Forum: Netzwelt
Sexistisches Schreiben eines Google-Mitarbeiters: Natürlich besser
REUTERS

Frauen sind aus biologischen Gründen schlechter für die Tech-Branche geeignet als Männer, schreibt ein Google-Mitarbeiter. Seine Argumentation geht aber nicht auf - und wäre besser im Google-Intranet versandet.

Seite 24 von 47
Renée Bürgler 08.08.2017, 18:23
230. Der Feminismus ist das Grundübel unserer Zeit.

Er hetzt Männer gegen Frauen.
Er schränkt die Freiheit der Rede ein.
Er diskriminiert Männer.
Er ist ein moralisches Totschlag-System wie eine Religion.
Er ist eine ideologische Heilslehre, die unwissenschaftlich ist und andere Meinungen nicht gelten lässt, weil er sich als im Alleinbesitz der Wahrheit erklärt.

Der Feminismus ist wie jeder -ismus menscheinfeindlich und gehört auf den Müllhaufen der Geistesgeschichte.

Beitrag melden
Renée Bürgler 08.08.2017, 18:25
231. Der Feminismus ist das Grundübel unserer Zeit.

Er hetzt Männer gegen Frauen.
Er schränkt die Freiheit der Rede ein.
Er diskriminiert Männer.
Er ist ein moralisches Totschlag-System wie eine Religion.
Er ist eine ideologische Heilslehre, die unwissenschaftlich ist und andere Meinungen nicht gelten lässt, weil er sich als im Alleinbesitz der Wahrheit erklärt.

Der Feminismus ist wie jeder -ismus menscheinfeindlich und gehört auf den Müllhaufen der Geistesgeschichte.

Beitrag melden
robeuten 08.08.2017, 18:26
232.

Zitat von perspective
Das Memo ist inzwischen als PDF mit allen Links und Abbildung online verfügbar, z.B. unter https://assets.documentcloud.org/documents/3914586/Googles-Ideological-Echo-Chamber.pdf Es lohnt sich, den Text selbst einmal zu lesen. Insbesondere weil in vielen Artikeln Aussagen verzerrt oder übergeneralisierend wiedergegeben werden.
naja, wir haben doch schon vor etlichen Jahren gelernt, daß man einen Text nicht gelesen haben muß, um darüber zu urteilen (Fr. Merkel bezeichnete ein Buch eines SPD-Politikers als "nicht hilfreich", ohne auch nur den Klappendeckel gelesen zu haben...)
Ich habe das statement überflogen, und, wie hier schon andere festgestellt haben, wird da sehr vorsichtig formuliert der derzeitige Stand der (natur)wissenschaftlichen Forschung reflektiert.

Kann mir Fr. Gruber das Paradoxon erklären, warum, je freier eine Gesellschaft ist, umso weniger Frauen in "Männerberufen" zu finden sind? Im Iran muß frau sich ihren Status gegen einen durch und durch patriarchale Gesellschaft durch ein Ingenieursstudium ertrotzen, in Norwegen ist frau als Krankenschwester voll akzeptiert: https://de.wikipedia.org/wiki/Hjernevask#Das_Gleichstellungsparadox

Beitrag melden
annoo 08.08.2017, 18:27
233. Simpel

Zitat von genewolfe
... und wenn die Frauen einfach nur keine Lust darauf haben ?
Abgesehen davon, dass es "die Frauen" nicht gibt, genau so wenig, wie es "die Männer" gibt - so simpel, wie Sie das geschrieben haben, können Sie eigentlich gar nicht sein. Oder doch?

Wenn Frauen grundsätzlich keine Lust auf den IT-Job hätten, wäre sie dort nicht vertreten. Sind sie aber, nur eben in deutlich geringerer Anzahl. Die Gründe dafür sind vielschichtig, auch wenn Menschen wie Sie einfache Argumente zu lieben scheinen.

Und die Lust bei Frauen auf mehr IT wird ganz sicher nicht geweckt durch einen Nerd, der irgendeine reaktionäre Meinung ins interne Netz spuckt, anstatt seinen IT-Job zu machen. Er hat damit der Branche keinen Gefallen getan, im Gegenteil, er hat jedem gut denkenden Menschen (ja, Männer und Frauen!) gezeigt, dass man sich der Branche besser fern hält.

