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Smart Home im Eigenbau: Die Sensorenresidenz
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Die Wohnung von Marco Maas ist ein echtes Smart Home. Alles ist vernetzt, von der Heizung bis zur Lampe, von der Wohnungstür bis zur Waage. Das schafft Komfort, aber auch eine Menge Daten. Und manchmal kommt die Wohnung durcheinander.

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openda 12.11.2015, 22:49
60. traurig

die haben keine Kinder und wissen nicht wohin mit ihrer Zeit.

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master-of-davinci 12.11.2015, 23:43
61. Heimschrauber...

Zitat von whocaresbutyou
und genau das ist der springende Punkt. Wenn den Erbauer mal der Schlag trifft, steht die Frau ziemlich dumm da. Nicht weil sie dumm ist, sondern weil das ganze (vermutlich) nirgendwo ausreichend dokumentiert istn und kein halbwegs professioneller Handwerke mit solchem Spielzeug arbeitet . Was diese Heimschrauber in der Regel gänzlich übersehen ist, dass ihre mühsam zusammengestückelten Installationen in der Regel nicht fremdservicefähig sind. Trifft den Kerl mal der Schlag, ist die (Miet-)Wohnung ein Fall für den Sanierer.
Nun, dieser "Heimschrauber " hat ein Unternehmen zur Datenvisualisierung, ist nebenbei Grimmepreisträger und hat einen CNN-Award bekommen.
Wie kommen sie also zu dem anmaßenden Schluss, da sei (vermutlich) nichts dokumentiert und das sei "Spielzeug"?

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mimamausebär 13.11.2015, 01:07
62. Ein

Vernetzte Haustechnik kann ganz nett sein, vorausgesetzt man gibt vergleichsweise viel Geld aus und setzt professionelle Technik ein.

Diese Wohnung ist das genaue Gegenteil von "Smart Home", ein absolutes Horror-Beispiel, zusammengesetzt aus Bastelarbeiten. PIR statt Radar, Magnetsensor - grauenhaft montiert - statt Lichtschranke, keine Redundanz, natürlich alles drahtlos, die Funk-Zentralen und Stromversorgung halbherzig verkabelt im System Mehrfachsteckdose, sichtlich "gewachsene Infrastruktur" aus den üblichen Consumer-Kästchen.

Wozu das führt, lässt auch der Artikel durchblicken: Mehr zusätzlich Spielerei als Komfort für die Bewohner, hoher Stromverbrauch, Platzverbrauch, Funktionsstörungen, Unsicherheit und Unzuverlässigkeit von Alarmkomponenten, die auch mal Einsatzkräfte auf Trab halten, dutzende mögliche Brandherde, Chaos im Funkspektrum. Wenn sich jeder auf die Weise Frankensteins Smart Home einrichtet, sehen wir das an den Versicherungsprämien, der Einsatzmüdigkeit von Polizei und Feuerwehr und vermutlich auch der Scheidungsrate.

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Arned 13.11.2015, 01:38
63. Smart Home ist nicht schlau

Das Problem an "Smart Home" ist, dass die einzelnen Geräte nicht schlau sind, sondern der Mensch alles mühsam vordenken muss. Jede "cleverness" muss individuell und unter Zeitaufwand einprogrammiert werden. Vielleicht ist die künstliche Intelligenz einmal so weit, das sie Muster und Zusammenhänge passabel automatisch erkennt (KI: "ich mache das Licht an wenn jemand die Tür öffnet und es dunkel ist, weil der Mensch es sonst auch immer einschaltet unter diesen Bedingungen”). Für solche Dinge braucht es aber Sensoren, am besten Kameras in jedem Raum (damit der Saugroboter z.B. nicht für einen Einbrecher gehalten wird) und Rechenpower aus der Cloud. Und da kommt man schnell an die Grenze dessen, was man unter Privatsphäre-Aspekten akzeptieren möchte. Ich selber habe einige "Smart Home" Technik im Betrieb. Für mich liegt der Nutzen A) in der Information über Verbräuche, Temperaturen, ... und B) der Nutzung als komplexere Fernbedienung. A) ist dumm. B) kann Daten kombinieren um zu schalten, aber halt immer nur so klug, wie ich bei der Programmierung war. Es sei angemerkt: Viele Situationen sind nur schwer vorab zu erahnen.

Im Ergebnis glaube ich, dass Smart Home aus seinem Nischen Dasein erst herauskommen wird, wenn es von alleine clever ist ohne die Privatsphäre zu stark zu beeinflussen. Ansonsten wird es bei A) und B) bleiben - was nicht Massenmarkt tauglich ist - denn der will sich mit solchen Details nicht auseinander setzen sondern mit geringem Aufwand tatsächlichen Nutzen schöpfen.

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fatherted98 13.11.2015, 07:43
64. Wir haben derzeit...

