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Sicherheitslücke: Parteien, Ministerien und Uno ließen Daten ungeschützt im Netz
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Politiker warnen vor Hacker-Angriffen, handeln selbst jedoch mitunter fahrlässig: Nach SPIEGEL-Informationen behoben Parteien kritische Sicherheitslücken auch nach behördlicher Aufforderung nicht. Besonders schlimm ist es bei der AfD.

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m_s@me.com 06.03.2017, 13:18
1. Der deutsche Widerspruch

Deutschland zerreißt sich täglich das Maul zum Thema " ... aber der Datenschutz!", und zwar so viel und emotional wie sonst nirgendwo. Aber wenn es darum geht, diesen Datenschutz auch zu implementieren, wird vielerorten genau gar nichts gemacht. Ich kenne die IT vieler Behörden und mich wundert es, warum nicht schon sehr viel mehr passiert ist. Und da wird auch noch viel mehr passieren.

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zeisig 06.03.2017, 13:24
2. Wessen Angelegenheit ist das?

Es ist ja schön, daß sich der Autor dieses Artikels Sorgen um die Grünen oder die AfD oder sonst wen macht. Aber bitteschön, es ist jeder Person oder Partei selbst überlassen, wie hoch sie irgendein Risiko einschätzt und wie gründlich sie sich um Datensicherheit bemüht. Das Risiko in der Politik wird meiner Meineung nach vollkommen überschätzt. Hat Merkel eigentlich Probleme gehabt mit dem "Ausspähen unter Freunden?"
Indsustriespionage, da wird's interessant. Aber Politik ?

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echoanswer 06.03.2017, 13:26
3. Das BSI ...

scheint wirklich eine taube Truppe zu sein, wenn sie von außen auf Sicherheitslücken hingewiesen werden muss. Hacker haben die lange gefunden. Trotzdem sitzt das größte Problem vor dem PC. Schickt einem Bundestagsabgeordneten ein Angebot für ein Aktienpaket mit toller Redite ... schwups ist der Trojaner versenkt. Bei Politikern herrscht die Meinung vor, das muss ich nicht wissen, das ist unter meiner Würde.

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mullex 06.03.2017, 13:28
4. CIA, NSA und BND lesen

ohnehin mit. Diese Geheimdienste stellen die Sicherheit für uns sogar kostenlos bereit. Alle anderen interessieren mich nicht.

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torpedofrog 06.03.2017, 13:28
5. Interessant zu wissen:

Offenbar wird in Sachen Netz und IT-Sicherheit von den Bürgern erweartet, daß sie sich komplett und fachgerecht selbst zu schützen haben.
Damit verlagert der Staat ( und dahin gehend ist auch die öffentliche Wahrnehmung) seine ordnungspolitische Verpflichtung sang-und klanglos in den Verantwortungsbereich der Bürger.
Vielleicht sollte unsere Regierung sich nicht vornehmlich um teure Transportflugzeuge u.Ä. bemühen, damit Deutschland auch " am Hindukusch verteidigt" werden kann, sondern sich für die Sicherung der eigenen Bürger und ihrer Daten engagieren.
Ich bezahle diese Leute mit meinen Steuern, daß sie mich vor Kriminalität schützen.
Und zwar da, wo sich mein Leben abspielt.

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nachfrager2015 06.03.2017, 13:38
6. Jetzt werden sofort die Einen kommen...

... und sagen, man kann halt IT nicht für ein Butterbrot einkaufen. Stimmt, aber ist mMn. nur eine Seite der Medaille. Machen wir es uns manchmal nicht auch zu leicht, immer nur großen Firmen zu vertrauen um nie selber eine Strategie zu entwickeln? Ich weiß mein ehemaliger Chef saß auch mit dem Rücken zum Fenster und hatte rundherum um seinen Monitor lauter Klebezettel mit Zugangsdaten geklebt - das macht jede Strategie zu nichte. Aber so lange uns von ganz oben eingetrichtert wird "Ausspionieren unter Freunden geht gar nicht" bzw. "wer nichts zu verbergen hat...", glauben es viele und sehen Ihren Datenschutz als Übel an. Das vordringlichste Ziel muss es sein - so wenige wie Daten anfallen zu lassen - und diese dann nicht in der Welt verteilen und vor Allem nicht alles bei einem Anbieter zu sammeln. Leider überwiegen die Arglosigkeit und die Bequemlichkeit immer noch bei den meisten Menschen. Wenn dann noch die Politik den Ausverkauf der Daten Ihrer eigenen Bevölkerung betreibt (Beitragsservice, Vermieter, Schufa, Ratingagenturen, Versicherungen, Banken usw. ) graust es mich immer wieder.

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Willi Wacker 06.03.2017, 13:39
7.

Zitat von m_s@me.com
Deutschland zerreißt sich täglich das Maul zum Thema " ... aber der Datenschutz!", und zwar so viel und emotional wie sonst nirgendwo. Aber wenn es darum geht, diesen Datenschutz auch zu implementieren, wird vielerorten genau gar .....
Aber wehe, wenn Firmen keinen Datenschutzbeauftragten nachweisen können... Oder Krankenhäuser nicht bei jeder Anmeldung vom Arzt Zugang und Passwort abfragen..

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sozialismusfürreiche 06.03.2017, 13:40
8. das liebe Geld

Wie so oft üblich liegt es am lieben Geld. IT darf nichts kosten. Je billiger desto besser. Daher hat man dann nicht mal genug Personal sowas selber zu tun.

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denn76 06.03.2017, 13:41
9.

Zitat von zeisig
Es ist ja schön, daß sich der Autor dieses Artikels Sorgen um die Grünen oder die AfD oder sonst wen macht. Aber bitteschön, es ist jeder Person oder Partei selbst überlassen, wie hoch sie irgendein Risiko einschätzt und wie gründlich sie sich um .....
Das soll der Autor auch bitte weiterhin machen, weil es ist ganz sicher nicht der AfD oder sonstwem überlassen wie er mit Daten umgeht. Es können nämlich auch meine Daten betroffen sein, und da verlange ich größtmögliche Sorgfalt.

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