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Sexistisches Schreiben eines Google-Mitarbeiters: Natürlich besser
REUTERS

Frauen sind aus biologischen Gründen schlechter für die Tech-Branche geeignet als Männer, schreibt ein Google-Mitarbeiter. Seine Argumentation geht aber nicht auf - und wäre besser im Google-Intranet versandet.

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Sissy.Voss 08.08.2017, 21:23
360. Sie sind ja völlig ...

Zitat von keine-#-ahnung
... aus Unsicherheit mal wieder einen Blick auf meine "bessere Hälfte" geworfen und mich danach vor den Spiegel gestellt - und muss zutiefst entsetzt feststellen, dass ich ein purer Rassist bin. Ich erkenne da mehrere, offenbar biologisch begründete Unterschiede. Ich schäme mich in Grund und Boden - man sieht halt wirklich, was man sehen will. Aber da ich mich jetzt schon geoutet habe ... natürlich gibt es im biologischen Sinn menschliche Rassen. Man versucht aber bemüht, den Begriff nicht mehr zu verwenden ...
Sie sind ja völlig daneben ;- ) Ich habe gedacht, die fürsorglichen Väter unserer Republik hätten die Rassen der Menschen für Deutschland endgültig abgeschaft, jetzt kommen Sie wieder damit daher. Gut, bei den Angelnsachsen gibt es noch *races*, aber das muss ins Deutsche korrekt als *Rennen* übersetzt werden. Immerhin sehe ich ein gutes Zeichen darin, dass Sie sich wenigstens schämen. Wenn Sie sich im Spiegel mit Ihrer viel besseren Hälfte vergleichen, dann liegen die Unterschiede im viel besseren Aussehen und in der besseren Figur aufgrund Ihres Bierbauchs, vermute ich. Anders kann man sich das nicht vorstellen, wenn man nicht endlos gemein sein möchte - was ich euch Kerlen durchaus zutraue.

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spdf 08.08.2017, 21:23
361. re

Zitat von chrima
In den Gender"wissenschaften" vielleicht. In den harten Naturwissenschaften sprechen alle Untersuchungen für deutliche Unterschiede zwischen dem Geschlechtern. Im Durchschnitt!
Das Problem ist, als Kulturwissenschaftler sich extrem wichtig nehmen. Ihr Ansatz ist absolut, alles andere gibt es nicht. Ich zitiere mal einen Herrn Horn: "… das Kultur die fundamentalste Determinante menschlichen Denkens, Fühlens und damit des Konsumverhaltens ist." Das widerspricht allen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen.
Alles andere was nicht in das eigene Weltbild passt wird im besten Falle ignoriert.

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Plumbum 08.08.2017, 21:23
362.

Zitat von chrima
In den Gender"wissenschaften" vielleicht. In den harten Naturwissenschaften sprechen alle Untersuchungen für deutliche Unterschiede zwischen dem Geschlechtern. Im Durchschnitt!
Das ist eine dumme und falsche Behauptung.

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Plumbum 08.08.2017, 21:24
363.

Zitat von Sissy.Voss
Bodenturnen! Oder wie heißt das, wenn man so blaue Matratzen auslegt und darauf Übungen macht?
Sechs ?

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Bollwanger 08.08.2017, 21:27
364. „Ich habe ja nichts gegen …

… Meinungsfreiheit — aber es sollte halt schon die richtige Meinung sein!“

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Plumbum 08.08.2017, 21:28
365.

Zitat von genugistgenug
Völlig vergessen wird immer: Frauen sind von der Venus, Männer vom Mars.
Stimmt nicht ganz. Ich z.B. bewohne schon immer den Planet Erde.

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chrima 08.08.2017, 21:31
366.

Zitat von phoenix68
Frauen interessieren sich schlichtweg nicht fuer Informatik. Das ist wohl der Grund, warum interessierte und kompetente Frauen in diesem Gebiet nicht eingestellt werden. Beim Vorstellungsgespraech bei einer Computerfirma, wurde mir mitgeteilt "Sie als Frau ... und dazu in Ihrem Alter...". Ich war damals Anfang der 80er gerade 34. Seitdem habe ich mehrere spezielle Applikationen gebaut u.a. auch zur Direkteingabe in eine Datenbank uebers Internet. Sicherlich nichts besonderes, allerdings lediglich selbst angeeignet. Als Frau kann man sowas ja nicht lernen. Als Frau bin ich nur gegen Waende gelaufen. Im Uebrigen, habe ich den Artikel im Original gelesen. Selten so viel Unsinn an einem Stueck gelesen. Ich hoffe der Mann hat jetzt Zeit, seine Gedanken zu ordnen.
Wir leben in 2017. Nicht in 1980.
Allerdings scheint es da ein HRler nett mit Ihnen gemeint zu haben, denn während meiner ersten Praktika Anfang der 1980er waren Frauen in der IT jetzt nicht wirklich Exotinnen.
Hat er wohl aus Höflichkeit wohl ihr Geschlecht als Ablehnungsgrund hergenommen, war damals ja noch nicht verboten...

