Forum: Netzwelt
Schnelles Internet in Deutschland: Ein magenta-schwarzer Supertag
AFP

Die Telekom darf ihre Netzausbau-Pläne umsetzen. "Ein Supertag für Deutschland", jubelt man beim Konzern. "Ein schwarzer Tag für den zukunftsfähigen, nachhaltigen Glasfaserausbau", schimpft die Konkurrenz.

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Nonvaio01 02.09.2016, 15:22
10. ich lach mich weg

unglaublich, damit ist D dann mal weg vom fenster was technik und fortschritt angeht.
Gut das ich da nicht mehr wohne, und eine rueckkehr unter diesen bedinungen ist ausgeschlossen.
Da kan ich ja gleich in die Mongolei oder so ziehen.

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DMenakker 02.09.2016, 15:25
11.

Mal wieder typisch. Die Telekom soll investieren, die Wettbewerber schreiben am liebsten vor, in was die TK zu investieren hat, und das ganz dann möglichst billig anmieten und unter Telekompreisen an Endverbraucher verscherbeln.

Das hat schon lange nichts mehr mit Regulierung o.ä. zu tun, das ist einfach nur noch massive Abzocke.

Es steht doch JEDEM Wettbewerber frei, eigene Glasfaserkabel zu verlegen. Warum passiert das so gut wie nicht? Ich vergaß, bei den Kampfpreisen muss man das investieren ja lieber der teuren Telekom überlassen.

Wie wäre es denn mal anders herum? Wer nur mietet, darf seinen Voranbieter nicht unterbieten. Nur wer selbst investiert, darf auch Kampfpreise machen.

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steingärtner 02.09.2016, 15:51
12. Bei mir wird es sogar langsamer

Hatte bis vor kurzem noch etwas über 8 Mb down. Jetzt nur ca 6Mb. Irgendwas sei umgeschaltet worden. Da hätte ich eben Pech. Amazon, Netflix und den ganzen neumodischen Kram, kann ich seit dem in die Tonne hauen.
Und nein, ich bin nicht einen mm umgezogen.
Kündigungsfrist für das nächste Vetragsjahr bei der Telekom war leider grade um eine Woche vorbei.
So liebt man dieTelekom.

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dinkidau 02.09.2016, 16:14
13. Der Spiegel...

... hat schon damals darüber berichtet wem wir das zu verdanken haben. Aber solche Personen werden nie zur Rechenschaft
gezogen.

https://hetzel.net/2013-04-23/post-und-kabel-minister-schwarz-schilling/

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der_c 02.09.2016, 16:58
14. Trotz Fast-Großstadt nach Vectoring-Ausbau 1,5 MBit/s

Es mag zwar sein, das 4% dann in den Berich von 50MBit/s kommen, wobei es vorher weit weniger waren, aber es ist leider im Artikel nicht genannt, das Vectoring generell nur denen hilft, die ohnehin schon eine sehr gute Anbindung haben.
Also 6, bzw. meist nur denen, die 16MBit/s vor dem Ausbau hatten.
Für die Statistik ist das also nett, weil man mit wenig Investment mehr Leute mit im Schnitt mit mehr MBit/s versorgt. Für alle weiteren Belange ist das eine Katastrophe und nur damit zu erklären, das der Staat sich die Gewinne der Telekom weiter schmecken lassen will.
Schlechter Reguliert in der EU ist nur die Telefonica in Spanien. Die ist nicht umsonst so groß u.a. mit O2.

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DMenakker 02.09.2016, 22:06
15.

Zitat von der_c
Es mag zwar sein, das 4% dann in den Berich von 50MBit/s kommen, wobei es vorher weit weniger waren, aber es ist leider im Artikel nicht genannt, das Vectoring generell nur denen hilft, die ohnehin schon eine sehr gute Anbindung haben. Also 6, bzw. meist nur denen, die 16MBit/s vor dem Ausbau hatten. Für die Statistik ist das also nett, weil man mit wenig Investment mehr Leute mit im Schnitt mit mehr MBit/s versorgt. Für alle weiteren Belange ist das eine Katastrophe und nur damit zu erklären, das der Staat sich die Gewinne der Telekom weiter schmecken lassen will. Schlechter Reguliert in der EU ist nur die Telefonica in Spanien. Die ist nicht umsonst so groß u.a. mit O2.
Sorry, aber was Sie schreiben ist ein Haufen Blödsinn. Was hindert denn die Konkurrenz der Telekom daran, eigene Glasfaserkabel zu verlegen? Für Firmen macht das 1 x 1 ja sogar schon.

