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Sexistisches Schreiben eines Google-Mitarbeiters: Natürlich besser
REUTERS

Frauen sind aus biologischen Gründen schlechter für die Tech-Branche geeignet als Männer, schreibt ein Google-Mitarbeiter. Seine Argumentation geht aber nicht auf - und wäre besser im Google-Intranet versandet.

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petrapanther 08.08.2017, 19:17
270.

Zitat von Spiegelsicher
... die US-Boys waren bei den letzten 6 WM-Turnieren dabei, fast immer in der K.O.-Runde und hatten zwischendurch auch mal den Gold Cup. Natürlich nichts im Verleich zu Jogis11, aber auch alles andere als schlecht. Haben Sie eigentlich wirklich keinen Real-Welt-Bezug abseits ihres Genderheulkreises?
"... die US-Boys waren bei den letzten 6 WM-Turnieren dabei, fast immer in der K.O.-Runde und hatten zwischendurch auch mal den Gold Cup. Natürlich nichts im Verleich zu Jogis11, aber auch alles andere als schlecht."
Ok. Sie kapieren also schlicht nicht, worum es bei der Frage um 'biologische Determinierung' überhaupt geht. Oder Sie wollen es nicht kapieren. Wie auch immer, diese Diskussion dreht sich mittlerweile im Kreis.

"Haben Sie eigentlich wirklich keinen Real-Welt-Bezug abseits ihres Genderheulkreises?"
Wissen Sie, auf diesem primitiven Niveau zu debattieren habe ich keine Lust. Sie können gern das letzte Wort haben - ich werde Ihre weiteren Beiträge ignorieren.

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mrotz 08.08.2017, 19:17
271.

Zitat von spon_3901005
wie "perspective" vorgeschlagen hat, habe ich mal selbst in das Memo reingeschaut, so richtig schlimm sexistisch wie die Autorin des Kommentars uns glauben machen will scheint das aber nicht zu sein: "I’m simply stating that the distribution of preferences and abilities of men and women differ in part due to biological causes and that these differences may explain why we don’t see equal representation of women in tech and leadership. Many of these differences are small and there’s significant overlap between men and women, so you can’t say anything about an individual given these population level distributions." Der Autor des Memos sagt letztlich nur das es es geschlechtsspezifische, statistische NEIGUNGEN und EIGNUNGEN gibt, daher auch auf Seite 3 die beiden Gauss-Verteilungen, der Autoar sagt explizit das jedes Individuum nach seinen konkreten Fähigkeiten beurteilt werden soll. Das ist eben nicht sexistisch, sondern sollte selbstverständlich sein. Die logische Folgerung daraus ist aber nunmal das es dann nie zu einer Gleichverteilung der Geschlechter in bestimmten Berufen kommen kann (außer man würde das von außen erzwingen). Der Autor stellt zur Diskussion ob das Erzwingen einer bestimmten Quote unter diesen umständen Sinvoll und nicht vielleicht schädlich ist. Der Autor hätte aber wohl überhaupt nichts dagegen die individuellen Leistungen ohne ansehen des Geschlechts zu beurteilen.
Tja logisch. Zu logisch für viele Berufshyperventilierer.
Er hat Jehova gesagt!

mfg

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spdf 08.08.2017, 19:19
272. re

Zitat von petrapanther
"Wie viele Frauen Schach spielen ist nicht egal. Jede Frau die Schach spielen will kann das tun. Niemand hält sie davon ab. Die Schachweltmeisterschaft für Frauen gibt es seit 1927. Von daher ist anzunehmen, dass die biologische Neigung für ein derartiges Spiel nicht so stark ausgeprägt ist wie bei Männern. " Was für eine 'biologische Neigung'? Warum um alles in der Welt sollte es von 'der Biologie' (was meinen Sie überhaupt damit?) abhängen, welche Sportart von wem praktiziert wird? In Grossbritannien ist Rugby enorm populär, in Deutschland ist es bestenfalls eine Randsportart. Mit Handball ist es genau umgekehrt. Die amerikanischen Frauen sind Weltmeister im Fussball, die amerikanischen Männer dagegen - nun ja. Und Sie sind der Meinung, dass all dies 'biologisch' prädestiniert sei? Wie kommen Sie darauf? "Abgesehen davon ist es schwierig ist von der Anzahl der Personen auf Toptalente zu schließen." Nein, gar nicht. Mehr Menschen bedeutet mehr Talente. Ob diese entdeckt und gefördert werden, ist eine völlig andere Frage. "Warum bringen die Niederlande reihenweiße Topspieler (Fußball) hervor, und andere wesentlich bevölkerungsreichere Länder nicht?" Weil Holland traditionell eine starke Talentförderung hat und hervorragende Arbeit im Jugendbereich leistet. Woran soll es sonst liegen?
Eine Frau die wirklich Schach spielen will, kann das auch. Warum spielen dann nicht mehr Frauen Schach? Sie brauchen ja kein Team dafür. Also warum spielen nicht mehr Frauen Schach? Weil es der Bruder nicht wollte? Als Erklärung ist das zu einfach. Auf vieles was weibliche Teenager machen, haben Männer keinen Einfluss.

