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Schadensersatzprozess: Gericht weist erneut Gema-Klage gegen YouTube ab
DPA

Im Streit um die Urheberrechte von Musikvideos kassiert die Gema wieder eine Schlappe, diesmal vor dem Oberlandesgericht München. Viele Videos auf YouTube bleiben damit für deutsche Nutzer nicht verfügbar.

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madtv 28.01.2016, 19:45
60.

Zitat von benmartin70
Das die Sperrtafeln von der Gema nicht gewünscht sind ist ja klar, aber dass Youtube willkürlich Beiträge sperrt hätte ich gerne belegt, glaube ich nicht. Und die Leute hier als Clowns zu bezeichnen ist natürlich eine gute Diskussionsgrundlage und schafft Vertrauen in das geschriebene.
Also wenn jemand ohne die geringste Ahnung meint mit witzlosen Wortspilen oder 8 Zeilen Hass auftrumpfen zu müssen, darf man ihn einen Clown nennen, vielleicht auch nicht, ich tu es aber.
Zum Thema:
Bis 2009 gab es einen Vertrag zwischen Youtube und der Gema, und plötzlich glaubt Youtube nicht mehr bezahlen zu müssen, zu den Sperrtafeln, es ist weder gefordert noch juristisch nötig, es geht einfach darum die Verhandlungsposition und die Gema im allgemeinen zu Schwächen. Es sind nicht alle Videos gesperrt, daher schrieb ich willkürlich.
Abschliessend sehe ich das so: Selbstverständlich liegt bei der Gema einiges im Argen, aber Youtube/Google auf der anderen Seite ist zur Multimillardenfirma auf Kosten der Rechteinhaber geworden, hysterisch unterstützt von Leuten die sich für die Speerspitze der 'Netzbewohner' (bis zur NSA Enthüllung zumindest, statt Paradigmenwechsel nur ein gut bewachter Kinderspielplatz) hielten, die es für selbstverständlich hielten, dass Kulturschaffende kein Geld für ihre Produkte bekamen, und die Gema ist tatsächlich die letzte Verteidigungslinie, bei allen Fehlern.

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didowo 28.01.2016, 19:55
61. Wann schafft der Deutsche Staat

die GEMA endlich ab. Solche Vereine braucht niemand. Die wollten ja sogar von Kindergärten, die Volkslieder singen Geld und kassieren von uns Geld für Drucker etc. wegen der Möglichkeit der Vervielfältigung. Perfide solche Forderungen.

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disklord 28.01.2016, 20:10
62. Nicht so ganz richtig.

Zitat von le muff
Der beste Beitrag zu dem Artikel.
Das bei vielen Künstlern der GEMA-Scheck einen nicht unerheblichen Teil des Einkommens ausmacht ist nicht so ganz richtig. Dafür sind die gespielten Anteile einfach zu ungleich verteilt in den Medien bei denen die GEMA Geld einsammelt.

Für einen nicht unerheblichen Teil der kleineren Künstler wäre Selbstvermarktung über Youtube oder andere Kanäle vermutlich besser. Das Problem ist hier auch nicht die Geiz ist Geil Mentalität, sondern daß man gar nicht entscheiden kann, ob man bei dem Verein mitmachen möchte, da hat selbst der Künstler nichts zu sagen.

Einen ähnlichen Spaß gibts mit der IHK.

Auf der anderen Seite hat man es vom Gesetz her geschafft, daß man ohne Krankenversicherung enden kann. Andersrum wäre es besser: Mindestens eine Basisversorgung mit einer Krankenversicherung und freiwillige Mitgliedschaft bei GEMA, IHK und Co.

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ge1234 28.01.2016, 23:41
63. @ # 62 disklord

Unsinn! Erstmal zwingt die GEMA niemanden, sich von ihr vertreten zu lassen und es wird auch niemand,analog IHK, zur Zusammenarbeit mit der GEMA per legem "zwangsverpflichtet" . Darüber hinaus vermarktet die GEMA auch keine Künstler, sondern wacht nur über deren Urheberrechte, sofern sie von den jeweiligen Künstlern selbst damit vertraglich betraut wurde. Sie verwechseln dies mit Produktionsfirmen. Die schreiben den Künstlern, deren Werke sie produzieren und vermarkten, oftmals tatsächlich eine Zusammenarbeit mit der GEMA vor. Und es ist richtig, dass für manchen Künstler eine Selbstvermarktung über diverse Kanäle ohne Mitwirkung einer Produktionsfirma u.U. finanziell lukrativer wäre. Das hat aber alles genauso wenig mit der GEMA zu tun wie eine freiwillige Kranken- oder Sozialversicherung, Dafür gibt's übrigens u.a. die Künstlersozialkasse KSK.

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spon-facebook-10000085822 29.01.2016, 00:36
64. Volldoof

ist die GEMA, denn die von ihr bei Youtube geblockten Videos über kostenfreien proxy wie etwa http://proxflow.com/ natürlich auch in Deutschland gesehen werden können. Die GEMA müsste auch die proxy Betreiber vor Gericht bringen, scheint aber dazu rechtlich nicht in der Lage zu sein. Vor diesem Hintergrund in Berufung zu gehen und auch noch zu glauben, dass das Verfassungsgericht eine Klage überhaupt annimmt zeugt von grenzenloser Überheblichkeit.

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oneworldnow 29.01.2016, 01:05
65. Also ich

kaufe generell keine Musikträger,die ich mir nicht vorher bei You Tube ansehen kann.Diese Sperren wirken lästig
und ich merke,wie sich diese Ablehnung langsam auch auf die Künstler überträgt,wobei die doch überhaupt nichts dafür können.

