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Smarter Lautsprecher Amazon Echo: Alexa zeichnet unbemerkt Gespräch auf - und verschi
AP

Ein Echo-Lautsprecher von Amazon hat offenbar ein Gespräch seiner Besitzer aufgezeichnet, ohne dass die das mitbekommen haben. Dann verschickte die Sprachassistentin den Mitschnitt an einen Kontakt im Adressbuch.

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antelatis 25.05.2018, 15:18
80. Über Alexa beschweren aber ein Handy haben?

Wer ein Handy hat, braucht sich um Alexa und CO. doch keine Sorgen mehr zu machen, denn so ein Handy ist ja eine viel schlimmere Wanze. Und wer kein Handy hat, nun ja, der wird das hier wohl eh nie lesen, weil der dann sicher auch keinen Computer, Internet, Strom und Licht hat.

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mwroer 25.05.2018, 15:19
81.

Zitat von profSW
Die zahlreichen Kommentare in diesem Forum, die ex- oder implizit sagen, selbst schuld, wenn man sich solche Dinger ins Haus holt, greifen meines Erarchtens zu kurz. Für viele (und immer mehr) bieten solche Sprachassistenten einen Mehrwert und es gibt einige Anzeichen, dass die Sprachsteuerung ein neuer Mega-Trend .....
Niemand verwehrt Ihnen diesen Assistenten - Sie können sich in jedes Zimmer einen stellen. Hat keiner ein Prroblem mit - aber wenn dann was schiefgeht ist das eben 'Ihr Problem und Sie sind selbst Schuld'.
Zwischen 'Bequemlichkeitsgewinn' und echtem Mehrwert liegen übrigens Welten.

Was Ihnen vielleicht mehr Sorge machen sollte ist nicht dass bei Sprachsteuerung mal was an einen Freund verschickt wird. Das ist sicher peinlich aber was Ihnen *wirklich* Sorgen machen sollte ist:

Das Amazon ganz genau nachvollziehen kann wie der Fehler auftrat - denn das bedeutet: Die Daten liegen bei Amazon und das sind dann Teile Ihrer privat geführten Gespräche. DAS ist der Knapckpunkt.

Sprachsteuerung wird übrigens schon seit OS/2 hochgejubelt. Sicher wird das mal nützlich aber bis dahin will einen Schalter am Gerät der das Mikrofon ABschaltet.

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Georg_Alexander 25.05.2018, 15:23
82. Verstehe die Aufregung nicht

Alexa macht eben genau das, wofür sie entwickelt wurde: Lauschen, interpretieren und entsprechend handeln.
Wenn ich mir ein Krokodil im Schlafzimmer halte, dann wundere ich mich doch auch nicht, wenn es eines Nachts mal Hunger hat, oder?

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andi-rpl 25.05.2018, 15:31
83. Also ich bin ja ganz bestimmt nicht Technik-feindlich ...

... aber auch nicht fortschrittsgläubig um jeden Preis. Ich könnte im ersten Falle sagen: "Selber Schuld, wer sich so einen Technik-Blödsinn-Kuckuck selbst ins eigene Nest legt". Stimmt vielleicht auch.
Ich frage mich vielmehr aber, warum die betroffenen sich überhaupt aufregen. Ich bin nämlich der festen Überzeugung - und einiges darauf zu wetten bereit - dass diese betroffenen Menschen ganz sicher doch sonst auch über die sozialen Medien etwas überdurchschnittlich mehr persönliche Informationen mit der sie umgebenden virtuellen Welt teilen. Im Alexa - Fall allerdings - und vielleicht ist das der eigentliche Aufreger - bestand für sie nicht die Möglichkeit, das Bild vor Absendung, Entschuldigung, den Text, zu "schönen / aufzupeppen". Im letzteren Falle würde mir das Alexa schon wieder etwas sympathisch machen.

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default_user 25.05.2018, 15:31
84.

Also wenn ich jetzt bei jemandem zu Besuch bin und sein Alexa Ding nimmt meine Gespräche auf, wie funktioniert das nun mit der Datenschutzverordnung?