Was die Niederlanden angeht, es gibt auch andere Staaten mit guter bis sehr guter Talentförderung, trotzdem bringen die nicht in derselben Regelmäßigkeit die absoluten Toptalente hervor. Eine große Anzahl von Leuten die eine bestimmte Sportart ausüben ist hilfreich, um generell Talente zu entdecken. Absolut notwendig ist sie jedoch nicht. Absolute Toptalente können auch so hochkommen. In den USA spielen mehr Männer Fußball als in den Niederlanden, trotzdem ist die amerikanische Männer Nationalmannschaft schwach.

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Harry_S 08.08.2017, 19:19
273. Absurde Argumentation

Es gibt zig Berufe, wo kein 50-50 Mann Frau existiert. Auch diese Autorin wird zK nehmen müssen, dass die Mehrheit der Frauen kein Interesse hat Informatik zu studieren und die Mehrzahl der Männer kein Interesse hat, Krankenschwester zu werden. Meine hochintelligente Freundin hat lieber 5 Sprachen studiert, obwohl sie im Abi auch im Mathe 1,0 hatte. Will man ihr oder noch besser Google vorwerfen, dass sie keine Lust auf programmieren hat? Das ist doch absurd. Google ist doch nicht für die Vorlieben der Menschheit verantwortlich! Oder will die Autorin Zwangsgelder gegen Frauen verhängen, die sich erlauben, nicht Informatik studieren zu wollen?

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chrima 08.08.2017, 19:19
274.

Zitat von lucas
Die Zahlen werden Sie uns sicher noch liefern, oder?
Google ist Ihr Freund.

Sowohl in Sachen (Weiter-)Bildung als auch in ideologischer Sicht.

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robeuten 08.08.2017, 19:20
275.

Zitat von hagr
Es ist ganz klar und empirisch belegbar, dass Frauen bei IQ-Tests, die verschiedene Aspekte wie räumliches Denken oder Analogiebilden testen, auf anderen Skalen performen als Männer. Bei so genannten Powertests, wo die Geschwindigkeit grundlegender Denkoperationen getestet wird, sind Frauen im Durchschnitt langsamer. Deswegen gibt es für Frauen und Männer unterschiedliche Normwerte für die Tests. Wenn eine Frau und ein Mann bei einem Powertest einen IQ von 100 haben, denkt die Frau absolut langsamer. Wer das nicht versteht, ist vermutlich ein(e)... Gerade bei abstrakt logischen Denkoperationen sind Frauen im Schnitt langsamer und fehleranfälliger als Männer. Das heißt nicht, dass es die Varianz nicht erlauben würde, dass es auch eine Menge Frauen gibt, die besser als viele Männer in diesen Denkoperarionen sind. Man denke an die kürzlich verstorbene iranische? Mathematikerin zum Beispiel. Wer sich genau an diese Person erinnert, ist vermutlich ein(e)... Es ist natürlich, dass Menschen sich lieber mit Dingen beschäftigen, zu denen sie eine Zugang haben. Entsprechend werden sie durch einen selbstverstärkenden Effekt in diesen Gebieten immer besser, sind auch bereit Hürden, Widerstände und Frustrationen zu ertragen und zu bewältigen, um ihr Tätigkeit fortführen zu können und sich darin zu verbessern. Das Frauen also weniger im Bereich Informatik anzutreffen sind, muss insofern nicht an Diskriminierung liegen. Auch der Weg ein Kind von einem reichen Mann zu bekommen, ist steinig. Viele Frauen meistern das aber trotzdem eher als ein Informatikstudium. Ich weise darauf hin, dass mein Text rein deskriptiv ist und keinerlei Bewertung beinhaltet. Wir bewegen uns außerhalb jeder Vernunft, wenn eine deskriptive Beschreibung der Realität nicht elaubt ist. Sollte jemand sachliche Fehler in meiner Darstellung finden, bitte ich um Korrektur. Ich lerne gerne dazu.
Hallo,

nach meinem Verständnis sind IQ powertests diejenigen, welche beliebige Zeit erlauben (aber eben über den Schwierigkeitsgrad diskriminieren), während IQ speedtests zeitlimitiert sind.
Ändert nix daran, daß bereits die Behauptung, daß Frauen "im Mittel den gleichen IQ" haben, schlicht falsch ist - je nach Testverfahren würden, die Geschlechtsnormalisierung außer Acht gelassen, die Population von Männern 2-5 Punkte besser abschneiden. Auch ist die Normalverteilung eine andere: es gibt ein paar mehr Idioten, als Idiotinnen, und bei IQs jenseits der 130 ist das Geschlechterverhältnis 2:1 (entspricht übrigens auch dem der MENSA-Mitglieder). Wenn man dann überlegt, daß Nobelpreisgewinner, Top-Schachspieler etc. typischerweise klar über 130 liegen, ist damit zumindest zum Teil der große Anteil von Männern erklärt.
Generell "spielt" die Natur bei Männern mehr, da für den evolutionären Fortbestand höchst entbehrlich (ein Mann kann sehr sehr viele Nachkommen zeugen; eine Frau hat eine sehr begrenzte mögliche Anzahl an Nachkommen. Deshalb: mehr Säuglingstote, mehr Autisten, mehr Idioten, aber eben auch mehr Genies....

