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Sexistisches Schreiben eines Google-Mitarbeiters: Natürlich besser
REUTERS

Frauen sind aus biologischen Gründen schlechter für die Tech-Branche geeignet als Männer, schreibt ein Google-Mitarbeiter. Seine Argumentation geht aber nicht auf - und wäre besser im Google-Intranet versandet.

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B!ld 08.08.2017, 14:21
20. Aus meiner Sicht

Aus meiner Sicht sind Frauen nicht dumm genug dazu 12 Stunden am Tag in irgendwelchen Kellern über langweile Codes zu brüten. Den paar Programmiererinnen, die ich kenne, können die meisten männlichen ITler nicht das Wasser reichen - die sind richtig klasse.

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adrianhb 08.08.2017, 14:23
21.

Zitat aus dem Artikel: "Die Argumentation: Frauen seien biologisch ungeeignet für Tech-Jobs"
Dieser Mann hat nicht behauptet, dass Frauen ungeeignet für den Programmier-Job sind. Im Gegenteil.
Schade, dass er gekündigt wurde. Hätte gedacht, dass gerade Google sich inhaltlich mit abweichenden Meinungen beschäftigt, statt einfach rauszuschmeißen.

Das zehnseitige Dokument wurde veröffentlicht. Vielleicht wäre es besser, sich das durchzulesen, als es einfach als sexistisch abzustempeln und falsche Inhalte darüber zu verbreiten.
Beim Überfliegen konnte ich keine Passagen entdecken, die eine Kündigung rechtfertigen. Ich vermute, die Autorin hat es sich gespart, die zehn Seiten durchzulesen ...
Wäre natürlich auch blöd, wenn man danach keinen Artikel schreiben kann oder sogar die Kündigung kritisieren muss.

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roenga 08.08.2017, 14:25
22. Verzerrte Wahrnehmung

Der Verfasser stellt in keinster Weise die grundsätzlicher Fähigkeiten von Frauen infrage, er gibt lediglich zu bedenken, ob die unterschiedlichen Gewichtungen bei der Präferenz der Arbeitsfelder zwischen Männern und Frauen gesellschaftlich gewollt und geprägt werden, oder biologisch determiniert sind und kommt zum Ergebnis, das letzteres der Fall ist. Es gibt also seiner Meinung nach einfach mehr Männer als Frauen, die aufgrund ihrer natürlichen Fähigkeiten und Neigungen gewillt und in der Lager sind, in der Tech Branche zu arbeiten, insbesondere in der Softwareentwicklungen. Für diese Erkenntnis ist er jetzt gefeuert worden. Schöne neue (politisch überkorrekte) Welt!
Der Vorwurf, dass er sich nicht auch zur etnischen Diversifizierung bei Google und in der Tech Branche geäußert habe, ist schwer nachzuvollziehen, da der Autor nie den Anspruch erhoben hatte, ein allumfassendes soziologisches Werk zur Arbeitswelt im 21. Jahrhundert zu verfassen.

"Menschen, die denken wie er, würden angeprangert und so zum Schweigen gebracht."
QED, kann man da nur sagen!

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gelegentlicher_spon_leser 08.08.2017, 14:26
23.

Eine etwas "maskulinere" Sicht der Dinge findet man bei blog.fefe.org Aber wie immer man zu den Aussagen steht, auch die Auorin wünscht, dass sowas nicht öffentlich wird, sondern im Intranet verschwindet. Ihre Haltung zu freier Meinungsäußerung ist also ebenfalls nur von dem Gedanken geleitet, wie man eine bestimmte Meinung, mit welchen Mitteln auch immer, (in ihren Augen hier dem Gewährenlassen, damit es sich totläuft), bekämpfen soll. Es is aber wirklich eine naheliegende Frage, warum in Deutschland der Anteil der Informatik-Studentinnen schon mal deutlich höher war (während er bei den Ärzten über 50 % liegt). Ich geh mal davon aus, das 99,99% derjenigen, die da diskutieren, nicht in der Lage sind, biologische Begründen wissenschaftlich glaubwürdig zu behaupten noch zu widerlegen. Wissenschaftliche Begründungen (im Sinne von : in wissenschaftlichen Studien festgehalten) wird es "contra biologische Unterschiede" wahrscheinlich häufiger geben als "pro", was wohl mit den Investitionen in Genderstudien zu tun hat und nicht unbedingt "ergebnisoffene" Forschung ist.

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alangasi 08.08.2017, 14:29
24. Dafür sind Frauen in der Medienbrache überrepräsentiert

Zu erkennen ist dies an der Hypermoral, die auch noch beim kleinsten Unsinn zur Anwendung kommt.

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zeichenkette 08.08.2017, 14:31
25.

