Forum: Netzwelt
Sexistisches Schreiben eines Google-Mitarbeiters: Natürlich besser
REUTERS

Frauen sind aus biologischen Gründen schlechter für die Tech-Branche geeignet als Männer, schreibt ein Google-Mitarbeiter. Seine Argumentation geht aber nicht auf - und wäre besser im Google-Intranet versandet.

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Spiegelsicher 08.08.2017, 18:35
240. Das überrascht mich jetzt schon ...

Zitat von annoo
Und die Lust bei Frauen auf mehr IT wird ganz sicher nicht geweckt durch einen Nerd, der irgendeine reaktionäre Meinung ins interne Netz spuckt, anstatt seinen IT-Job zu machen. Er hat damit der Branche keinen Gefallen getan, im Gegenteil, er hat jedem gut denkenden Menschen (ja, Männer und Frauen!) gezeigt, dass man sich der Branche besser fern hält.
... dass Sie das schreiben, wo Sie doch zuvor so vor Vorurteilen, Pauschalisierungen und Verallgemeinerungen gewarnt haben. Jetzt erklären Sie, weil ein Einzelner - wohgemerkt: Ihrer Meinung nach - etwas Falsches in einem (1) Brief geschrieben habe, sei die ganz Branche "besser zu meiden".

Logik war nicht Ihr Hauptfach, richtig?

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robeuten 08.08.2017, 18:35
241.

Zitat von keine-#-ahnung
... warum 6.567.835 richtige und selbsternannte Politolog**innen (korrekt geschrieben?) immer noch "forschen", warum Trump zum Präsidenten der USA gewählt wurde. Und zu keinem Ergebniss kommen ... :-) Oder weshalb in old Germany im Bündel rot-grüne Koalitionen verschwinden. "Im Kern zeugt seine Argumentation weder von einem großen Verständnis für Genderfragen" Au weia ...
naja, ich zeige z.B. auch wenig Verständnis für Alchimie, Metaphysik, Gesundbeten und Hexerei :-). Ja, "gender studies" sind so ziemlich das exakte Gegenteil von Wissenschaft!

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robeuten 08.08.2017, 18:37
242.

Zitat von curiosus_
...warum gründen die Mädels nicht einfach start ups die sich, in Konkurrenz zu den männlich dominierten Firmen, am Markt durchsetzen? Warum soll das nur mit Schutzzone gehen? Warum wurden alle aktuellen big player auf dem Gebiet von Männern aufgebaut?
natürlich, weil die Frauen alle benachteiligt wurden! Und genau deshalb fordere ich jetzt eine Quote für Starkstromelektrikerinnen, Müllwerkerinnen, Maurerinnen, Industrietaucherinnen und andere Berufe, die weit weg von der Kaffeemaschine werken müssen...

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petrapanther 08.08.2017, 18:39
243.

Zitat von Spiegelsicher
... ich möchte Sie in Ihrem Hang zur Kontrafaktizität nicht gerne stören, aber die US-Girls sind Fussball-Rekord-Weltmeister, -Rekord-Olympiasieger und -Rekord- (wie auch aktuell) Weltranglistenerster (über 4000 Tage). Mehr geht schlichtweg nicht. Sorry, aber leben eigentlich alle RadialfeministInnen unter dem gleichen Stein, so tief unter der Erde?
Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass ich 'Amerikaner' schrieb und nicht 'Amerikanerinnen'. Und um bei Ihrem Argument zu glauben, Sie sind dann wohl der Ansicht, dass amerikanische Frauen biologisch zum Fussballspielen geeignet sind, amerikanische Männer aber nicht. Denn schliesslich ist alles bis ins kleinste Detail biologisch determiniert!

Und was ist eine 'Radialfeministin'? Ist das dasselbe wie eine sphärisch symmetrische Frauenrechtlerin?

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Renée Bürgler 08.08.2017, 18:41
244.

