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Schuldig in 1000 Fällen: Ebay-Betrüger muss mehr als sechs Jahre ins Gefängnis
DPA

Das Landgericht Marburg hat einen Internetbetrüger zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und elf Monaten verurteilt. Indem er auf Ebay fiktive Waren versteigerte, soll der 29-Jährige seine Kunden um 300.000 Euro gebracht haben.

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AlHaqq 25.07.2014, 03:53
10.

Geld + Kleine Fische = Da tobt sich unsere Justiz gerne aus und verhängt höhere Strafen als bei Kinderschänder und Vergewaltiger!

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joderbaer 25.07.2014, 07:35
11. Das hatten wir schon Anfang der 2000er

Typ versteigert nicht existente Waren auf eBay, geht 3 Jahre in den Bau, Privatinsolvenz, für uns Pustekuchen.
Detail am Rande: Das Einwohnermeldeamt verweigerte eine Auskunft auf Adressänderung mit "Datenschutz"... Weil die neue Adresse eine JVA in Berlin war. Nur durch den Brief des Insolvenzverwalters kamen wir an die neue Adresse.

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Radlermass 25.07.2014, 07:40
12. wie naiv die Leute sind

grundsaetzlich ist es ja toll, das Gute im Menschen zu sehen, aber wenn die $-Zeichen in den Augen rollen schwindet die Frage nach Plausibilitaet bei Verdienstmoeglichkeiten. Kann auch durchaus aus der "Geiz ist geil" - Mentalitaet herruehren (Gier ist geil).

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ren1622 25.07.2014, 08:23
13. Das Urteil hätte viel höher ausfallen müssen

Ich habe auch vor einigen Jahren Geld über eBay verloren. Davon kommt kein einziger Cent zurück.
Da der Fiskus nicht direkt geschädigt wurde fällt das Urteil sehr hart im Vergleich zu Herr Höneß aus. Ts ts ts....
Ein Schelm wer kritisch denkt.....

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GrinderFX 25.07.2014, 08:29
14.

Zitat von bro!
Eine harte Bestrafung gegen diese Betrüger ist notwendig, allerdings würde dies auch eine hohe Geldstrafe oder kurze Haftstrafe tuen. So wird ein Betrüger auf die Ebene eine Vergewaltigers oder Mörders gestellt- dies kann nicht sein.
Eine Geldstrafe bei jemandem, bei dem nichts zu holen ist ist irgendwie Sinn befreit. Vor allem dann, wenn dieser seine Geschäfte größtenteils mit Schwarzgeld und Betrug macht. Was hätte er denn als Strafe bekommen?
150 Tagessätze ah 2 Euro? Wow, Wahnsinn. Die hätte er dann vom nächsten Deal gleich cash bezahlt.

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gucky2009 25.07.2014, 08:45
15.

Zitat von noalk
"Der Prozess kann durchaus auch als Warnung dienen: Jobangebote, bei denen man gebeten wird, sein eigenes Konto für Finanztransaktionen zur Verfügung zu stellen, sollten jeden Arbeitsuchenden höchst misstrauisch machen." --- Warum wird das so lasch formuliert? Es gibt KEINE seriöse Tätigkeit, bei der man sein privates Konto für gewerbliche Geldtransaktionen zur Verfügung stellen muss. Dabei handelt es sich IMMER um Betrug!
Full Ack. Selbst bei der schlechtesten Bank mit den höchsten Verwaltungsgebühr sind diese nicht so hoch das sich so ein Konstrukt jemals (legal) lohnen würde.

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Immanuel_Goldstein 25.07.2014, 08:59
16.

Zitat von slummie
jemanden um 300000€ zu betrügen scheint doppelt so kriminell zu sein als wenn es wie bei Höness um 150000000€ ginge...
Seltsam, das gleiche wollte ich auch anmerken.

Dieser Fall: 6 Jahre Haft für 0,3 Millionen Euro Schaden
Fall Hoeness: 3 Jahre Haft für mindestens 30 Millionen Euro Schaden.

Da rede noch jemand von Verhältnismäßigkeit, ohne dass ich irgendeinen Betrug rechtfertigen wollen würde.

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deegeecee 25.07.2014, 09:01
17.

Zitat von bro!
Eine harte Bestrafung gegen diese Betrüger ist notwendig, allerdings würde dies auch eine hohe Geldstrafe... tuen.
Nein, das wäre im Fall offener Gläubiger-Forderungen schädlich.

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phthalo 25.07.2014, 09:07
18. @halliburtonium

Für Mord gibt es in D. nur eine Strafe: nämlich lebenslänglich! Da kann der Richter noch so sehr einen guten oder schlechten Tag haben

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pauschaltourist 25.07.2014, 09:18
19.

6J11M sind wohl näher an 7 als an 6 Jahren...
Und mal wieder interessant, dass Betrüger knapp 7 Jahre bekommen und die beiden Hamburger Totschläger im "20-Cent-Mord" nach der Revision lediglich Bewährung....

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