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Sexistisches Schreiben eines Google-Mitarbeiters: Natürlich besser
REUTERS

Frauen sind aus biologischen Gründen schlechter für die Tech-Branche geeignet als Männer, schreibt ein Google-Mitarbeiter. Seine Argumentation geht aber nicht auf - und wäre besser im Google-Intranet versandet.

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deepbrain 08.08.2017, 15:55
100.

Soweit ich weiss, sind Männer in Erziehungsberufen deutlich unterrepräsentiert. Ist das gesellschaftlich oder biologisch bedingt? Ganz klar zweites, da Männer nun mal nicht für Erziehung von Kindern geeignet sind. Das habe ich doch richtig verstanden, oder?
Wenn ich als Mann mir so etwas anhören müsste, würde ich auch sauer. Auch, wenn es in pseudo-harmlose Fragen verpackt wäre oder als Anti-PC-Aussage.

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winkdon 08.08.2017, 15:57
101. ....

Zitat von B!ld
Aus meiner Sicht sind Frauen nicht dumm genug dazu 12 Stunden am Tag in irgendwelchen Kellern über langweile Codes zu .....
Der Programmierer, der eben gefeuert wurde, würde Ihr Statement wohl mit unterschreiben. Frauen lassen sich auf so eine Stumpfe tätigkeit nicht herab. Sie könnten es super-toll, haben aber andere Vorleieben und machen lieber auf Germanistik oder sonst etwas. Stimmt wohk haargenau. Nur: warum ist diese Aussage problematisch?

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winkdon 08.08.2017, 15:59
102.

Zitat von Profdoc1
Idioten gibt's halt überall. Gerade die Nerdbranche ist davon überproportional betroffen. Deshalb verwundern weder die Zahlen noch das Verhalten. Die Computerbranche hat i.d.R. ein 'Frauenproblem'. Dabei sind es gerade die spezifischen......
Na wenn die Branche unter ihren Möglichkeiten bleibt, müssten sich hier doch Geschäftsmöglichkeiten ergeben, oder nicht? Wenn Sie davon so überzeugt sind (oder auch die Autorin), wieso packen Sie da nicht zu? Wieso tun es die anderen Frauen nicht, die sich da so aufregen?

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Claudius32 08.08.2017, 16:00
103. Sexismus?

....daran leidet die ganze Diskussion immer wieder! Warum sollte eine Führungskraft, die selber nur am Profit gemessen wird und deren Bonus daran hängt, einen Mann einer Frau vorziehen, der schlechter performt?? Fakt ist, dass in manche Branchen mehr Männer arbeiten in anderen mehr Frauen. In einer kapitalistischen Welt hat das nix mit Sexismus zu tun, sondern nur mit Erfolg. Das kann man seriös analysieren, Ihr Artikel liefert aber dazu definitiv keinen Beitrag!

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markus_wienken 08.08.2017, 16:00
104.

Zitat von jeze
Meinungsfreiheit bedeutet, dass auch schwachsinnige Meinungen ohne Gefahr von Konsequenzen geäußert werden dürfen, solange sie gegen keine Gesetze verstoßen. Wie weit ist es denn schon wieder?
Meinungsfreiheit bedeutet, dass Sie so ziemlich fast jeden Unsinn ohne stattliche Snaktionen äußern können.
Dass Sie keinen Widerspruch ernten oder ggf. Ihren Job verlieren, sollten Sie dabei gegen Firmenrichtlinien verstoßen gehört nicht dazu, wobei letzteres ggf. auch rechtlich zu klären wäre.

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petrapanther 08.08.2017, 16:02
105.

Zitat von metastabil
Werte Frau Panther, in den USA ist nur etwa jeder fünfte Absolvent eines Informatikstudiums weiblich. Auch wenn das reine Absolvieren eines Informatikstudiums wenig über die tatsächliche Kompetenz aussagt - manche Absolventen sind talentierter als andere - ist es durch die fünffache Anzahl männlicher Absolventen schlicht um einiges wahrscheinlicher, dass ein qualifizierter Bewerber männlichen Geschlechtes ist. Diesen Überschuss durch die Postulierung einer pauschalen schlechteren Beurteilung weiblicher Bewerber erklären zu wollen, ist schon reichlich tendenziös.
Werte Frau metastabil,
die schlechtere Beurteilung weiblicher Bewerber ist nun einmal leider eine Tatsache, auch wenn das vielleicht nicht in Ihre Ideologie passt:

https://blogs.scientificamerican.com/unofficial-prognosis/study-shows-gender-bias-in-science-is-real-heres-why-it-matters/

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jim_beam 08.08.2017, 16:04
106.

