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Sexistisches Schreiben eines Google-Mitarbeiters: Natürlich besser
REUTERS

Frauen sind aus biologischen Gründen schlechter für die Tech-Branche geeignet als Männer, schreibt ein Google-Mitarbeiter. Seine Argumentation geht aber nicht auf - und wäre besser im Google-Intranet versandet.

Seite 46 von 47
antigleichstellung 09.08.2017, 11:48
450. Nein

Zitat von Herbert T. Kay
Sagen wir Mal dieser Mitarbeiter hat bei Google einen sicheren Job, der ihm gefällt. Dann entscheidet sich die Firma mehr Frauen einzustellen. Eine Entscheidung, die ihm persönlich überhaupt nichts wegnimmt und ihn unter Umständen auch nicht einmal im Kollegenkreis betrifft. Was bringt einen Mann dann dazu ein 10-seitiges Dokument zu verfassen? Hat er Angst, dass seine geliebte Firma nun den Bach runtergeht? Glaubt er als Programmierer (und nicht mal Personaler) wirklich, dass er so viel schlauer ist als der Großkonzern im Bereich Personalentscheidungen? Das ist anmaßend. Meint er wirklich, dass Google nicht genügend weibliche Mitarbeiter findet, die kompetent genug sind? Es ist doch wohl unstrittig, dass es eine Anzahl Frauen gibt, die tatsächlich im IT-Bereich kompetent sind. Vielleicht nicht so viele wie Männer, aber dass Google da nicht fündig werden sollte, bezweifle ich. Schließlich ist es ein Weltkonzern und kann aus dem Vollen schöpfen. Nein, ich denke, er möchte einfach nicht, dass Frauen etwas bekommen, das er als sein das Vorrecht der Männer ansieht. Es kann einfach nicht sein, dass Frauen in diesem (seinem) Bereich auch noch mitspielen.
bitte lesen Sie das Papier. Google bietet Weiterbildung nur für diese Frauen an, schließt ihn also damit aus. 2. Er denkt (vermutlich berechtigt), dass Frauen trotz schlechterer Leistung eher befördert werden, um ein linkes Unternehmensziel zu erreichen.

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Criticz 09.08.2017, 12:03
451. Lesen Sie doch einfach nochmal nach

Zitat von Herbert T. Kay
Sagen wir Mal dieser Mitarbeiter hat bei Google einen sicheren Job, der ihm gefällt. Dann entscheidet sich die Firma mehr Frauen einzustellen. Eine Entscheidung, die ihm persönlich überhaupt nichts wegnimmt und ihn unter Umständen auch nicht einmal im Kollegenkreis betrifft. Was bringt einen Mann dann dazu ein 10-seitiges Dokument zu verfassen? Hat er Angst, dass seine geliebte Firma nun den Bach runtergeht? Glaubt er als Programmierer (und nicht mal Personaler) wirklich, dass er so viel schlauer ist als der Großkonzern im Bereich Personalentscheidungen? Das ist anmaßend. Meint er wirklich, dass Google nicht genügend weibliche Mitarbeiter findet, die kompetent genug sind? Es ist doch wohl unstrittig, dass es eine Anzahl Frauen gibt, die tatsächlich im IT-Bereich kompetent sind. Vielleicht nicht so viele wie Männer, aber dass Google da nicht fündig werden sollte, bezweifle ich. Schließlich ist es ein Weltkonzern und kann aus dem Vollen schöpfen. Nein, ich denke, er möchte einfach nicht, dass Frauen etwas bekommen, das er als sein das Vorrecht der Männer ansieht. Es kann einfach nicht sein, dass Frauen in diesem (seinem) Bereich auch noch mitspielen.
"Dieser Mitarbeiter" zeigt auf, dass die Förderung von Frauen im Namen der Diversity immer zur Benachteiligung der Nichtgeförderten führt. Das ist eben nun mal Fakt - spiegelbildlicher Effekt nennet sich das.

Und wer eben nach Geschlecht einstellt und nicht nach Eignung, fördert usw. gefährdet in der Tat seine Wettbewerbsfähigkeit - insoweit darf der Mitarbeiter auch "Angst" haben.

