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Russische Hackerangriffe: Die Zeit der Unschuld ist vorbei
HANDOUT/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Lange traute sich kaum eine Regierung, Geheimdienste direkt für Hacks und Desinformation verantwortlich zu machen. Jetzt hat auch die Bundesregierung erstmals Russland beschuldigt - die Folgen könnten dramatisch sein.

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Martin Winter 08.10.2018, 07:17
1. Es ist Zeit das Europa ihre Naivität ablegt

Putin ist ein ehemaliger KGB-ler, der sein Militär spezifisch so ausrichtet um der Nato und den USA Paroli zu bieten können.
Weiter ist er ein Kriegstreiber für den der kalte Krieg noch nicht zu Ende ist.
Europa und die USA haben es mit dem Fokus auf Terrorismus total verpennt mit zu bekommen wie gefährlich Russland mit Putin ist.

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Trollpatsch 08.10.2018, 08:46
2. Hacker? Verharmloser und Jubelperser-Trollarmeen. Brainwash.

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Der Mensch ist nicht dazu gemacht, mit absurd übersteigerten, entsetzlichen Wahrheiten umzugehen. Deshalb geraten NSA und Klimawandel, Snowden, Erdogan. Putin, Krim, Trump, Seehofer, das bayrische Polizeiaufgabengesetz und Glyphosat immer wieder in Vergessenheit, lokal sozusagen, bis zum nächsten Aufschrei, bis zur nächsten Schreckensmeldung. Kopf aus dem Sand, kurz umsehen, Aufschrei, Entsetzen, HASS! HASS! und pfump! wieder rein in den Sand. Natürlich ist das auch ein Ergebnis der massenhaften Manipulation. Ohne diese Gehirnwäsche - und das ist mit Sicherheit das größte Übel, es geht ja schon lange nicht mehr um illegale Informationsbeschaffung, insofern ist das Wort Hacker ein verharmlosender Euphemismus - gäbe es heute weder die AfD noch Trump. Das wirklich Schlimme daran ist, dass diese Menschen für sehr lange Zeit, wahrscheinlich für immer - verloren sind. Wer einmal Trump oder AfD gewählt hat, ist für Vernunft nie mehr zugänglich, lebenslänglich. Bewusste Verdummung, skrupellose Zerstörung, die Unterhöhlung von Rechtsstaat und Demkratie, die ungehemmte Verbreitung von FUD: Fear, Uncertainty, Doubt. Das ist, war und bleibt immer Putins Geschäft.

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k.hohl 08.10.2018, 08:47
3.

Noch Anfang letzten Jahres (5. Februar 2017) bestätigte der BND, es gäb keine Beweise.
Wer selbst Server betreibt, weiß wie schnell und wie oft Angriffe geschehen. Regelmäßig.
Das Problem dabei: Das Ursprungsland. Es liegt zwar im Osten, seine Erwähnung* führt aber zu eindeutigen Reaktionen. Hate-Speech.
Schließlich möchte man dieses Land in NATO und EU aufnehmen.
* So geschehen bei heise.de.
Und auch hier wird die bloße Andeutung ausreichen.

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magier 08.10.2018, 09:26
4.

Es wird so getan, als wäre es etwas ganz Neues, dass Staaten sich gegenseitig ausspionieren. Das gibt es, solange Staaten miteinander konkurrieren. Heute geschieht das natürlich mit anderen Technologien als im Mittelalter. Man hat aber den Eindruck, das Thema solle nun hochgejubelt werden, um es zu instrumentalisieren für andere eigentliche Ziele. Nicht zufällig wurde der länger zurückliegende Vorfall aus den Niederlanden kurz vor einer wichtigen NATO-Tagung mit viel Getöse in die Medien gebracht. Auch im Artikel ist von einer erforderlichen Reaktion der NATO und von Sanktionen die Rede. Darum geht es offensichtlich. Man bekommt den Eindruck, dass eigentlich nur die Russen hacken. Es sei daran erinnert, dass die US-Geheimdienste sogar das Handy unserer Kanzlerin gehackt haben und nicht nur das. Auch unsere Firmen wurden ausspioniert. Die Sanktionen, die daraufhin gegen die USA verhängt wurden, waren beeindruckend ;-). Im übrigen kommen viele Hacker aus der Ukraine. Aber das passt nicht ins Feindbild.