Und ganz Unrecht hatte er ja wohl nicht, wenn man bedenkt, dass Sie stolz auf "mehrere spezielle Applikationen gebaut u.a. auch zur Direkteingabe in eine Datenbank uebers Internet" sind.
Wow, ein bißchen PHP, SQL und vielleicht noch apache oder nginx, gar tomcat?
Sowas gehört seit einigen Jahren (um nicht zu sagen Jahrzehnten) schon zu den Grundanforderungen in der Branche, haben sich ca. 95% aller männlichen ITler selbst beigebracht und erwähnen es mit keinem Wort.

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Dio_genes 08.08.2017, 21:34
367. Taktik

Zitat von annoo
Frauen jammern lieber? Ich nehme das ganz anders wahr hier. Nur mal so als Beispiel: Meine Nichte studierte im Dualen System in einer Männerdomäne (Ingenieursbereich in einem renommierten süddeutschen Unternehmen). Sie schnitt als eine der Besten ab, sowohl was die Noten betrifft, als auch das Soziale betreffend. ...
Ja, die Taktik kennen wir. Wenn man in der Klemme ist und argumentativ nicht mehr weiterweiß, erfindet man einfach ein Extrembeispiel und phantasiert eine Nichte herbei, die nobelpreisverdächtig ist.

Klar, das Soziale wird beim Ingenieurstudium mit Noten belegt (sogar bestimmt mit höheren Bewertungen als die übrigen Fächer) und das Unternehmen verzichtet nach Übernahme der Stipendiatskosten logischerweise auf die Beste der Besten.

Vielleicht war die Nichte ja doch nicht so sozial und dem Unternehmen vielleicht nicht teamfähig genug (vielleicht die Arroganz der Tante geerbt)? Oder ihre Nichte hat ebenso gelogen wie Sie - das machen Frauen sehr sehr gerne (viel mehr als Männer, denn die sind meist offener, direkter und geradeaus). Vielleicht ist sie ja durch die Prüfung gerasselt.

Aber selbst wenn, ein unglaubwürdiger Einzelfall macht nicht die vielen jammernden Frauen, die ihre Situation selber zu verantworten haben, (jeder ist seines Glückes Schmied) wett.

Übrigens sitzen in Verwaltungen und Personalabteilungen oft viele Frauen - mehr als Männer. Aber bestimmt haben wieder die Männer Schuld an der Situation ihrer Nichte, die nun niemals einen adäquaten Job finden wird (weil Männer alle böse sind, heul).

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Sissy.Voss 08.08.2017, 21:35
368.

Zitat von Plumbum
Sechs ?
Sie sind ja ein ganz wilder Vogel! Wenn Sie mir die Bemerkung nicht verübeln. Gleich sechs auf einmal?

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spmc-12355639674612 08.08.2017, 21:35
369. Naja ...

Zitat von Libella22
... zwischen Männer und Frauen sind minimal. Der "Rest" ist eine Folge der gesellschaftlichen Zwangsnormalität. Die Unterschiede innerhalb der Geschlechter sind größer als die zwischen den Geschlechtern. Das Verhalten, Können und Erwünschen ist konstruiert und wiederholt sich unendlich. Jungs bekommen mehr Taschengeld als Mädchen, dürfen schreien und toben (ah, der Junge wehrt sich - toll), Mädchen sollen still sein (ah, eine Zicke). Und schon beim Laufenlernen dürfen Jungen weiter weg rennen. Mädchen werden früher schnell mal zurückgetragen (das kannst du nicht). Und so geht es weiter und weiter bis hin zur Werbung, die genauestens vorschreibt, was man denken, fühlen und begehren soll. Kleidung, Auftreten, Frisur, viel oder wenig lachen - alles ist vorgeschrieben und ein Spiegel der Zeit. Wer als Frau versucht, in eine Domäne der Männer aufzusteigen, wird gezielt entfernt. Und das liegt nicht daran, dass Frauen von "Natur aus" langsamer kombinieren, zählen oder denken, sondern am alltäglichen Sexismus, der so normal ist, dass es keiner merkt. Man merkt es sofort, wenn man das Wort "Frauen" durch "Schwarze" ersetzt. Dasselbe Pamphlet würde auf der Stelle als rassistisch erkannt. Aber da es nur um die Frauen geht ... da wird es wohl stimmen!
man kann das nicht so simplifizieren. Merkwürdigerweise zieht sich das "Problem" durch fast alle Kulturen. Aber ich würde - natürlich ganz subjektiv - sagen, dass Mädchen schon als ganz kleine Kinder andere Präferenzen haben, was die Auswahl ihrer Spiele angeht, als Jungen. In unserer Gesellschaft ist da nichts mehr strikt vorgeschrieben. In Familien, in denen Mädchen und Jungen genau die gleichen Möglichkeiten bekommen, entwickeln sie sich dennoch unterschiedlich. Mädchen kommen früher in die Pubertät (ja, auch das spielt eine Rolle und ist ganz und gar biologisch) und neigen -
bei freier Wahl des Studienfachs - wohl eher dazu, kein MINT-Fach zu studieren. In der DDR war das anders - dort gab es wesentlich mehr Ingenieurinnen, weil man da halt studiert hat, was man durfte und nicht, was man wollte.

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