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muckp 25.05.2018, 15:39
85. Überflüssig?

meine Eltern fanden die technische Möglichkeiten vor 40 Jahren schon "verdächtigt". Ich finde sie jetzt "verdächtigt" und meine Kinder werden drüber lachen. Ich brauche keine Assistenzsysteme im Auto, Büro oder zu Hause weil ich gelernt habe ohne diesen Kram auszukommen. Ich freue mich drüber wenn ich mein Hirn einfach noch ein bisserl einschalten kann. Die angeblich positive Möglichkeiten, dass Alexa das Licht steuern kann o.ä., sehe ich für behinderte Menschen sehr wohl. Ich kann aber noch aufstehen, dass Licht ausschalten und mich dann zum Kuscheln hinlegen. Mir reicht schon, dass irgendwelche Warnrauchmelder (oder Rauchwarnmelder ..) pflicht sind und ich nicht weiß was da übertragen wird ... ach ja, ich habe Elektronik gelernt und arbeite in der IT. Kenne mich also ein wenig aus

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Nesselzelle 25.05.2018, 15:43
86. Papa, Mama, Ich und der Roboter

Am tollsten ist der Spot mit Papa und Tochter, wo dann anstatt, dass der Vater einfach das Licht ausklickt und die beiden in der Geschichte verbleiben, Alexa sich zu Wort meldet >>Biep bup biep... Das Licht ist nun ausgeschaltet!...biep bup biep>> WOW! - Hätte mir 1995 jemand erzählt, dass man das Licht mal per Stimme ein und ausschalten kann, dann hätte ich das damals schon langweilig gefunden. Ein anderer Forumsteilnehmer hat bezeichnenderweise auch schon den Aspekt der Alexa-UKW-Radiofunktion angesprochen. Jetzt krieg ich noch ne NSA Flat mit drauf und mein eigenes Amazon Kunden-Personenprofil.

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_unwissender 25.05.2018, 15:53
87. Den Beitrag finde ich amüsant

Zitat von HorstOttokar
Hab ich auch dran gedacht. Aber andererseits: Die KI stellt eine Frage ("An wen verschicken?") und versucht dann, aus einem laufenden Hintergrundgespräch eine passende Antwort "herauszulauschen". Dass sie da rein zufällig fündig wird, kann ich mir durchaus vorstellen. Ebenso wie bei der abschließenden Bitte um Bestätigung; - ein "right" fällt im normalen.......
Sie meinen also, dass ein Punkt in der IT auch die Sinnhaftigkeit der Mensch-Maschine-Schnittstelle sein soll? Das finde ich gut. Das finde ich aber sehr, sehr praxisfremd.
Ich könnte meinen früheren Vetriebschef zitieren: "Wie viel mehr Umsatz mache ich, wenn ich Ihre Idee realisiere?"
Oder einfach meine Erfahrung, die ich gestern beim vergeblichen Versuch, eine Briefmarke zu kaufen, gemacht habe. Ich habe es nämlich nicht geschafft, musste also zum nächsten Verkaufspunkt gehen.

Die Schnittstelle Mensch-Maschine ist für Spracherkenner extrem schwierig. Mancher Anwender wird schlagartig nervös und legt laufend nach, der andere zögert und hat etwas nicht mitbekommen, wartet. Wenn die Abläufe nicht adaptiv gestaltet sind, wird das immer schwierig. Und die Rückmeldung? Man stelle sich vor, der Lautsprecher war leise gestellt oder ein Radio- bzw. TV-Gerät lief gleichzeitig, dann ist dem Chaos beliebig die Tür geöffnet.
Daher halte ich den Fall für nicht ungewöhnlich. Man sollte sich einfach überlegen, was man sich in die gute Stube holt.

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Meckerameise 25.05.2018, 15:56
88.

Tja, da hat sich ein Haushalt die gesamte Wohnung selbst verwanzt. Die Stasi brauchte dafür immer einen Mitarbeiter, der einen Raum im passenden Moment präpariert, heute stellen sich Leute sowas sichtbar freiwillig überall hin. Wenn so ein Gerät Funktionen des Hauses übernimmt schön und gut, aber ich stelle mir für so einen Einsatzzweck eher Menschen vor, die Schwierigkeiten mit solchen Tätigkeiten haben (Senioren, Schwerbehinderte). Die Leute sind heute mittlerweile wirklich zu faul geworden, ihren Arm auf 95 Grad zu heben und einen Lichtschalter zu betätigen? Haben die Besitzer solcher Geräte ansonsten mal eine Art Mail zum Thema DSVGO bekommen? Vielleicht könnte Alexa das sogar sprechen.

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charlybird 25.05.2018, 16:03
89. Den habe ich fast überlesen.

Zitat von Zappapa
Tut mir leid, Dave, aber das kann ich nicht tun. (Schöne Grüße von HAL)
Ein wunderbarer Kommentar.
Ich überlege gerade, wie wohl der Schlüsseldienst der Zukunft aussehen würde.

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