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managerbraut 29.01.2016, 01:47
66. Die Gema ist sicher eine nützliche Schutzorganisation

für künzslerisch tätige Künstler der Musikbranche.
Nur hat die Gema das rechte Maß des Urheberschutzes längst weit überschritten. Dies im Besonderen mit einer schon peinlich anmutenden Rechtsauslegung des Deutschen Urheberrechts innerhalb der EU, wie im Ausland.
Dabei wird der Gema tagtäglich real vorgeführt, belegt, das es eine Unmenge an Staaten - Regionen in der Welt gibt in denen Gema Rechtsansprüche - Urheberrechte rein garnichts wert sind noch etwas bewirken.
Dies im Besonderen, wo Deutsches Recht auf US Recht stößt und jeder auf sein geltendes Recht pocht. US Unternehmen sind in keinster Weise bereit Deutsches Recht zu akzeptieren und gegen den Riesen Google zu klagen, kann der Gema nur in die Armut stürzen und öffentliche Peinlichkeit stürzen einen irreparablen Internationalen Ansehensverlust bringen.
Google - Youtube wird an die Gema nicht einen Cent zahlen, das ist sicher, wie das Amen in der Kirche.

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dogukaan 29.01.2016, 02:09
67. Verfassungsbeschwerde???

Deutschland ist genau ein Land zum Eselreiten..
Ein Klient von mir hat mal eine Rechnung erhalten, natürlich GEMA. Klaro, sie hatten Musik laufen im Laden.
Ich habe den Fall übernommen und wollte erstmal wissen nach welcher Prinzip und Aufteilung bzw. Anspruchsgrundlagr Gema Geld haben möchte. Die wissen nicht was da läuft, wer es singt und nicht mal ob dieser Künstler bei der Gema registriert ist, um seine Rechte über als Komponist oder Sänger schützen zu lassen..
Diese Frage wurde beantwortet als: "Hochkomplexer Matheformel" das sie (Mitarbeiterin) nicht kennt. Ich sollte bei der Zentrale in Gema Berlin anrufen. Ich tat es. Erneut wusste die Dame nicht wie Gema System funktioniert.. Vergeblich versucht die Gema bzw. Anwälte die für Gema arbeiten immer noch das Geld plus Anwaltsgebühren von meinem Kunden zu nehmen. Tja..es ist Deutschland..Wenn manche unbekannte Unternehmen ein Rechtswand vom den Staat bekommen dürfen sie Geld drucken ohne etwas dafür zu leisten: GEMA; EAR, IHK, GEZ...

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benmartin70 29.01.2016, 09:04
68.

Zitat von madtv
Also wenn jemand ohne die geringste Ahnung meint mit witzlosen Wortspilen oder 8 Zeilen Hass auftrumpfen zu müssen, darf man ihn einen Clown nennen, vielleicht auch nicht, ich tu es aber. Zum Thema: Bis 2009 gab es einen Vertrag zwischen Youtube und der Gema, und plötzlich glaubt Youtube nicht mehr bezahlen zu müssen, zu den Sperrtafeln, es ist weder gefordert noch juristisch nötig, es geht einfach darum die Verhandlungsposition und die Gema im allgemeinen zu Schwächen. Es sind nicht alle Videos gesperrt, daher schrieb ich willkürlich. Abschliessend sehe ich das so: Selbstverständlich liegt bei der Gema einiges im Argen, aber Youtube/Google auf der anderen Seite ist zur Multimillardenfirma auf Kosten der Rechteinhaber geworden, hysterisch unterstützt von Leuten die sich für die Speerspitze der 'Netzbewohner' (bis zur NSA Enthüllung zumindest, statt Paradigmenwechsel nur ein gut bewachter Kinderspielplatz) hielten, die es für selbstverständlich hielten, dass Kulturschaffende kein Geld für ihre Produkte bekamen, und die Gema ist tatsächlich die letzte Verteidigungslinie, bei allen Fehlern.
Mag stimmen, das mit dem willkürlich kann man aber nicht nachvollziehen.
Aaaaaber wieso wurde in allen Ländern eine Einigung erzielt nur in Gema-Deutschland nicht? Frage ist wer da gierig ist.....

Die Gema beckleckert sich ja allgemein wenig mit Ruhm da sollte man einfach mal schauen dass man aus den Schlagzeilen rauskommt und weniger Geld mit Gerichtsverfahren verbrennt.

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rozo 29.01.2016, 10:54
69. Schutz ist nötig

Ich bin wahrlich kein unkritischer Freund der Gema, und doch schätze ich mich glücklich von ihr vertreten zu werden. Sonst hätte ich kaum eine Möglichkeit auch nur einen Cent zu sehen, wenn meine Werke im Radio oder Fernsehen oder sonstewo gespielt werden. Derzeit lebe ich in China, und hier habe ich, obwohl ich ein paar Superhits geschrieben habe, nicht einen Cent an Royalties erhalten.
Aber zum Thema: Youtube verdient Abermillionen mit der Nutzung von Musik, die sozusagen als Raubkopie bei Youtube eingestellt wurde. Man könnte fast sagen, Youtube betreibt Handel mit Diebesgut, macht sich also der Hehlerei schuldig. Es ist völlig absurd anzunehmen, dass Urheber die einzelnen Youtube-Nutzer auf Schadensersatz verklagen könnten. Diesen Umstand macht sich Youtube zu nutze und meiner Ansicht daher auch mitschuldig. Wichtig aber auch zu wissen: derzeit zahlt Youtube Royalties an Urheber, der Streitpunkt ist die Höhe - und die ist bei Youtube wirklich lächerlich gering (im Verhältnis zu dem, was der Konzern durch die Nutzung der Musik einstreicht).

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