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Sexistisches Schreiben eines Google-Mitarbeiters: Natürlich besser
REUTERS

Frauen sind aus biologischen Gründen schlechter für die Tech-Branche geeignet als Männer, schreibt ein Google-Mitarbeiter. Seine Argumentation geht aber nicht auf - und wäre besser im Google-Intranet versandet.

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onlywebmail 08.08.2017, 23:18
410.

Ich kann beim besten Willen nichts verwerfliches im Artikel von Herrn Damore finden!

Ich kann fast nicht glauben, dass Frau Gruber ihn gelesen hat.

Der Author beschreibt durchaus Hintergründe und Absichten und erklärt ebenfalls, dass seine Ansichten durch sein eigenes Leben gefärbt sein können.

Und er beschreibt auch, dass es eigentlich nicht sein kann, was ihm dann tatsächlich wiederfahren ist - er wurde entlassen.
Kaum zu glauben!

Die (vorwiegend wohl) Damen, die den Artikel von Frau Gruber für ein gefundenes Fressen halten ohne sich die Mühe zu machen den originalen Artikel erstmal gründlich und kritisch zu lesen seien gefragt:

Demnächst doch wieder Frauen und Männer in den denselben Fussballmanschaften? Gemeinsame Teams?
Was ist mit Wrestling und American Football? Bitte auch dort am besten eine 50% Quote?

Das ist doch alles Unsinn.
Und nein, das gilt nicht nur für rein körperliche Aspekte, siehe unten.

Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern - sicher nicht in allen Individuen, aber statistisch gesehen sehr wohl!

Und genau das sagt der Author.

Und all denjenigen Frauen, die Frau Gruber zustimmen, möchte ich raten dochmal darüber nachzudenken, wieviele von Ihnen denn tatsächlich 20 oder 30 Tage und Nächte damit verbracht haben, z.B. einen Sortieralgorithmus in Assembler zu entwicklen und zu optimieren. Und das dann auich noch toll zu finden!!!

Es gibt grosse Unterschiede in Interessen und Fähigkeiten und auch in der Art und Weise wie Probleme von Personen angegangen werden.
Der typische "Nerd" ist nunmal jemand, den es unter Frauen einfach nur sehr, sehr, sehr selten gibt!
Aber genau solche Leute braucht man in der IT.

Und daher empfehle ich einfach mal zu schauen, wieviel Prozent Frauen es denn z.B. im Informatik-Studium gibt!

https://de.wikipedia.org/wiki/Frauen_in_der_Informatik#Frauenquote_im_Informatik studium_in_ausgew.C3.A4hlten_L.C3.A4ndern_.282003_ und_2012.29

Sehr erleuchtend.

Daher: Eine Frauen-Quote ist Unsinn, sowohl im Informatik-Studium, den IT-Berufen, wie auch im Wrestling oder auch bei Bodyguards.
Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind nichts schlechtes!
Sie sind einfach da.
Und es gibt leider eine Menge Frauen, die das nicht wahrhaben wollen.
Denen empfehle ich eine neue Runde obiger Gedankenspiele.

Viel Erfolg!

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robeuten 08.08.2017, 23:26
411.

Zitat von Plumbum
Es sollte bekannt sein, dass das Ergebnis eines IQ-Tests nur aussagt, wie gut man diesen Test lösen kann. Mit Intelligenz hat solch ein Test natürlich absolut nichts zu tun.
ahem, die Definition von Intelligenz ist nun einmal selbstbezüglich: "Intelligenz ist, was der Intelligenztest misst."
Man kann natürlich hypothetisieren, daß es eine "reale Intelligenz" gibt, die sich dem schnöden Test widersetzt, aber:
1) die Korrelation zwischen den unterschiedlichen IQ-Tests ist sehr gut
2) die Korrelation zwischen IQ, erzieltem Bildungsabschluß und beruflichem Erfolg ist sehr gut
3) der IQ korreliert sehr gut mit "real life"-Tests zur Fähigkeit, Probleme zu lösen

Insofern ist es total wumpe, wie wir diese Meßgröße nennen - de facto ist sie aber sehr wertvoll u.a. als Praediktor....

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robeuten 08.08.2017, 23:41
412.

