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Russische Agenten in den USA: Die Spitzel-Stümper

Sie verschlüsselten Funkübertragungen, verstecken Botschaften in Bildern: Die nun gefassten russischen Spione in New York bedienten sich etlicher Hightech-Werkzeuge, um ihre Erkenntnisse zu übermitteln. Am Ende wurden ihnen zu viel Selbstvertrauen und ein dahingekritzeltes Passwort zum Verhängnis.

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ted211 29.06.2010, 13:26
1. Heimliche Hausdurchsuchung

Ich habe immer gehört, konspirative Hausdurchsuchungen gab es nur bei der Stasi. Stimmt das etwa nicht?

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citizengun 29.06.2010, 13:28
2. -

Die gesamte Vorgehensweise war dilettantisch. Konventionelle Funktechnik im Verbund mit Mac-Adressen, die sich nicht ändern, ist idiotisch. Der Rest ist bemitleidenswert aber typisch für Menschen, die sich mit Datensicherheit nicht oder nur am Rande auskennen.

Man hätte Richtfunk und/oder unidirektionale Bursts ohne direkte Rückbestätigung verwenden müssen, die im normalen Protokollablauf untergehen. Die sind bestimmt aufgrund der Mac aufgeflogen, die auch von Telefonkonzernen registriert wird.

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o.o 29.06.2010, 13:33
3. aha

Zitat von ted211
Ich habe immer gehört, konspirative Hausdurchsuchungen gab es nur bei der Stasi. Stimmt das etwa nicht?
Was ist das für eine blöde Fragestellung?
Bei konspirativen Wohnungen, also der von Spionen oder Terroristen ist selbstverständlich auch heimliches Mithören erlaubt.
Es sit außerdem ein Unterschied ob man gezielt Personen überwacht oder generell die gesamte Bevölkerung.

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McSteph 29.06.2010, 14:01
4. Dilettantisch

Zitat von citizengun
Die gesamte Vorgehensweise war dilettantisch. Konventionelle Funktechnik im Verbund mit Mac-Adressen, die sich nicht ändern, ist idiotisch. Der Rest ist bemitleidenswert aber typisch für Menschen, die sich mit Datensicherheit nicht oder nur am Rande auskennen. Man hätte Richtfunk und/oder unidirektionale Bursts ohne direkte Rückbestätigung verwenden müssen, die im normalen Protokollablauf untergehen. Die sind bestimmt aufgrund der Mac aufgeflogen, die auch von Telefonkonzernen registriert wird.
Wenn ich den Artikel richtig gelesen habe, agierten diese Leute bereits seit Beginn der 90er Jahre. Es hat also rund 20 Jahre gedauert, bis sie entdeckt und überführt werden konnten. Das nenne ich von Seiten des ermittelnden Geheimdienstes bemitleidenswert und dilettantisch. Was mich auch wundert, ist, dass sie keine Verschlüsselung oder wechselnde MACs für ihre Kommunikation benutzt haben.

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kuriosos 29.06.2010, 14:07
5. aua

also mal davon ab das der spiegel stellvertretend für die gesamt-presse kleinigkeiten befördert von denen jeder staatsschützer wahrscheinlich dankbar wäre wenn sie nicht derartig breitgetreten würde, ist die methode der "spione", mehr als nur gewitzt. zwar lässt sich da einiges verbessern, aber das wird dann ja irgendein trüppchen perfektionieren.

und äh @citizengun: mir schwant sie haben selber nicht so viele einsichten. denn adhoc netzwerke funktionieren nicht nur in spiegelartikeln wie funkgeräte, also ohne telecom carrier oder andere zwischeninfrastruktur, sondern auch in echt. richtfunk ist glaube ich im coffeeshop auch nicht so unauffällig wie sie vllt glauben und die änderung der mac ist eigentlich in so einem system auch nicht zwingend notwendig, da sie auf niemandes radar auftauchen.
und wenn doch dann nützen ihnen die von ihnen beschriebenen methoden auch nicht viel. allerdings stellt sich schon die frage warum die nicht einfach truecrypt nutzen, da scheitert offensichtlich auch das fbi dran.

alles in allem sehr effizient was die spurenvermeidung und vorratsdatenspeicherungsumgehung (geiles wort) anbelangt!

