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Schule der Zukunft: Weniger Bildung für die nächste Schüler-Generation!
Julian Stratenschulte / DPA

Das Internet ist, trotz allem, die mächtigste jemals erfundene Bildungsmaschine. Also könnten sich die Schulen doch verstärkt auf ihren anderen Auftrag konzentrieren: Erziehung. Nötig wäre das ganz offensichtlich.

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ctrader62 11.07.2019, 14:49
140. Schule kann Familie nicht ersetzen

Wenn Kinder die deutsche Sprache nicht können, nicht im Kindergarten waren und keine Schuhe binden können, dann kann das die Schule nicht ausbügeln. Ein oder zwei Kinder pro Klasse kann man stark fördern, aber nicht wenn bei der Hälfte oder mehr elementare Orientierung und Wertevermittlung fehlen.
Was mich wütend macht ist die allseitige Sorge um diese völlig verwahrlosten mutmaßlichen Sexualverbrecher mit einschlägiger Historie. Alle wollen ihnen möglichst viel staatliche Hilfe auf Kosten des Steuerzahlers verkaufen und auch deren Eltern, die angeblich so überfordert wären.
Ich habe keine einzige Zeile und keinen einzigen Gedanken über die Opfer gelesen. Deren Leben kann zerstört sein und kein Pädagoge, Politiker und schon gar nicht eine der lautstarken Feministinnen erwähnen auch nur eine einzige Silbe darüber. Frauen müssen eben hinhalten, wenn es ideologisch geboten ist ?
Wenn schon der Anstand und das Mitgefühl der Qualitätsmedien, der Politiker und der Frauenschützerinnen so defizitär ist, dass nur die Täter umgarnt werden und die Opfer ignoriert werden, wo soll dann dieses Erziehungsvorbild hinführen ?
Diese genannten Gruppen sollten uns keine Vorschläge über Erziehung machen.
Schaut nach Mechelen in Belgien. Dort hat man aus einer sozial völlig verkommenen 100.000 Einwohnerstadt wieder eine lebenswerte und beliebte Gegend gemacht. Viele Jahre Law-And-Order UND viel Sozialarbeit für ALLE Bevölkerungsgruppen. Keine Kuschelpädagogik, kein politisch korrektes Wegsehen, kein Ignorieren der Opfer. Es geht ! Wenn man es will und dramatische Fehlentwicklungen nicht als Errungenschaft feiert und vor allem viele Frauen dazu zwingt, sich als Kollateralschaden dieser Ideologie zu opfern.
Googelt nach Mechelen, der Bürgermeister sollte letztes Jahr zum „Weltbürgermeister“ gekürt werden wegen seiner Bemühungen um Maßnahmen, die auch ohne Pädagogikstudium verstehbar sind.

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pittiken 11.07.2019, 14:56
141.

Zitat von Margaretefan
Dann sprechen Sie mal mit Lehrern von den Schulsystemen, die die meisten Kinder mit problematischen Elternhäusern aufnehmen müssen. Also Haupt- und Gesamtschulen. Sorry, mit schönen Theorien, werden weder Sie noch Herr Lobo der Realität was entgegenzusetzen haben. Gegen den Willen der Eltern, erreicht kein Lehrer wirklich was. Da muss ein Lehrer eher ganz vorsichtig sein. Bei 30 Kindern und teils noch mehr in einer Klasse, ist es sogar rein theoretisch mehr als schwierig, selbst wenn die Eltern sich nicht quer stellen.
Und was hat jetzt die Klassenstärke mit den sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung dieser missratenen Jugend zu tun? Wenn den Kindern von Vätern, Großvätern, Onkels beigebracht bekommen, ihr könnt jedes Mädchen begrapschen, gegen seinen Willen nehmen, das ist Eurer Recht, und dann unser Staat nichts dagegen macht, tja, sind ja nur Kinder. Was meinen Sie denn was bei denen sich in den Köpfen manifestiert. Ich kann als Mann machen was ich will, mir kann keiner. Und so treten diese sozialisierten Kulturbereicherer schon seid Jahren auf.

Frauen sind in diesen Kulturkreisen nichts wert. Wollt Ihr das nicht sehen? Nehmt doch mal die rosarote Brille ab.

Da sind Frauen in den 50/60er Jahren auf die Straße gegangen, das das aufhört. Und jetzt entwickelt man sich wieder zurück, aus falschverstandener Toleranz wegen.

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Bondurant 11.07.2019, 15:06
142.