Die Regulierung war notwendig, damit die Ehemalige Staatspost nicht versucht Wettbewerber aus dem Markt zu drängen oder von denen unfaire Nutzungsentgelte fordert ( wie es ja im Bereich Strom bzw. Gas trassen sowie im Schienenverkehr traurige Realität ist ). Das ganze funktioniert auch ganz gut und hat Wettbewerbern unendliche Wachstumsmöglichkeiten beschert. Dass diese teilweise sich selbst gegenseitig kanibalisiert haben weil sie unter Einkauf verkauft haben, kann man ja nicht der Telekom anlasten.

Mittlerweile geht es aber um Neuinvestitionen. Und da ist eher nicht einzusehen, warum diese Investitionen einer einzelnen Firma ALLEN zu Gute kommen sollen. Nicht nur, dass es jedem ( ggf. auch Konsortium, wenn einzelne zu klein sind ) freisteht, selbst Leitungen zu verbuddeln, nein wir haben auch absolute Hochleistungs Mobilfunknetze, die ggf. immer noch als vernünftige Alternative funktionieren können. Verlangt ja auch keiner, dass Telefonica ihr Mobilnetz der Telekom öffnet, damit die davon profitieren kann. wäre ja auch ziemlich daneben. So langsam wir es Zeit den Markt endgültig freizugeben, und nur noch die Long distance durchleitungen zhu regulieren. Alles andere ist überholt.

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bssh 02.09.2016, 23:59
16. Schnelles Netz für alle?

Jetzt werden also endlich Leute wie ich, die seit 10 Jahren auf schnelleres Internet warten und trotz aller Versuche nur 3 bis 6 MBit bekommen auch 16 oder gar 25 MBit bekommen? Von 50, 100 usw. wagt man ja kaum zu träumen.
Nach allem, was ich lese scheint es aber doch wohl eher so zu sein, dass diejenigen, die schon 25 bis 50 MBit haben nun 100 bis 200 bekommen können, also noch schnelleres Internet für diejenigen, die schon ein schnelles Netz haben. Aber was ist mit den vielen, die noch immer kein schnelles Netz, und damit meine ich schon 16 MBit haben? Fallen für die wenigstens ein paar Krümel ab oder gehen die wieder leer aus?
Es ist traurig, dass in einem angeblichen Hochtechnologie-Land 2 bis 6 MBit bei vielen Verantwortlichen noch als schnelles Internet und 50 MBit als Luxus gilt bzw. als Hoffnung in einigen Jahren angepriesen wird. Und das, obwohl 50 bis 100 in vielen anderen auch ärmeren Ländern normal sind und 1GBit als schnell gilt.

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bssh 03.09.2016, 00:09
17. Der Markt regelt eben nicht alles zum Guten

Zitat von DMenakker
Sorry, aber was Sie schreiben ist ein Haufen Blödsinn. Was hindert denn die Konkurrenz der Telekom daran, eigene Glasfaserkabel zu verlegen? Für Firmen macht das 1 x 1 ja sogar schon. Die Regulierung war notwendig, damit die Ehemalige Staatspost nicht versucht Wettbewerber aus dem Markt zu drängen oder von denen unfaire Nutzungsentgelte fordert ( wie es ja im Bereich Strom bzw. Gas trassen sowie im Schienenverkehr traurige Realität ist ). Das ganze funktioniert auch ganz gut und hat Wettbewerbern unendliche Wachstumsmöglichkeiten beschert. Dass diese teilweise sich selbst gegenseitig kanibalisiert haben weil sie unter Einkauf verkauft haben, kann man ja nicht der Telekom anlasten. Mittlerweile geht es aber um Neuinvestitionen. Und da ist eher nicht einzusehen, warum diese Investitionen einer einzelnen Firma ALLEN zu Gute kommen sollen. Nicht nur, dass es jedem ( ggf. auch Konsortium, wenn einzelne zu klein sind ) freisteht, selbst Leitungen zu verbuddeln, nein wir haben auch absolute Hochleistungs Mobilfunknetze, die ggf. immer noch als vernünftige Alternative funktionieren können. Verlangt ja auch keiner, dass Telefonica ihr Mobilnetz der Telekom öffnet, damit die davon profitieren kann. wäre ja auch ziemlich daneben. So langsam wir es Zeit den Markt endgültig freizugeben, und nur noch die Long distance durchleitungen zhu regulieren. Alles andere ist überholt.
Wenn man glaubt, dass Konkurrenz und Markt das schon zum Positiven für alle regeln wird, der vergisst, dass die Bundesregierung genau das schon seit gut 10 Jahren verkündet, leider ohne wirkliche Besserung.
In den Großstädten verlegen alle Wettbewerber gerne das x-te Glasfaserkabel, aber in der Fläche, in kleineren Orten, da will es keiner, weil es sich kurzfristig nicht lohnt. Das wird weder völlige Deregulierung (eher im Gegenteil) noch Vectoring etwas ändern.
Die Telekom verlegt noch am ehesten, dazu noch einige lokale und kommunale Betreiber, aber andere große Anbieter habe ich auf den Dörfern oder in Kleinstädten noch nicht gesehen bzw. davon gehört.