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ilja.albrecht 08.10.2018, 09:37
5. Gibt es da...

Zitat von k.hohl
Noch Anfang letzten Jahres (5. Februar 2017) bestätigte der BND, es gäb keine Beweise. Wer selbst Server betreibt, weiß wie schnell und wie oft Angriffe geschehen. Regelmäßig. Das Problem dabei: Das Ursprungsland. Es liegt zwar im Osten, seine Erwähnung* führt aber zu eindeutigen Reaktionen. Hate-Speech. Schließlich möchte man dieses Land in NATO und EU aufnehmen. * So geschehen bei heise.de. Und auch hier wird die bloße Andeutung ausreichen.
...einen Link dazu?

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andraschek 08.10.2018, 09:41
6. Zustimmung! Aber nicht zu 100%

Zitat von Trollpatsch
Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Der Mensch ist nicht dazu gemacht, mit absurd übersteigerten, entsetzlichen Wahrheiten umzugehen. Deshalb geraten NSA und Klimawandel, Snowden, Erdogan. Putin, Krim, Trump, Seehofer, das bayrische Polizeiaufgabengesetz und Glyphosat immer wieder in Vergessenheit, lokal sozusagen, bis zum nächsten Aufschrei, bis zur nächsten Schreckensmeldung. Kopf aus dem Sand, kurz umsehen, Aufschrei, Entsetzen, HASS! HASS! und pfump! wieder rein in den Sand. Natürlich ist das auch ein Ergebnis der massenhaften Manipulation. Ohne diese Gehirnwäsche - und das ist mit Sicherheit das größte Übel, es geht ja schon lange nicht mehr um illegale Informationsbeschaffung, insofern ist das Wort Hacker ein verharmlosender Euphemismus - gäbe es heute weder die AfD noch Trump. Das wirklich Schlimme daran ist, dass diese Menschen für sehr lange Zeit, wahrscheinlich für immer - verloren sind. Wer einmal Trump oder AfD gewählt hat, ist für Vernunft nie mehr zugänglich, lebenslänglich. Bewusste Verdummung, skrupellose Zerstörung, die Unterhöhlung von Rechtsstaat und Demkratie, die ungehemmte Verbreitung von FUD: Fear, Uncertainty, Doubt. Das ist, war und bleibt immer Putins Geschäft.
Welches gute Image (und vor allen Dingen wessen) will Putin denn zerstören oder beschädigen? Das Problem ist doch das wir von allen belogen werden. Leider trifft die von Ihnen zu recht beklagte Situation ja auch auf unsere Demokratien zu.

Zum Artikel möchte ich noch anmerken, dass es mich nicht im geringsten überrascht zu erfahren das der russische Geheimdinst aktiv ist und uns ausspieoniert wo er nur kann und noch so einiges mehr macht. Das Gegenteil hätte mich wirklich überrascht. Wirklich nicht lustig finde ich jedoch das uns unsere so genannten Freunde ebenfalls bespitzeln und auch gar keinen Hehl daraus machen dies auch weiterhin zu tun gedenken. Noch schlimmer: unser eigener Geheimdienst hilft ihnen dabei. Aber auch wir bespitzeln unsere sogenannten Freunde. Was bitte soll man von Staaten bzw. deren Regierungen halten die so etwas machen?

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bert1966 08.10.2018, 11:16
7.

Zitat von andraschek
Welches gute Image (und vor allen Dingen wessen) will Putin denn zerstören oder beschädigen? Das Problem ist doch das wir von allen belogen werden. Leider trifft die von Ihnen zu recht beklagte Situation ja auch auf unsere Demokratien zu. Zum Artikel möchte ich noch anmerken, dass es mich nicht im geringsten überrascht zu erfahren das der russische Geheimdinst aktiv ist und uns ausspieoniert wo er nur kann und noch so einiges mehr macht. Das Gegenteil hätte mich wirklich überrascht. Wirklich nicht lustig finde ich jedoch das uns unsere so genannten Freunde ebenfalls bespitzeln und auch gar keinen Hehl daraus machen dies auch weiterhin zu tun gedenken. Noch schlimmer: unser eigener Geheimdienst hilft ihnen dabei. Aber auch wir bespitzeln unsere sogenannten Freunde. Was bitte soll man von Staaten bzw. deren Regierungen halten die so etwas machen?
Das Problem ist nicht, dass wir von allen belogen werden. Erstens stimmt die apodiktische Aussage "von allen" nicht, das klingt mir zu sehr nach "Lügenpresse". Zweitens gab es immer schon Lügen und Vertuschungsversuche auch ohne Internet, das z. B. zu Watergate-Zeiten noch gar nicht existierte.