Zitat von genewolfe
Bin mir nicht sicher, ob die Autorin des Kommentars wirklich gelesen hat, was der Google Mitarbeiter geschrieben hat. Der stellt nur vorsichtig die Frage, ob die Ziele richtig sind. Müssen unbedingt 50% Frauen in der S o f t w a r e e n t w i c k l u n g tätig sein ? Nach meiner Erfahrung - als Softwareentwickler - ist das tatsächlich ein Bereich der Frauen s t a t i s t i s c h betrachtet nicht liegt. (Vielleicht haben sie einfach keine Lust darauf ?!). Er postet das in dem firmeninteren Diskussionsform für das Thema und wird postwendend entlassen. Meinungsfreiheit ? Wissenschaftlichkeit ? Aufklärung ? Demokratie ? All dieses funktioniert nicht ohne freie Diskussion. Wenn man Menschen anderer Meinung einfach nur gesellschaftlich tötet ist auch die Gesellschaft tot die dieses tut. Ein trauriger Tag für google ...
Natürlich müssen in der Softwareentwicklung nicht unbedingt 50% Frauen tätig sein. Aber wenn es nur 2% sind, dann liegt das garantiert an etwas anderem als daran, dass Frauen (also alle Frauen) dafür nicht begabt wären. Und genau darum geht es, denn wenn man sagt dass "Frauen" (grundsätzlich, alle Frauen) das nicht können und dann keine Frauen einstellt, dann PRODUZIERT man erst solche Verhältnisse, weil Frauen das nicht studieren, wenn es keine andere Frau tut und sie keine Frau kennen, die in diesem Bereich arbeiten. Und von den 98% Männern in diesem Bereich sind viele, die eher unterdurchschnittlich begabt sind und trotzdem einen Job finden. Auch das liegt nicht an der Begabung, sondern an Vorbildern und daran, dass das halt "normal" ist. Vielleicht stimmt es ja, dass aus biologischen Gründen Frauen da im Durchschnitt etwas weniger begabt sind, aber SO weniger begabt sind sie nicht, dass das diese Diskrepanz erklären würde.

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carinanavis 08.08.2017, 14:31
26. TürsteherInnen

Ohne gleich ein Pamphlet auszuarbeiten lassen sich viele Branchen finden, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. In der Branche TürsteherInnen und Security People finden sich sehr wenige Frauen. Ich will gar nicht behaupten, dass Frauen nicht geeignet wären, im Gegenteil, wahrscheinlich würde da einer hoher Frauenanteil sogar aggressionhemmend wirken (bei der Polizei hat man das erkannt). Vermutlich haben aber wenige Frauen wirklich Interesse an so einem Beruf. Die Kommentatorin scheint Monate darauf gewartet zu haben, dass endlich mal wieder ein sexistischer Mann öffentlich angeprangert werden kann. Müssen wirklich alle Lebensbereiche/berufe völlig repräsentativ aufgeteilt sein? Sind Frauen erst dann gleichberechtigt, wenn es 50:50 in jedem Beruf gibt?

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Nonvaio01 08.08.2017, 14:34
27. fakt ist

Zitat von lucas
Die Zahlen werden Sie uns sicher noch liefern, oder?
das man seine meinung nicht mehr sagen darf wenn diese nicht politisch conform ist.

Auf lange sicht ist das toedlich fuer eine gesellschaft.

Auf der Arbeit luege ich auch andauernd wenn es um politische ansichten oder sonstiges geht, das ist normal heutzutage, da antworted man political correct, in line with Company philosophy.

Ob das die eigene meinung ist, ist total unwichtig.

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champagnero 08.08.2017, 14:36
28. ...

Und bereits im Zweiten Artikel zum Thema wird in der Überschrift schon geprimed, dass es ja ein "sexistisches" Schreiben wäre. Wenn DAS jetzt schon Sexismus ist, was derjenige dort aufgeschrieben hat, dann gute Nacht Marie. Und er hat ja in erschreckender Weise recht behalten: Mund aufgemacht -> gefeuert...

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hagr 08.08.2017, 14:36
29.

Es ist ganz klar und empirisch belegbar, dass Frauen bei IQ-Tests, die verschiedene Aspekte wie räumliches Denken oder Analogiebilden testen, auf anderen Skalen performen als Männer. Bei so genannten Powertests, wo die Geschwindigkeit grundlegender Denkoperationen getestet wird, sind Frauen im Durchschnitt langsamer. Deswegen gibt es für Frauen und Männer unterschiedliche Normwerte für die Tests. Wenn eine Frau und ein Mann bei einem Powertest einen IQ von 100 haben, denkt die Frau absolut langsamer. Wer das nicht versteht, ist vermutlich ein(e)...
Gerade bei abstrakt logischen Denkoperationen sind Frauen im Schnitt langsamer und fehleranfälliger als Männer. Das heißt nicht, dass es die Varianz nicht erlauben würde, dass es auch eine Menge Frauen gibt, die besser als viele Männer in diesen Denkoperarionen sind. Man denke an die kürzlich verstorbene iranische? Mathematikerin zum Beispiel. Wer sich genau an diese Person erinnert, ist vermutlich ein(e)...
Es ist natürlich, dass Menschen sich lieber mit Dingen beschäftigen, zu denen sie eine Zugang haben. Entsprechend werden sie durch einen selbstverstärkenden Effekt in diesen Gebieten immer besser, sind auch bereit Hürden, Widerstände und Frustrationen zu ertragen und zu bewältigen, um ihr Tätigkeit fortführen zu können und sich darin zu verbessern.
Das Frauen also weniger im Bereich Informatik anzutreffen sind, muss insofern nicht an Diskriminierung liegen. Auch der Weg ein Kind von einem reichen Mann zu bekommen, ist steinig. Viele Frauen meistern das aber trotzdem eher als ein Informatikstudium.
Ich weise darauf hin, dass mein Text rein deskriptiv ist und keinerlei Bewertung beinhaltet. Wir bewegen uns außerhalb jeder Vernunft, wenn eine deskriptive Beschreibung der Realität nicht elaubt ist. Sollte jemand sachliche Fehler in meiner Darstellung finden, bitte ich um Korrektur. Ich lerne gerne dazu.

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