Zitat von winkdon
Noch etwas: Wieso hat der Google-Chef tatsächlich den Urlaub abgebrochen und hat den entwickler wegen Ausübung der Meinungsfreiheit gefeuert? Weil es ein Problem mit dem Betriebsfrieden gab? Wohl kaum!
Ah ich dachte immer der Typ wäre als Programmierer eingestellt gewesen und rausgeflogen weil er lieber was anderes gemacht hat als seiner Arbeit nachzugehen. Gut, dass Sie nochmal klarstellen, dass er zur Ausübung seiner Meinungsfreiheit eingestellt wurde.

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ssissirou 08.08.2017, 16:04
107.

Zitat von sknopf
... dass sich Frauen im Durchschnitt leider schlichtweg nicht für Informatik interessieren. Zu abstrakt, zu wenig persönlich, etc. sind die Gründe, die angegeben werden. Nun kann man sagen, dass sich Frauen nicht für Informatik interessieren, weil davon weggedrängt werden. Aber was sind Frauen dann? Willenlose Pudel? Wenn Frauen halt einfach keinen Bock haben Informatik zu studieren, trotz aller Mädchentage an den technischen Hochschulen, ja, was sollen wir dann tun? Sie per Quote dazu zwingen obwohl sie lieber Kunsthistorik studieren? Ohne das (mathematisch anspruchsvolle) Informatikstudium zu absolvieren ist es nunmal einfach schwierig in die Techbranche zu kommen, abgesehen von wenigen Nischen wie Grafikdesign. Und da der Nachschub an Informatikerinnen dünn ist, macht es auch keinen Sinn der Branche schlechte Frauenquoten vorzuwerfen. Die sind mangels ausgebildeter Frauen schlicht nicht zu ändern.
Setzen Sie vor "Frauen" einfach "deutsche", dann stimmt es, denn da ist der Frauenanteil in Informatik, Mathematik etc. tatsächlich sehr niedrig. Aber anderswo in der Welt gibt es auch Frauen.
Hier etwas zum Lesen:
http://mod.iig.uni-freiburg.de/cms/fileadmin/publikationen/online-publikationen/Frauenanteil.Informatik.International.pdf

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hagr 08.08.2017, 16:06
108.

Zitat von zeichenkette
"Nach 5 Jahren haben 50% der Frauen die Arbeit in diesen Fachbereichen aufegegen: Meist genannter Grund: Leistungsdruck und Unvermögen sich durchzusetzen." -- Ja, genau. Unvermögen sich als einzige Frau gegen eine Mauer von Männern durchzusetzen und Unwilligkeit, sich wie viele Männer aus Versagensangst einem Leistungsdruck zu beugen, dem man nur genügen kann, wenn man keine Familie hat (bzw. die Frau sich drum kümmert) und man gerne mit 40 im Burnout landen will. Es täte gerade den Männern verdammt gut, das als Problem zu sehen und nicht noch stolz auf ihre pathologischen Motivationen zu sein. Die ungleiche Geschlechterverteilung in diesem Bereich ist für Männer genau so ein Problem wie für Frauen.
Frauen sind, wenn sie gut sind, in solchen Bereichen mehr als willkommen. Gehen Sie einmal als Frau zum Linuxstammtisch in ihrer Stadt. Sie werden im Mittelpunkt stehen und 8-15 Männer werden sich um Sie bemühen. Machen Sie jetzt den Mund auf und zeigen nur den Funken von Ahnung von IT, ja, es dürfte sogar schon reichen, wenn Sie einfach etwas Interesse heucheln, und Sie haben sofort 8-15 Stalker.
Was machen diese liebenswerten Menschen wohl den ganzen Tag, wenn sie nixht auf dem Linuxstammtisch das menschliche Bedürfnis nach Sozialkontakten zu befriedigen ersuchen? Rischtisch, das sind genau die Leute, die tagsüber angeblich jede Frau, die in ihrem Betrieb in ihrem Fachbereich arbeitet, mobben sollen. Nicht wirklich, da halte ich es für wahrscheinlicher, dass die die Frau glatt als Mann ansehen, wenn sie ganz normal mitarbeitet und im Zweifelsfall übersehen, wenn sie das nicht tut. Beleidigen? Mobben? Die bekommen doch den Mund gar nicht auf und haben bei Muttern gelernt, dass man zu Frauen höflich ist.
Glauben Sie mir nicht! Sehen Sie für sich selbst. Gehen Sie zum Linuxstammtisch.

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angelobonn 08.08.2017, 16:06
109. Schlimme Zustände

Es ist wirklich schlimm, dass man für das sachliche Äußern der eigenen Meinung in den USA inzwischen gekündigt wird, weil sie den Genderideologen nicht gefällt. Unabhängig davon, was man von der Meinung des Mitarbeiters hält, es seine Kündigung im ehemaligen Land der Freiheit ein Skandal.

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