Und nein - wenn die (so kluge? Oder eher dem Zeitgeist nachlaufende?) Personalabteilung von Google entscheidet, einfach mal Frauen weil sie Frauen sind einzustellen (die Frage ob es genug gibt spielt insoweit keine Rolle, denn männliche Bewerber werden trotzdem benachteiligt) um den Anteil zu erhöhen ist das was? Richtig, Diskriminierung von Männern. Das klar auszusprechen scheint immer noch ein Tabu zu sein.

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crazybrain 09.08.2017, 12:08
452. Unterschiede

Auch wenn die Gender-Study-Vertreter einem was anderes weiß machen wollen, es gibt Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Das drückt sich dann in einer unterschiedlichen Berufswahl aus.

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petrapanther 09.08.2017, 12:08
453.

Zitat von Esib
...mit rationalen Argumenten ist es bei vielen Feministinnen auch nicht weit her, siehe die "Lohndiskriminierung von 22% bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit", die in dieser Form Jahrzehntelang eine glatte Lüge war und ist und viele andere Dinge. Wie ich allerdings schon vorher schrieb und was Sie wieder einmal geflissentlich übersehen haben, bin ich überhaupt nicht der Ansicht, dass Frauen weniger geeignet für irgendetwas wären. Aber das ist natürlich schlecht für's Feindbild. Es geht hier um Interesse und persönliche Vorlieben, die sich bei Schachspielern eben in einem Männer-Frauen-Verhältnis von 10:1 ausdrückt. Ich kann diese von Ihnen verlinkte Studie jetzt nicht auf die Schnelle überprüfen, aber nehmen wir einmal an, es wäre so, wäre das sehr interessant, denn mit derselben Argumentation und Rechnung könnte man dann ganz diskriminierungsfrei den höheren Anteil von Männern in Führungspositionen technischer Unternehmen erklären... Zwar ist das Verhältnis nicht ganz 1:10, aber der Frauenanteil ist ja auch nicht bei einem Prozent....
"...mit rationalen Argumenten ist es bei vielen Feministinnen auch nicht weit her, siehe die "Lohndiskriminierung von 22% bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit", die in dieser Form Jahrzehntelang eine glatte Lüge war und ist und viele andere Dinge."
Unsinn. Man kann über die genaue Grösse des Gender Pay Gap streiten, aber dass er existiert, daran zweifelt niemand - ausser antifeministischen Ideologen, die vermutlich auch den Klimawandel und die Kugelgestalt der Erde abstreiten. Aber das ist ein anderes Thema.

"Wie ich allerdings schon vorher schrieb und was Sie wieder einmal geflissentlich übersehen haben, bin ich überhaupt nicht der Ansicht, dass Frauen weniger geeignet für irgendetwas wären.[...]"
Nein, Sie haben nur behauptet, Frauen würden nicht hart genug arbeiten, um in die Weltspitze vorzudringen. Das ist natürlich in keinster Weise diskriminierend, no, sir!

"Ich kann diese von Ihnen verlinkte Studie jetzt nicht auf die Schnelle überprüfen, aber nehmen wir einmal an, es wäre so, wäre das sehr interessant, denn mit derselben Argumentation und Rechnung könnte man dann ganz diskriminierungsfrei den höheren Anteil von Männern in Führungspositionen technischer Unternehmen erklären... Zwar ist das Verhältnis nicht ganz 1:10, aber der Frauenanteil ist ja auch nicht bei einem Prozent...."
Meines Wissens gehen genauso viele Frauen wie Männer bezahlter Arbeit nach, also wäre der erwartbare Anteil in Führungspositionen 50%. Aber wie gesagt, Antifeminismus und rationales Denken schliessen sich gegenseitig aus.

