit der Lupe suchen muss. Standard sind die schon lange nicht mehr.

Zitat von diavid
Es geht bei denen nicht darum ein gutes Produkt abzuliefern oder eine tolle Geschichte mit ihren Spielen zu erzählen, sondern die Spiele existieren nur allein des Geldes wegen.
Äh, im Endeffekt gilt das für alle Spiele. Mal mit Ausnahme von Fan-Projekten und ähnlichem. Da steckt sicher auch eine Menge Enthusiasmus dahinter, aber Sinn und Zweck ist es mit dem erzeugten Produkt seine Rechnungen zahlen zu können.
Und wenn (größere) Publisher dahinterstehen dann muss leider auch die Rendite und Planungssicherheit stimmen.

Das Free-to-play-Prinzip hat sich sehr langsam und über viele Jahre weg entwickelt, war schon lange Zeit in Asien sehr verbreitet, bis es über MMOs nun so langsam im Massenmarkt für Handys (und normalen Computerspielen) landete.

Ich zahle im Zweifelsfall auch lieber den Vollpreis und bekomme ein komplettes Spiel, aber leider ist es nunmal so, dass man mit diesen vielen Kleinstpreisen mittlerweile mehr Umsatz macht als mit dem herkömmlichen Verkaufsprinzip. So lange dem so ist wird es dieses Spielprinzip auch weiter geben.
Nicht weil sich das irgendwer im Hinterzimmer so ausgedacht und beschlossen hat, sondern weil es eben funktioniert, also bei den Kunden ankommt und dem Erzeuger sichere Umsätze generiert.

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