Zitat von coralie.berger-leroc
Innerhalb so kurzer Zeit so viele Forumsbeiträge - die Autorin scheint ja einen wunden Punkt getroffen zu haben. Zum Inhalt: wer versucht, Frauen mit "wissenschaftlichen" Argumenten die Fähigkeit zur Informatik abzusprechen, kann nur scheitern. Denn da wären viele Fragen zu klären. Welche Disziplin soll hier zuständig sein? Neurologie? Neurobiologie? Biologie? Psychologie? Pädagogik? Und zu denen, die glauben, Frauen hätten in bestimmten Tests schlechter oder besser abgeschnitten: Jedes Messergebnis ist immer nur so gut wie das Messinstrument. Oder, wie mein Statistik-Prof zu sagen pflegte: "Wer misst, misst Mist." Und dann werfen wir doch mal einen Blick auf frühere "wissenschaftliche" Erkenntnisse. Da wurde "wissenschaftlich" festgestellt, dass Menschen Geschwindigkeiten von mehr als 30 Stundenkilometern nicht vertragen, also bloß nicht mit diesen neumodischen Eisenbahnen fahren! Und Onanieren führt zu Rückenmarkschwund, "wissenschaftlich" bewiesen! Fazit: die Frage ist doch, ob wir Frauen weiterhin von der IT ausschließen WOLLEN oder nicht, und nicht wenige Männer, die um ihre Privilegien fürchten, wollen das natürlich. Und wer ist eigentlich "wir"? Ich war kürzlich auf einem Kongress internationaler Technikerinnen und Naturwissenschaftlerinnen. Die Osteuropäerinnen wie auch die Araberinnen konnten sich nur ausschütten vor Lachen über die Schrulle, dass in den westlichen Industrienationen ernsthaft jemand behauptet, das weibliche Gehirn eigne sich nicht für Mathe und Informatik. Ich persönlich glaube ja, es sind die fehlenden Vorbilder, die Frauen (leider!) von den MINT-Fächern abhalten. Welche hat schon eine Mutter, eine Tante, die das studiert hat? Das und nebenbei bemerkt oft ein grottenschlechter Matheunterricht, der übrigens auch zweifelnden Jungen einredet, Mathe sei ja sooo schwer und man müsse da sooo viel tun.
Sie mögen ja recht haben.
Oder auch nicht.
Keine Ahnung...

Aber halten Sie es für in Ordnung, jemandem, der eine andere Meinung vertritt, einfach so aus dem Job herauszuwerfen?

Darf nur eine bestimmte Meinung öffentlich angstfrei vertreten werden? Und ist es in Ordnung, die Äußerung anderer Meinungen zu unterdrücken?

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Plumbum 08.08.2017, 18:44
245.

Zitat von petrapanther
"Denn selbst wenn man den geringeren Frauenanteil in dieser Sportart zu Grunde legt, ist, wenn man die Statistik bemüht, deren Anteil an den Top 100-Spielern um den Faktor 10 zu niedrig." Sie behaupten also, die Gaussglocke sei linear, verstehe ich Sie da richtig? Oder wie kommen Sie auf den Faktor 10? Jetzt bin ich wirklich gespannt!
Ich kenne die Gaussglocke. Die macht jeden Sonntag früh einen verdammten Lärm.

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annoo 08.08.2017, 18:45
246.

Zitat von steueragent
Was besseres fällt Ihnen zum Feierabend auch nicht ein? Was denken Sie, wie viele Gedanken sich ein Chef von sagen wir mal einem kleinen Zwanzigmann-Softwareunternehmen Tag und Nacht über sein Personal macht? Der würde auch einen rosaroten Pinguin einstellen, wenn der vernünftige Arbeit abliefern würde. Sie glauben wohl nicht im Ernst, dass der sich den Luxus erlauben kann nach Männlein und Weiblein zu unterscheiden? Der nimmt was er kriegen kann, nur funktionieren muss er/sie. Unterhalten Sie sich mal mit einer Führungskraft, wenn Sie eine kennen, dann müssen Sie sich nicht mehr so einen Unsinn ausdenken von wegen Diskriminierung von Frauen.
Wo habe ich was zu Diskriminierung geschrieben? Das haben Sie sich in Ihrem kleinen Köpflein ausgedacht. Ich hatte geschrieben, dass es sinnvoll ist, Mitarbeiter divers zu besetzen, weil Kunden meist auch divers sind. Wenn Sie daraus was über Diskriminierung von Frauen lesen, leiden Sie an Verfolgungswahn (das Gefühl habe ich bei Vielen hier).

Ach, übrigens, ich BIN Führungskraft. Und ich entscheide bei Personaleinstellungen nicht nach männlich/weiblich sondern nach Eignung. Und jetzt?

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postnational 08.08.2017, 18:49
247. Freiheit ist ein abstrakter Wert für alle und nicht nur für einzelne

Zitat von Renée Bürgler
"diskriminierende Propaganda"... Nennen Sie es wie Sie wollen, es ist und bleibt eine Meinungsäußerung. Die mit wissenschaftlichen Ergebnissen unterfüttert ist, ob die stimmen oder nicht, wissen Sie nicht und weiß ich nicht. Eine andere, einem selbst nicht passende Meinung als "diskriminierende Propaganda" abzuwerten, ist erlaubt. Es ist ebenfalls eine Meinungsäußerung. Was aber nicht erlaubt ist, ist eine Diskriminierung als Bestrafung für eine Meinungsäußerung, die strafrechtlich nicht relevant ist.
Oh, doch. Selbstverständlich kann ein liberales Unternehmen, das vom Vertrauen seiner Kunden abhängt, sich gar nicht erlauben, daß ihre Mitarbeiter bestimmte soziale Gruppen als biologisch zu blöd diffamieren. Im privaten Bereich kann jeder diskriminierende Meinungen vertreten, wie er Zuhörer findet, aber wer dergleichen an seinem Arbeitsplatz durchsetzen will, wird in den USA zum Glück besser gestoppt als hier – der Amerikanische Traum gilt für alle und nicht nur wie hier für diejenige, die am erfolgreichsten anderen vereiteln, wofür es sinnigerweise auch keinen deutschen Wikipedia-Eintrag gibt: https://en.wikipedia.org/wiki/Life,_Liberty_and_the_pursuit_of_Happiness