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geschwafelablehner 09.08.2017, 12:09
454. falsche Argumentation

Zitat von zeichenkette
"Frauen sind im Durchschnitt 1,65m groß, Männer 1,80m. Ein bestimmter Job verlangt eine Mindestgröße von 1,70m, also darf man dafür nur Männer einstellen, denn Frauen sind nicht so groß". Das ist diese ständige Bevormundung von Individuen anhand von Merkmalen, die eine einfach erkennbare Gruppe hat, der sie zufällig angehören (wie z.B. Geschlecht). Und genau das ist ein Fehler, den sehr häufig Leute machen, die zu unzulässig starken Vereinfachungen tendieren. In diesem Zusammenhang nennt man das auch "Sexismus", in anderen "Rassismus".
"Frauen sind im Durchschnitt 1,65m groß, Männer 1,80m. Ein bestimmter Job verlangt eine Mindestgröße von 1,70m, deshalb werden Frauen in diesem Job unterrepräsentiert sein, weil der Job für viele von ihnen nicht geeignet ist." Und die Frauen, für die er geeignet ist, werden mindestens die gleichen Chancen in diesem Job haben wie die Männer, da sie bei gleicher Eignung ja bevorzugt eingestellt werden. Ist übrigens die gleiche Kausalkette wie bei Männern, die Kindergärtner oder Unterstufenlehrer werden.
Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt einzustellen ist der richtige Weg, eine 50:50-Quote anzustreben die falsche Erwartung.

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kljkjfhh 09.08.2017, 12:12
455. Deswegen eine Kündigung?

Ich habe den Artikel des Mitarbeiters im Original gelesen. Es ist doch sehr enttäuschend, dass dem Mitarbeiter gekündigt wird. Gerade für ein Land und ein Unternehmen für die freie Meinungsäußerung angeblich so einen hohen Stellenwert hat. Auch der Kommentar des Spiegels (von einer Frau) geht am Kern der Debatte vorbei: Wieso entschliessen sich immer noch so wenig Frauen in den westlichen Ländern ein Informartikstudium abzuschliessen und einen Job als Softwareentwickler auszuüben?

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mrotz 09.08.2017, 12:20
456.

Zitat von mrerenoth
In der Softwareentwicklung gibt es nach meiner Erfahrung noch deutlich weniger Frauen als Männer. Die Frauen, die ich in der Branche kenne, sind gut ausgebildet, kompetent und machen den Job in der Regel natürlich genau so gut wie ihre männlichen Kollegen. Warum auch nicht? Offensichtlich gibt es aber weniger Frauen als Männer, die den Job machen wollen und genau deshalb gibt es eben weniger Frauen in der Branche. Da kann eine Quote erst mal nichts dran ändern. Man müsste klären, warum ein Informatikstudium für Frauen nicht unbedingt die erste Wahl ist. Ich glaube es gibt noch falsche Vorstellungen vom nerdigen Programmierer im stillen Keller. Wer Informatik studiert hat heute eine gute Chance auf ein sehr anspruchsvolles, abwechslungsreiches Arbeitsumfeld wenn man will auch mit viel Kundenkontakt, Geschäftsreisen und guter Bezahlung. Z.B. wenn man in die Consulting-Richtung geht. Das Fachgebiet ist sehr vielseitig, man kann da seine Wünsche in der Regel gut ausleben. Familienfreundlicher wird die Branche auch von Jahr zu Jahr.
Also daß man neben der Entwicklungsarbeit auch als Schnorrer drumrum "arbeiten" kann, soll jetzt ein Argument sein, um mehr Frauen in die IT zu bringen?
Wer Sarkasmus findet, darf Ihn behalten.
Fragt sich trotzdem, weshalb sich Frauen nicht übermäßig für reine Entwicklung interessieren (ob jetzt Soft- oder Hardware).

mfg

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petrapanther 09.08.2017, 12:25
457.

Zitat von Plumbum
Dass Frauen durch entsprechende Förderung Weltklasse-Schachspielerinnen werden können, wurde bereits vor Jahrzehnten von den Polgár-Schwestern bewiesen, die alle eine ELO-Zahl von über 2500 erreichten.
Richtig. Und Judith Polgar hat einmal Kasparow geschlagen - der zuvor sexistische Bemerkungen über sie gemacht hatte. Was das für eine Genugtuung gewesen sein muss, kann man sich kaum ausmalen.

https://www.chess.com/clubs/forum/view/judit-polgar-vs-garry-kasparov

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mrotz 09.08.2017, 12:25
458.