Beitrag melden
robeuten 08.08.2017, 18:30
234.

Zitat von herr.ribert
Es gibt mittlerweile eine Stellungnahme von vier relativ bekannten Psychologen diverser Ausrichtungen, die der Autorin des Spiegel-Artikels in vermutlich allen vorgebrachten Punkten widersprechen. Mich würde hier eine Stellungnahme Seitens der Redaktion interessieren, da die "Fakten" nunmal doch andere zu sein scheinen. Quellen (quillette ist momentan down, daher der link ins archiv): http://quillette.com/2017/08/07/google-memo-four-scientists-respond https://web.archive.org/web/20170808013732/http://quillette.com/2017/08/07/google-memo-four-scientists-respond/
DANKE, sehr interessant!

Beitrag melden
coralie.berger-leroc 08.08.2017, 18:30
235. Vom Begriff der Wissenschaft

Innerhalb so kurzer Zeit so viele Forumsbeiträge - die Autorin scheint ja einen wunden Punkt getroffen zu haben. Zum Inhalt: wer versucht, Frauen mit "wissenschaftlichen" Argumenten die Fähigkeit zur Informatik abzusprechen, kann nur scheitern. Denn da wären viele Fragen zu klären. Welche Disziplin soll hier zuständig sein? Neurologie? Neurobiologie? Biologie? Psychologie? Pädagogik? Und zu denen, die glauben, Frauen hätten in bestimmten Tests schlechter oder besser abgeschnitten: Jedes Messergebnis ist immer nur so gut wie das Messinstrument. Oder, wie mein Statistik-Prof zu sagen pflegte: "Wer misst, misst Mist." Und dann werfen wir doch mal einen Blick auf frühere "wissenschaftliche" Erkenntnisse. Da wurde "wissenschaftlich" festgestellt, dass Menschen Geschwindigkeiten von mehr als 30 Stundenkilometern nicht vertragen, also bloß nicht mit diesen neumodischen Eisenbahnen fahren! Und Onanieren führt zu Rückenmarkschwund, "wissenschaftlich" bewiesen! Fazit: die Frage ist doch, ob wir Frauen weiterhin von der IT ausschließen WOLLEN oder nicht, und nicht wenige Männer, die um ihre Privilegien fürchten, wollen das natürlich. Und wer ist eigentlich "wir"? Ich war kürzlich auf einem Kongress internationaler Technikerinnen und Naturwissenschaftlerinnen. Die Osteuropäerinnen wie auch die Araberinnen konnten sich nur ausschütten vor Lachen über die Schrulle, dass in den westlichen Industrienationen ernsthaft jemand behauptet, das weibliche Gehirn eigne sich nicht für Mathe und Informatik. Ich persönlich glaube ja, es sind die fehlenden Vorbilder, die Frauen (leider!) von den MINT-Fächern abhalten. Welche hat schon eine Mutter, eine Tante, die das studiert hat? Das und nebenbei bemerkt oft ein grottenschlechter Matheunterricht, der übrigens auch zweifelnden Jungen einredet, Mathe sei ja sooo schwer und man müsse da sooo viel tun.

Beitrag melden
spdf 08.08.2017, 18:32
236. re

Zitat von ssissirou
Mein bescheidenes Beispiel dazu: mein Vater war ein guter Schachspieler und hat es meinem Bruder beigebracht. Irgendwann wollte ich es auch lernen. Die ersten Reaktionen von beiden waren: "das ist aber sehr schwer", "dazu bist Du noch zu klein" (und das obwohl mein Bruder nicht älter war, als er es gelernt hat), "das ist nichts für Mädchen". Das war noch nicht einmal böse gemeint, sie waren davon überzeugt. Skat haben sie mir allerdings gerne und mit Geduld beigebracht, da brauchten sie den dritten "Mann".
Sie hätten aber genug Gelegenheiten gehabt Schach anderweitig zu lernen.

Beitrag melden
robeuten 08.08.2017, 18:32
237.