Zitat von Furchensumpf
Also ich kann für mich z.B. beim Curling keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen ausmachen - beide spielen bei Weltmeisterschaften auf gleichem hohem Niveau. Natürlich KANN es auch etwas mit der jeweiligen Sportart zu tun haben. Das Frauen z.B. beim Tennis "schlechter" sind als Männer (das hat auch einmal Steffi Graf gesagt) könnte sich für mich so erklären: Ich denke dass Männer im Durchschnitt im Tennis größer sind und somit auch mehr Gewicht auf die Waage bringen, den sie in den Schlag legen können. Und der soll ja - so hab ich mir sagen lassen - nicht unwichtig sein. Beim Frauenfußball sieht es für mich wieder anders aus: Hier liegt für mich der Unterschied dass die Nationalmannschaft der Damen angeblich auf Dritt- oder Vierliga-Niveau spielt eher an der Förderung: Hier sieht das Training einfach anders aus und das ganze ist noch nicht so professionalisiert wie bei den Männern. Würde man das über Jahre auf ein ähnliches Niveau heben bin ich überzeugt, dass die Unterschiede deutlich schrumpfen würden. Also hat es eben nichts mit naturgegeben zu tun. Mich würde z.B. interessieren, wie sich Frauen gegenüber Männern bei anderen Sportarten wie Volleyball oder Badminton schlagen, also da, wo es nicht so auf Kraft ankommmt...
1) curling ist KEIN Sport, sondern Zeitvertreib für NABOBS
2) beim Tennis schlägt die Männer-700 immer noch die Nummer 1 bei den Frauen
3) Ist es nicht himmelschreiendes Unrecht, daß Frauen nur drei, Männer meist fünf Sätze spielen müssen? Das führt übrigens den vermeintlichen "gender pay gap" im Tennis ad absurdum - pro Minute verdienen Frauen deutlich mehr, obwohl wesentlich weniger Menschen sich das Spiel anschauen - ungerecht!!!
4) NEIN, es hat nichts mit "Förderung" zu tun, daß Frauenfußball aussieht, wie Drittliegafußball in Dauerzeitlupe - WENN es so wäre, dann müßte es eine extreme Inhomogenität der Leistung geben - die weibliche Fußball-Einstein stäche extrem heraus gegen die mäßig talentierten, und schlecht geförderten Restfrauen - genauso ist es aber nicht. Und genau deshalb werden diese Teams auch regelmäßig von ViertligaMannschaften, U-17-Auswahlen etc. zu Null abserviert
5) Volleyball? Echt jetzt? Haben Sie einmal gesehen, wie HART Männer aufschlagen, und wie hoch der Block springt? Natürlich kommt es hier auf Athletik an, und natürlich hätten Frauen nullkommagarkeine Chance!
6) Badminton? Natürlich kommt es auch hier extrem auf (Schnell)kraft an - schauen Sie sich einfach nur an, wie schnell ein Mann retourniert, und wie schnell eine sehr gute Frau! Oder, spielen Sie einfach einmal gegen das andere Geschlecht!

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robeuten 08.08.2017, 23:43
413.

Zitat von Spiegelsicher
... haben Sie sich noch als "Führungskraft" bezeichnet, jetzt ist Ihre Nichte "eine der Besten" - "auch das Soziale betreffend". Diese erfrischende Sicht- und Ausdrucksweise toppen Sie nochmal, indem Sie obigen Jammerklage insgesamt zur Widerlegung folgender wörtlicher Prämisse ausbreiten: "Frauen jammern lieber. Ich nehme das ganz anders wahr." Bitte genau so weiterposten! Ich hole nur schnell Popcorn, Nüsschen und Cola.
man könnte noch, milde nach dem zweien Bier grinsend, ergänzen, daß gerade bei einem "dualen Studium" die Sekundärtugenden - bei denen Frauen ja sooo supidupi sind - bestens durch die Betriebspraktika bekannt sind - und dann gibt es solche Perlen auch noch 18/21/wasauchimmer noch Prozent günstiger? ZUGREIFEN!

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chrima 08.08.2017, 23:46
414.

Zitat von ersatzaccount
Ernst nehmen kann ich SIe auch nicht. Welche Zahlen sollen denn das bitte sein? Das Frauen von Natur aus nicht geeignet sind für IT-Jobs ist ausgemachter Blödsinn
Den auch niemand (außer der Autorin des Artikels und andere denen die Meinung des Google Mitarbeiters nicht passt aber leider keine Argumente gegen seine Meinung haben) in die Welt posaunt.

Vielleicht lesen Sie erstmal was der Google Mitarbeiter geschrieben hat, dann können Sie auch am Thema mitdiskutieren und nur daran vorbei.

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robeuten 08.08.2017, 23:47
415.

Zitat von Furchensumpf
Wenn Sie sich in dem Bereich auskennen würden, was Sie anscheinend nicht tun, würden Sie die Antwort kennen: Weil die Förderung nicht da ist. Einen Jungen mit vier Jahren setzt man eher in ein GoKart als ein Mädchen in gleichem Alter. Aber da fängt eben der Lebenslauf für diesen Sport an. Wo wir eben wieder beim kulturellen wären. Wenn Mädchen genauso gefördert würden, sähe es deutlich anders aus.
Klar, es ist immer nur die Förderung... dumm nur, daß in der F1 Männchen auch nicht breitensportmäßig "gefördert" werden - entweder, man ist extrem gut (und, ja, es fahren durchaus Mädels Karts), oder man/Papa/Unternehmen kauft ein Cockpit - so what?
NEIN, Mädchen wollen nicht "gefördert" (=zu etwas, was sie nicht wollen, bewegt werden), sie wollen einfach nur ERNST GENOMMEN werden - für ganz ganz wenige ist das Informatik und F1 (für meine Tochter - hoffe, sie bleibt dabei - Astrophysik), aber für die meisten eben doch eher nix mit MINT...

