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Sexistisches Schreiben eines Google-Mitarbeiters: Natürlich besser
REUTERS

Frauen sind aus biologischen Gründen schlechter für die Tech-Branche geeignet als Männer, schreibt ein Google-Mitarbeiter. Seine Argumentation geht aber nicht auf - und wäre besser im Google-Intranet versandet.

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Dio_genes 08.08.2017, 22:18
390. entlarvt

Zitat von annoo
... Hätte der Mitarbeiter seine Meinung einfach kund tun wollen, hätte er es auch anders tun können. So hat er halt massiv den Betriebsfrieden gestört.
Jetzt haben Sie sich entlarvt. Selbst die Artikelschreiberin billigte dem armen Tropf Genderoffenheit und Differenziertheit zu (auch wenn sie sich dann gleich auch schon wieder widersprach) und fand es NICHT richtig, dass er gefeuert wurde.

Sie dagegen finden den Rauswurf wegen eines sachlichen, moderaten (wie von den meisten Beobachtern eingeräumt) Diskussionsbeitrag scheinbar völlig gerecht. Demnach sind sie selber extremistisch und radikal - heikel als angebliche Führungskraft. Und was sie den Leuten hier schon an bösen Unterstellungen an den Kopf geworfen haben lässt auch tief blicken.

Betriebsfrieden gestört? Wie viele Google-Mitarbeiter fühlten sich denn davon gestört? Nur die Feministinnen außerhalb des Betriebes, die seinen Kopf verlangten, der aus Angst geliefert wurde. Ohne die Hetzerinnen war der Friede nämlich nicht im geringsten gestört. Wenn ich mich recht erinnere war es auch ein internes Fragenpapier.

Wenn man dagegen außerhalb etwas über die Firma veröffentlicht, ist das viel eher ein Entlassungsgrund - sollten Sie als angebliche Führungskraft eigentlich wissen. Wo soll er denn die Frage aufwerfen, ob eine 50-50-Quote im Programmierbereich wirklich nötig ist? In einer Whatsapp-Nachricht im Freundeskreis? Mann, sind sie einfältig.

Hauptsache es gibt nur Ihre Meinung. Alle anderen müssen natürlich entlassen werden.

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quercusuevus 08.08.2017, 22:18
391.

Zitat von Plumbum
"Die allgemein beobachtbare größere Varianz bei Männern" ist eine Erfindung von Ihnen !!!
Nein, dafür gibt es Hinweise, z.B. http://science.sciencemag.org/content/269/5220/41
Gilt nicht nur für die Intelligenz, sondern für viele andere physiologische und anatomische Eigenschaften. Es gibt daher mehr hochbegabte Männer als Frauen.

Zu Ihrem Trost: Männer sind dafür deutlich häufiger Legastheniker als Frauen. Was Sie wiederum nicht gerne hören werden: Legastheniker sind unter erfolgreichen Unternehmensgründern recht häufig: https://www.theguardian.com/small-business-network/2015/jan/15/dyslexic-entrepreneurs-competitive-edge-business-leaders

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annoo 08.08.2017, 22:19
392.

Zitat von Dio_genes
Ja, die Taktik kennen wir. Wenn man in der Klemme ist und argumentativ nicht mehr weiterweiß, erfindet man einfach ein Extrembeispiel und phantasiert eine Nichte herbei, die nobelpreisverdächtig ist. Klar, das Soziale wird beim Ingenieurstudium mit Noten belegt (sogar bestimmt mit höheren Bewertungen als die übrigen Fächer) und das Unternehmen verzichtet nach Übernahme der Stipendiatskosten logischerweise auf die Beste der Besten. Vielleicht war die Nichte ja doch nicht so sozial und dem Unternehmen vielleicht nicht teamfähig genug (vielleicht die Arroganz der Tante geerbt)? Oder ihre Nichte hat ebenso gelogen wie Sie - das machen Frauen sehr sehr gerne (viel mehr als Männer, denn die sind meist offener, direkter und geradeaus). Vielleicht ist sie ja durch die Prüfung gerasselt.
Und wo ist jetzt der Inhalt Ihres Posts? Dass Sie mir Lügen unterstellen und Arroganz (warum eigentlich?!?), sagt übrigens mehr über Sie aus als über mich.

By the way, Männer nennt man in diesem Verwandschaftsgrad übrigens Onkel, nicht Tante. Vielleicht sollten Sie eher Nachhilfe in Biologie nehmen anstatt über Frauen in Männerberufen zu diskutieren?

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Landkaertchen 08.08.2017, 22:21
393. Inzwischen gefeuert...

Garantiert nicht wegen seiner Meinung, sondern einem möglichen Imageschaden mit der Verbreitung über Google-Firmengrenzen hinaus. Ja, wehe wer weiter denkt, als der Teleschirm erlaubt.

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taglöhner 08.08.2017, 22:23
394. Intuition und Evolution

Es ist alles noch viel schlimmer:
Es gibt zudem keinen Grund anzunehmen, dass die Neigung, rollenkonformes Verhalten beim Nachwuchs zu fördern und die Neigung von Kindern, rollenkonformes Verhalten bereitwillig anzunehmen keine biologische Grundlage haben.

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Claes Elfszoon 08.08.2017, 22:23
395. Ganz große ...