Zitat von Herbert T. Kay
Sagen wir Mal dieser Mitarbeiter hat bei Google einen sicheren Job, der ihm gefällt. Dann entscheidet sich die Firma mehr Frauen einzustellen. Eine Entscheidung, die ihm persönlich überhaupt nichts wegnimmt und ihn unter Umständen auch nicht einmal im Kollegenkreis betrifft. Was bringt einen Mann dann dazu ein 10-seitiges Dokument zu verfassen? Hat er Angst, dass seine geliebte Firma nun den Bach runtergeht? Glaubt er als Programmierer (und nicht mal Personaler) wirklich, dass er so viel schlauer ist als der Großkonzern im Bereich Personalentscheidungen? Das ist anmaßend. Meint er wirklich, dass Google nicht genügend weibliche Mitarbeiter findet, die kompetent genug sind? Es ist doch wohl unstrittig, dass es eine Anzahl Frauen gibt, die tatsächlich im IT-Bereich kompetent sind. Vielleicht nicht so viele wie Männer, aber dass Google da nicht fündig werden sollte, bezweifle ich. Schließlich ist es ein Weltkonzern und kann aus dem Vollen schöpfen. Nein, ich denke, er möchte einfach nicht, dass Frauen etwas bekommen, das er als sein das Vorrecht der Männer ansieht. Es kann einfach nicht sein, dass Frauen in diesem (seinem) Bereich auch noch mitspielen.
Darum gehts nicht.

Wenn man von den Männern nur die Besten der besten nimmt und dort wahrlich aus dem Vollen schöpfen kann und man dann aber krampfhaft versucht eine 50% Frauenquote herzustellen, die der Markt absolut nicht hergibt, dann geht dies nur, wenn man die Ansprüche senkt. Das heißt nicht, daß es nicht sehr gute Frauen gibt, aber JEDE Frau wird sihc dann anhören müssen, einfach nur ne Quotentussi zu sein. Mit solchen Quoten ist absolut niemandem gedient.

Wahrscheinlich hat google die Mitarbeiter um Ideen/Feedback gebeten, wie man doch 50% Frauenquote erreichen könnte.

Seine Antwort: Warum überhaupt 50% ? Ist diese Zahl irgendwie zu rechtfertigen/fundiert.
Und ja, dies ist ein sehr logisches Vorgehen.


mfg

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mrotz 09.08.2017, 12:34
459.

Zitat von petrapanther
"...mit rationalen Argumenten ist es bei vielen Feministinnen auch nicht weit her, siehe die "Lohndiskriminierung von 22% bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit", die in dieser Form Jahrzehntelang eine glatte Lüge war und ist und viele andere Dinge." Unsinn. Man kann über die genaue Grösse des Gender Pay Gap streiten, aber dass er existiert, daran zweifelt niemand - ausser antifeministischen Ideologen, die vermutlich auch den Klimawandel und die Kugelgestalt der Erde abstreiten. Aber das ist ein anderes Thema. "Wie ich allerdings schon vorher schrieb und was Sie wieder einmal geflissentlich übersehen haben, bin ich überhaupt nicht der Ansicht, dass Frauen weniger geeignet für irgendetwas wären.[...]" Nein, Sie haben nur behauptet, Frauen würden nicht hart genug arbeiten, um in die Weltspitze vorzudringen. Das ist natürlich in keinster Weise diskriminierend, no, sir! "Ich kann diese von Ihnen verlinkte Studie jetzt nicht auf die Schnelle überprüfen, aber nehmen wir einmal an, es wäre so, wäre das sehr interessant, denn mit derselben Argumentation und Rechnung könnte man dann ganz diskriminierungsfrei den höheren Anteil von Männern in Führungspositionen technischer Unternehmen erklären... Zwar ist das Verhältnis nicht ganz 1:10, aber der Frauenanteil ist ja auch nicht bei einem Prozent...." Meines Wissens gehen genauso viele Frauen wie Männer bezahlter Arbeit nach, also wäre der erwartbare Anteil in Führungspositionen 50%. Aber wie gesagt, Antifeminismus und rationales Denken schliessen sich gegenseitig aus.
Nur mal so am Rande: Die Erde ist eines ganz sicher nicht: Eine Kugel.

Haarspalterei? Ketzerei, um beim Thema zu bleiben?
Nein, Wahrheit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Erdfigur

mfg

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