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"Sicher, dass du das posten möchtest?": Instagram kündigt neue Maßnahmen gegen Online
Instagram

"Du bist so hässlich und blöd": Wer einen Kommentar wie diesen posten will, dem soll die Instagram-App künftig ins Gewissen reden. Nutzer sollen so besser vor verletzenden Äußerungen geschützt werden.

jj2005 09.07.2019, 11:59
1. Überfällig

Dieser Schritt ist überfällig. Die "Socials" verstecken sich gerne hinter dem Argument, es sei schwierig, Beleidigungen, rassistische Hetze etc per Software zu erkennen. Das ist Quatsch, es ist technisch gesehen sehr einfach. Schon vor einem Jahrzehnt hatte z.B. Thunderbird einen sehr effiziente Spam-Filter, und die Programmierer sind seitdem nicht dümmer und die Computer nicht langsamer geworden.

Wahr ist, dass Bullying und rassistische Hetze deutlich mehr Klicks generieren als brave Beiträge. Der Gesetzgeber sollte sich deswegen nicht durch den "is ja alles so schwierig"-Quatsch von FB, Instagram und Whozzap einlullen lassen und stattdessen einfach mal eine Plattform eine Woche schliessen, wenn sie nicht spurt.

Im Übrigen bin ich für eine saftige Abgabe auf Werbeeinnahmen aller Art, deren Aufkommen der Stiftung Warentest zukommt.

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weroc 09.07.2019, 12:25
2. Richtig gedacht falsch umgesetzt

Werden Beleidigungen jetzt also in Stufen gemessen?
Beleidigung ist Beleidigung ob diese jetzt sehr deutlich da steht, dass jeder sie versteht oder ob man dafür das Oberstübchen mal kurz nachdenken lassen muss.
Es ist und bleibt eine Beleidigung. Punkt. Diese sollen komplett unterbunden werden. Denn auch eine vermeintlich harmlose Aussage terrorisiert einen Menschen auf Dauer, wenn deren Bedeutung beleidigend ist.

Die Einschränken Funktion mag ja auf den ersten Blick gut klingen, aber gerade bei neuen Usern steht die Aussage bis zum Einschränken erstmal im Netz. Die meisten Kommentare folgen entweder kurz nach dem posten des Beitrags oder aber zu gewissen Zeiten, wenn viele Menschen die Zeit haben, sich die ganzen Bilder anzusehen. Somit müsste die postende Person genau da auch selbst sehr aktiv sein und gleich die Störenfriede einschränken.

Aber ja Hauptsache man kann wieder von einer KI schwaffeln, die eigentlich wie so oft keine ist, aber darum geht es ja beim it-bullshit-bingo schon lange nicht mehr

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seeyouin1982 09.07.2019, 13:11
3. Ich habe

meinen Account letztes Jahr nach nur wenigen Monaten Nutzung gelöscht. Grund: Ich habe mich an Diskussionen zu Erdogan und an der Özil-Debatte beteiligt, als Nicht-Türkin, wohl gemerkt kritisch aber nicht ausfallend, ich bin nicht asozial und das Internet kein rechtsfreier Raum. Ich habe die Politik der AKP-Führung in Frage gestellt. Ich bin vielfach von Erfogan- und Özilanhängern auf das übelste beleidigt und mit privaten Direktnachrichten belästigt worden, ich habe sogar Morddrohungen erhalten. Obwohl ich weder Türkin noch Kurdin bin, bin ich ständig als PKK-Anhängerin und Terroristin tituliert worden. Völlig absurd.
Zuletzt bin ich sogar zufällig auf das Profil einer AKP-Anhängerin gestoßen, die auf ihrem Instagram Account Screenshots von den Profilen vermeintlicher Türkei-Feinde gepostet hat, mit der Aufforderung, die Inhaber dieser Profile zu "jagen". Das ist als kriminell einzustufen. Ich habe Instagram ständig Meldung gemacht, leider mit nur sehr sehr sporadischen "Erfolgen". Social Media ist meines Erachtens ein Ort, an dem man kriminell agieren kann, hetzen, beleidigen, terrorisieren, denunzieren etc. ohne dass dies strafrechtliche Konsequenzen hätte oder die Betreiber dem ernsthaft einen Riegel vorschieben würden. Die Betreiber haben daran gar kein Interesse, denn diese Plattformen leben von Hetzern.

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jj2005 09.07.2019, 13:31
4. Stimmt leider

Zitat von seeyouin1982
diese Plattformen leben von Hetzern.
Genauso ist es. Deswegen ist der Gesetzgeber gefragt. Wenn "socials" systematisch die europäischen Gesellschaften destabilisieren, egal ob das Amerikaner (WA, FB, IG) sind oder nicht, egal ob absichtlich oder "ungewollt", dann müssen wir uns wehren.

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Nonvaio01 09.07.2019, 13:56
5. richtig

Zitat von jj2005
Genauso ist es. Deswegen ist der Gesetzgeber gefragt. Wenn "socials" systematisch die europäischen Gesellschaften destabilisieren, egal ob das Amerikaner (WA, FB, IG) sind oder nicht, egal ob absichtlich oder "ungewollt", dann müssen wir uns wehren.
und zwar mit aufklaerung und Bildung, nicht mit verboten.

Unser Buildungsstandard ist immer weiter gesunken, im gleichen zeitraum sind Hetze und Rassimus gestiegen.

das problem ist auch das jeder aus jedem land posten kann, wenn also wie in dem beispiel der posterin sie beleidigt wird kann IG da nichts viel machen, da diese persohn evtl in der Tuerkei selber sitzt und da ist soetwas dann eben nicht strafbar.

In D schreit einer beleidigung, in den USA sagt einer das ist nur meine meinung.....wem soll FB oder IG da folgen? Deutschem Gesetzt? US Gesetz?

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Melissa85 13.07.2019, 02:41
6. Alte Ideen,

und auch die Alten Probleme. Der Ansatz ist wirklich gut gemeint das die Posts von einem Filter quasi nach Beleidigenden Wörtern durchsucht werden. Aber so was gibt es schon seid über 10 Jahren in allen möglichen Chats und es bringt nichts. Einige Wörter in Deutsch sind vom schreiben her in Englisch schon wieder Schimpfwort fähig und auch kulturell gibt es unterschiedliche Auffassungen was Beleidigend ist. Habe Zweifel das die Idee also funktioniert aber hoffe auch das man vielleicht eine Lösung findet.

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