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Sexistisches Schreiben eines Google-Mitarbeiters: Natürlich besser
REUTERS

Frauen sind aus biologischen Gründen schlechter für die Tech-Branche geeignet als Männer, schreibt ein Google-Mitarbeiter. Seine Argumentation geht aber nicht auf - und wäre besser im Google-Intranet versandet.

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robeuten 09.08.2017, 00:27
420.

Zitat von jollen
Männer sind intelligenter als Frauen - aber auch dümmer. Internet benutzen.
JEIN - es ist noch viel schlimmer:
1) IQ-Tests sind geschlechtsnormalisiert - würde man das weglassen, wären Männer im Schnitt 2-5 Punkte (je nach Test und Studie) besser
2) Wenn man sich die Literatur genau anschaut, dann folgen die Verteilungen keiner optimalen Gauss'schen Kurve: es gibt zwar mehr Idioten, als Idiotinnen, aber v.a. wesentlich mehr weit überdurchschnittliche Männchen als Weibchen (ab IQ130 2:1; ab 150 - schwer zu schätzen wg. geringer Zahlen - wohl eher 100:1)
3) damit ist die ganze "Benachteiligungslitanie eigentlich gelutscht; aber Zombies sind zäh....
4) in a nutshell: als Entscheider mit einem IQ von 145-148 treffe ich NIE auf Frauen, die in de gleichen Liega spielen. Es gibt aber immer wieder Männer, die mich ins "Ach" stellen. So und mit wem rede ich lieber? Natürlich mit denen, die mich an den Eiern packen können

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jackberlin 09.08.2017, 00:38
421. Erschreckende Entwicklung

Wie sehr die Intoleranz abweichender Meinungen mittlerweile um sich greift, ist geradezu beängstigend. Wenn man nicht mehr ungestraft eine These aufstellen darf, oder eine andere infrage stellen, dann ist die Gesellschaft auf dem besten Weg zurück ins Mittelalter. Seit der Aufklärung ist es unter Wissenschaftlern allgemein anerkannt, dass es keine absoluten Wahrheiten gibt. Falsche Thesen sind notwendig für die Entwicklung der Menschheit. Erst durch ihre Falsifizierung kommen wir der Wahrheit ein Stück näher. Denk- und Redeverbote passen zu totalitären Systemen - vorzugsweise religiös geprägte. Anscheinend bewegen wir uns direkt darauf zu. Mir ist es egal, ob es statistische, biologische, soziologische oder andere Argumente dafür gibt, dass Männer oder Frauen dieses oder jenes besser können. Viel wichtiger ist mir die Freiheit, jede Meinung äußern zu dürfen, ohne dass mir deswegen Nachteile entstehen. Irgendwie erinnert mich diese Verbindung aus Pseudowissenschaft und totalitärem Machtanspruch an Scientology. Wehret den Anfängen! Ja. Wissenschaftler, die jedes Untersuchungsergebnis an ihre Theorie anpassen und jedes Gegenargument mit "Patriarchat" abschmettern vertritt für mich eine Pseudowissenschaft. Genauso hat die Kirche Jahrhunderte gehandelt.

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zimond 09.08.2017, 00:45
422. Der Feminismus widerspricht sich selbst.

Immer wieder wird behauptet das das geistige Geschlecht (die körperlichen Unterschiede kann man ja schlecht leugnen) ein soziales Konstrukt sei, einem Menschen auferlegt durch Normen ect.
Gleichzeitig aber beweist das Steckenpferd der Social Justice Warrior, nämlich Transgender Personen, das genaue Gegenteil. Wie kann sich ein Mensch geistig dem anderen Geschlecht zugeordnet fühlen, wenn es nicht eben doch fest im Hirn verdrahtet ist was man ist und eben kein Ergebnis sozialer Normiering? Jungs und Mädchen stehen nicht auf unterschiedliches Spielzeug und Farben ect weil es Firmen und Umwelt denen einlullen. Sondern Firmen und Umwelt haben sich an unterschiedliche Interessen von Jungs und Mädchen angepasst die schon immer überwiegend so gewesen sind! Das zu leugnen ist ein Hohn für alle Männer wie mich die sich wünschten ihre Partnerin würde sich selber darum kümmern das der Laptop, der Smart TV, der PC und das Tablet richtig laufen! Das Interesse dafür ist einfach bei den meisten Frauen nicht vorhanden. Sehts endlich ein.