Zitat von specialsymbol
Rezo hätte ein Musterbeispiel für gelungene Bildung sein können. Aber, alas- er hat die falschen Sachen gelernt, nämlich selbständiges Denken und kritisches Hinterfragen.
Also selbständig hatte er nun gerade nicht gedacht; bei dem was ich gesehen habe geht er immer nach dem Motto vor, dass das alles doch schon Allgemeinwissen sei und man sich nur politisch wundern müsste, warum nicht entsprechend gehandelt würde. Was daran selbständiges Denken sein soll, erschließt sich mir nicht. - Das kann man das auch nur dadurch lernen, dass einem beigebracht wird, wie komplex auch schon einfache Fragestellungen im Ergebnis aussehen und wie sehr es oft eine Frage der Perspektive ist, ob man etwas für wahr hält oder nicht, jedenfalls im politischen Bereich. Deshalb ist es ja auch so, dass heute gerade nicht selbständiges kritisches Denken gefragt ist, sondern eher der Glaube und die Haltung. Klimapapst Schellnhuber hat selbst vor einigen Jahren erklärt, die Fragen der Klimaveränderung seien für einen Laien schlicht nicht durchschaubar deshalb müsse man ihm und anderen einfach glauben, denn sie seien ja die Fachleute. Ganz so drastisch wiederholt er es aus taktischen Gründen jetzt nicht mehr, aber so war das. Vielleicht hat er ja auch recht, ein unangenehmes Gefühl beschleicht einen dabei trotzdem. Und damit sind wir wieder bei Rezo: das war schlicht Agitprop nach dem Motto: die da oben machen nicht was nötig wäre, obwohl alle wissen, dass es nötig wäre. Was daran wie gesagt kritisches Denken sein soll - man weiß es nicht.

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andre_36 11.07.2019, 15:07
143.

Zitat von ctrader62
Schaut nach Mechelen in Belgien. Dort hat man aus einer sozial völlig verkommenen 100.000 Einwohnerstadt wieder eine lebenswerte und beliebte Gegend gemacht. Viele Jahre Law-And-Order UND viel Sozialarbeit für ALLE Bevölkerungsgruppen. Keine Kuschelpädagogik, kein politisch korrektes Wegsehen, kein Ignorieren der Opfer. Es geht ! Wenn man es will und dramatische Fehlentwicklungen nicht als Errungenschaft feiert und vor allem viele Frauen dazu zwingt, sich als Kollateralschaden dieser Ideologie zu opfern. Googelt nach Mechelen, der Bürgermeister sollte letztes Jahr zum „Weltbürgermeister“ gekürt werden wegen seiner Bemühungen um Maßnahmen, die auch ohne Pädagogikstudium verstehbar sind.
Danke für den Hinweis. In der Tat ein interessantes Beispiel, wie man einige Probleme lösen, oder zumindest verkleinern könnte.

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ulisses 11.07.2019, 15:44
144. Vorsicht Bildschirm

An der Verrohung der Jugend hat unter anderem die Zunft der Bildschirmmedien Mitschuld. Wer stundenlang Ballerspiele spielt oder unkritische Verschwörungsvideos guckt, lernt nichts wirklich Brauchbares. Herr Lobo sollte sich mal mit Herrn Spitzer zusammen setzen und ihn von seinen Forschungsergebnissen berichten lassen.
Dazu müsste er aber neugierig sein und ihn ausreden lassen. :-)
Schulen haben zunächst einen Bildungsauftrag. Es müssen Wissen und Fähigkeiten vermittelt werden, damit die jungen Menschen außerhalb der warmen, sicheren Wohnung im Dschungel da draußen (Uni, Ausbildung, Job) überleben können. Ein Lehrer kann für den Schüler XY in einer Klasse von 20 + Schülern nicht in 4 Wochenstunden das korrigieren, was sieben Tage lang zuhause schief läuft.
Und wenn er das doch soll, dann bräuchten wir eine sehr harte und disziplinierende Schule wie in Asien. Und das ist im Wohlfühlland Deutschland nicht durchsetzbar. Irgendwie auch sympathisch

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Tom S. 11.07.2019, 15:47
145. Das ist der Gipfel

Ich glaub', ich seh' nicht recht. Die bayerische "Oktoberfestkultur" mit dem islamischen Alltagssexismus auf eine Stufe zu stellen, ist schon dreist und kann nur von jemandem kommen, der Bayern nur aus dem Fernsehen kennt.
Sorry, Sascha Lobo, aber das ist unterste Schublade - ignorant und abgehoben!

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mother_sky 11.07.2019, 16:13
146. Wer soll es richten?