...in unserer Firma genau das vor..ein großteil des Hauses wird auf Smart-Home umgestellt....lach...wer das mal mitgemacht hat, läßt für immer die Finger davon. Präsenzmelder im WC...wärmegesteurt (steuert auch die Heizung)...lach...wenn die Heizung an ist erkennt der Sensor den Menschen erst nach 30 Sekunden...wenn überhaupt...also "verichtet" man im dunkeln...in den Tagungsräumen läßt sich alles per App steuern...nur...keiner weiß wie es geht...noch nicht mal die Elektriker die es eingerichtet haben...Beamer mit dem Server verbunden....aber keiner hat Zugriff...Licht und Klima lassen sich steuern...Ergebnis...Fenster werden aufgerissen...weil die Heizung auf einmal heiß wird...die Klima nicht geht..ne...ich hab noch nie begriffen was der Vorteil daran sein soll, wenn ich per Fernsteuerung das Licht an und aus machen kann...gut...wenn man gar nicht mehr kann mit der FB steuern...aber dann wohnt man auch in der Regel nicht mehr daheim sondern im Heim...und da gibts sicher kein Smart-Home.

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Schlumperli 13.11.2015, 08:43
65.

Schön, wenn der Einbrecher online feststellen kann, ob jemand zuhause ist ;-)

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susanb 13.11.2015, 09:18
66. Idiotisch!

Ich musste beim Lesen dieses Berichts an eine Science-Fiction-Story denken, die ich als Teenager gelesen habe. Darin ging es um eine Familie, die nicht mehr aus ihrem Haus herauskam und kläglich verhungert ist - weil der Computer, der die Wohnung kontrolliert, sie irrtümlich für Eindringlinge gehalten hat und die Wohnung daher verrammelt wurde. Der Kühlschrank war ohne Zustimmung des Computers nicht zu öffnen und der Kontakt nach außen war unmöglich, usw.

Dass die Hersteller das gerne hätten, ist klar. Wir stellen somit eine Menge Daten bereit und sorgen immer wieder dafür, dass die entsprechenden Geräte gekauft werden. Vielleicht haben wir dann eine Zukuft vor uns wie die Menschen bei Wall-E, die nicht mal mehr in der Lage waren, von Angesicht zu Angesicht miteinander zu kommunizieren.

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markus_wienken 13.11.2015, 09:41
67.

Zitat von openda
traurig die haben keine Kinder und wissen nicht wohin mit ihrer Zeit.
Wie kommen Sie darauf, dass sie nicht wissen wohin mit ihrer Zeit?
Es ist halt sein Hobby und er hat Spaß daran, darüberhinaus bleibt er geistig fit weil er sich regelmäßig mit neuster Technik beschäftigt
Andere Menschen haben andere Interessen, so what?

Ja, Kinder haben sie noch nicht, es soll Menschen geben, die haben andere Lebensentwürfe, ich vernag das nicht als traurig zu bezeichnen.
Auch möglich, dass sie später Kinder bekommen, meinen Sohn habe ich mit 40 bekommen.

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tgu 13.11.2015, 10:14
68. Die Zukunft

Zitat: "Anders als in den 87 anderen Wohnungen reden hier - theoretisch - viele Geräte miteinander, mittlerweile über 100..."
Und in Zukunft reden dann auf engsten Raum noch 8700 andere Geräte miteinander, über WLAN! Kann das wirklich gut gehen?
In Zukunft könnte es mit den inteligenten Stromzählern doch auch gleich ein Highspeed-Internet-Anschluss ins Haus kommen, der dann über die normalen Stromkabel im Haus auf die Steckdosen verteilt wird. Statt einfache Lichtschalter werden dann programmierbare Taster verbaut und übers Netz schaltbare Steckdosen verbaut.

Aber auch hier werden dann Daten evt. mit Gigabit-Geschwindigkeit über nicht abgeschirmte Kupferkabel geleitet, auch dies wird Strahlen und evt. die restlichen über Funk verbundenen Geräte stören.

Alles nicht das gelbe vom EI. Dann doch lieber alles über flache Kabel welche unter der Tapete verlegt werden können verdrahtet, sofern es einfache einfache Sensoren (Fensterkontakt) oder Aktoren (Thermostat) sind.

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sikasuu 13.11.2015, 10:17
69. Versuch das mal:-))Wirst dich wundern wenn der nicht anspringt:-))

Zitat von querulant_99
Dann wird einfach das Notstromaggregat im Keller per Smartphone angeworfen.
Der "Jockel" der dann anspringen muss, braucht mehr Wartung und Pflege wie dein PkW:-)).
Wenn so etwas klappen soll muss entweder ein Fall-back auf Mechanik möglich sein oder du brauchst eine umfangreiche 2. E-Verkabelung mit USV (besser beides)
Smart-Home soll doch "Nutzungsvorgänge" vereinfachen.
.
Was ich bis Heute davon gesehen und gehört habe, ähnelt der "Elektronikseuche" im Auto. Es wir nur noch komplexer, Fehleranfälliger und.....
... Haus hat noch längere Nutzungsintervalle (30-50J) alsKFZ (10-20J). Wie man das mit Lebensdauervon Elektronik/Systemen übernander bekommen kann ist mir schleierhaft.
Btw. Wer kann denn heute noch 5 1/4 oder 3 1/2Zoll Diskettenlesen. Ist erst 20 Jahre her:-))

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