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chrima 09.08.2017, 00:50
423.

Zitat von coralie.berger-leroc
Die Osteuropäerinnen wie auch die Araberinnen konnten sich nur ausschütten vor Lachen über die Schrulle, dass in den westlichen Industrienationen ernsthaft jemand behauptet, das weibliche Gehirn eigne sich nicht für Mathe und Informatik.
Also ich als pöser Masku kenne wirklich niemanden außer schrulligen, ewiggestrigen oder alternativ modern, schnoddrigen Feministen und -innen niemanden der, die oder das ernsthaft behauptet "das weibliche Gehirn eigne sich nicht für Mathe und Informatik".

Auch der Google Mitarbeiter hat derartiges nicht im Entferntesten gesagt.
Aber vielleicht wollen ja einige bewusst mißverstehen, da es ja ansonsten nichts mehr zum Empören gäbe?

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chrima 09.08.2017, 01:18
424.

Zitat von altais
"Es ist ganz klar und empirisch belegbar, dass Frauen bei IQ-Tests, die verschiedene Aspekte wie räumliches Denken oder Analogiebilden testen, auf anderen Skalen performen als Männer". Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis würde mich interessieren, wieso deutsche/europäische Männer so schlechte Coder sind? Wenn diese Fähigkeiten Frauen schon aus biologischen Gründen abgesprochen werden. Oder kommt irgendeine relevante Softwareentwicklung aus diesem Raum?
Um nur einen der großen deutschen Bigplayer zu nennen: SAP

Sollte sogar Ihnen als IT-fernen Menschen etwas sagen. Wären Sie nicht so weit vom Thema, dann wüßten Sie auch was für einen Quatsch sie oben von sich gaben.

Schauen Sie nur mal spaßeshalber in die Entwicklerlisten großer opensource Projekte.
Da sind europäische Adressen nicht wirklich selten. Von den vielen Auswanderern z.B. ins Silicon Valley ganz abgesehen.

Und wer die US-Giganten ein wenig von Innen kennen lernt, der ist zunächst überrascht welche Projekte so alles in Deutschland und Europa entwickelt (nicht unbedingt gecodet, das gilt als niedere Tätigkeit) werden.

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Roland Bender 09.08.2017, 01:21
425. Im Kern hat er recht

Erstmal und vorab. Es ist schön, daß ihr den Beitrag als Kommentar gekennzeichnet habt. Als Meldung wäre er wirklich tendenziös.

Ich arbeite als Informatiker in der HiTech Branche und bei uns gibt es relativ wenige Frauen. Zieht man die Sekretärinnen ab und die wenigen nicht externen Putz- und Cafeteria Kräfte bleiben vielleicht noch 15-20% Frauen übrig. Die meisten von denen haben Teilzeitjobs und Kinder zuhause und wenig bis kein Interesse an wirklich anstrengenden Jobs. Der Rest wird gerade mit Gewalt überall hin befördert, um die selbst gesetzten Frauenquoten zu erfüllen.

Ich kenne Frauen, die ich sofort als Chef akzeptieren würde. Aber nicht deshalb, weil sie ein Team zu Höchstleistungen anstacheln, sondern weil sie in der Lage sind, schwierige Situationen besser zu beruhigen als mancher Mann. Das sind souveräne Frauen, die auf ihre Art die Dinge angehen und oft erstaunliches erreichen.

Sieht man aber auf die Technik. Das treiben von Produktideen. Der Erobern von Märkten. Das gewinnen wollen. Dann sind es meist Männer, die vorangehen. Wenn es wirklich ernst wurde in meinen Projekten und die Dinge auf der Kippe standen, haben sich die Frauen meist weggeduckt oder wollten keine Verantwortung übernehmen. Dagegen hatte ich immer Kollegen um mich, die dann angepackt haben und geholfen haben, die Karre aus dem Dreck zu ziehen.

Ich denke, dass Frauen in der Tech-Branche ihre Nischen haben und da auch durchaus glücklich sein können. Generell würde ich ihre Stärken aber eher an anderen Stellen verorten. An Stellen, an denen beständige Leistungen gefragt sind. An Stellen, an denen man sich viel Wissen anlernen muss (wie beispielsweise Medizin oder Pharmazie).

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chrima 09.08.2017, 02:09
426.