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WeissAuchAllesBesser 03.09.2016, 21:06
18.

Zitat von der_c
Es mag zwar sein, das 4% dann in den Berich von 50MBit/s kommen, wobei es vorher weit weniger waren, aber es ist leider im Artikel nicht genannt, das Vectoring generell nur denen hilft, die ohnehin schon eine sehr gute Anbindung haben. Also 6, bzw. meist nur denen, die 16MBit/s vor dem Ausbau hatten. Für die Statistik ist das also nett, weil man mit wenig Investment mehr Leute mit im Schnitt mit mehr MBit/s versorgt. Für alle weiteren Belange ist das eine Katastrophe und nur damit zu erklären, das der Staat sich die Gewinne der Telekom weiter schmecken lassen will.
Das stimmt so nicht ganz.

Vectoring kommt zwar zunächst wirklich nur denen zu Gute, die über einen Hauptverteiler angebunden sind, trotzdem halte ich die Entscheidung für einen Paradigmenwechsel.

Das aktuelle Problem in Deutschland ist ja nicht die maximale Geschwindigkeit der Anschlüsse, denn die ist absolut ausreichend. Das eigentliche Problem ist, dass es vielerorts überhaupt nicht für 25 oder auch nur 16 MBit/s reicht. Und das verdanken wir einer Regulierung, die nicht auf den Netzausbau, sondern auf möglichst niedrige Preise abgeziehlt hat.

Die Entscheidung der Netzagentur bedeutet bedeutet hier nicht weniger, als dass man nach wie vor auf die letzte Meile aus Kupfer setzt, und das ist sehr gut. Denn unabhängig davon, ob es sich um dicht besiedelte Gebiete in der Stadt oder dünn besiedelte Gebiete auf dem Land handelt, ist es einfacher (und günstiger) mehrere Haushalte über ein paar Meter Kupfer anzubinden, als eine Glasfaser in jeden Keller (oder sogar jede Wohnung) zu legen.

Selbstverständlich wird der Bedarf in den nächsten Jahren wachsen, und dann genügen keine 100 MBit/s, sondern 1 GBit/s muss her. Aber auch das ist mit Kupfer zu machen, und meistens günstiger (aber nie teuerer) als mit Glasfaser zu realisieren.

Ärgern dürfen sich alle, die darauf gehoft haben, dass man die Glasfaser durch einen warmen Steuergeld-Regen in allen Vorgärten wachsen lässt. Aber für alle Anbieter die bereit sind die Glasfaser mit eigenem Geld näher an die Häuser zu bringen, ist die Entscheidung eine gute Nachricht.

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WeissAuchAllesBesser 03.09.2016, 21:26
19.

Zitat von bssh
In den Großstädten verlegen alle Wettbewerber gerne das x-te Glasfaserkabel, aber in der Fläche, in kleineren Orten, da will es keiner, weil es sich kurzfristig nicht lohnt. Das wird weder völlige Deregulierung (eher im Gegenteil) noch Vectoring etwas ändern.
Doch, Vectoring hilft hier.
Bisher gab es in dünner besiedelten Gebieten nur zwei Optionen:

1. Die Telkom baut aus, und danach kommen die Billiganbieter und Graben ihr das Wasser ab. Da konnte die Telekom das Geld gleich verbrennen, und dementsprechend wurde nicht ausgebaut.

2. Dort wo es genug Interessenten gab, wurde direkt Glasfaser verlegt. Das ist deutlich teurer, da die Glasfaser in jedes Haus muss, aber dafür musste der Glasfaseranbieter keine Konkurrenz fürchten. Diese Option hat für die berühmt-berüchtigten "Rosinen" funktioniert.


Vectoring ist günstiger als die Glasfaser, da man die Glasfaser nur zu einem Punkt legt, und von dort aus viele Häuser über Kupfer anbindet. Gleichzeitig ist das Problem der Konkurrenz entschärft, da diese nur Bitsrom Zugänge anbieten kann. D.h. Vectoring ist überall dort eine Option, wo die Glasfaser-Anbieter auf Grund ihrer hohen Kosten nicht genug Nachfrage gesehen haben.

Natürlich löst das nicht alle Probleme auf dem Land, aber es macht vieles einfacher. Wenn erst einmal das "große" Dorf dank Vectoring an das Glasfaser Netz angebunden wurde, dann kann man die Glasfaser relativ günstig in die kleinen Dörfer außenrum verlegen. Bisher war das illusorisch, da es sich ja noch nicht einmal gelohnt hat das "große" Dorf anzubinden.

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