Forum: Netzwelt
Selbstbild der Filehoster: "Wir sind auch Opfer"

Für die Filmindustrie ist die Sache klar: Sie sieht 1-Click-Hoster als kriminelle Unternehmungen. SPIEGEL ONLINE fragte bei den Marktführern Rapidshare und Megaupload nach, wie sie die eigene Rolle*einschätzen und was sie auf die Vorwürfe der Rechteinhaber zu entgegnen haben.

Seite 1 von 7
chrome_koran 15.09.2010, 16:06
1. Kuh v+n / Dorf

Ich nutze einen dieser großen One-Cklick-Hoster oft, gern und habe einen bezahlten Account dort. So kann ich große Datenmengen verschieben, was bei Medienproduktion/-gestaltung (mein Beruf) nun mal vorkommt.

Großer Vorteil: neben Kostenersparnis und Umweltschutz (kein Brennen/Verschicken von CDs oder DVDs mehr nötig) natürlich das Tempo - der Kunde kann die Arbeit praktisch sofort begutachten. Alles völlig legal. ;) Es wäre ein Desaster, würde auch diese Art Dienstleistung verboten - andererseits findet sich auch dann eine andere Lösung, die digitale Natur verabscheut nämlich auch die Leere.

Auch wenn ich (nicht zuletzt als selber digital Schaffender) der Meinung bin, dass Klaukopieren eher jedem Beteiligten schadet denn nützt: Statt zu jammern sollten sich die letzten Dinosaurier der vergangenen Medienindustrie auf neue Vertriebswege einstellen - und mit den unbequemen, aber unvermeidlichen Gedanken abfinden, dass es nie wieder sein wird wie früher, als sie jedes Werk mehrmals (LP, CD, Sonder-Superduper-Edition) verkauften. Aus, vorbei. Die Zeiten haben sich geändert. Bitte aufwachen.

Beitrag melden
Zyklotron 15.09.2010, 16:06
2. Film- und Musikindustrie

Für die Filmindustrie ist jeder ein potentieller Verbrecher, der sich einen Film überhaupt anschauen möchte.
Die Film- und Musikindustrien werden uns allen das Leben noch mehr als ungemütlich gestalten. Der Kontrollwahn ist noch lange nicht zu Ende. Und der Betrug am Kunden nimmt zu.
Wenn Filme und Musik nicht weiterverkauft werden dürfen, wenn jemand seine legal erworbene Software nicht veräußern kann, dann sind das Mieten zum Einkaufspreis. Wucher und Betrug.
Kein Wunder also, dass die Raubkopierer fette Beute wittern.

Beitrag melden
archie 15.09.2010, 16:10
3. Die Basis des Internets

Das Problem ist: sollte man diese Filehoster verbieten, erübrigt sich für viele das Internet und für die übrigen ist da wieder viel, viel Platz auf der Datenautobahn.
Kommt dann noch ein Porno-Verbot dazu, können 1&1,Alice, Timo Beil und wie sie alle heißen einpacken, denn nur wenige zahlen für das Restinternet 30-40 € im Monat.

Beitrag melden
larsT64 15.09.2010, 16:30
4. Macht das Sinn?

Macht sich eigentlich die Bundesrepublik Deutschland strafbar, weil man auf den Straßen dieses Landes mit gestohlenen Autos fahren kann?

Beitrag melden
Panasonic 15.09.2010, 16:32
5. Echt oder nicht?

9,50 Euro für 120 Minuten Kino, davon 25 Minuten Werbung.
24,50 Euro für einen aktuellen Spielfilm auf Blu-ray.
99 Cent für einen Musiktitel, zum downloaden.

Dazu eine medial angestachelte Konsumgesellschaft, die jeden Tag darauf aufmerksam macht, dass ich ein Niemand bin, wenn ich nicht konsumiere.

Ist die Verwunderung über den Erfolg von1-Click-Hostern echt oder nur geheuchelt?

Vermutlich habe ich deshalb keine Fra, weil ich keinen Fernseher habe ;)

Beitrag melden
tm78654 15.09.2010, 16:52
6. .

der erste artikel der serie war ja noch ganz nett und hat einen einblick in die "szene" gegeben. der zweite ist dann doch eher plumpe meinungsmache und ziemlich tendenziös. schade.

Beitrag melden
WorldofG 15.09.2010, 17:05
7. Bits und Bytes

"800 Gigabit pro Sekunde sollen die Server leisten. Damit könnten pro Sekunde weit über 1000 Blockbuster-Filme im Divx-Format übertragen werden (typische Filmgröße: um 700 MB)."

Da hat wohl mal wieder jemand Bits und Bytes verwechselt - ich komme nur auf knapp 150 Filme.

Beitrag melden
Arthi 15.09.2010, 17:09
8. .

Zitat von sysop
Für die Filmindustrie ist die Sache klar: Sie sieht 1-Click-Hoster als kriminelle Unternehmungen. SPIEGEL ONLINE fragte bei den Marktführern Rapidshare und Megaupload nach, wie sie die eigene Rolle*einschätzen und was sie auf die Vorwürfe der Rechteinhaber zu entgegnen haben.
Müssen sich Lagerhausvermieter eigentlich auch darum kümmern wofür ihre Mieter die Lager so nutzen.
Müssen diese etwa auch bei ihren Mietern kontrollieren ob da alles mit rechten Dingen zu geht?

Beitrag melden
alijak 15.09.2010, 17:40
9. alles verbrecher...

wird der vermieter einer wohnung wegen organisiertem verbechen angeklagt, wenn der mieter mit drogen oder waffen handelt?

nein jetzt mal im ernst, das internet ist (auch wenn es teilweise sehr zugemüllt ist), eine der letzten bastionen der freiheit.
und überhaupt einem künstler (ob schauspieler, musiker oder schriftsteller) sollte es in erster linie um seine kunst gehen und nicht darum ob er dadurch millionär wird und nen fetten schlitten fahren kann. erst wenn dieser punkt von der mehrheit der bevölkerung wieder akzeptiert und realisiert wird, können wir uns freunen das "deutschland sucht den suppenkasper" die pforten schließt.

also an alle: fleissig weiter saugen!

Beitrag melden
Seite 1 von 7
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!