Eine gute Eltern-Kind-Beziehung ist die Grundvoraussetzung für die Sozialisierung des Kindes. In bildungsfernen und patriarchalen Familien findet Sozialisierung weder im politisch noch gesellschaftlich erwünschten Maße statt, sodass Auswüchse wie die von Sascha Lobo beschriebenen zu beklagen sind. Es handelt sich also um ein gesamtgesellschaftliches und politisches Versagen. Die Frage lautet: Herrscht überhaupt Konsens darüber, dass wir insbesondere mit unserer Integrationspolitik bzw. mit unseren Integrationsbemühungen der vergangenen Jahrzehnte gescheitert sind, und sind wir nun endlich bereit zu Korrekturen? Bereit, die allgemein als unerträglich empfundenen Missstände zu beseitigen? Eine weitere Frage ist: Wer soll es richten, wer kann es richten? Letztlich doch der Staat - durch mehr Polizeibeamte, mehr Richter, mehr Erzieher und Sozialpädagogen, mehr Lehrer sowie durch "bedarfsgerechte" Qualifizierung der genannten Personen? Vielleicht auch durch weniger Nachgiebigkeit und mehr Strenge, ganz einfach weil wir mit unserem Latein am Ende sind?

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im_ernst_56 11.07.2019, 16:58
147. Nicht nur YouTube, auch Wikipedia

Zitat von r.mehring
Also weniger Bildung und mehr Internet. Hmm, aber, wer urteilt denn über das was 1000 Bloger, Influencer und sonstige Komiker übers Netz verbreiten? Wer überprüft die Fakten? Die Erde ist eine Scheibe, klar wenn es nur genügend Daumen hoch gibt dann wird es wohl stimmen. Die sogenannte Schwarm-Intelligenz stößt schon bei einfachsten grammatikalischen Regeln der Sprache an ihre Grenzen. Wer unreflektiert an die Informationen ran geht der glaubt bald an den Weihnachtmann. Einem Influencer wird doch mehr geglaubt als dem Lehrer. Und zum Thema Erziehung sei gefragt, zu was denn? Wer soll denn Erziehen? Der Lehrer? In der nächsten Generation wird der Lehrer selbst aus einem völlig verbumfeiten Schulsystem hervorgegangen sein. Völliger Blödsinn das alles was Lobo hier vorschlägt.
Sie haben noch Wikipedia als Quelle des Wissens vergessen. Für die Nutzung dieses fabelhaften Onlinelexikons muss man aber lesen und rechnen und manchmal auch denken können. Heute in einem anderen Thread auf SPON erlebt: Jemand behauptet, 66% der Menschen in Deutschland seien konfessionslos. Wie kommt er drauf: 28% Christen plus 5% Muslime gleich 33%. Der Rest müsse als konfessionslos sein (1% Schwund). Die 28% Christen hatte der Forist wohl von Wikipedia, aber übersehen, dass es lt. Wikipedia 28% Katholiken und 28% Protestanten, als 56% konfessionell gebundene Christen gibt und (was nicht auf der Seite von Wikipedia stand) neben Muslimen auch noch Juden, Buddhisten, Hindhuisten und Anhänger anderer Religionen in Deutschland leben. Der Unsinn wurde dann einigen anderen Foristen kopiert und ihre Statements eingebaut. Wenn das die neue selbstlernende Schule ist, von der Herr Lobo so überzeugt ist, dann Prost Mahlzeit.

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Halwer Weis 11.07.2019, 17:21
148.

Wenn alle interessierten Parteien sich an einen TIsch setzen würden und die Schule für 21ste Jahrhundert erfinden müssten, käme wohl etwas vollständig anderes dabei heraus als dieser altmodische, föderale, unzureichend ausgestattete, marode Bau, den wir heute haben. Leider wird dieser immer nur stückchenweise weiter vor- und wieder rückwärts reformiert.

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phg2 11.07.2019, 17:27
149.

Zitat von sok1950
d.h. jeder der sich Podcasts oder DeineTube-Videos reinzieht verplempert 2/3 seiner Zeit da hier nur ein Drittel der Informationen/Minute übermittelt werden können. Auch habe ich noch nie einen eReader gesehen wo man mal schnell sich zwei Seiten gleichzeitig ansehen kann (ja, das geht bei einem Buch) um Texte zu vergleichen. Während meines Studiums hatte ich oft 5 oder mehr Bücher aufgeschlagen auf dem Tisch liegen gehabt und dabei noch geschrieben. Versuch das mal mit einem PC/eReader - und ja, meine Diplomarbeit 1989 habe ich schon am Computer geschrieben...
Schon mal Sascha Lobos Podcasts angehört? Also auf 90 Wörter kommt er da garantiert nicht pro Minute, gefühlt sind's 30!
Ich glaube es war der DLF, jedenfalls wurden 30 minütige Magazinsendungen auf 15 Minuten gekürzt und die Redaktionen wollten anfangs genauso viel rein packen wie vorher, das waren gefühlte 500 Worte/Minute!

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