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Spiegelsicher 08.08.2017, 19:20
276. Was jetzt genau?

Zitat von postnational
Oh, doch. Selbstverständlich kann ein liberales Unternehmen, das vom Vertrauen seiner Kunden abhängt, sich gar nicht erlauben, ...
Liberales Unternehmen oder von den Kunden (und deren Meinungen) abhängig?

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robeuten 08.08.2017, 19:22
277.

Zitat von baal0815
Ich sehe es wie #3. Frauen sind meiner Meinung nach in technischen Fächern deutlich unterrepräsentiert. Und zwar vor allem selbst gewählt. Es gibt regelmäßig Bemühungen von Schulen und Unis, dies zu ändern (Mint etc.). Wer jedoch lieber Kunstgeschichte, Soziologie oder sonstige geisteswissenschaftliche Fächer studiert, sollte dann nicht die Sexismus-Debatte hier reinbringen. Wenn die Zahl männlicher Bewerber für technische Berufe deutlich höher ist, als die der weiblichen Bewerberinnen, dann MUSS das Einstellungsverhältnis auch entsprechend sein. Ansonsten haben wir eine Diskriminierung der männlichen Bewerber. Und das kann ja wohl nicht im Sinne der Genderdiskussion sein ;)
tja, warum studieren deutlich mehr Frauen MINT-Studiengänge in unfreien Gesellschaften wie Iran oder Saudi-Arabien? Ganz einfach - sobald frau sich nicht ihren Platz in der Gesellschaft gegen patriarchale Strukturen erkämpfen muß, wählen Frauen nach ihren Präferenzen.

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annoo 08.08.2017, 19:22
278.

Zitat von Dio_genes
Ja natürlich. Ständig höre ich überall Frauen, die sagen, ich würde ja total gerne Programmiererin werden, aber ich werde ja eh nicht eingestellt ;-) Wenn man etwas will und gut ist, dann schafft man das auch. Aber Frauen jammern ja lieber und dann erziehen die Mütter die Mädchen doch wieder technikfern.
Frauen jammern lieber? Ich nehme das ganz anders wahr hier. Nur mal so als Beispiel: Meine Nichte studierte im Dualen System in einer Männerdomäne (Ingenieursbereich in einem renommierten süddeutschen Unternehmen). Sie schnitt als eine der Besten ab, sowohl was die Noten betrifft, als auch das Soziale betreffend.

Und raten Sie mal, wer als Einzige (!) von den elf Absolventen nicht übernommen wurde? Na? Richtig. Die einzige weibliche Absolventin. Trotz rundum guten Abschneidens. Welche Statistik wollen Sie da nun bemühen?

Wenn man dann noch liest, wie dringend die Branche nach geeigneten Mitarbeitern sucht, ist das noch mehr Schlag ins Gesicht. Ich kann da nur lachen. Oder genaugenommen ist es eher zum Heulen. Vor allem wenn dann so Heuler wie Sie schreiben, Frauen würden lieber jammern...

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Esib 08.08.2017, 19:22
279. Sie irren

Zitat von Sissy.Voss
Ich wußte es. Frauen verstehen keine Statistik. Ich habe anno 1975 meinen ersten Statistik-Kurs (Biometrie) absolviert, mit einem Lehrbuch von Luigi Cavalli Sforza. Klar: Italiener von anno 22, typischer Macho. Und danach sollen Frauen sich richten! Männliche Macho-Statistik, völlig unsensibel gegenüber der viel differenzierteren Betrachtungsweise von Frauen. Eine Standardabweichung sagt vielleicht etwas über die quantitativen Unterschiede aus, über die wahren QUALITATIVEN Unterschiede nicht das Geringste. Und das ist typisch. Männer nützen aus, dass sie vielleicht besser mit Zahlen umgehen können um andere, menschlichere, Sichtweisen zu unterdrücken.
Ich habe bewusst geschrieben: "Unabhängig davon ist die Aussage es sei "simple Statistik" nur ein Beleg dafür, dass Sie Statistik nicht beherrschen oder bewusst fehlinterpretieren." Der entscheidene Punkt sind die letzten beiden Worte, denn Petra Panther hat durchaus gezeigt, dass Sie mit Statistik umgehen kann. Das Problem ist, dass sie es immer dann vergisst, wenn es nicht in ihre Argumentation passt. Und wenn sie schreibt, dass es alles ausschließlich eine Sache der geringeren Anzahl von Frauen gegenüber Männern in dieser Sportart wäre, sich aber nicht daran stört, dass selbst bei dieser einfachen und mit Sicherheit überhaupt nicht "differenzierten" Betrachtungsweise eine massive Diskrepanz zwischen ihrer Behauptung und der Realität auftaucht, nehme ich mir schon das Recht heraus, sie klar darauf hinzuweisen. Wenn das für Sie unzumutbar ist, sagt das mehr über Sie aus als über mich..

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