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petrapanther 08.08.2017, 18:50
248.

Zitat von spdf
Wie viele Frauen Schach spielen ist nicht egal. Jede Frau die Schach spielen will kann das tun. Niemand hält sie davon ab. Die Schachweltmeisterschaft für Frauen gibt es seit 1927. Von daher ist anzunehmen, dass die biologische Neigung für ein derartiges Spiel nicht so stark ausgeprägt ist wie bei Männern. Abgesehen davon ist es schwierig ist von der Anzahl der Personen auf Toptalente zu schließen. Warum bringen die Niederlande reihenweiße Topspieler (Fußball) hervor, und andere wesentlich bevölkerungsreichere Länder nicht?
"Wie viele Frauen Schach spielen ist nicht egal. Jede Frau die Schach spielen will kann das tun. Niemand hält sie davon ab. Die Schachweltmeisterschaft für Frauen gibt es seit 1927. Von daher ist anzunehmen, dass die biologische Neigung für ein derartiges Spiel nicht so stark ausgeprägt ist wie bei Männern. "
Was für eine 'biologische Neigung'? Warum um alles in der Welt sollte es von 'der Biologie' (was meinen Sie überhaupt damit?) abhängen, welche Sportart von wem praktiziert wird?
In Grossbritannien ist Rugby enorm populär, in Deutschland ist es bestenfalls eine Randsportart. Mit Handball ist es genau umgekehrt. Die amerikanischen Frauen sind Weltmeister im Fussball, die amerikanischen Männer dagegen - nun ja. Und Sie sind der Meinung, dass all dies 'biologisch' prädestiniert sei? Wie kommen Sie darauf?

"Abgesehen davon ist es schwierig ist von der Anzahl der Personen auf Toptalente zu schließen."
Nein, gar nicht. Mehr Menschen bedeutet mehr Talente. Ob diese entdeckt und gefördert werden, ist eine völlig andere Frage.

"Warum bringen die Niederlande reihenweiße Topspieler (Fußball) hervor, und andere wesentlich bevölkerungsreichere Länder nicht?"
Weil Holland traditionell eine starke Talentförderung hat und hervorragende Arbeit im Jugendbereich leistet. Woran soll es sonst liegen?

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Kalle%$ 08.08.2017, 18:52
249. Nochmal eine Schritt zurück

zeichenkette heute, 14:31 Uhr
27.
[Zitat von genewolfeanzeigen...] Natürlich müssen in der Softwareentwicklung nicht unbedingt 50% Frauen tätig sein. Aber wenn es nur 2% sind, dann liegt das garantiert an etwas anderem als daran, dass Frauen (also alle Frauen) dafür nicht begabt wären. Und genau darum geht es, denn wenn man sagt dass "Frauen" (grundsätzlich, alle Frauen) das nicht können und dann keine Frauen einstellt, dann PRODUZIERT man erst solche Verhältnisse, weil Frauen das nicht studieren, wenn es keine andere Frau tut und sie keine Frau kennen, die in diesem Bereich arbeiten. Und von den 98% Männern in diesem Bereich sind viele, die eher unterdurchschnittlich begabt sind und trotzdem einen Job finden. Auch das liegt nicht an der Begabung, sondern an Vorbildern und daran, dass das halt "normal" ist. Vielleicht stimmt es ja, dass aus biologischen Gründen Frauen da im Durchschnitt etwas weniger begabt sind, aber SO weniger begabt sind sie nicht, dass das diese Diskrepanz erklären würde.

Nach meiner Erfahrung reißen sich Firmen wie Google um weibliches Personal und sind nur zu gewillt Frauen in dieser Sparte einzustellen. Der Autor stellt hier die Frage, ob für die tatsächliche Entscheidung die beste Qualifikation entscheidend sein soll oder Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden sollen, um interne Diversity-Vorgaben zu erfüllen. Ich denke nicht, dass es Frauen an positiven Rollenvorbildern mangelt, denn diese sind bereits vorhanden, nur ist die schiere Anzahl der verfügbaren Arbeitskräfte nicht vorhanden, um eine Quote von 50% zu erfüllen.

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