Zitat von Analog
"Der Autor des Memos beschwert sich in seinem Text passenderweise außerdem über eine "ideologische Echokammer". Menschen, die denken wie er, würden angeprangert und so zum Schweigen gebracht." Ihn hat man gefeuert und alles ist wieder gut. (?) Kenne mich in dieser Branche nicht aus, aber in anderen schon. Beispiel: In der kompl. High End Szene gibt es keine Frau, die sich mit Röhrenverstärkern, Plattenspieler, Lautsprecherbau beschäftigt. Warum ist das so? Auto Tuning ähnlich, beim Modellbau das gleiche... Die ganzen neuen technischen Erfindungen, kommen von Männern und warum ist das so? Nach meiner Meinung liegen die Interessen und Leidenschaften bei Männern und Frauen anders gewichtet. Habe einen Typ kennen gelernt, der beschäftigt sich seit vier Jahren damit, einen neuen Hornlautsprecher zu bauen. Die komplette Freizeit und sein ganzes Geld fließt in das Projekt. Kennt jemand hier im Forum so eine "verstrahlte" Frau, die ein ähnliches Projekt im technischen Bereich am laufen hat ? Nein? Komisch, Frauen und Männer sind doch gleich...
es gibt übrigens auch eine massive Geschlechtsimbalance bei Fetischen (und nichts anderes ist "High-End" ja!)...

Beitrag melden
petrapanther 08.08.2017, 18:32
238.

Zitat von Esib
Es ist das typisch feministische mit dem Fuß auf den Boden stampfen und "Aber trotzdem" zu sagen. Richtig ist, dass das Verhältnis von Männer zu Frauen in dieser Sportart bei 1:10 liegt. Doch niemand hindert Frauen daran, Schach zu spielen. Warum also diese Diskrepanz? Unabhängig davon ist die Aussage es sei "simple Statistik" nur ein Beleg dafür, dass Sie Statistik nicht beherrschen oder bewusst fehlinterpretieren. Denn selbst wenn man den geringeren Frauenanteil in dieser Sportart zu Grunde legt, ist, wenn man die Statistik bemüht, deren Anteil an den Top 100-Spielern um den Faktor 10 zu niedrig. Doch sicherlich werden Sie mir gleich erklären, dass Frauen da ja ganz fürchterlich strukturell diskriminiert werden und durch gläserne Decken, Wände und andere durchsichtige Ablenkungsmanöver behindert werden. Einfach weil nicht sein kann, was nicht sein darf: Dass Frauen und Männer (im Durchschnit!!) ganz unterschiedliche Talente und Interessen habe, die nichts mit "gesellschaftlicher Konditionierung" zu tun haben.
"Denn selbst wenn man den geringeren Frauenanteil in dieser Sportart zu Grunde legt, ist, wenn man die Statistik bemüht, deren Anteil an den Top 100-Spielern um den Faktor 10 zu niedrig."

Sie behaupten also, die Gaussglocke sei linear, verstehe ich Sie da richtig? Oder wie kommen Sie auf den Faktor 10? Jetzt bin ich wirklich gespannt!

Beitrag melden
robeuten 08.08.2017, 18:34
239.

Zitat von DougStamper
Man kann das eben nicht diskutieren! Da gibt es schlicht und ergreifend nichts zu unterscheiden. Es geht hierbei nicht um eine körperliche Geschichte wo Frauen genetisch bedingt benachteiligt sind (Straßenbauer etc.). Es handelt sich um Programmierer. Diese Menschen arbeiten mit Hirn, Auge und Fingern. Die sind bei Mann und Frau vollständig gleich vorhanden. Es gibt keinen genetischen Grund der die "Meinung" dieses Chauvis deckt. Er ist denk ich einfach verängstigt wenn Frauen plötzlich in seinen Hoheitsbereich eindringen. Ich denke da ein bisschen an Rajesh aus big bang theory.
ahem, auch Ihnen ist zu empfehlen, einfach mal den Originaltext zu lesen. Und, nein, "Angst" haben wir pösen Männer in MINT-Berufen überhaupt nicht; im Gegenteil, ich freue mich über die guten Frauen in meinem Team... und berichte an eine Frau - so what?

Beitrag melden
Seite 24 von 47
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!