Forum: Netzwelt
Sexistisches Schreiben eines Google-Mitarbeiters: Natürlich besser
REUTERS

Frauen sind aus biologischen Gründen schlechter für die Tech-Branche geeignet als Männer, schreibt ein Google-Mitarbeiter. Seine Argumentation geht aber nicht auf - und wäre besser im Google-Intranet versandet.

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sarkasmis 08.08.2017, 16:55
150.

Zitat von petrapanther
"Sexistisch (und gegebenenfalls auch rassistisch) ist vor allem die unbewiesene Behauptung, dass (weiße) Männer daran schuld seien, dass es in der Tech-Branche so wenig Frauen und Schwarze gibt." Das ist ein klassischer antifeministischer Strohmann. Wenn jemand Schuld ist, dann wohl noch am ehesten die Führungsetage - und in dieser sind weisse Männer nun einmal überrepräsentiert. Aber Schuld sind sie nicht, WEIL sie weiss und männlich sind - Sie verwechseln Korrelation und Kausalität. "Genderwissenschaften leben davon aus Korrelationen auf Kausalitäten zu schließen was wissenschaftlicher Nonsens ist." Ach ja? Dann haben Sie doch sicher ein paar Beispiele zur Hand, oder? "Fakt ist, dass es weniger gute Informatikerinnen als Informatiker gibt, die für einen Job im Silicon Valley in Frage kommen." Und dafür haben Sie sicher einen Beleg, oder? Eine belegte Tatsache ist vielmehr, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts schlechter beurteilt werden, sogar im wissenschaftlichen Bereich. "Bevor als Männer oder Firmen irgendwelchen Beschuldigungen ausgesetzt werden, muss man erst einmal sämtliche alternativen Ursachen vollständig überzeugend ausschließen. Bis dahin ist alles andere schlicht sexistische Verleumdung." Und wenn das wider Erwarten gelingt, dann wird Mitforist 'sarkasmis' die Torpfosten schnell noch ein wenig nach hinten verschieben.
Sie sind ein wunderbares Beispiel dafür, was an der feministischen Diskussion unwissenschaftlich und ideologisch ist.
Sie unterstellen mir ein Strohmannargument nur um mein Argument dann zu bestätigen! Zu sagen: die Führungsetage ist weiß und männlich, also muss der Mangel an Frauen in der Techbranche an diesen Kerlen liegen ist genau der unwissenschaftliche Schluss von Korrelation auf Kausalität den ich meine.
Und der Ausschluss aller alternativen Ursachen ist kein "Verschieben von Torpfosten", sondern schlicht wissenschaftlicher Standard, auch wenn er in den Sozialwissenschaften ständig verletzt wird.
Feministische Rethorik ersetzt keine Argumente.

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Analog 08.08.2017, 16:56
151. Warum sollte man dann überhaupt

Zitat von monteclara
Leider bekommt man nicht einmal eine Minimumquote von 10% zusammen, da es nicht genug ausgebildete Softwareentwicklerinnen gibt. Wie soll man 50% einstellen, wenn nur 3% diesen Beruf erfolgreich ergreifen.
auf die Idee kommen, diese 50% zu erreichen? Wenn die Frauen kein Bock auf diesen Beruf haben (was ich verstehen kann) dann ist doch auch gut.

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petrapanther 08.08.2017, 16:57
152.

Zitat von Esib
Und deswegen gibt es auch beim Schach getrennte Meisterschaft und Weltranglisten für Frauen und Männer. Wobei: Frauen ist es gestattet bei den Männern mitzuspielen, umgekehrt nicht. Führt man beide Weltranglisten zusammen, ist in den Top 100 gerade einmal eine Frau zu finden. Soweit zum Thema "Diese Menschen arbeiten mit Hirn, Auge und Fingern."
Ach Gottchen, das ist doch ein ganz alter Hut! Die besseren Ergebnisse der männlichen Spieler lassen sich vor allem darauf zurückführen, dass viel mehr Männer als Frauen Schach spielen. Simpelste Statistik! Aus demselben Grund ist Deutschland besser im Fussball als San Marino - und nicht, weil Deutsche von Natur aus begabter sind als San Marinesen (heissen die so?).