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redtokiller 29.06.2010, 14:08
6. Auch in Deutschland sind genug Russische Spitzel unterwegs

Die Amis nehmen die Russischen Spitzel wenigstens fest, während sie in Deutschland seit der Schröder-Fischer-Regierung hier freie Hand haben und dem Visa-Aussteller Steinmeier
Zitat von Verfassungsschutzbericht
Hauptträger der Spionageaktivitäten in Deutschland sind derzeit die Russische Föderation und die Volksrepublik China. Darüber hinaus sind Länder des Nahen, Mittleren und Fernen Ostens sowie Nordafrikas zu nennen.
Zitat von Verfassungsschutzbericht
Die russischen Nachrichtendienste sind ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsstruktur des Landes. Sie sind für die russische Staatsführung unverzichtbare und loyale Hilfsorgane zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit und zur Vorbereitung und Unterstützung der Regierungspolitik im In- und Ausland. Dazu zählt auch die Förderung russischer Interessen auf dem Energiesektor, um die Auswirkungen des Preisverfalls für fossile Energieträger infolge der globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise zu überwinden.
Zitat von Focus 14/2000
KGB-Führungsoffizier Wladimir Putin köpft eine Flasche Sekt und verdonnert seinen neuen Agenten – Deckname Klaus Zaunick – zur absoluten Verschwiegenheit. Andernfalls, der smarte Russe lächelt nicht mehr, drohten schlimmste Strafen. Ein fester Händedruck besiegelt den Pakt. Putin nennt seinem Spion einige ostdeutsche Führungsagenten und erteilt dann diesen Auftrag: Zuchold, inzwischen in der Hotelbranche tätig, soll sich zunächst als „Schläfer“ ganz ruhig verhalten und später möglichst erpresserisches Material über Politiker, Wissenschaftler und Kaufleute liefern.

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Haio Forler 29.06.2010, 14:09
7. .

Zitat von citizengun
Die gesamte Vorgehensweise war dilettantisch. Konventionelle Funktechnik im Verbund mit Mac-Adressen, die sich nicht ändern, ist idiotisch. Der Rest ist bemitleidenswert aber typisch für Menschen, die sich mit Datensicherheit nicht oder nur am Rande auskennen. Man hätte Richtfunk und/oder unidirektionale Bursts ohne direkte Rückbestätigung verwenden müssen, die im normalen Protokollablauf untergehen. Die sind bestimmt aufgrund der Mac aufgeflogen, die auch von Telefonkonzernen registriert wird.
Auch hübsch war, mit Steganos (oder was auch immer) zu verschlüsseln und den Code auf Zetteln zu hinterlassen. Köstlich.

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collapsar 29.06.2010, 14:14
8. Pervertiertes Grundrecht

Zitat von o.o
Was ist das für eine blöde Fragestellung? Bei konspirativen Wohnungen, also der von Spionen oder Terroristen ist selbstverständlich auch heimliches Mithören erlaubt.
Ob das erlaubt sein soll oder nicht ist im Gegenteil keine Frage von Selbstverständlichkeiten. Da die verdeckten Operationen üblicherweise erst das Beweismaterial liefern, um die Beschatteten als Terroristen oder Spione zu überführen, handelt es sich trotz Richtervorbehalt und notwendigem Anfangsverdacht um ein fragwürdiges Instrument , das - da zunehmend allgemein einsetzbar - effektiv Bürgerrechte aushebelt.

Zitat von o.o
Es sit außerdem ein Unterschied ob man gezielt Personen überwacht oder generell die gesamte Bevölkerung.
Das Vorgehen muß man wohl nicht gleich mit dem flächendeckenden Ausspionieren der Bevölkerung in Verbindung bringen. Mit freiheitlichen Grundrechten hat es allerdings nichts mehr zu tun, besitzt ein gehöriges Mißbrauchpotential und der Unterschied zwischen der Überwachung Einzelner und signifikanter Teile der Bevölkerung ist viel kleiner als die Apologeten von Sicherheitsinfrastruktur glauben machen wollen.

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Erik Mattutat 29.06.2010, 14:16
9. Stasi

Zitat von ted211
Ich habe immer gehört, konspirative Hausdurchsuchungen gab es nur bei der Stasi. Stimmt das etwa nicht?
Ich erkläre es Ihnen gerne: Auch westliche Geheimdienste operieren gelegentlich außerhalb des Rechts. Sie machen aber keine konspirativen Hausdruchsuchungen bei Bürgern des eigenen Landes, die einfach nur auswandern wollen oder freie Wahlen fordern.

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