Zitat von Sissy.Voss
Es ist schlimmer als Ketzerei, zu behaupten, dass die Biologie einen Unterschied zwischen Mann und Frau macht. Das ist Rassismus pur, so, als ob Sie behaupten würden, dass es menschliche Rassen gibt. OK, es gibt so Dinge wie Geschlechtdimorphismus, aber nur bei primitiven Arten wie Chimpanzees und so, halt bei Affen. Kein moderner, aufgeklärter Biologe würde sich dazu hergeben, so etwas auf Menschen zu übertragen.
... Satire, alle Achtung!
Oder glauben Sie das wirklich? Wenn ja, bitte teilen Sie mir mit auf welchem Planeten Sie leben. Da möchte ich mich gerne einmal umschauen. Denn von dieser Welt könnte dann Ihr Geschreibsel wahrhaftig nicht sein.
Die Torheit so etwas zu erzählen, ist allerdings nicht größer, als die Dummheit so etwas auch noch zu glauben.

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Plumbum 08.08.2017, 22:24
396.

Zitat von altais
Also doch SAP-Berater. "Die bedeutsamen Entwicklungen finden nicht der Öffentlichkeit statt." ... und auch nicht in Deutschland. Das war der Ausgang meiner Posts. :)
Sie haben von moderner Softwareentwicklung wirklich Null Ahnung.
Software wird seit Jahrzehnten international entwickelt. Entwickler sitzen heute irgendwo in der Welt. Der Ausdruck "eine deutsche Entwicklung" macht daher überhaupt keinen Sinn.

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robeuten 08.08.2017, 22:27
397.

Zitat von sarkasmis
Ihr Argument ist schlicht falsch. Jura, Medizin, Psychologie etc. waren einst absolute Männerbastionen und es gibt durchaus noch hartgesottene Chefärzte, vorsitzende Richter und Co., deren Menschenführung nichts für zarte Gemüter ist. Dennoch gibt es in diesen Studienfächern mittlerweile eine Mehrheit an Frauen. Mit 18 denken doch die Wenigsten an Dinge wie möglicherweise schlechte Bewertungen im Job. Man hat bestenfalls eine grobe Ahnung davon, in welchen Fächern es schwierig ist danach überhaupt einen Job zu finden. Trotzdem studieren die meisten Leute das, worauf sie am meisten Lust haben und ignorieren häufig sogar die schlechten Berufsaussichten hinterher bzw. reden sie sich schön. Aus diesem Grund haben wir deutlich mehr Geistes- und Sozialwissenschaftler, als Wirtschaft- und Wissenschaft benötigen. Von daher würde ich behaupten, wenn Frauen sich in gleichem Maße inhaltlich für die Mathe, Physik und Informatik interessieren würden, würden sie sich den angeblichen Unbillen einer männlich geprägten Studiums- und Jobwelt genauso stellen, wie sie es in Jura und Medizin getan haben bzw. tun.
ja, es ist schon interessant, daß die "Benachteiligungen" offensichtlich sehr sehr fachspezifisch sind: über die Hälfte der Prädikatsexamen in Jura geht an Frauen, über die Hälfte der Medizinstudenten sind Frauen; nur bei den pösen MINTS hat sich das Patriarchat erfolgreich verschworen, die weiblichen Genies herauszuhalten :-)...

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robeuten 08.08.2017, 22:31
398.

Zitat von ssissirou
Durchaus ernstzunehmende Wissenschaftler hatten in der Antike herausgefunden, dass die Hysterie hervorgerufen wird durch die Gebärmutter (hystera), welche, wenn sie nicht regelmässig mit Sperma gefüttert würde, auf dumme Gedankem käme und ziellos im Körper herumschwirre, um sich schliesslich im Gehirn festzubeissen.
was ist das denn für ein Quatsch? Es gab in der Antike keine "Wissenschaftler", die den Kriterien, wie Erkenntnisgewinn in den (Natur)wissenschaften funktioniert, genügen würden. Als Pseudowissenschaftler ein bisschen wikipedia surfen reicht leider nicht!!!

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robeuten 08.08.2017, 22:39
399.

Zitat von petrapanther
Ach Gottchen, das ist doch ein ganz alter Hut! Die besseren Ergebnisse der männlichen Spieler lassen sich vor allem darauf zurückführen, dass viel mehr Männer als Frauen Schach spielen. Simpelste Statistik! Aus demselben Grund ist Deutschland besser im Fussball als San Marino - und nicht, weil Deutsche von Natur aus begabter sind als San Marinesen (heissen die so?). https://phys.org/news/2009-01-men-higher-women-chess-biological.html
auch hier wieder einmal zu kurz gesprungen: auch, wenn hundertmal mehr Männer als Frauen Schach spielen würden, so müßte es zwar keine ausgewogene Spitze aus Männern und Frauen geben, aber wenigstens müßte doch mal auch nur eine einzige Frau unter den ersten Hundert regelmäßig auftauchen! Mit Ausnahme der Polgar-Schwestern gibt es aber keine Spitzen-Schachspielerinnen.
P.S.: die Methodologie dieses junk-papers ist bullshit... kann Ihnen der Biostatistiker Ihres Vertrauens gerne einmal in Ruhe auseinandersetzen. Nein, was für kleine Zahlen gilt,...

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