Zitat von Furchensumpf
Mich würde z.B. interessieren, wie sich Frauen gegenüber Männern bei anderen Sportarten wie Volleyball oder Badminton schlagen, also da, wo es nicht so auf Kraft ankommmt...
Für Volleyball kann ich bestätigen, dass zwischen den Männern und den Frauen Welten liegen.
Obwohl das Netz für die Herren wesentlich höher gespannt wird (2,43m) als bei den Damen (2,24m) sind die Angriffe bei den Herren wesentlich kraftvoller, die mögliche Trefferfläche wesentlich höher.
Interessanterweise wird dadruch das Herrenvolleyball (zumindest für mich) unattraktiver als das Damenvolleyball, da durch die höhere Angriffsstärke kaum längere Ballwechsel zustande kommen.
Zu meiner aktiven Zeit galt noch die Regel, dass nur diejenige Mannschaft einen Punkt erzielen konnte, die auch die Angabe gemacht hat. Ich erinnere mich an ein Spiel in dem 36 Minuten kein Punkt zustande kam, weil immer der erste Angriff der annehmenden Mannschaft erfolgreich war.
Im Damenvolleyball bekommt der Zuschauer hingegen wesentlich häufiger längere, hart umkämpfte Ballwechsel geboten, weil die Abwehr aufgrund des schwächeren Angriffs bessere Chancen hat den Ball halbwegs ordentlich zur Zustellerin zu spielen bzw. den Ball im Spiel zu halten.

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guybrush_threepwood_88 09.08.2017, 02:41
427. Manchmal ist freies Denken eben doch nicht sooo erwünscht

Also ich hab das Original gelesen und keinen Frauenhass gefunden. Es ist ziemlich zurückhaltend und nüchtern geschrieben und listet erst mal typische Vorurteile/Voreingenommenheiten (Biases) rechter und linker Weltanschauungen und Charakteristika auf usw.. Der Autor schreibt selbst, dass selbst diese Auflistung seinerseits biasbehaftet sein muss. Ungefähr so auf der Ebene geht der Text dann weiter... (Eher so INTP-like geschrieben, für alle, die mit dem MBTI vertraut sind.)
Jemanden zu feuern, weil er ein bisschen frei vor sich herdenkt, halte ich für bedenktlich. Bei google werden sich die Mitarbeiter in Zukunft scheuen, noch ehrlich ihre eigenen Meinungen zu vertreten. Ein spielen mit Weltanschauungen ist dort wohl doch nicht so erwünscht, wenn es dem Image potentiell schaden könnte. Genau dann hat man aber keine freie Gedankenkultur mehr.

Die Autorin des vorliegenden Spiegel-Online-Artikels spielt sich als Moralistin auf. Genau das tut der Ex-Google-Schreiberling z.B. gerade nicht.

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mkalus 09.08.2017, 03:10
428.

Zitat von Profdoc1
Idioten gibt's halt überall. Gerade die Nerdbranche ist davon überproportional betroffen. Deshalb verwundern weder die Zahlen noch das Verhalten. Die Computerbranche hat i.d.R. ein 'Frauenproblem'. Dabei sind es gerade die spezifischen Eigenschaften in denen Frauen stark sind, die der Branche helfen würden. Die Autorin wirft zu Recht ein, dass sich das Branchenverhalten ändern muss, sonst wird die Branche unter ihren Möglichkeiten bleiben. Das ist korrekt. Schöne Grüße, - ein Mann -
Jaja die boesen Nerds. So total nicht Sozialisierbar. Wenn da doch nur endlich die Frauen uns alle retten wuerden. Dumm nur das die alle Candy Crush spielen und mit Facebook und co. beschaeftigt sind. /s

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shakidoo 09.08.2017, 04:10
429. 390

Öhm, sie sind also der Meinung das Männer einfach bessere Zocker und so weiter sind, wegen ihrem ... nunja, Geschlecht? So hört sich das zumindest an.
Denken sie nicht, es hat viel eher damit zutun das Jungen/Männer eher dazu neigen, in einer Sache extrem gut zu sein zu wollen um was Besonderes zu sein? Wenn da Frauen/Mädchen dieselbe Zeit reinstecken, hat sich das erledigt. Blos sind die anscheinend auch mit viel weniger zufrieden, ohne sich Minderwertig zu fühlen *grübel* Man sieht es immer öfter, wie männliche Zocker ihre Karriere abbrechen, weil ne Frau "besser" war. Schon traurig, dass immer noch als Demütigung zu sehen.

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