https://phys.org/news/2009-01-men-higher-women-chess-biological.html

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horstu 08.08.2017, 16:58
153. Biologie als Fundament

Bei diesen Gelegenheiten wird gerne der Spruch geäußert, "Biologie ist kein Schicksal". Dies ist leider falsch, denn das Gehirn ist ein autopoietisches System, d.h. wir können tatsächlich nur mit dem arbeiten, was uns unser Gehirn zur Verfügung stellt. Unsere neuronale Struktur bestimmt ganz maßgeblich unsere Wahrnehmung, unser Denken, und unser Empfinden, ist also unser "Schicksal". Und Gehirne unterscheiden sich nun mal von Geschlecht zu Geschlecht, und von Kultur zu Kultur (aber natürlich auch von Individuum zu Individuum). Die Unterschiede beginnen sich schon nach wenigen Tagen zu bilden, und basieren auf unseren Genen, unterschiedlicher Ernährung, Umwelteinflüssen usw. Wer einerseits die postfaktische Gesellschaft beweint, darf dann konsequenterweise keine Positionen der "Gender studies" vertreten, denn diese basieren auf reinen Behauptungen zum Zwecke der Ideologiebewahrung.

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FocusTurnier 08.08.2017, 17:01
154. Gleichstellungsparadoxon

Zitat von ssissirou
Setzen Sie vor "Frauen" einfach "deutsche", dann stimmt es, denn da ist der Frauenanteil in Informatik, Mathematik etc. tatsächlich sehr niedrig. Aber anderswo in der Welt gibt es auch Frauen. Hier etwas zum Lesen: http://mod.iig.uni-freiburg.de/cms/fileadmin/publikationen/online-publikationen/Frauenanteil.Informatik.International.pdf
Und fällt Ihnen dabei nichts auf?
Das nennt man Gleichstellungsparadoxon.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hjernevask

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petrapanther 08.08.2017, 17:03
155.

Zitat von jollen
Das Argument von diesem ehemaligen Google-Angestellten war: Es gibt nicht genug Frauen in der Informatik, um 50% der Stellen zu besetzen. Das mit den Schimpansen kommt von Ihnen. Er hat sich nur mit Statistik beschäftigt, nicht mit Primatenforschung.
Der Typ hat unter anderem folgendes verfasst:

"On average, men and women biologically differ in many ways. These differences aren’t just socially constructed because:
- They’re universal across human cultures
- They often have clear biological causes and links to prenatal testosterone
- Biological males that were castrated at birth and raised as females often still identify and act like males
- The underlying traits are highly heritable
- They’re exactly what we would predict from an evolutionary psychology perspective"

Mehr Details werden nicht genannt, um diesen Schwachsinn zu belegen, aber der letzt Satz spricht Bände. In der Pseudowissenschaft genannt 'Evolutionäre Psychologie' werden Tierversuche gern direkt auf komplexe menschliche Verhaltensweisen übertragen.

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genewolfe 08.08.2017, 17:03
156.

Zitat von ArRah
Hallo, ich bin auch Softwareentwickler. Natürlich ist es so, dass dieser Bereich DERZEIT Frauen tendenziell nicht liegt. Wobei, die wenigen weiblichen Softwareentwickler die ich kennengelernt habe überdurchschnittlich gut waren. Die Frage ist: ist das ein Problem? Meine Antwort wäre ja. Softwareentwickler ist ein Beruf der wie wenige Andere die Ausrichtung der Gesellschaft bestimmt. Ähnliches gilt für Manager, Banker, Politiker, Journalist, Polizist, Richter und Lehrer. Ich denke, dass es Gesamtgesellschaftlich sinnvoll ist zu versuchen solche Schlüsselberufe divers zu besetzen. Es gibt einen Grund warum es solche Diskussionen bei Lehrern und Managern häufiger gibt als bei Krankenpflegern und der Müllabfuhr. Nun könnte es wirklich sein, dass Frauen biologisch für diesen Job weniger geeignet sind. So sind z.B. Frauen tendenziell schlechter für die Bauarbeit geeignet. Das wäre ein Problem, wenn Bauarbeiter ein solcher gesellschaftsgestaltender Beruf wäre, aber eines, dass kaum zu lösen wäre. Trotzdem wäre es in so einem Fall sinnvoll den wenigen Frauen die Bauarbeiterin werden wollen dabei zu fördern. Unabhängig von dieser sinnvollen Förderung (die ja in dem Memo kritisiert wird) ist es im Fall der MINT-Fächer aber so, dass recht gut bekannt ist warum Frauen hier diese Berufe nicht gerne ausüben. Dass dies nicht biologisch sondern kulturell bedingt ist, verrät schon ein Blick in asiatische Länder. Aber immer wenn man versucht die entsprechenden kulturellen Normen und Geschlechterklischees aufzubrechen kommen Menschen wie in diesem Forum und sagen "ja aber wenn die Frauen doch keine Lust haben..." ohne zu verstehen, dass ja genau das geändert werden soll.
ja sozialistische Entschuldung.
Ich bin natürlich für die Umprogrammierung des Menschen für das kommende Paradies. Und Andersdenkende müssen soweit als möglich ausgemerzt werden. Wir können ihnen ja schon mal den Job wegnehmen.
Okay das war sarkastisch. Ich bin für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ... und auch dafür, dass mehr Frauen Informatik studieren. Aber durch Quotierung und Denkverboten lässt sich das Ziel nicht erreichen.