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robeuten 09.08.2017, 00:01
416.

Zitat von oalos
Ich bin mir sicher, dass bereits nach den ersten Atemzügen ein Junge als ein Junge und ein Mädchen als ein Mädchen behandelt wird von seiner Umgebung. Sie beziehen sich auf die Zwillingsforschung des Betrügers Sir Cyril Burt ? M.E. können Sie die Zwillingsforschung in die Tonne hauen - einfach mal wikipesia lesen. Oder: "Ansonsten gilt bei Zwillingsstudien, dass die Erblichkeitsabschätzung immer populationsabhängig ist (genau da, nämlich Plomin & Petrill, 1997), da der relative Varianzanteil immer sowohl vom Ausmaß der genetischen Variation als auch vom Ausmaß der Umweltvariation abhängt. Daher wird der Anteil der genetisch bedingten Varianz in einer Population mit einer relativ homogenen Umwelt automatisch höher und umgekehrt in einer Population mit ausgeprägten Umweltunterschieden entsprechend niedriger. Daraus ergibt sich bereits intrakulturell, dass verlässliche Aussagen hinsichtlich des Beitrags von Anlage und Umwelt aus den Zwillingsstudien nur dann gewonnen werden können, wenn die Umweltvariation bei getrennt aufgewachsenen eineiigen Zwillingen genau so hoch ist wie bei gemeinsam aufgewachsenen (vgl. Stoolmiller, 1999). (https://shiftingreality.wordpress.com/2008/02/05/der-fake-mit-der-zwillingsforschung/)
schön selektiv "zitiert", sorry, dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade...
Zu Burt: umstritten - aber total wumpe; es gab nach ihm x-Leute mit absolut sauberer Methodologie, die zur sehr ähnlichen Schlüssen kamen. Umgekehrt (habe ich nicht erwähnt, da sehr politically incorrect): Adoptierte Kinder aus Problemfamilien haben wesentlich mehr Probleme als ihre Adoptivgeschwister, trotz identischem sozialem Umfeld... und, ja, das gilt sogar dann, wenn die Geschwister von leiblichen Geschwistern ausgehen (klar, die Adoptiveltern sind nicht geblindet, aber...)

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robeuten 09.08.2017, 00:07
417.

Zitat von chrima
Schon mal in die SUVs reingeguckt und nachgeschaut wer die Dinger fährt? Kleiner Tipp: zu bestimmten Zeiten sammeln sich die SUVs der Stadt vor Kindergärten und Schulen...
es ist bekannt, daß v.a. Frauen diese "Beschützer-Autos" lieben... für mich "Suburban Assault Vehicles", aber je älter ich werde, desto mehr schätze auch ich die hohe Sitzposition :-)

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chrima 09.08.2017, 00:20
418.

Zitat von postnational
Es ist eben nicht nur eine Meinungsäußerung, sondern vor allem diskriminierende Propaganda, die anderen von vornherein ihre Freiheit zur Entfaltung bestimmter Fertigkeiten aus angeblich biologischen Gründen abspricht.
An welcher Stelle genau der Google Mitarbeiter anderen "ihre Freiheit zur Entfaltung bestimmter Fertigkeiten aus angeblich biologischen Gründen abspricht." können Sie bestimmt benennen.
Oder gilt postnational, postfaktisch, prost egal?

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suboptimal_ 09.08.2017, 00:24
419. Macht, Prestige, Geld

Um welche Jobs wird eigentlich so heftig bezüglich Frauenquote öffentlich gestritten. In meiner Wahrnehmung geht es um Jobs, die derzeit einen gewissen Status in der Gesellschaft haben. Um diese Jobs wird grundsätzlich mit allen Mitteln gekämpft und nicht immer bekommt die am besten dafür geeignete Person den Job, sondern derjenige der die Karriereregeln am Besten beherrscht (mal Heiko Mell lesen), die besten Beziehung hat oder einfach dynamischer aussieht. Dieses Problem betrifft Männer und Frauen. Solange wir diesen Kampf um den Futtertrog, um Macht und öffentliche Aufmerksamkeit nicht gemeinsam sozialisiert bekommen, finde ich die Diskussion um Frauenquote bei Management und IT unbefriedigend. Wie schon andere geschrieben haben, um den Job Müllabfuhr gibt es kein so Gerangel. Solange in unserer Gesellschaft den Wert und das Selbstbildnis eines Menschen an bestimmten Jobs festgemacht wird, haben wir alle ein Problem.

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