Das Problem ist, dass wir uns damit abfinden, belogen zu werden, glauben, dagegen könne man "eben nichts tun".

Das Internet ist ein unsicherer öffentlicher Raum und wir täten gut daran, ihn auch so zu behandeln. Wenn wir z. B. Mikrofone und Kameras in unseren Geräten gestatten und sogar als grandiose technische Entwicklung und Konfortgewinn begrüßen, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir darüber auch abgehört werden können. Was war so falsch daran, das Licht nicht per voice-command, sondern mit einem altmodischen analogen Schalter zu bedienen?

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kuac 08.10.2018, 11:17
8.

Zitat von magier
Es wird so getan, als wäre es etwas ganz Neues, dass Staaten sich gegenseitig ausspionieren. Das gibt es, solange Staaten miteinander konkurrieren. ............. Im übrigen kommen viele Hacker aus der Ukraine. Aber das passt nicht ins Feindbild.
Es geht nicht um ausspionieren (das gab es schon immer), sondern um gezielte Plazierung massenhafter Falschinformationen um die Bürger gegen eigene Regierung zu mobilisieren und dadurch zu destabilisierung. Die Russischen Trolle werden nie ein Wort gegen die AfD verlieren, aber täglich posaunen sie in allen freien Deutschen Medien gegen die EU und die Deutsche Regierung. Nachteil der Pressefreiheit!
Welche Interesse sollten die Ukrainischen Hacker haben, DE zu schaden? Ukraine braucht die DE Unterstützung gegen Russland.

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Beat Adler 08.10.2018, 11:20
9. Spionage? Das zweitaelteste Gewerbe der Welt;-)

Zitat von magier
Es wird so getan, als wäre es etwas ganz Neues, dass Staaten sich gegenseitig ausspionieren. Das gibt es, solange Staaten miteinander konkurrieren. Heute geschieht das natürlich mit anderen Technologien als im Mittelalter. Man hat aber den Eindruck, das Thema solle nun hochgejubelt werden, um es zu instrumentalisieren für andere eigentliche Ziele. Nicht zufällig wurde der länger zurückliegende Vorfall aus den Niederlanden kurz vor einer wichtigen NATO-Tagung mit viel Getöse in die Medien gebracht. Auch im Artikel ist von einer erforderlichen Reaktion der NATO und von Sanktionen die Rede. Darum geht es offensichtlich. Man bekommt den Eindruck, dass eigentlich nur die Russen hacken. Es sei daran erinnert, dass die US-Geheimdienste sogar das Handy unserer Kanzlerin gehackt haben und nicht nur das. Auch unsere Firmen wurden ausspioniert. Die Sanktionen, die daraufhin gegen die USA verhängt wurden, waren beeindruckend ;-). Im übrigen kommen viele Hacker aus der Ukraine. Aber das passt nicht ins Feindbild.
Spionage? Das zweitaelteste Gewerbe der Welt;-)

Um das geht es aber in diesem Fall gar nicht.

Wenn Soldaten ein Verkehrsflugzeug aus Versehen abschiessen, dann muss die Regierung dazu stehen, sich entschuldigen und die Hinterbliebenen entschaedigen, nicht Spione losschicken, um in Malaysia und in Den Haag die Computer der Untersuchungsbehoeden zu hacken.

Wer Moerder mit einem chemischen Kampfstoff losschickt, um Verraeter zu ermorden, dann die Hacker versuchen in Spiez in die Computer des Schweizer Labors fuer die Abwehr von ABC Waffen einzudringen, weil sich dort auch Proben des Kampfstoffes befinden, spioniert nicht. Das sind Verbrechen. Das ist keine Spionage!

Der Hackerangriff in Spiez wurde abgewehrt und die Zusammenarbeit der Schweizer mit ihren Freunden mobilisiert, darunter die Niederlaender und die Briten und schon tappen die Hacker, NICHT Spione, in die Falle.
mfG Beat

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