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annoo 08.08.2017, 17:04
157. Am Thema vorbei.

Zitat von acitapple
Ganz einfaches Beispiel: in Schweden ist die Gleichberechtigung wohl am weitesten fortgeschritten. Trotzdem erkennt man dort eben keine gleichmäßige Geschlechterverteilung. Besonders in technischen Berufen ist der Frauenanteil sogar unterdurchschnittlich. Warum ? Weil Frauen gewisse Vorlieben haben, die in eher sozialen Berufen zu finden sind, aber gar nicht in technischen Berufen. Also suchen sie sich aus was sie wollen und offenbar sind Frauen lieber Lehrerinnen als Programmiererinnen. Mir ist immer noch nicht klar, warum man nun mit aller Gewalt versuchen möchte Frauen in Berufe zu drängen, von denen sie offenbar nicht sehr angetan sind. Oder versucht man nun Männer zu Kindergärtnern zu überreden ? Lasst die Leute doch tun was sie wollen. Wenn keine Frau bei der Müllabfuhr arbeiten will, dann ist das eben so.
Dass man Menschen in Berufe drängen soll, in die sie nicht passen, war ja gar nicht Tenor des Artikels und ist ja auch nicht sinnvoll.

Zu ihren Beispielen: In unserer Kita gab es einen männlichen Erzieher - der mohte seinen Job und die Kinder haben ihn geliebt. Immer hing ihm mindestens ein Mädchen am Arm (er war ausrangierter Leistungssportler). Es tut gut, wenn Rollenklischees aufgehoben werden, denn nicht jeder Mann ist gleich, nicht jede Frau. Ich habe neulich auch Frauen bei der Müllabführ gesehen und die schienen ihr Ding gut zu machen. Wieso sollte man also Klischees zementieren? Ich schaue doch lieber darauf, was der einzelne Mitarbeiter für das Unternehmen leistet und nicht nur, was "die Frauen" oder "die Männer" im Durchschnitt zu leisten fähig oder bereit sind zu leisten.

Ob man den Google-Mitarbeiter gleich hätte kündigen müssen? Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen man hätte den Mitarbeiter einen Aufsatz schreiben lassen, weshalb unterschiedliche Qualifikationen unterschiedlicher Mitarbeiter wichtig sind um unterschiedliche Kundenbedürfnisse bestmöglich befriedigen zu können. So hat er nichts gelernt.

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GueMue 08.08.2017, 17:05
158. Lieber schwätzen, spart denken

Ist das Motto des Kommentars. Wo käme man hin, wenn man Lesen muesste, worüber man schreibt, wenn es einem nicht in den ideologischem Kram passt. Zudem dauert es laenger und Geld gibts pro Zeile.

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Renée Bürgler 08.08.2017, 17:05
159. Bei diesen Zuständen in USA

waren es die Leute, vor allem die weißen Männer, einfach nur noch leid.

Deshalb, genau deshalb, haben sie Trump gewählt.

Ich hätte es auch getan.

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